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„Derivation (Linguistik)“ – Versionsunterschied

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Derivation<p>Wortableitung | Wort + Ableitung |&nbsp;ein Verfahren der Wortbildung, bei der&nbsp;aus Wortstämmen oder Wortwurzel&nbsp;und Nachsilben&nbsp;&nbsp;neue Wortformen gebildet; &nbsp;das Verfahren ein Wort von einem Wort abzuleiten;</p><p>Das Ergebnis nennt man Wortableitungswort, ''abgeleitetes'' ''Wort'' oder einfach&nbsp;''Ableitung.''</p><p>Zusammen mit der Wortzusammensetzung ist die Wortableitung das wichtigste Wortbildungsmittel der deutschen Sprache.</p><p>Beispiele für Wortableitung:</p>
<noinclude>{{aewi.Seitenordnung
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| Obereinordnung2 = Kategorie:•Derivation (Linguistik)
}}
----</noinclude>
[[Wort]]{{–}}[[Ableitung]] {{nhdt.-dt.}}
 
Verfahren der Wortbildung, bei der aus Wortstämmen oder Wortwurzel und Nachsilben neue Wortformen gebildet; das Verfahren ein Wort von einem Wort abzuleiten;<p>Das Ergebnis nennt man Wortableitungswort, ''abgeleitetes'' ''Wort'' oder einfach ''Ableitung.''</p>
<p>Zusammen mit der Wortzusammensetzung ist die Wortableitung das wichtigste Wortbildungsmittel der deutschen Sprache.</p>
<p>Beispiele für Wortableitung:</p>
#''Frei''-heit
#''Frei''-heit
#''mach''-bar
#''mach''-bar
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#un-be-''greif''-lich (abgeleitete Wörter (begreiflich) können auch selbst wieder abgeleitet werden)
#un-be-''greif''-lich (abgeleitete Wörter (begreiflich) können auch selbst wieder abgeleitet werden)
#Ab-''leit''-ung
#Ab-''leit''-ung
<p>Die Wortableitung unterscheidet sich von der Wortzusammensetzung dadurch, dass bei letzterer mindestens zwei Wörter (ungebeugte eigenstehende&nbsp;Morpheme)&nbsp;eine eigenständigen Wortbedeutung besitzen, während bei der Wortableitung nur ein Wort existiert, dessen Anhängsel keine dingliche, jedoch eine begriffliche Wortbedeutung haben.</p>
Die Wortableitung unterscheidet sich von der Wortzusammensetzung dadurch, dass bei letzterer mindestens zwei Wörter (ungebeugte eigenstehende Morpheme) eine eigenständigen Wortbedeutung besitzen, während bei der Wortableitung nur ein Wort existiert, dessen Anhängsel keine dingliche, jedoch eine begriffliche Wortbedeutung haben.
 
{{Dieser Artikel| erläutert einen Begriff aus dem Bereich der Wortbildung. Für einen gleichlautenden Begriff der [[Generative Grammatik|generativen Grammatik]] zur Ableitung von Sätzen siehe unter [[Phrasenstrukturgrammatik#Phrasenstrukturgrammatik und Phrasenstrukturregeln]].}}
 
= Derivation (Linguistik) =
 
'''Derivation''' oder deutsch auch '''(Wort-)Ableitung''' ist in der [[Linguistik]] die Bezeichnung für ein Verfahren der [[Wortbildung]]. Hierbei wird in der Regel durch Anhängen eines [[Affix (Linguistik)|Affixes]] (Präfix, Suffix oder Zirkumfix) aus einem [[Wort]] ein neues Wort gebildet, in der Regel mit einer neuen Bedeutung oder mit einer neuen Wortart. So wird beispielsweise aus dem Adjektiv ''frei'' durch Anhängen des Suffixes ''-heit'' das Substantiv ''Freiheit''. Aus dem Wort ''begreiflich'' wird durch das Anfügen des Präfixes ''un-'' das Wort ''unbegreiflich'' (mit neuer Bedeutung). Das Ergebnis einer Derivation nennt man ''Derivat[um]'', ''Derivativ[um]'' oder deutsch ''abgeleitetes Wort'' oder ''Ableitung''. Zusammen mit der [[Komposition (Grammatik)|Komposition]] (Zusammensetzung) ist die Derivation das wichtigste Wortbildungsmittel sowohl der [[Deutsche Sprache|deutschen Sprache]] als auch vieler anderer Sprachen weltweit.
 
Beispiele:
# ''Frei-heit''
# ''mach-bar''
# ''be-greifen''
# ''un-be-greif-lich'' (abgeleitete Wörter (''begreiflich'') können auch selbst wieder abgeleitet werden)
# Ab-leit-ung (Das Wort ''Ableitung'' ist selbst eine Ableitung, ist also ein [[Homolog (Linguistik)|Homolog]].)
 
