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„Ereigniß“ – Versionsunterschied

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<p>[[ereig]] + [[-niß]] |&nbsp;n.&nbsp;von ereignen abgeleitet eigtl. ''Eräugniß'', 'Fall, Geschehen, daß sich den Augen zeigt'; ‘Geschehnis, Vorkommnis’ (2. Hälfte 18. Jh. beeinflußt durch engl. event 'Aufkommendes, Vorkommniß').</p><p>Voran gehen&nbsp;''Ereignuss''&nbsp;(16. Jh.),&nbsp;''Eräugnung''&nbsp;(bis 18. Jh.),&nbsp;''Ereignung''&nbsp;(17. Jh.); ahd.&nbsp;''irougnissa''&nbsp;(8. Jh.),&nbsp;''irougnessī''&nbsp;(9. Jh.) ‘das Zeigen’ bleibt ohne Nachfolge.</p><p>Ein Geschehen, Vorkommniß, daß ureigen in seiner Art und Weise ist, also sich eigen ist kann man als Ereigniß bezeichnen oder benennen wie bspw. eine Sonnenfinsterniß, welches zugleich augenscheinlich ein Eräugniß ist und ein Ereigniß aufgrund seiner Eigenheit. Eräugniß wurde offenbar von Übersetzungen wie event, occasion beeinflußt und Ereigniß könnte eine Neubildung zu actus Akt und casus, res Fallursache sein, die dann den Begriff Eräugniß verdrängte oder beide Bedeutungen in Ereigniß verschmolzen, es sich somit nicht um eine fälschliche Anbindung an eignen anstelle von äugnen handelt, sondern es schlau erdacht wurde, da eigen, eignen, Ereigniß als Begriff im 16. Jh. infolge der Übersetzung lateinischer Schriften und wie auch in der Lutherbibel aufkommt.</p><p>Ein&nbsp;'''Ereignis'''&nbsp;(aus&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Althochdeutsche_Sprache althochdeutsch]&nbsp;''irougen'',&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Neuhochdeutsche_Sprache neuhochdeutsch]&nbsp;''eräugen''&nbsp;„vor Augen stellen, zeigen“)<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis?wprov=srpw1_0#cite_note-1 [1]]</sup>&nbsp;ist im allgemeinen Sinn eine&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Situation Situation], die durch Dynamik oder Veränderung gekennzeichnet ist. Das Gegenteil eines Ereignisses ist ein „Zustand“: eine Situation ohne Veränderung oder Dynamik. Eine klassische Definition ist, dass ein Ereignis (minimal) darin besteht, dass ein Übergang von einem Zustand in einen anderen Zustand stattfindet.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis?wprov=srpw1_0#cite_note-2 [2]]</sup></p><p>Im ursprünglichen Sinne des deutschen Wortes „Ereignis“ wäre es ein Geschehen, das vor Augen tritt und&nbsp;''eräugt''&nbsp;wird (ein „Eräugnis“); es ist in vielen Verwendungen des Wortes ein wichtiger Aspekt, dass ein Ereignis etwas ist, das&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Beobachtung beobachtet]&nbsp;wird. Jedoch wird von der Beobachtung eines Ereignisses auch dann gesprochen, wenn es auf anderem Wege erfahren wird als nur visuell.</p><p>[http://www.zeno.org/Georges-1910/K/Georges-1910-01-0782 [781]]'''[http://www.zeno.org/Georges-1910/A/Ereignis?hl=ereignis Ereignis]''',&nbsp;''casus''&nbsp;(Fall, Vorkommnis, bes. zufälliges). –&nbsp;''res''&nbsp;(Sache, die sich ereignet, Begebenheit, Vorfall etc.). –&nbsp;''eventus''&nbsp;od.