„Stammvokal“ – Versionsunterschied
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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 11:18 Uhr
Unter Stammvokal werden in der Linguistik zwei verschiedene Konzepte verstanden:
- der Vokal einer Wortwurzel bzw. eines Wortstamm, welcher bei Umlaut oder Ablaut wechselt; Beispiele:
- Umlaut bei Substantiven: Schuss – Schüsse; Wurf – Würfe oder
- Ablaut bei starken Verben: fallen – fiel – gefallen; sehen – sah – gesehen.
Stammvokal (Deutsch)
Substantiv, m
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Stammvokal | die Stammvokale |
| Genitiv | des Stammvokals | der Stammvokale |
| Dativ | dem Stammvokal | den Stammvokalen |
| Akkusativ | den Stammvokal | die Stammvokale |
Worttrennung:
- Stamm·vo·kal, Plural: Stamm·vo·ka·le
Aussprache:
- IPA: [ˈʃtamvoˌkaːl]
- Hörbeispiele:
Stammvokal (Info),
Stammvokal (Info)
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: Vokal des Wortstamms
- [2] Linguistik: ein der Wortwurzel angefügter Kennlaut einer Deklinationsklasse
Herkunft:
- Determinativkompositum aus Stamm und Vokal
Synonyme:
- [1] Kennlaut
- [2] Bindevokal, Kennlaut, Themavokal
Oberbegriffe:
Beispiele:
- [1] Der Stammvokal ändert sich bei starken Verben je nach Ablautreihe in unterschiedlicher Weise: z.B. leiden - litt - gelitten; sehen - sah - gesehen.
- [1] „Regelmäßige Verben ändern im Präteritum und im Partizip II ihren Stammvokal nicht, unregelmäßige Verben ändern ihn in gesetzmäßiger Weise in den drei Stammformen (Infinitiv - Präteritum - Partizip II) (Ablaut):…“[1]
- [1] „Der Umlaut des Stammvokals im Konjunktiv II ist in Klammern hinter der Präteritumform angegeben.“[2]
- [2] Das althochdeutsche Wort "tag" (= der "Tag") gehört zur a-Deklination, da sein Stammvokal (= Kennlaut) im Germanischen ein [a] war, das im Althochdeutschen noch in der Endung von Nominativ und Akkusativ Plural in der Form "taga" (= die Tage) erhalten ist.