== Abgrenzung von anderen Wortbildungsarten ==
{{Siehe auch|Komposition (Grammatik)#Die Abgrenzung zwischen Komposition und Derivation|titel1=Die Abgrenzung zwischen Komposition und Derivation}}
 
Derivation ist eine Art von Wortbildung, die in menschlichen Sprachen möglich ist. Eine andere in vielen Sprachen der Welt verbreitete Wortbildungsart ist die [[Komposition (Grammatik)|Komposition]] (Zusammensetzung von Morphemen mit eigenständiger lexikalischer Bedeutung). Ein Kompositum ist ein Wort, das aus zwei oder mehr Wörtern bzw. eigentlich [[Wortstamm|Wortstämmen]] gebildet wird, wie z.&nbsp;B. (englisch) ''wind mill'' aus den Wortstämmen ''wind'' und ''mill''.<ref>Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S.&nbsp;48.</ref>
 
Die Derivation unterscheidet sich von der Zusammensetzung ([[Komposition (Grammatik)|Komposition]]) dadurch, dass bei der Derivation nur ein Stamm mit lexikalischer Bedeutung vorliegt und mit einem Anhängsel versehen wird (dem Derivationsaffix), das unselbständig ist.<ref>Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S.&nbsp;37.</ref>
* Beispiel eines Derivats: ''Frei-heit'' aus ''frei'' (Adjektiv), ''-heit'' hat eine abstrakte Funktion. Das Gesamtwort ist ein Substantiv, das die Eigenschaft „frei zu sein“ als abstrakten Gegenstand fasst.
* Beispiel eines Kompositums: ''Haus-wand'' (Substantiv) aus ''Haus'' (Substantiv) und ''Wand'' (Substantiv).
 
Unterschiede zur [[Flexion]] sind, dass bei der Derivation
# nicht eine neue [[Wortform]] entsteht, sondern ein neues Wort (Lexem) (bzw. wortfähiger Stamm): ''brauch-bar'' (Adjektiv) versus ''brauch-t'' (Verb, 3. Person Singular Präsens von ''brauchen''),
# die [[Wortart]] sich ändern kann, allerdings nicht muss (siehe: [[Adjektivierung]], [[Substantivierung]]),
# nie alle theoretisch möglichen Grundmorpheme erfasst werden: es gibt keine ''*Rausch-ung'' zu ''rausch(en)'', keine ''*Schwimm-ung'' zu ''schwimm(en)''.<ref>Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S.&nbsp;39, 102.</ref>
 
== Derivationsarten ==
([[Ableitungsarten]])
 
Folgende Gruppen von Wortbildungen können also – je nach grammatischer Theorie – zur Derivation gerechnet werden:
* die [[explizit|explizite]] Derivation: Wortbildung durch Affigierung ''(Mann'' → ''männ-lich'', ''schön'' → ''un-schön'', ''renn(en)'' → ''Ge-renn-e)'',
* die [[Movierung]], Genuswechsel durch explizite Ableitung: ''(König'' → ''König-in'', ''Witw-e'' → ''Witw-er)''
 
Manchmal werden noch weitere Typen einbezogen:
* die [[implizit|implizite]] Derivation, Derivation durch Ablautbildung ohne Affixe ''(trinken'' → ''tränken'', ''sinken'' → ''senken)'',
* die [[Konversion (Linguistik)|Konversion]]: Bei der lexikalischen Konversion wird die Wortart eines Grundmorphems ohne Affigierung verändert: ''lauf(en)'' (Verb) → ''(der) Lauf'' (Substantiv), ''öl(en)'' (Verb) → ''Öl'' (Substantiv), ''gesund'' (Adjektiv) → ''gesund(en)'' (Verb), ''Haus'' (Nomen) → ''haus(en)'' Verb<ref>Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 73, 79, 94, 102.</ref><ref>Horst Flohr, Friederike Pfingsten: ''Die Struktur von Wörtern: Morphologie''. In: Horst M. Müller (Hrsg.): ''Arbeitsbuch Linguistik. Eine Einführung in die Sprachwissenschaft''. 2. überarb. u. aktualis. Auflage. Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-97007-7, S. 102–124, hier S. 105.</ref>
 
Wortartwechsel ohne Bedeutungseffekt wird vor allem in englischsprachiger Literatur als [[Transposition (Linguistik)|Transposition]] bezeichnet, dieser Terminus ist aber mehrdeutig.
 
 
== Derivationsaffixe ==
In morphologischer Hinsicht lassen sich Derivationen nach dem Typ der beteiligten [[Affix (Linguistik)|Affixe]] einteilen, d.&nbsp;h. nach der Position relativ zum [[Wortstamm]]: Suffixe, Präfixe, [[Zirkumfix]]e und [[Infix (Linguistik)|Infixe]]. Diese Affixe verbinden sich nicht nur mit „Grundmorphemen“, sondern auch mit komplexen, bereits abgeleiteten Wortstämmen.
 