&nbsp;''eventum''&nbsp;(ein erfolgter Fall, ein durch vorhergegangene Ursachen od. Umstände bewirktes&nbsp;Ereignis). –&nbsp;''exemplum'' (ein&nbsp;Ereignis&nbsp;als warnendes Beispiel, s.&nbsp;''Caes. b. c.''&nbsp;1, 7, 5). – glückliche Ereignisse,&nbsp;''res secundae; casus secundi:''&nbsp;unglückliche Ereignisse,&nbsp;''res adversae, miserae; casus calamitosi, miseri:''&nbsp;mannigfaltige Ereignisse,''&nbsp;rerum vicissitudines:''&nbsp;die letzten Ereignisse&nbsp;[http://www.zeno.org/Georges-1910/K/Georges-1910-01-0782 [781]]&nbsp;aus der neuesten Zeit,&nbsp;''haec extrema, quae nuper accĭderunt.''&nbsp;– Ost wird auch »Ereignis« bloß durch das Neutrum des dabeistehenden Pronomens od. Adjektivs angedeutet, z.B. dieses E.,&nbsp;''id:''&nbsp;die dazwischenliegenden Ereignisse übergehen,&nbsp;''media praeterire.''&nbsp;– Die Wendung »das&nbsp;Ereignis, daß etc.« wird bei den Histor. bl. durch das Neutrum des Partiz. Pers. Pass. ausgedrückt, z.B. wegen des E., daß es in diesem Jahre häufig Steine geregnet habe,&nbsp;''propter crebrius eo anno de caelo lapidatum (Liv.''&nbsp;29, 10, 4.)</p>
[[ereig]][[-niß]] n. von ereignen abgeleitet eigtl. ''Eräugniß;'' '[[Fall]], [[Geschehnis]], [[Geschehen]], (daß sich den Augen zeigt)';  
 
* ahd. irougnissa (8. Jh.), irougnessī (9. Jh.) ‘das Zeigen’ (bleibt ohne Nachfolge),
* ''Ereignuss'' (16. Jh.),
* Ereignung (17. Jh.);
* ''Eräugnung'' (bis 18. Jh.),
* ‘Geschehnis, [[Vorkommnis]]’ (2. Hälfte 18. Jh. beeinflußt durch engl. ''event'' 'Aufkommendes, Vorkommniß').
 
{{Schaufenster|modus=ignorieren|link=1|linkpos=prefix|Seite=Anm. KF/Ereigniß}}
 
Ereignis <ref>Quelle: Karl Ernst Georges: Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch. Hannover und Leipzig <sup>7</sup>1910 (Nachdruck Darmstadt 1999), Sp. 781-782. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001967274; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Georges-1910/K/Georges-1910-01-0782 781]&nbsp;|[http://www.zeno.org/Georges-1910/K/Georges-1910-01-0782 782]</ref> , ''casus'' (Fall, Vorkommnis, bes. zufälliges). – ''res'' (Sache, die sich ereignet, Begebenheit, Vorfall etc.). – ''eventus'' od. ''eventum'' (ein erfolgter Fall, ein durch vorhergegangene Ursachen od. Umstände bewirktes <span class="zenoTXHighlight0">Ereignis</span>). – ''exemplum'' (ein <span class="zenoTXHighlight0">Ereignis</span> als warnendes Beispiel, s. ''Caes. b. c.'' 1, 7, 5). – glückliche Ereignisse, ''res secundae; casus secundi:'' ung lückliche Ereignisse, ''res adversae, miserae; casus calamitosi, miseri:'' mannigfaltige Ereignisse,'' rerum vicissitudines:'' die letzten Ereignisse aus der neuesten Zeit, ''haec extrema, quae nuper accĭderunt.'' – Ost wird auch »<span class="zenoTXHighlight0">Ereignis</span>« bloß durch das Neutrum des dabeistehenden Pronomens od. Adjektivs angedeutet, z.B. dieses E., ''id:'' die dazwischenliegenden Ereignisse übergehen, ''media praeterire.'' – Die Wendung »das <span class="zenoTXHighlight0">Ereignis</span>, daß etc.« wird bei den Histor. bl. durch das Neutrum des Partiz. Pers. Pass. ausgedrückt, z.B. wegen des E., daß es in diesem Jahre häufig Steine geregnet habe, ''propter crebrius eo anno de caelo lapidatum (Liv.'' 29, 10, 4.)
