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„eigen“ – Versionsunterschied

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<p>eig + en | "besitzen, haben", ‘zu eigen haben, vermögen’; zu eigen ist das, dass man für sich bestimmt und angenommen hat (21. Jh. ndt.)</p>
<p>[[eig]] + [[-en]] | "besitzen, haben", ‘zu eigen haben, vermögen’; zu eigen ist das, dass man für sich bestimmt und angenommen hat (21. Jh. ndt.)</p>


eigene,eigenen,eigenem,eigener,eigenes,
eigene,eigenen,eigenem,eigener,eigenes,<p>eigens, eigensten, eigener, eigene, eigenen, Eigen, eigens, eigent, Eigenname</p><p>mit der Bedeutung ‘haben, besitzen’, ahd. ''eigan'', mhd. (vereinzelt) ''eigen''; ‘jmdm. (als Besitz) gehörend’, dann ‘einer Person oder Sache ausschließlich zukommend, für sie charakteristisch’ und daher auch ‘von besonderer Art, seltsam’;</p><p>''eigen'' entspricht einem Sein, daß man hat, etwas daß echt ist; vieles was uns als Wesen zu eigen ist, ist nur "angeheftet", besitzen es, es ist jedoch nicht echt; etwas wirklich eigenes kommt aus dem Wesen heraus und dies sind vor allem Fähigkeiten; etwas wirklich zu eigen seiendes kann nur unterdrückt werden, etwas nicht wirklich eigenes kann man selbst entfernen;</p><p>Absolute Verwendung des mittelwörtlichen Eigenschaftswort ‘in Besitz befindlich’ findet sich (in bezug auf Personen) noch in mhd. ''eigen'' ‘unfrei’ (wozu ''leibeigen'', s. Leib).</p><p>¦√¦ uig. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/h%E2%82%82ey%E1%B8%B1- *aeyḱ-] ''"besitzen, in besitz nehmen"; uig. ''eik-'' ‘zu eigen haben, vermögen’</p><p>¦↵¦ uig. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/h%E2%82%82ey%E1%B8%B1- *h₂eyḱ-] ''"Fähigkeit, besitzen, Besitz"; uig. eik ‘zu eigen haben, vermögen’, uig. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/h%E2%82%82eh%E2%82%82%C3%B3y%E1%B8%B1e *aeaóyḱe]; ''uger ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/aihtiz *aihtiz] "Fähigkeit, besitzen, Besitz", ''uger. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/aigan%C4%85 *aiganą] ''"eigen sein"''; ''uwger. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/aiganaz *aiganaz]'', ger. *''aig''-, *''aih''-; ahd.&nbsp;''[https://en.wiktionary.org/wiki/eigan#Old_High_German eigan]'' (8. Jh.), mhd. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/eigen#Middle_High_German eigen]'', asächs. ''ēgan'', mnd. ''ēgen'', mnl. ''eighen'', ''eighijn'', anl. ''[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Old_Dutch/eigan&action=edit&redlink=1 *eigan]'' "besitzen", nl.&nbsp;''[https://en.wiktionary.org/wiki/eigen#Dutch eigen]'', afries. ''ēgen'', ''ēin'', aengl. ''āgen'', engl.&nbsp;''[https://en.wiktionary.org/wiki/own#English own]''. anord. ''eiginn'', schwed. ''egen'' (got. nur ''aigin'' n. ‘Eigentum’, Eigen), ursprünglich Mittelwort-Vergangenheitswort mit der Bedeutung ‘haben, besitzen’ eines gemeiger. Vergangenheitswort, ahd. ''eigan'', mhd. (vereinzelt) ''eigen'', asächs. ''ēgan'', aengl. ''āgan'', engl. ''to own'', anord. ''eiga'', schwed. ''äga'', got. *''aigan'' (1. Person Einzahl ''aih'' mit gammatischem Wechsel).</p><p>Diesem Verb zugrundeliegendes ger. *''aig''-, *''aih''- (s. auch Fracht) steht im Ablautverhältnis zu aind. ''ī́śē'' (wohl einem ursprünglich reduplizierenden Perfekt *''i-iś-ai'') ‘hat zu eigen, besitzt, beherrscht’ und läßt sich mit diesem sowie awest. ''aēšā''- ‘Vermögen, Können, Habe, Eigentum’, toch. B ''aik''-‘kennen, wissen’ auf eine Wurzel uig. *''ēik̑''- oder *''eik̑''- ‘zu eigen haben, vermögen’ zurückführen.</p>
 
