| bilde,bildet,bildete,bildeten,gebildet,gebildete,gebildeten,gebildeten,gebildetem,gebildeter,gebildetes,<p>[[bild]] + [[-en]] | ‘formen, gestalten, hervorbringen, darstellen, sein’, übertragen ‘erziehen, die geistigen Anlagen entwickeln’, ahd. ''biliden'' ‘formen, gestalten, zum Beispiel geben, nachahmen’ (9. Jh.) und ''bilidōn'' ‘abbilden, nachahmen, Vorbild sein, gestalten’ (8./9. Jh., vom 10. Jh. an vorherrschend), Namensableitungen von ahd. ''bilidi'' 'Bild’, fallen zusammen in mhd. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/bilden#Middle_High_German bilden]'' ‘mit Bildern verzieren, gestalten, nachbilden, vorstellen’ (vgl. gleichbed. mnd. ''bē̌lden'', ''bilden'' und nl. ''beelden'' ‘bilden, abbilden, malen’).</p><p>Das bis heute ein Formen realer Gegenstände, namentlich ein Gestalten visuell erfaßbarer Kunstwerke ([https://de.wikipedia.org/wiki/Bildende_Kunst bildende Kunst], 18. Jh., anfangs im Mrz.) bezeichnende Verb findet im Sprachgebrauch der Mystiker auch Anwendung auf den geistig-seelischen Bereich;</p><p>von der Mitte des 18. Jhs. an und besonders in der Klassik wird bilden zum Ausdruck für die Bestrebungen der bürgerlich-humanistischen Lehrerziehung;</p><p>gleichzeitig werden daher auch das Mitteleigenschaftswort '''''gebildet''''', das das Erziehungsergebnis kennzeichnet, und dessen Hauptwortbildung der '''Gebildete''' üblich.</p><p>Sich anschließende Vorsilbenbildungen sind abbilden, ausbilden ...</p>
| | [[bild]][[-en]] [[Wortform::Nebenwortform|Nwf.]] z. ''[[bild]]'', ''[[Bild]]'' |