 
== Ereignis ==
 
 
 
Ein '''Ereignis''' (aus althochdeutsch ''irougen'', neuhochdeutsch ''eräugen'' „vor Augen stellen, zeigen“)<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-1 [1]]</sup> ist im allgemeinen Sinn eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Situation Situation], die durch Dynamik oder Veränderung gekennzeichnet ist. Das Gegenteil eines Ereignisses ist ein „Zustand“: eine Situation ohne Veränderung oder Dynamik. Eine klassische Definition ist, dass ein Ereignis (minimal) darin besteht, dass ein Übergang von einem Zustand in einen anderen Zustand stattfindet.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-2 [2]]</sup>
 
Im ursprünglichen Sinne des deutschen Wortes „Ereigniß“ wäre es ein Geschehen, das vor Augen tritt und&nbsp;''eräugt''&nbsp;wird (ein „Eräugniß“); es ist in vielen Verwendungen des Wortes ein wichtiger Aspekt, dass ein Ereignis etwas ist, das&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Beobachtung beobachtet]&nbsp;wird. Jedoch wird von der Beobachtung eines Ereignisses auch dann gesprochen, wenn es auf anderem Wege erfahren wird als nur visuell.<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Fachgebiete ==
</div>
<p>Je nach Zweck eines Fachgebiets unterscheiden sich die Definitionen des Ereignisses in [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsinhalt Begriffsinhalt] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsumfang Begriffsumfang]. Dabei wird manchmal unterschieden zwischen positiven und negativen Ereignissen.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Astronomie ===
</div>
<p>Ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomisches_Ereignis astronomisches Ereignis] ist beispielsweise die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis Sonnen-] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis Mondfinsternis], die wegen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Periodizit%C3%A4t Periodizität] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufbahn Umlaufbahnen] präzise vorhersehbar sind. Mit der Sonnenfinsternis wurde oft der Tod von Herrschern in Verbindung gebracht so wie bei Kaiserin [https://de.wikipedia.org/wiki/Theophanu_(HRR) Theophanu], die am 15. Juni 991 verstarb und deren Tod am 21. Oktober 990 eine Sonnenfinsternis vorausging.<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-3 [3]]</sup> In Deutschland wird eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Totale_Sonnenfinsternis totale Sonnenfinsternis] erst am 3. September 2081 stattfinden. Manche Ereignisse wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Impakt Impakt] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorit Meteoriten] sind dagegen nicht oder nur bedingt vorhersehbar.</p>
<p>Am 24. Februar 1987 konnten Astronomen ein Ereignis beobachten, bei dem der Stern [https://de.wikipedia.org/wiki/Sanduleak_-69.202 Sanduleak -69.202] – ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_%C3%9Cberriese Blauer Überriese] – in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Magellansche_Wolke Großen Magellanschen Wolke] explodierte.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-4 [4]]</sup></p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Chemie ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemie Chemie] ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entdeckung Entdeckung] einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Reaktion chemischen Reaktion] im Rahmen von labortechnischen Versuchsserien ein Ereignis, bei dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Verbindung chemische Verbindungen]ein bisher nicht existentes, neues [https://de.wikipedia.org/wiki/Produkt_(Chemie) Produkt] hervorrufen.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Eisenbahnverkehr ===
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrliches_Ereignis gefährliches Ereignis]''</div>
<p>Als [https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrliches_Ereignis gefährliches Ereignis] im Sinne des <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/aeg_1994/__2.html § 2]</span> Abs. 21 [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Eisenbahngesetz AEG] gelten [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall Eisenbahnunfälle] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsst%C3%B6rung Betriebsstörungen] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnbetrieb Eisenbahnbetrieb].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Geschichtswissenschaft ===
</div>
<p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtswissenschaft Geschichtswissenschaft] spricht von einem Ereignis als „einer Begebenheit, die eine geschichtliche Veränderung herbeiführt […] und sinnbildend an der Entstehung einer Geschichte mitwirkt“.<sup id="cite_ref-5" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-5 [5]]</sup> ''Historische Ereignisse'' besitzen oft das Merkmal der Einzigartigkeit und Unwiederholbarkeit. „Jedes Ereignis ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsache Tatsache], aber nicht jede Tatsache ist ein Ereignis“.<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-6 [6]]</sup></p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Höhere Gewalt ===
</div>
