Zum Inhalt springen

„wenig“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
<p>[[wen]] + [[-ig]] |&nbsp;Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’, Gegenwort von&nbsp;''viel''.</p><p>‘geringe Menge oder Anzahl, nicht viel’,&nbsp;ahd.&nbsp;''wēnag'' ‘beklagenswert, unglücklich, elend, schwach, klein’ (9. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''wēnec'',&nbsp;''wēnic'',&nbsp;''weinic'' ‘weinend, klagend, erbarmenswert, unglücklich, klein, gering, schwach’,&nbsp;mnd.&nbsp;''wēnich'', ''weinich''&nbsp;‘klein’,&nbsp;</p><p>mnl.&nbsp;''weinich'',&nbsp;''wēnich'',&nbsp;nl.&nbsp;''weinig''&nbsp;‘wenig, gering’,&nbsp;got.&nbsp;''wainahs''&nbsp;‘geplagt, elend’, germ.&nbsp;''*wainaga-'', mit der Endung&nbsp;ger.&nbsp;''-aha-''&nbsp;bzw.&nbsp;''-aga-''&nbsp;und n-Infix (wie das unter&nbsp;''weinen'', s. d., behandelte Tw.) abgeleitet von der unter&nbsp;''weh'' angeführten Interjektion (ger.''*wai'',&nbsp;uig.&nbsp;''*u̯ai''&nbsp;‘wehe’).</p><p>Die Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’ (dichterisch noch bei&nbsp;Goethe) geht über in ‘schwach, klein’; von daher entwickelt sich (bereits im&nbsp;Mhd.)&nbsp;''wenig''&nbsp;zum Gegenwort von&nbsp;''viel''.</p>
<p>[[wen]][[-ig]] Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’, Gegenwort von viel; ‘geringe Menge oder Anzahl, nicht viel’,</p>


wenige,wenigen,wenigem,weniger,weniges,
* ahd. wēnag ‘beklagenswert, unglücklich, elend, schwach, klein’ (9. Jh.),
* mhd. wēnec, wēnic, weinic ‘weinend, klagend, erbarmenswert, unglücklich, klein, gering, schwach’,
* mnd. wēnich, weinich ‘klein’,
* mnl. weinich, wēnich,
* nl. weinig ‘wenig, gering’,
* got. wainahs ‘geplagt, elend’,
* germ. *wainaga-,
* mit der Endung ger. -aha- bzw. -aga- und n-Infix (wie das unter ''[[weinen]]'',  behandelte Tw.)
** abgeleitet von der unter ''[[weh]]'' angeführten Interjektion (ger. *wai, uig. *[[u̯ai]] &nbsp;‘''[[wehe]]''’).
* Die Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’ (dichterisch noch bei [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]]) geht über in ‘schwach, klein’; von daher entwickelt sich (bereits im Mhd.) wenig zum Gegenwort von viel.
 
[[Kategorie:wenig]]

Aktuelle Version vom 31. August 2025, 06:33 Uhr

wen-ig Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’, Gegenwort von viel; ‘geringe Menge oder Anzahl, nicht viel’,

  • ahd. wēnag ‘beklagenswert, unglücklich, elend, schwach, klein’ (9. Jh.),
  • mhd. wēnec, wēnic, weinic ‘weinend, klagend, erbarmenswert, unglücklich, klein, gering, schwach’,
  • mnd. wēnich, weinich ‘klein’,
  • mnl. weinich, wēnich,
  • nl. weinig ‘wenig, gering’,
  • got. wainahs ‘geplagt, elend’,
  • germ. *wainaga-,
  • mit der Endung ger. -aha- bzw. -aga- und n-Infix (wie das unter weinen, behandelte Tw.)
    • abgeleitet von der unter weh angeführten Interjektion (ger. *wai, uig. *u̯ai  ‘wehe’).
  • Die Ausgangsbedeutung ‘beklagenswert, beweinenswert, elend’ (dichterisch noch bei Goethe) geht über in ‘schwach, klein’; von daher entwickelt sich (bereits im Mhd.) wenig zum Gegenwort von viel.