Derivationsaffixe verbinden sich in der Mehrzahl der Fälle nur mit Stämmen einer bestimmten Wortart. Das Suffix ''-ung'' im Deutschen beispielsweise bindet sich fast nur an Verbstämme (''Les-ung'' zu ''lesen'', ''Muster-ung'' zu ''mustern'', ''Betracht-ung'' zu ''betrachten''). Das [[Verb]] zu ''Zeitung'' existiert heute nicht mehr. Ebenso ist für das Produkt einer Derivation, das Derivativum, in der Regel eine bestimmte Wortart festgelegt, so sind Derivativa mit der Endung ''-ung'' Substantive.
 
In der folgenden Übersicht wird nach der Wortart des Derivativums sortiert; mit „nominales Suffix“ ist dann also gemeint „Suffix, das ein Nomen erzeugt“ etc. (nicht „Suffix, das an einen nominalen Stamm anschließt“).
 
=== Suffix ===
{{Siehe auch|Suffix}}
 
Suffigierung nennt man das Anhängen von [[Suffix]]en („Endungen“) an Wortstämme, wie in den folgenden [[Englische Sprache|englischen]] Beispielen:
: a) Nominale Suffixe: ''-ment, -ation, -er'', Beispiele: ''treat'' (V) → ''treatment'' (N), ''realize'' (V) → ''realization'' (N), ''teach'' (V) → ''teacher'' (N)
: b) Adjektivische Suffixe: ''-able, -ful'', Beispiele: ''fix'' (V) → ''fixable'' (A), ''faith'' (N) → ''faithful'' (A)
: c) Verbale Suffixe: ''-ize, -ate'', Beispiele: ''hospital'' (N) → ''hospitalize'' (V), ''active'' (A) → ''activate'' (V)<ref name="ogrady145">William O’Grady, Michael Dobrovolsky, Francis Katamba: ''Contemporary Linguistics. An Introduction''. 3. Auflage. Longman, London / New York 1996, ISBN 0-582-24691-1, S.&nbsp;145–146.</ref>
 
Nominale Suffixe legen nicht nur die Wortart, sondern in Sprachen wie dem Deutschen auch das [[Genus]] des abgeleiteten Wortes fest.
: a) Nominale Suffixe: ''-heit, -keit, -ität, -ung''. Beispiele: ''lässig'' (Adj.) → ''Lässigkeit'' (N, fem.); ''aufzähl(en)'' (V) → ''Aufzählung'' (N, fem.).
: b) Adjektivische Suffixe: ''-bar, -lich, -sam''. Beispiele: ''erleb(en)'' (V) → ''erlebbar'' (Adj.); ''gelb'' (Adj.) → ''gelblich'' (Adj., Bedeutungsunterschied).
: c) Verbale Suffixe: ''-el-, -ier-''. Beispiele: ''koch(en)'' → ''köchel(n)''.<ref>In Hentschel & Weydt, Handbuch der deutschen Grammatik wird dieses Affix ''-el'' fälschlich als Teil der Infinitivendung bezeichnet; es ist aber natürlich ein Stammbestandteil, der auch in den finiten Formen auftritt, wie „es köch-el-t“. – E. Hentschel & H. Weydt: ''Handbuch der deutschen Grammatik.'' 5. überarbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-062941-5, S.&nbsp;38 und S.&nbsp;131.</ref> (Der Infinitiv ''-(e)n'' ist hier zur Vervollständigung der Form immer mit angegeben, ist aber kein Derivations-, sondern ein Flexionssuffix.) Die Liste zeigt, dass Ableitungen auf ''-heit'', ''-keit'' und ''-tät'' immer feminine Substantive ergeben. Abstrakta sind im Deutschen generell meistens feminin.
 
Suffixe legen in der Regel in Sprachen wie dem Englischen und Deutschen die Wortart fest. Sie folgen damit der ''right-hand head rule'', die besagt, dass die rechten Bestandteile komplexer Wörter die grammatischen Eigenschaften des Wortes festlegen.<ref name="donalies22">Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S.&nbsp;22, 27.</ref>
 
In den bisher genannten Beispiele geht mit der Suffigierung eine Änderung der Wortart einher, aber es gibt auch Beispiele, in denen sich durch Suffigierung die Wortart nicht ändert, wohl aber die Bedeutung des Wortes, so etwa bei der Derivation mit dem Suffix ''-ier'' im [[Französische Sprache|Französischen]]:
: ''lait'' → ''laitier'' (dt. ''Milch'' / ''Milchmann'')
: ''salade'' → ''saladier'' (dt. ''Salat'' / ''Salatschüssel'')
: ''pomme'' → ''pommier'' (dt. ''Apfel'' / ''Apfelbaum'')<ref>Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S.&nbsp;85.</ref>
 