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6here_Gewalt Höhere Gewalt] liegt vor, wenn ein unabwendbarer [https://de.wikipedia.org/wiki/Zufall Zufall] als [https://de.wikipedia.org/wiki/Schaden schadenverursachendes] Ereignis einwirkt (''objektive Voraussetzung'') und das Ereignis auch durch die äußerste, in vernünftiger Weise noch zu erwartende [https://de.wikipedia.org/wiki/Sorgfalt Sorgfalt] nicht hätte vermieden werden können (''subjektive Voraussetzung'').<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-7 [7]]</sup> Zur höheren Gewalt zählt die [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsprechung Rechtsprechung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Fachliteratur Fachliteratur] unabwendbare Ereignisse wie z.&nbsp;B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Naturkatastrophe Naturkatastrophen] jeder Art (insbesondere [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben Erdbeben], [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschwemmung Überschwemmungen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Unwetter Unwetter], [https://de.wikipedia.org/wiki/Vulkan Vulkanausbrüche], [https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie Pandemien]), aber auch niederer [https://de.wikipedia.org/wiki/Zufall#Zufall_im_Recht Zufall] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Latein lateinisch] ''casus fortuitus'') wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufruhr Aufruhr], [https://de.wikipedia.org/wiki/Blockade_(Milit%C3%A4r) Blockade], [https://de.wikipedia.org/wiki/Boykott Boykott], [https://de.wikipedia.org/wiki/Brand Brand], [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerkrieg Bürgerkrieg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Embargo Embargo], [https://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme Geiselnahmen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg Krieg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution Revolution], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sabotage Sabotage], [https://de.wikipedia.org/wiki/Streik Streiks] (sofern diese bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter Dritten] stattfinden; Beispiel: Vertrag zwischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Verbraucher Verbraucher] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Fluggesellschaft Fluggesellschaft] und Streik bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Fluglotse Fluglotsen], auch bei einem Streik bei der Fluggesellschaft<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-8 [8]]</sup>), [https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorismus Terrorismus], [https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsunfall Verkehrsunfälle] oder im industriellen Sinne [https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsst%C3%B6rung Produktionsstörungen].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Informatik ===
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis_(Programmierung) Ereignis (Programmierung)]''</div>
<p>Unter einem Ereignis versteht man in der ereignisorientierten [https://de.wikipedia.org/wiki/Programmierung Programmierung] eine Begebenheit, die – über ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Event-Handler Event-Handler]-Programm – eine ''Aktion'' und (in deren Folge) ggf. eine Zustandsveränderung auslöst. Diese Ereignisse können [https://de.wikipedia.org/wiki/Eingabe_(Computer) Benutzereingaben] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Mausklick Mausklick], [https://de.wikipedia.org/wiki/Tastatur Tastatur], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spracheingabe Spracheingabe], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%A4t Geräteanschluss] usw.) oder Systemereignisse (Zeitpunkt, Fehler, Datenveränderung, Sensor usw.) sein. Ein Ereignis kann ein einzelnes Element der [https://de.wikipedia.org/wiki/Grafische_Benutzeroberfl%C3%A4che Benutzeroberfläche] oder sogar ein [https://de.wikipedia.org/wiki/HTML-Dokument HTML-Dokument] sein. Ein Ereignis ist ein Element von Anwendungsinformationen aus einer zugrunde liegenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Programmbibliothek Programmbibliothek].<sup id="cite_ref-9" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-9 [9]]</sup> Aktionen oder Zustandsänderungen sind Ereignisse, die bestimmte Folgen auslösen. Das kann ein Mausklick sein oder die Statusmeldung eines Geräts wie etwa ein empfangsbereites [https://de.wikipedia.org/wiki/Modem Modem].<sup id="cite_ref-10" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-10 [10]]</sup></p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Katastrophen ===
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe Katastrophe]''</div>
<p>Katastrophen sind folgenschwere [https://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3%BCck Unglücksereignisse]. Sie betreffen entweder den Menschen alleine wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot Hungersnot] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord Völkermord] oder das [https://de.wikipedia.org/wiki/Mensch-Maschine-System Mensch-Maschine-System] wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl Nuklearkatastrophe von Tschernobyl] vom 26. April 1986 oder der [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Eschede Eisenbahnunfall von Eschede] am 3. Juni 1998.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Kritisches Lebensereignis ===
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Kritisches_Lebensereignis Kritisches Lebensereignis]''</div>
