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„Metonymie“ – Versionsunterschied

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slat. metonymia v. grie. metōnymía = Namensvertauschung,  
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zu metá = (da)nach, später (bezogen auf einen Wechsel) und ónyma (ónoma) = Name Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen andern, der in naher sachlicher Beziehung zum ersten steht z. B. Stahl statt Dolch
zu metá = (da)nach, später (bezogen auf einen Wechsel) und ónyma (ónoma) = Name Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen andern, der in naher sachlicher Beziehung zum ersten steht z. B. Stahl statt Dolch<p title="Sinn und Bezeichnetes (Semantik)">Bedeutungen:</p>
:[1] ''Linguistik, Rhetorik:'' [[rhetorische Figur]], bei der der eigentliche [[Ausdruck]] durch einen anderen gedanklich in Verbindung stehenden Ausdruck ersetzt wird
<p title="Etymologie und Morphologie">Herkunft:</p>
:von spätlateinisch ''[https://de.wiktionary.org/wiki/metonymia#metonymia_(Latein) metonymia]&nbsp;[https://la.wiktionary.org/wiki/Special:Search/metonymia <sup class="dewikttm">→&nbsp;la</sup>],'' das seinerseits zurückgeht auf altgriechisch ''[https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=%CE%BC%CE%B5%CF%84%CE%BF%CE%BD%CF%85%CE%BC%CE%AF%CE%B1&action=edit&redlink=1 μετονυμία]&nbsp;(metonymia[https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Altgriechisch/Umschrift <sup>☆</sup>])&nbsp;<sup>→&nbsp;grc</sup>'' „[https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Namensvertauschung&action=edit&redlink=1 Namensvertauschung]“, einer Ableitung von ''[https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=%CE%BC%CE%B5%CF%84%CE%AC&action=edit&redlink=1 μετά]&nbsp;(meta[https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Altgriechisch/Umschrift <sup>☆</sup>])&nbsp;<sup>→&nbsp;grc</sup>'' „[https://de.wiktionary.org/wiki/danach danach], [https://de.wiktionary.org/wiki/sp%C3%A4ter später]“ und ''[https://de.wiktionary.org/wiki/%E1%BD%84%CE%BD%CE%BF%CE%BC%CE%B1#%E1%BD%84%CE%BD%CE%BF%CE%BC%CE%B1_(Altgriechisch) ὄνομα]&nbsp;(onoma[https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Altgriechisch/Umschrift <sup>☆</sup>])&nbsp;<sup>→&nbsp;grc</sup> / [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=%E1%BD%84%CE%BD%CF%85%CE%BC%CE%B1&action=edit&redlink=1 ὄνυμα]&nbsp;(onyma[https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Altgriechisch/Umschrift <sup>☆</sup>])&nbsp;<sup>→&nbsp;grc</sup>'' „[https://de.wiktionary.org/wiki/Name Name], [https://de.wiktionary.org/wiki/Wort Wort], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ausdruck Ausdruck]“<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wiktionary.org/wiki/Metonymie#cite_note-1 [1]]</sup>
<p title="Sinnverwandte Wörter">Sinnverwandte Wörter:</p>
:[1] [https://de.wiktionary.org/wiki/Pars_pro_Toto Pars pro Toto]
<p title="Hyperonyme">Oberbegriffe:</p>
:[1] [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Redefigur&action=edit&redlink=1 Redefigur], [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=rhetorische_Figur&action=edit&redlink=1 rhetorische Figur], [https://de.wiktionary.org/wiki/Stilfigur Stilfigur], [https://de.wiktionary.org/wiki/Stilmittel Stilmittel], [https://de.wiktionary.org/wiki/Trope Trope]
<p title="Verwendungsbeispielsätze">Beispiele:</p>
:[1] Beispiele für ''Metonymien'' sind „ein BMW“ für ein gewisses Auto, „Schiller lesen“, „ein Glas trinken“, „Europa ist reich“, „Berlin entscheidet“, „der Saal applaudiert“, etc.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wiktionary.org/wiki/Metonymie#cite_note-2 [2]]</sup>
:[1] Eine deutsche Boulevardzeitung prägte bei der Wahl von Joseph Ratzinger den Ausdruck „Wir sind Papst“. Dabei ist das „wir“ eine ''Metonymie,'' da damit „die Deutschen“ gemeint sind.
:[1] „Ein weiteres solches Muster ist die Bedeutungsverschiebung oder ''Metonymie.''“<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wiktionary.org/wiki/Metonymie#cite_note-3 [3]]</sup>
:[1] Dass der Jazz eine Kunstform von enormer Körperlichkeit ist – „Jazz“ ist eine ''Metonymie'' für Sex – blendet die Ausstellung weitgehend aus.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wiktionary.org/wiki/Metonymie#cite_note-4 [4]]</sup>
<p title="Derivate, Komposita und Konversionen">Wortbildungen:</p>
:[1] [https://de.wiktionary.org/wiki/metonymisch metonymisch]

Aktuelle Version vom 28. Dezember 2023, 13:15 Uhr

metonym + -ie

slat. metonymia v. grie. metōnymía = Namensvertauschung,

zu metá = (da)nach, später (bezogen auf einen Wechsel) und ónyma (ónoma) = Name Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen andern, der in naher sachlicher Beziehung zum ersten steht z. B. Stahl statt Dolch

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Rhetorik: rhetorische Figur, bei der der eigentliche Ausdruck durch einen anderen gedanklich in Verbindung stehenden Ausdruck ersetzt wird

Herkunft:

von spätlateinisch metonymia → la, das seinerseits zurückgeht auf altgriechisch μετονυμία (metonymia☆) → grc „Namensvertauschung“, einer Ableitung von μετά (meta☆) → grc „danach, später“ und ὄνομα (onoma☆) → grc / ὄνυμα (onyma☆) → grc „Name, Wort, Ausdruck“[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Pars pro Toto

Oberbegriffe:

[1] Redefigur, rhetorische Figur, Stilfigur, Stilmittel, Trope

Beispiele:

[1] Beispiele für Metonymien sind „ein BMW“ für ein gewisses Auto, „Schiller lesen“, „ein Glas trinken“, „Europa ist reich“, „Berlin entscheidet“, „der Saal applaudiert“, etc.[2]
[1] Eine deutsche Boulevardzeitung prägte bei der Wahl von Joseph Ratzinger den Ausdruck „Wir sind Papst“. Dabei ist das „wir“ eine Metonymie, da damit „die Deutschen“ gemeint sind.
[1] „Ein weiteres solches Muster ist die Bedeutungsverschiebung oder Metonymie.“[3]
[1] Dass der Jazz eine Kunstform von enormer Körperlichkeit ist – „Jazz“ ist eine Metonymie für Sex – blendet die Ausstellung weitgehend aus.[4]

Wortbildungen:

[1] metonymisch