=== Präfix ===
{{Siehe auch|Präfix}}
 
Beispiele für Präfix-Derivation sind:
: a) verbale Präfixe wie ''be-, er-, ver-, ent-, zer-'' im Deutschen oder ''mis-, de-, re-'' im Englischen ''(mis-place'', ''de-activate'', ''re-think)''
: b) [[Negation (Grammatik)|Negationspräfixe]] an Adjektiven: ''un-'' im Deutschen ''(unglücklich)'' oder ''un-'' bzw. ''in-'' im Englischen ''(un-happy'', ''in-complete)''<ref name="ogrady145" /><ref>Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S.&nbsp;22–24.</ref>
 
Die Präfigierung hat als Derivationstyp einige ungewöhnliche Eigenschaften. Anders als Suffixe verhält sich die Mehrzahl der Präfixe im Deutschen wie ein eigenes [[Phonologisches Wort]]<ref>Richard Wiese: ''The Phonology of German.'' Oxford University Press 1996. S.&nbsp;65–66.</ref> (vgl. auch den Artikel [[Silbenphonologie]]). Beispielsweise entsteht bei Stämmen mit Vokal als Anlaut auch nach einem Präfix weiterhin der Knacklaut ([[Glottisschlag]]) wie am Wortanfang: ''Eis'' [{{IPA|ʔaɪ̯s}}] – ''ver-eisen'' [{{IPA|fɛɐ̯ʔaɪ̯zən}}] (anders als beim Suffix in ''Zauber-ei'' [{{IPA|tsaʊ̯bə̯ʁaɪ̯}}], Silbenbildung: „Zau-be-rei“). Für einige weitere Probleme im Zusammenhang mit Präfigierung siehe unter [[Präfix- und Partikelverben im Deutschen]].
 
Präfixe beeinflussen im Englischen oder Deutschen selten die Wortart einer Ableitung. Eine Ausnahme stellen die deutschen Verbpräfixe dar: So kann das Präfix ''be-'' aus Substantiven wie ''Dach'' oder Adjektiven wie ''taub'' Verben erzeugen: ''bedachen'', ''betäuben''.<ref name="donalies22" /> Die Sprachen der Welt bevorzugen insgesamt gesehen Suffixe über Präfixe. Eine Sprache, die Präfixe zur Derivation verwendet, ist aber z.&nbsp;B. [[Tagalog]], eine [[Austronesische Sprachen|austronesische Sprache]] auf den [[Philippinen]]: Hier kann das Präfix ''ma-'' mit einem Substantiv kombiniert werden, um ein Adjektiv zu bilden: ''bundok'' (dt. ‚Berg‘) → ''ma bundok'' (dt. ‚bergig‘), ''ganda'' (dt. ‚Schönheit‘) → ''ma ganda'' (dt. ‚schön‘).<ref>William O’Grady, Michael Dobrovolsky, Francis Katamba: ''Contemporary Linguistics. An Introduction''. 3. Auflage. Longman, London / New York 1996, ISBN 0-582-24691-1, S.&nbsp;147.</ref>
 
=== Zirkumfix ===
{{Siehe auch|Zirkumfix}}
 
Bei der Zirkumfigierung wird ein Wortstamm sowohl am Anfang wie am Ende durch ein Element erweitert. Da diese beiden Elemente stets zusammen auftreten, nennt man sie zusammen ein Zirkumfix. Beispiele und Typen von Zirkumfigierungen sind:
: a) V → N: ''red(en)'' → (das) ''Ge-red-e''; ''hops(en)'' → (das) ''Ge-hops-e''.
: b) V → Adj: ''ge-lehr-ig''
: c) Adj → V: ''beschönigen'', ''besänftigen''<ref>Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S.&nbsp;29.</ref>
 
Die so entstandenen Formen nennt man auch Parasynthetika. Andere Sprachen, die Gebrauch von Zirkumfixen machen, sind unter anderem [[Cavineño|Cavineña]], eine Sprache in [[Bolivien]], und [[Kambera]], eine [[Austronesische Sprachen|austronesische Sprache]], die in [[Indonesien]] gesprochen wird:
: Cavineña
: ''jutu'' (dt. ‚ankleiden‘), ''e-jutu-ki'' (dt. ‚Stoff‘)
: ''sama'' (dt. ‚heilen‘), ''e-sama-ki'' (dt. ‚Arznei, Medizin‘)<ref>Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S.&nbsp;89–90.</ref>
 
=== Infix ===
{{Siehe auch|Infix (Linguistik)}}
 
Als Infix wird ein Affix bezeichnet, das nicht an den Anfang oder das Ende seines Wortstamms angehängt wird, sondern stattdessen ins Innere des Stamms eingearbeitet wird. So kann z.&nbsp;B. in der [[Philippinen|philippinischen]] Sprache [[Tagalog]] aus einem Adjektiv X durch Ergänzung des Infixes ''<um>'' nach dem ersten Konsonanten des Adjektivstamms ein intransitives Verb ‚X werden‘ bilden:
* ''g<um>anda'' (dt. ‚schön werden‘)
* ''h<um>irap'' (dt. ‚schwierig werden‘)<ref>Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S.&nbsp;87.</ref>
 
