„zwischen“ – Versionsunterschied
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<p>zwisch + en | ‘innerhalb zweier (räumlicher oder zeitlicher) Begrenzungen, innerhalb einer Menge’.</p | <p>[[zwisch]] + [[-en]] | ‘innerhalb zweier (räumlicher oder zeitlicher) Begrenzungen, innerhalb einer Menge’.</p><p>Aus ustwl. gebrauchten vhnw. Verbindungen wie ahd. ''untar zwiskēn'' ‘unter, in der Mitte von zweien’, ''untar in zwiskēn'' ‘untereinander’ (9. Jh.), auch zusammengezogen ''untarzwiskēn'' sowie ''inzwiscōn'', mhd. ''under'', ''in zwischen'', ''enzwischen''entwickelt sich die einfache Form mhd. ''zwischen'', ''zwüschen'', (md.) ''zwuschen'' Ustw. und Vhnw., mnd. ''twisken'', ''twischen'', mnl. ''tusscen'', ''twussen'', ''twisscen'', nl. ''tussen''.</p><p>Auszugehen ist daher von einem Dativ Mrz. des sowohl distributiven wie kollektiven Zahladjektivs ahd. ''zwiski'' ‘zweifach, zu zweit, zweiteilig, abermalig’, Mrz. ‘beide’ (8. Jh.), mhd. ''zwisc'', ''zwisch'' ‘zweifach, je zwei’, Plur. ‘beide’, asächs. ''twisk'' ‘zweifach’, das ger. ''*twiska-'' bzw. ''*twiskja-'' voraussetzt; vgl. dazu auch aengl. ''betweoh'', ''betwux'', ''betwisc'', engl. (älter) ''betwixt'' ‘dazwischen’.</p><p>Es handelt sich um eine Bildung mit dem Endung uig. ''-ko-'' zum Multiplikativadverb uig. ''*du̯is'' ‘zweimal’; s. dazu [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Zwilling Zwilling] und [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Zwirn Zwirn]. In bezug auf zeitliche Grenzen steht ''zwischen'' seit dem 14. Jh.</p> | ||
Aktuelle Version vom 13. Dezember 2023, 10:17 Uhr
zwisch + -en | ‘innerhalb zweier (räumlicher oder zeitlicher) Begrenzungen, innerhalb einer Menge’.
Aus ustwl. gebrauchten vhnw. Verbindungen wie ahd. untar zwiskēn ‘unter, in der Mitte von zweien’, untar in zwiskēn ‘untereinander’ (9. Jh.), auch zusammengezogen untarzwiskēn sowie inzwiscōn, mhd. under, in zwischen, enzwischenentwickelt sich die einfache Form mhd. zwischen, zwüschen, (md.) zwuschen Ustw. und Vhnw., mnd. twisken, twischen, mnl. tusscen, twussen, twisscen, nl. tussen.
Auszugehen ist daher von einem Dativ Mrz. des sowohl distributiven wie kollektiven Zahladjektivs ahd. zwiski ‘zweifach, zu zweit, zweiteilig, abermalig’, Mrz. ‘beide’ (8. Jh.), mhd. zwisc, zwisch ‘zweifach, je zwei’, Plur. ‘beide’, asächs. twisk ‘zweifach’, das ger. *twiska- bzw. *twiskja- voraussetzt; vgl. dazu auch aengl. betweoh, betwux, betwisc, engl. (älter) betwixt ‘dazwischen’.
Es handelt sich um eine Bildung mit dem Endung uig. -ko- zum Multiplikativadverb uig. *du̯is ‘zweimal’; s. dazu Zwilling und Zwirn. In bezug auf zeitliche Grenzen steht zwischen seit dem 14. Jh.