<p>Das kritische Lebensereignis verändert die bestehende [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenssituationen Lebenssituation] einer oder mehrerer [https://de.wikipedia.org/wiki/Person Personen] und zwingt sie zu Maßnahmen der Bewältigung und Anpassung. Hierzu gehören [https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochzeit Heirat], [https://de.wikipedia.org/wiki/Scheidung Scheidung], Tod von Partner oder Kind, schwere eigene [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkrankung Erkrankung]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Unfall Unfall] bzw. von Familienmitgliedern usw.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Medienwissenschaft ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medienwissenschaft Medienwissenschaft] wird das Ereignis als ein „zeitlich und räumlich begrenzter Realitätsausschnitt“ definiert.<sup id="cite_ref-11" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-11 [11]]</sup> Dabei wird unterschieden zwischen ''genuinen Ereignissen'' (entweder ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Naturereignis Naturereignis] wie ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben Erdbeben] oder soziale Ereignisse wie eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Veranstaltung#Event_(engl.) Veranstaltung]) und ''medialen Ereignissen'' (wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Spiele Olympische Spiele] oder eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekonferenz Pressekonferenz]). Beide binden [https://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit] und wecken [https://de.wikipedia.org/wiki/Emotion Emotionen].</p>
<p>Naturereignisse wie das [https://de.wikipedia.org/wiki/Polarlicht Polarlicht] müssen spektakulär sein, um als (mediales) Ereignis zu gelten. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Jahreszeit Jahreszeiten] sind zwar auch Naturereignisse, werden jedoch als normal eingestuft.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Medizin ===
</div>
<p>Ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Incident_Reporting_System kritisches Ereignis] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache englisch] critical incident) ist in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Medizin Medizin] ein Ereignis, das zu einem unerwünschten Ereignis führen könnte oder dessen Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht.<sup id="cite_ref-12" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-12 [12]]</sup> Das ''unerwünschte Ereignis'' (UE; [https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache englisch] adverse event) beruht auf einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Therapie Behandlung], kann zu einer Schädigung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit Gesundheit] führen und kann vermeidbar oder auch nicht vermeidbar sein.</p>
<p>''Unerwünschte Ereignisse'' werden in der Regel entsprechend [https://de.wikipedia.org/wiki/Medical_Dictionary_for_Regulatory_Activities Medical Dictionary for Regulatory Activities] (MedDRA) klassifiziert. Insbesondere bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Onkologie onkologischen]Studien wird der Schweregrad unerwünschter Ereignisse oft nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Common_Terminology_Criteria_for_Adverse_Events Common Terminology Criteria for Adverse Events] (CTCAE) eingeteilt. Der Begriff des unerwünschten Ereignisses wird in zwei Bereichen der Medizin, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Qualit%C3%A4tssicherung_in_der_Medizin Qualitätssicherung in der Medizin] und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmaforschung Arzneimittelforschung], unterschiedlich definiert:</p>
*In der Qualitätssicherung ist ein UE ein schädliches Geschehen, das eher auf der Behandlung als auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkrankung Erkrankung] beruht.<sup id="cite_ref-ÄZQ_13-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-%C3%84ZQ-13 [13]]</sup> Es kann vermeidbar oder unvermeidbar sein. Die Vermeidung und Verringerung von vermeidbaren unerwünschten Ereignissen (VUE) ist zentraler Bestandteil der Verbesserung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Patientensicherheit Patientensicherheit]. UEs in der Qualitätssicherung können sowohl Patienten als auch Beschäftigte im Gesundheitswesen betreffen.<sup id="cite_ref-14" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-14 [14]]</sup> Ein ''kritisches Ereignis''ist in der Qualitätssicherung in der Medizin als ein Ereignis definiert, das zu einem unerwünschten Ereignis führen könnte oder dessen Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht.<sup id="cite_ref-ÄZQ_13-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-%C3%84ZQ-13 [13]]</sup>
*In der Arzneimittelforschung werden alle UE während der Teilnahme an einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie klinischen Studie], unabhängig von ihrem möglichen ursächlichen Zusammenhang oder dem Ausmaß ihres Schadens, aufgezeichnet. UEs werden nur für [https://de.wikipedia.org/wiki/Proband Probanden] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Patient Patienten] erfasst. Der Erfassungszeitraum beschränkt sich nicht auf die Dauer der eigentlichen Behandlung; er umfasst auch eventuelle Vorbereitungs- und Nachbeobachtungsperioden. Die Aufzeichnung enthält u.&nbsp;a. eine Einschätzung des behandelnden [https://de.wikipedia.org/wiki/Arzt Arztes] zum Zusammenhang mit der Behandlung sowie zur Ausprägung des UE. <span class="plainlinks-print">[https://www.buzer.de/s1.htm?g=gcp-v&a=3 § 3]</span> Abs. 8 GCP-V legt fest, was ein schwerwiegendes UE ist (siehe auch: [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerwiegendes_unerw%C3%BCnschtes_Ereignis schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis] (SUE)). Die rechtliche Definition eines schwerwiegenden Ereignisses im Zusammenhang mit einem Medizinprodukt wurde in <span class="plainlinks-print">[https://www.buzer.de/s1.htm?g=mpsv&a=2 § 2]</span> der Medizinprodukte-Sicherheitsplanverordnung (MPSV) aufgenommen.