=== Implizite Derivation ===
{{Siehe auch|Konversion (Linguistik)}}
 
Als implizit wird eine Derivation bezeichnet, wenn das Derivat mit lautlicher Änderung des Stammvokals und ohne Ableitungsmorphem gebildet worden ist. Eine klare Abgrenzung zur [[Konversion (Linguistik)|Konversion]] gibt es nicht; die Handhabung unterscheidet sich von Autor zu Autor.<ref>{{Internetquelle
  |autor=IDS
  |url=https://grammis.ids-mannheim.de/terminologie/325
  |titel=implizite Derivation
  |datum=2021-10-18
  |abruf=2024-01-22
}}</ref>
 
* Bei [[starkes Verb|starken Verben]] bezieht sich die lautliche Änderung auf [[Ablaut]]e: ''werfen'' → ''Wurf''; ''helfen'' → ''Hilfe''.
* Aber auch bei [[schwaches Verb|schwachen Verben]] kann dies vorkommen: ''küssen'' → ''Kuss''.
* Gelegentlich werden auch Beispiele gezählt, wo oberflächlich keine Änderung des Vokals erkennbar ist: ''besuchen'' → ''Besuch''.
 
== Literatur ==
* Laurie Bauer: ''Derivational Morphology.'' In: ''Language and Linguistics Compass.'' Vol. 2/1 (2008), S.&nbsp;196–210, [[doi:10.1111/j.1749-818x.2007.00045.x]].
* Elke Donalies: ''Basiswissen Deutsche Wortbildung''. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, ISBN 978-3-8252-3597-0.
* Rochelle Lieber: ''Introducing Morphology''. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, ISBN 978-1-107-48015-5.
* [[George A. Miller]]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 126–135 (zu ''Ableitungsregeln'').
* A. Linke, M. Nussbaumer, P. R. Portmann: ''Studienbuch Linguistik.'' 4. Auflage. Tübingen 2001, ISBN 3-484-31121-5.
* Johannes Volmert (Hrsg.): ''Grundkurs Sprachwissenschaft: eine Einführung in die Sprachwissenschaft für Lehramtsstudiengänge.'' 4. Auflage. Fink, München 2000, ISBN 3-8252-1879-1.
 
== Weblinks ==
* [http://hypermedia.ids-mannheim.de/ grammis: Grammatisches Informationssystem des IDS Mannheim]
* [http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/public/sysgram.ansicht?v_typ=d&v_id=484 grammis – Systematische Grammatik: Wortbildung]
* [http://www.canoonet.eu/services/WordformationRules/ueberblick/ Deutsche Grammatik, Online-Wörterbuch zur Rechtschreibung, Flexion und Wortbildung für die Sprache Deutsch mit morphologischem Wörterbuch, Wortgrammatik, Satzgrammatik und Wortbildung: Eintrag Wortbildung]
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]

Aktuelle Version vom 20. September 2026, 07:28 Uhr

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Wort–Ableitung nhdt.-dt.

Verfahren der Wortbildung, bei der aus Wortstämmen oder Wortwurzel und Nachsilben neue Wortformen gebildet; das Verfahren ein Wort von einem Wort abzuleiten;

Das Ergebnis nennt man Wortableitungswort, abgeleitetes Wort oder einfach Ableitung.

Zusammen mit der Wortzusammensetzung ist die Wortableitung das wichtigste Wortbildungsmittel der deutschen Sprache.

Beispiele für Wortableitung:

  1. Frei-heit
  2. mach-bar
  3. be-greif-en
  4. un-be-greif-lich (abgeleitete Wörter (begreiflich) können auch selbst wieder abgeleitet werden)
  5. Ab-leit-ung

Die Wortableitung unterscheidet sich von der Wortzusammensetzung dadurch, dass bei letzterer mindestens zwei Wörter (ungebeugte eigenstehende Morpheme) eine eigenständigen Wortbedeutung besitzen, während bei der Wortableitung nur ein Wort existiert, dessen Anhängsel keine dingliche, jedoch eine begriffliche Wortbedeutung haben.

Derivation (Linguistik)

Derivation oder deutsch auch (Wort-)Ableitung ist in der Linguistik die Bezeichnung für ein Verfahren der Wortbildung. Hierbei wird in der Regel durch Anhängen eines Affixes (Präfix, Suffix oder Zirkumfix) aus einem Wort ein neues Wort gebildet, in der Regel mit einer neuen Bedeutung oder mit einer neuen Wortart. So wird beispielsweise aus dem Adjektiv frei durch Anhängen des Suffixes -heit das Substantiv Freiheit. Aus dem Wort begreiflich wird durch das Anfügen des Präfixes un- das Wort unbegreiflich (mit neuer Bedeutung). Das Ergebnis einer Derivation nennt man Derivat[um], Derivativ[um] oder deutsch abgeleitetes Wort oder Ableitung. Zusammen mit der Komposition (Zusammensetzung) ist die Derivation das wichtigste Wortbildungsmittel sowohl der deutschen Sprache als auch vieler anderer Sprachen weltweit.

