„gelingen“ – Versionsunterschied
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gelang,gelange,gelingend,gelingens,gelingst,gelänge,gelingt,gelungen, | gelang,gelange,gelingend,gelingens,gelingst,gelänge,gelingt,gelungen,<p>¦⊗¦ ‘den beabsichtigten und gewünschten Erfolg haben, geraten, glücken’; ‘glücken, Erfolg haben’ (9. Jh.); ‘glücken, gedeihen’;</p><p>¦√¦ uig. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/h%E2%82%81leng%CA%B7%CA%B0- *h₁lengʷʰ-] ''"vorankommen, erfolg haben"; uig. eléng „Licht, leicht, schnell“ ; uig. *''legu̯h''- ‘leicht in Bewegung und Gewicht’; verwandt mit Elektron, Helium;</p>¦↵¦ uger. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Germanic/lingwaną|*lingwaną]]; d''as nur im Dt. begegnende Verb ahd. ''[[wikt:gilingan#Old_High_German|gilingan]]'' ‘glücken, Erfolg haben’ (9. Jh.), mhd. mnd. ''lingen, [[wikt:gelingen#Middle_High_German|gelingen]]'' ‘glücken, gedeihen’ kann an primär allerdings nur adjektivisch belegbares uig. *''lṇgu̯h''- bzw. (hochstufig) *''lengu̯h''- angeschlossen werden, eine nasalierte Form der Wurzel uig. *''legu̯h''- ‘leicht in Bewegung und Gewicht’ (siehe leicht sowie [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Lunge Lunge] und lungern). Als Ausgangsbedeutung müßte dann ‘leicht, schnell vonstatten gehen’ angenommen werden.<div class="zenoCOAdRight"> | ||
== Gelingen<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 537. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000018506X; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</ref> == | |||
</div>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0537 [537]] '''<span class="zenoTXHighlight0">Gelingen</span>''', ''verb. irreg. neutr.'' Imperf. ich gelang, (im gemeinen Leben gelung;) Mittelw. gelungen; Imperat. gelinge. Es erfordert das Hülfswort seyn, und bedeutet jemandes Bemühung und der dabey gehabten Absicht gemäß erfolgen. Es gelinget nicht eine jede Arbeit. Sein Anschlag ist ihm nicht gelungen. So weit ist mirs gelungen. Das Mittel gelang. Es gelang ihm alles, was er nur anfing. Durch Hülfe Gottes ist mirs gelungen, Apostg. 26, 22. Und freut sich der gelungnen Tücke, Haged. | |||
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Anm. Schon bey dem Ottfried ''<span class="zenoTXHighlight0">gelingen</span>.'' Das einfache lingen, welches noch in dem Gegensatze mißlingen angetroffen wird, kommt nur selten vor. ''Der [[Lingiso]]'' bedeutet bey dem Notker das Glück. Frisch leitet es von langen, erlangen, her, zumahl da ''<span class="zenoTXHighlight0">gelingen</span>'' im Holländ. so wohl berühren, als auch <span class="zenoTXHighlight0">gelingen</span> bedeutet. Es gehöret vielmehr zu Glück, weil die Einschiebung des n vor dem Hauchbuchstaben nichts seltenes ist. S. Glück. In einigen Oberdeutschen Gegenden verbindet man es auch mit dem Hülfsworte haben, welches auch 1 Macc. 2, 47 vorkommt, es hat ihnen gelungen. | |||
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Aktuelle Version vom 2. Januar 2024, 15:14 Uhr
ge- + lingen | leicht (daher schnell) vonstattengehen, vorankommen, Erfolg haben;
gelang,gelange,gelingend,gelingens,gelingst,gelänge,gelingt,gelungen,
¦⊗¦ ‘den beabsichtigten und gewünschten Erfolg haben, geraten, glücken’; ‘glücken, Erfolg haben’ (9. Jh.); ‘glücken, gedeihen’;
¦√¦ uig. *h₁lengʷʰ- "vorankommen, erfolg haben"; uig. eléng „Licht, leicht, schnell“ ; uig. *legu̯h- ‘leicht in Bewegung und Gewicht’; verwandt mit Elektron, Helium;
¦↵¦ uger. *lingwaną; das nur im Dt. begegnende Verb ahd. gilingan ‘glücken, Erfolg haben’ (9. Jh.), mhd. mnd. lingen, gelingen ‘glücken, gedeihen’ kann an primär allerdings nur adjektivisch belegbares uig. *lṇgu̯h- bzw. (hochstufig) *lengu̯h- angeschlossen werden, eine nasalierte Form der Wurzel uig. *legu̯h- ‘leicht in Bewegung und Gewicht’ (siehe leicht sowie Lunge und lungern). Als Ausgangsbedeutung müßte dann ‘leicht, schnell vonstatten gehen’ angenommen werden.
Gelingen[1]
[537] Gelingen, verb. irreg. neutr. Imperf. ich gelang, (im gemeinen Leben gelung;) Mittelw. gelungen; Imperat. gelinge. Es erfordert das Hülfswort seyn, und bedeutet jemandes Bemühung und der dabey gehabten Absicht gemäß erfolgen. Es gelinget nicht eine jede Arbeit. Sein Anschlag ist ihm nicht gelungen. So weit ist mirs gelungen. Das Mittel gelang. Es gelang ihm alles, was er nur anfing. Durch Hülfe Gottes ist mirs gelungen, Apostg. 26, 22. Und freut sich der gelungnen Tücke, Haged.
So kann dir gleich dein Wunsch gelingen,
Willam. Anm. Schon bey dem Ottfried gelingen. Das einfache lingen, welches noch in dem Gegensatze mißlingen angetroffen wird, kommt nur selten vor. Der Lingiso bedeutet bey dem Notker das Glück. Frisch leitet es von langen, erlangen, her, zumahl da gelingen im Holländ. so wohl berühren, als auch gelingen bedeutet. Es gehöret vielmehr zu Glück, weil die Einschiebung des n vor dem Hauchbuchstaben nichts seltenes ist. S. Glück. In einigen Oberdeutschen Gegenden verbindet man es auch mit dem Hülfsworte haben, welches auch 1 Macc. 2, 47 vorkommt, es hat ihnen gelungen.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 537. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000018506X; Lizenz: Gemeinfrei