<div class="sieheauch" role="navigation"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Unerw%C3%BCnschtes_Arzneimittelereignis Unerwünschtes Arzneimittelereignis]&nbsp;und [https://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Incident_Reporting_System Critical Incident Reporting System]</div>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Meteorologie ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorologie Meteorologie] spielen vor allem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wetterereignis Wetterereignisse] eine wesentliche Rolle. Darunter werden als ''extreme Wettereignisse'' die an einem bestimmten [https://de.wikipedia.org/wiki/Ortschaft Ort] oder in einer bestimmten [https://de.wikipedia.org/wiki/Region Region] zu einer bestimmten [https://de.wikipedia.org/wiki/Jahreszeit Jahreszeit] seltenen und deshalb außergewöhnlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wetterlage Wetterlagen] verstanden.<sup id="cite_ref-15" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-15 [15]]</sup> Hierzu gehören insbesondere [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrre Dürre], [https://de.wikipedia.org/wiki/Graupel Graupel], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagel Hagel], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzewelle Hitzewelle], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ltewelle Kältewelle], [https://de.wikipedia.org/wiki/Starkregen Starkregen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturm Sturm], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmflut Sturmflut] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschwemmung Überschwemmung].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Naturkatastrophen ===
</div>
<p>Seit jeher gelten [https://de.wikipedia.org/wiki/Naturkatastrophe Naturkatastrophen] als negative Ereignisse. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanausbruch Vulkanausbruch] auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Krakatau#Der_gro%C3%9Fe_Ausbruch_von_1883 Krakatau] am 22. August 1883 führte weltweit zu einer partiellen Verdunkelung von Sonne und Mond. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_San_Francisco_1906 Erdbeben von San Francisco 1906] zerstörte am 18. April 1906 weite Teile der Stadt und gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_USA Geschichte der USA].</p>
<p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Flutkatastrophe_von_1953 Flutkatastrophe von 1953] ab 31. Januar 1953 überschwemmte große Teile der [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederlande Niederlande] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Flandern Flanderns]. Ihr folgte die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmflut_1962 Sturmflut 1962] ab dem 16. Februar 1962 an der deutschen [https://de.wikipedia.org/wiki/Nordseek%C3%BCste Nordseeküste]. Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinhochwasser_1993 Rheinhochwasser 1993] vom Dezember 1993 wird medial als [https://de.wikipedia.org/wiki/Jahrhunderthochwasser Jahrhunderthochwasser] oder als „Jahrhundertereignis“ präsentiert.<sup id="cite_ref-16" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-16 [16]]</sup></p>
<p>Ein Erdbeben im [https://de.wikipedia.org/wiki/Indischer_Ozean Indischen Ozean] löste den [https://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami_vom_26._Dezember_2004 Tsunami vom 26. Dezember 2004] aus, dessen Flutwellen Indonesien, Sri Lanka, Indien und Ostafrika trafen. Am 11. März 2011 löste ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben Seebeben] die [https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima Nuklearkatastrophe von Fukushima] aus, deren Tsunami auch weite Teile des Nordostens der Hauptinsel [https://de.wikipedia.org/wiki/Honsh%C5%AB Honshū] verwüstete. Es folgte am 22. Dezember 2018 der [https://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami_auf_Java_und_Sumatra_2018 Tsunami auf Java und Sumatra 2018]. Im Juli 2021 breitete sich das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_in_West-_und_Mitteleuropa_2021 Hochwasser in West- und Mitteleuropa 2021] aus, das große Schäden in Gebieten mit hoher Wohndichte anrichtete. Die größten Schäden entstanden in Deutschland beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_in_West-_und_Mitteleuropa_2021#Rheinland-Pfalz Ahrhochwasser].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Netzplantechnik ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Netzplantechnik Netzplantechnik] ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_69900 DIN 69900] ein Ereignis der Eintritt eines definierten Zustandes im [https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsablauf Arbeitsablauf].<sup id="cite_ref-17" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-17 [17]]</sup></p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Ontologie ===