Beispiele:

  1. Frei-heit
  2. mach-bar
  3. be-greifen
  4. un-be-greif-lich (abgeleitete Wörter (begreiflich) können auch selbst wieder abgeleitet werden)
  5. Ab-leit-ung (Das Wort Ableitung ist selbst eine Ableitung, ist also ein Homolog.)

Abgrenzung von anderen Wortbildungsarten

Derivation ist eine Art von Wortbildung, die in menschlichen Sprachen möglich ist. Eine andere in vielen Sprachen der Welt verbreitete Wortbildungsart ist die Komposition (Zusammensetzung von Morphemen mit eigenständiger lexikalischer Bedeutung). Ein Kompositum ist ein Wort, das aus zwei oder mehr Wörtern bzw. eigentlich Wortstämmen gebildet wird, wie z. B. (englisch) wind mill aus den Wortstämmen wind und mill.[1]

Die Derivation unterscheidet sich von der Zusammensetzung (Komposition) dadurch, dass bei der Derivation nur ein Stamm mit lexikalischer Bedeutung vorliegt und mit einem Anhängsel versehen wird (dem Derivationsaffix), das unselbständig ist.[2]

  • Beispiel eines Derivats: Frei-heit aus frei (Adjektiv), -heit hat eine abstrakte Funktion. Das Gesamtwort ist ein Substantiv, das die Eigenschaft „frei zu sein“ als abstrakten Gegenstand fasst.
  • Beispiel eines Kompositums: Haus-wand (Substantiv) aus Haus (Substantiv) und Wand (Substantiv).

Unterschiede zur Flexion sind, dass bei der Derivation

  1. nicht eine neue Wortform entsteht, sondern ein neues Wort (Lexem) (bzw. wortfähiger Stamm): brauch-bar (Adjektiv) versus brauch-t (Verb, 3. Person Singular Präsens von brauchen),
  2. die Wortart sich ändern kann, allerdings nicht muss (siehe: Adjektivierung, Substantivierung),
  3. nie alle theoretisch möglichen Grundmorpheme erfasst werden: es gibt keine *Rausch-ung zu rausch(en), keine *Schwimm-ung zu schwimm(en).[3]

Derivationsarten

(Ableitungsarten)

Folgende Gruppen von Wortbildungen können also – je nach grammatischer Theorie – zur Derivation gerechnet werden:

  • die explizite Derivation: Wortbildung durch Affigierung (Mann → männ-lich, schön → un-schön, renn(en) → Ge-renn-e),
  • die Movierung, Genuswechsel durch explizite Ableitung: (König → König-in, Witw-e → Witw-er)

Manchmal werden noch weitere Typen einbezogen:

  • die implizite Derivation, Derivation durch Ablautbildung ohne Affixe (trinken → tränken, sinken → senken),
  • die Konversion: Bei der lexikalischen Konversion wird die Wortart eines Grundmorphems ohne Affigierung verändert: lauf(en) (Verb) → (der) Lauf (Substantiv), öl(en) (Verb) → Öl (Substantiv), gesund (Adjektiv) → gesund(en) (Verb), Haus (Nomen) → haus(en) Verb[4][5]

Wortartwechsel ohne Bedeutungseffekt wird vor allem in englischsprachiger Literatur als Transposition bezeichnet, dieser Terminus ist aber mehrdeutig.


Derivationsaffixe

In morphologischer Hinsicht lassen sich Derivationen nach dem Typ der beteiligten Affixe einteilen, d. h. nach der Position relativ zum Wortstamm: Suffixe, Präfixe, Zirkumfixe und Infixe. Diese Affixe verbinden sich nicht nur mit „Grundmorphemen“, sondern auch mit komplexen, bereits abgeleiteten Wortstämmen.

Derivationsaffixe verbinden sich in der Mehrzahl der Fälle nur mit Stämmen einer bestimmten Wortart. Das Suffix -ung im Deutschen beispielsweise bindet sich fast nur an Verbstämme (Les-ung zu lesen, Muster-ung zu mustern, Betracht-ung zu betrachten). Das Verb zu Zeitung existiert heute nicht mehr. Ebenso ist für das Produkt einer Derivation, das Derivativum, in der Regel eine bestimmte Wortart festgelegt, so sind Derivativa mit der Endung -ung Substantive.

In der folgenden Übersicht wird nach der Wortart des Derivativums sortiert; mit „nominales Suffix“ ist dann also gemeint „Suffix, das ein Nomen erzeugt“ etc. (nicht „Suffix, das an einen nominalen Stamm anschließt“).