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<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>mit der Bedeutung ‘haben, besitzen’, ahd. ''eigan'', mhd. (vereinzelt) ''eigen''; ‘jmdm. (als Besitz) gehörend’, dann ‘einer Person oder Sache ausschließlich zukommend, für sie charakteristisch’ und daher auch ‘von besonderer Art, seltsam’;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>''eigen'' entspricht einem Sein, daß man hat, etwas daß echt ist; vieles was uns als Wesen zu eigen ist, ist nur "angeheftet", besitzen es, es ist jedoch nicht echt; etwas wirklich eigenes kommt aus dem Wesen heraus und dies sind vor allem Fähigkeiten; etwas wirklich zu eigen seiendes kann nur unterdrückt werden, etwas nicht wirklich eigenes kann man selbst entfernen;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Absolute Verwendung des mittelwörtlichen Eigenschaftswort ‘in Besitz befindlich’ findet sich (in bezug auf Personen) noch in mhd. ''eigen'' ‘unfrei’ (wozu ''leibeigen'', s. Leib).</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>¦√¦ uig. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/h%E2%82%82ey%E1%B8%B1- *aeyḱ-] ''"besitzen, in besitz nehmen"; uig. ''eik-'' ‘zu eigen haben, vermögen’</p>
 
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<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Diesem Verb zugrundeliegendes ger. *''aig''-, *''aih''- (s. auch Fracht) steht im Ablautverhältnis zu aind. ''ī́śē'' (wohl einem ursprünglich reduplizierenden Perfekt *''i-iś-ai'') ‘hat zu eigen, besitzt, beherrscht’ und läßt sich mit diesem sowie awest. ''aēšā''- ‘Vermögen, Können, Habe, Eigentum’, toch. B ''aik''-‘kennen, wissen’ auf eine Wurzel uig. *''ēik̑''- oder *''eik̑''- ‘zu eigen haben, vermögen’ zurückführen.</p>

Aktuelle Version vom 12. Dezember 2023, 13:13 Uhr

eig + -en | "besitzen, haben", ‘zu eigen haben, vermögen’; zu eigen ist das, dass man für sich bestimmt und angenommen hat (21. Jh. ndt.)

eigene,eigenen,eigenem,eigener,eigenes,

eigens, eigensten, eigener, eigene, eigenen, Eigen, eigens, eigent, Eigenname

mit der Bedeutung ‘haben, besitzen’, ahd. eigan, mhd. (vereinzelt) eigen; ‘jmdm. (als Besitz) gehörend’, dann ‘einer Person oder Sache ausschließlich zukommend, für sie charakteristisch’ und daher auch ‘von besonderer Art, seltsam’;

eigen entspricht einem Sein, daß man hat, etwas daß echt ist; vieles was uns als Wesen zu eigen ist, ist nur "angeheftet", besitzen es, es ist jedoch nicht echt; etwas wirklich eigenes kommt aus dem Wesen heraus und dies sind vor allem Fähigkeiten; etwas wirklich zu eigen seiendes kann nur unterdrückt werden, etwas nicht wirklich eigenes kann man selbst entfernen;

Absolute Verwendung des mittelwörtlichen Eigenschaftswort ‘in Besitz befindlich’ findet sich (in bezug auf Personen) noch in mhd. eigen ‘unfrei’ (wozu leibeigen, s. Leib).

¦√¦ uig. *aeyḱ- "besitzen, in besitz nehmen"; uig. eik- ‘zu eigen haben, vermögen’

¦↵¦ uig. *h₂eyḱ- "Fähigkeit, besitzen, Besitz"; uig. eik ‘zu eigen haben, vermögen’, uig. *aeaóyḱe; uger *aihtiz "Fähigkeit, besitzen, Besitz", uger. *aiganą "eigen sein"; uwger. *aiganaz, ger. *aig-, *aih-; ahd. eigan (8. Jh.), mhd. eigen, asächs. ēgan, mnd. ēgen, mnl. eighen, eighijn, anl. *eigan "besitzen", nl. eigen, afries. ēgen, ēin, aengl. āgen, engl. own. anord. eiginn, schwed. egen (got. nur aigin n. ‘Eigentum’, Eigen), ursprünglich Mittelwort-Vergangenheitswort mit der Bedeutung ‘haben, besitzen’ eines gemeiger. Vergangenheitswort, ahd. eigan, mhd. (vereinzelt) eigen, asächs. ēgan, aengl. āgan, engl. to own, anord. eiga, schwed. äga, got. *aigan (1. Person Einzahl aih mit gammatischem Wechsel).

Diesem Verb zugrundeliegendes ger. *aig-, *aih- (s. auch Fracht) steht im Ablautverhältnis zu aind. ī́śē (wohl einem ursprünglich reduplizierenden Perfekt *i-iś-ai) ‘hat zu eigen, besitzt, beherrscht’ und läßt sich mit diesem sowie awest. aēšā- ‘Vermögen, Können, Habe, Eigentum’, toch. B aik-‘kennen, wissen’ auf eine Wurzel uig. *ēik̑- oder *eik̑- ‘zu eigen haben, vermögen’ zurückführen.