</div>
<p>In der modernen [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie] wird zumeist in zwei verschiedenen Kontexten von „Ereignis“ gesprochen:</p>
*Im Kontext der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kontinentalphilosophie Kontinentalphilosophie] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Existentialismus Existentialisten] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nomenologie Phänomenologen], darunter z.&nbsp;B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heidegger] und diverse französische Philosophen, ebenso im [https://de.wikipedia.org/wiki/Poststrukturalismus Poststrukturalismus]. In dieser Verwendung meint Ereignis, Ereignishaftigkeit u.&nbsp;ä. einen singulären und instantanen Akt, der für [https://de.wikipedia.org/wiki/Sein Sein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Handeln Handeln], [https://de.wikipedia.org/wiki/Moral Moral] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnis Erkennen] konstitutiv ist. In [https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Badiou Alain Badious] Werk ist Ereignis der Schlüsselbegriff.<sup id="cite_ref-18" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-18 [18]]</sup> Ereignis wird hier begriffen als das Unberechenbare, Unvorhersehbare, dasjenige, was sich in keiner Weise einer bereits bestehenden Ordnung einfügen oder sich aus ihr ableiten lässt. Es ist kein Element der Menge von Elementen, die eine gegebene Situation ausmachen; es ist nicht benennbar, nicht präsentierbar. Es ist eine Singularität, die die jeweilige Situation und alle darauf folgenden in ihrer Bedeutung grundsätzlich ändert.<sup id="cite_ref-19" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-19 [19]]</sup>
*In einem zweiten Kontext der systematischen Ontologie, wie sie vor allem im Anschluss an Klassiker der [https://de.wikipedia.org/wiki/Analytische_Ontologie analytischen Ontologie] betrieben wird, ist damit ein Objekt gemeint, das sich nicht wie ein Gegenstand, sondern wie ein Prozess verhält. Ereignisse in diesem Sinne werden meist nicht als instantan, sondern als zeitlich ausgedehnt verstanden.
<p>Von einigen Theoretikern wird dabei vertreten, dass im Grunde die gesamte Ontologie nicht auf Gegenständen, sondern auf Ereignissen fußen sollte. Beispielsweise indem argumentiert wird, dass eine wechselseitige Reduzierbarkeit besteht, man aber Ereignisse ohnehin für eine funktionierende Ontologie benötigt und also ohne Gegenstände auskommt, oder, indem argumentiert wird, dass damit ontologische Probleme des qualitativen Wandels bei Objektpersistenz besser zu behandeln sind. Ein klassischer Vertreter einer solchen Ereignisontologie ist beispielsweise [https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_North_Whitehead Alfred North Whitehead], ein jüngerer Klassiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Davidson Donald Davidson].</p>
<p>Die philosophische Konzeption von Ereignissen als eigener Sorte von [https://de.wikipedia.org/wiki/Entit%C3%A4t Entitäten] in der Welt, insbesondere nach Donald Davidson, hat einen starken Einfluss auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Linguistik linguistische] Darstellungen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Verb#Verbbedeutung Semantik von Verben] genommen und führte zum Entstehen der so genannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignissemantik Ereignissemantik].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Psychologie ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie Psychologie] wird das Ereignis als „ein herausragendes, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Erleben Erleben] tief berührendes Vorkommnis“ beschrieben, das „[https://de.wikipedia.org/wiki/Gedenken Gedenken] stiftet“ und damit einen Gegensatz zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Struktur Struktur] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Prozess Prozess] ausbildet.<sup id="cite_ref-20" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-20 [20]]</sup> Das Ereignis ist zwar der Gegensatz zu Struktur und Prozess, wird aber nur deshalb beobachtbar und zum Ereignis, weil es sich von einem Prozess als einem kontrastierenden Hintergrund abheben kann.</p>