Suffix

Suffigierung nennt man das Anhängen von Suffixen („Endungen“) an Wortstämme, wie in den folgenden englischen Beispielen:

a) Nominale Suffixe: -ment, -ation, -er, Beispiele: treat (V) → treatment (N), realize (V) → realization (N), teach (V) → teacher (N)
b) Adjektivische Suffixe: -able, -ful, Beispiele: fix (V) → fixable (A), faith (N) → faithful (A)
c) Verbale Suffixe: -ize, -ate, Beispiele: hospital (N) → hospitalize (V), active (A) → activate (V)[6]

Nominale Suffixe legen nicht nur die Wortart, sondern in Sprachen wie dem Deutschen auch das Genus des abgeleiteten Wortes fest.

a) Nominale Suffixe: -heit, -keit, -ität, -ung. Beispiele: lässig (Adj.) → Lässigkeit (N, fem.); aufzähl(en) (V) → Aufzählung (N, fem.).
b) Adjektivische Suffixe: -bar, -lich, -sam. Beispiele: erleb(en) (V) → erlebbar (Adj.); gelb (Adj.) → gelblich (Adj., Bedeutungsunterschied).
c) Verbale Suffixe: -el-, -ier-. Beispiele: koch(en) → köchel(n).[7] (Der Infinitiv -(e)n ist hier zur Vervollständigung der Form immer mit angegeben, ist aber kein Derivations-, sondern ein Flexionssuffix.) Die Liste zeigt, dass Ableitungen auf -heit, -keit und -tät immer feminine Substantive ergeben. Abstrakta sind im Deutschen generell meistens feminin.

Suffixe legen in der Regel in Sprachen wie dem Englischen und Deutschen die Wortart fest. Sie folgen damit der right-hand head rule, die besagt, dass die rechten Bestandteile komplexer Wörter die grammatischen Eigenschaften des Wortes festlegen.[8]

In den bisher genannten Beispiele geht mit der Suffigierung eine Änderung der Wortart einher, aber es gibt auch Beispiele, in denen sich durch Suffigierung die Wortart nicht ändert, wohl aber die Bedeutung des Wortes, so etwa bei der Derivation mit dem Suffix -ier im Französischen:

lait → laitier (dt. Milch / Milchmann)
salade → saladier (dt. Salat / Salatschüssel)
pomme → pommier (dt. Apfel / Apfelbaum)[9]

Präfix

Beispiele für Präfix-Derivation sind:

a) verbale Präfixe wie be-, er-, ver-, ent-, zer- im Deutschen oder mis-, de-, re- im Englischen (mis-place, de-activate, re-think)
b) Negationspräfixe an Adjektiven: un- im Deutschen (unglücklich) oder un- bzw. in- im Englischen (un-happy, in-complete)[6][10]

Die Präfigierung hat als Derivationstyp einige ungewöhnliche Eigenschaften. Anders als Suffixe verhält sich die Mehrzahl der Präfixe im Deutschen wie ein eigenes Phonologisches Wort[11] (vgl. auch den Artikel Silbenphonologie). Beispielsweise entsteht bei Stämmen mit Vokal als Anlaut auch nach einem Präfix weiterhin der Knacklaut (Glottisschlag) wie am Wortanfang: Eis [ʔaɪ̯s] – ver-eisen [fɛɐ̯ʔaɪ̯zən] (anders als beim Suffix in Zauber-ei [tsaʊ̯bə̯ʁaɪ̯], Silbenbildung: „Zau-be-rei“). Für einige weitere Probleme im Zusammenhang mit Präfigierung siehe unter Präfix- und Partikelverben im Deutschen.

Präfixe beeinflussen im Englischen oder Deutschen selten die Wortart einer Ableitung. Eine Ausnahme stellen die deutschen Verbpräfixe dar: So kann das Präfix be- aus Substantiven wie Dach oder Adjektiven wie taub Verben erzeugen: bedachen, betäuben.[8] Die Sprachen der Welt bevorzugen insgesamt gesehen Suffixe über Präfixe. Eine Sprache, die Präfixe zur Derivation verwendet, ist aber z. B. Tagalog, eine austronesische Sprache auf den Philippinen: Hier kann das Präfix ma- mit einem Substantiv kombiniert werden, um ein Adjektiv zu bilden: bundok (dt. ‚Berg‘) → ma bundok (dt. ‚bergig‘), ganda (dt. ‚Schönheit‘) → ma ganda (dt. ‚schön‘).[12]

Zirkumfix

Bei der Zirkumfigierung wird ein Wortstamm sowohl am Anfang wie am Ende durch ein Element erweitert. Da diese beiden Elemente stets zusammen auftreten, nennt man sie zusammen ein Zirkumfix. Beispiele und Typen von Zirkumfigierungen sind:

a) V → N: red(en) → (das) Ge-red-e; hops(en) → (das) Ge-hops-e.
b) V → Adj: ge-lehr-ig
c) Adj → V: beschönigen, besänftigen[13]

Die so entstandenen Formen nennt man auch Parasynthetika. Andere Sprachen, die Gebrauch von Zirkumfixen machen, sind unter anderem Cavineña, eine Sprache in Bolivien, und Kambera, eine austronesische Sprache, die in Indonesien gesprochen wird:

Cavineña
jutu (dt. ‚ankleiden‘), e-jutu-ki (dt. ‚Stoff‘)
sama (dt. ‚heilen‘), e-sama-ki (dt. ‚Arznei, Medizin‘)[14]

Infix

Als Infix wird ein Affix bezeichnet, das nicht an den Anfang oder das Ende seines Wortstamms angehängt wird, sondern stattdessen ins Innere des Stamms eingearbeitet wird. So kann z. B. in der philippinischen Sprache Tagalog aus einem Adjektiv X durch Ergänzung des Infixes <um> nach dem ersten Konsonanten des Adjektivstamms ein intransitives Verb ‚X werden‘ bilden:

  • g<um>anda (dt. ‚schön werden‘)
  • h<um>irap (dt. ‚schwierig werden‘)[15]

Implizite Derivation

Als implizit wird eine Derivation bezeichnet, wenn das Derivat mit lautlicher Änderung des Stammvokals und ohne Ableitungsmorphem gebildet worden ist. Eine klare Abgrenzung zur Konversion gibt es nicht; die Handhabung unterscheidet sich von Autor zu Autor.[16]

  • Bei starken Verben bezieht sich die lautliche Änderung auf Ablaute: werfen → Wurf; helfen → Hilfe.
  • Aber auch bei schwachen Verben kann dies vorkommen: küssen → Kuss.
  • Gelegentlich werden auch Beispiele gezählt, wo oberflächlich keine Änderung des Vokals erkennbar ist: besuchen → Besuch.

Literatur

  • Laurie Bauer: Derivational Morphology. In: Language and Linguistics Compass. Vol. 2/1 (2008), S. 196–210, doi:10.1111/j.1749-818x.2007.00045.x.
  • Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, ISBN 978-3-8252-3597-0.
  • Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, ISBN 978-1-107-48015-5.
  • George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Joachim Grabowski und Christiane Fellbaum. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 126–135 (zu Ableitungsregeln).
  • A. Linke, M. Nussbaumer, P. R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 4. Auflage. Tübingen 2001, ISBN 3-484-31121-5.
  • Johannes Volmert (Hrsg.): Grundkurs Sprachwissenschaft: eine Einführung in die Sprachwissenschaft für Lehramtsstudiengänge. 4. Auflage. Fink, München 2000, ISBN 3-8252-1879-1.

Einzelnachweise

  1. ↑ Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S. 48.
  2. ↑ Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S. 37.
  3. ↑ Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S. 39, 102.
  4. ↑ Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 73, 79, 94, 102.
  5. ↑ Horst Flohr, Friederike Pfingsten: Die Struktur von Wörtern: Morphologie. In: Horst M. Müller (Hrsg.): Arbeitsbuch Linguistik. Eine Einführung in die Sprachwissenschaft. 2. überarb. u. aktualis. Auflage. Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-97007-7, S. 102–124, hier S. 105.
  6. ↑ a b William O’Grady, Michael Dobrovolsky, Francis Katamba: Contemporary Linguistics. An Introduction. 3. Auflage. Longman, London / New York 1996, ISBN 0-582-24691-1, S. 145–146.
  7. ↑ In Hentschel & Weydt, Handbuch der deutschen Grammatik wird dieses Affix -el fälschlich als Teil der Infinitivendung bezeichnet; es ist aber natürlich ein Stammbestandteil, der auch in den finiten Formen auftritt, wie „es köch-el-t“. – E. Hentschel & H. Weydt: Handbuch der deutschen Grammatik. 5. überarbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-062941-5, S. 38 und S. 131.
  8. ↑ a b Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 22, 27.
  9. ↑ Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 85.
  10. ↑ Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 22–24.
  11. ↑ Richard Wiese: The Phonology of German. Oxford University Press 1996. S. 65–66.
  12. ↑ William O’Grady, Michael Dobrovolsky, Francis Katamba: Contemporary Linguistics. An Introduction. 3. Auflage. Longman, London / New York 1996, ISBN 0-582-24691-1, S. 147.
  13. ↑ Elke Donalies: Basiswissen Deutsche Wortbildung. 2. Auflage. Narr Francke Attempo, Tübingen 2011, S. 29.
  14. ↑ Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S. 89–90.
  15. ↑ Rochelle Lieber: Introducing Morphology. 2. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2016, S. 87.
  16. ↑ IDS: implizite Derivation. 18. Oktober 2021, abgerufen am 22. Januar 2024.