<p>Das psychologische Ereignis ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Erfahrung Erfahrung] als das im [https://de.wikipedia.org/wiki/Ged%C3%A4chtnis Gedächtnis] registrierte und fortan verfügbare Geschehen einer Situation, in der ein Individuum lebt. Die Speicherung des Ereignisses ist subjektiv und damit im Gedächtnis die Grundlage für [https://de.wikipedia.org/wiki/Lernprozess Lernprozesse], wie überhaupt für die menschliche Entwicklung grundlegend. Diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklung Entwicklung] (siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungspsychologie Entwicklungspsychologie]) ist ohne Erfahrung(en) (bzw. Ereignisse) nicht denkbar bzw. nicht möglich. Ein menschlicher Organismus ist davon abhängig, Erfahrungen zu machen, insbesondere in der frühen Kindheit; andernfalls erleidet er (Existenz gefährdende) Schädigungen (siehe dazu [https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_A._Spitz René A. Spitz]).</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Recht ===
</div>
<p>Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_Deutschlands Recht] ist das Ereignis ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Unbestimmter_Rechtsbegriff unbestimmter Rechtsbegriff], für den die Gesetze keine [https://de.wikipedia.org/wiki/Legaldefinition Legaldefinition] anbieten, sondern ihn als bekannt voraussetzen. Bei der Berechnung einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Frist Frist] hängt deren Anfang oder Ende entweder von einem Ereignis oder einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitpunkt Zeitpunkt] ab (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__187.html § 187]</span>, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__188.html §&nbsp;188]</span> [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerliches_Gesetzbuch BGB]). Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsdiensterecht Zahlungsdiensterecht]ist nach <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__676c.html § 676c]</span> BGB ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Haftungsausschluss Haftungsausschluss] vorgesehen, wenn eingetretene Umstände auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen (höhere Gewalt), auf das diejenige [https://de.wikipedia.org/wiki/Vertragspartei Vertragspartei], die sich auf dieses Ereignis beruft, keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Sorgfalt Sorgfalt] nicht hätten vermieden werden können.</p><p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Anspruch_(Recht) Ansprüche] können erlöschen, weil ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. Dazu gehören die [https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingung_(Recht) auflösende Bedingung] nach <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__158.html §&nbsp;158]</span> Abs. 2 BGB und der Endtermin bei Vereinbarung einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitbestimmung_(Recht) Zeitbestimmung] im Sinne von <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__163.html § 163]</span> BGB.</p><p>Aber auch der [https://de.wikipedia.org/wiki/Tod Tod] einer Person bei [https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6chstpers%C3%B6nliches_Recht höchstpersönlichen Ansprüchen] ist der rechtlich relevante Eintritt eines bestimmten Ereignisses. Dazu gehören etwa das Erlöschen eines Rechtsversprechens nach <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__520.html §&nbsp;520]</span> BGB, die Beendigung einer persönlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstvertrag_(Deutschland) Dienstverpflichtung] wegen Unübertragbarkeit derselben gemäß <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__613.html § 613]</span> BGB und die Beendigung eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Auftrag Auftragsverhältnisses] nach Auflösung einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_b%C3%BCrgerlichen_Rechts_(Deutschland) Gesellschaft] wegen Todes eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschafter Gesellschafters].</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Relativitätstheorie ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie Relativitätstheorie] wird ein durch Ort und Zeit festgelegter Punkt der [https://de.wikipedia.org/wiki/Raumzeit Raumzeit] als Ereignis bezeichnet. Die gesamte Beschreibung der Realität fußt auf diesen Ereignissen – was für einige Interpreten eine Ereignis[https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie ontologie] begünstigt.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Systemtheorie ===
</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie_(Luhmann) soziologischen Systemtheorie] bezeichnet Ereignis die zeitpunktbezogene, nicht bestandsfähige Einheit der Differenz von Vorher/Nachher in [https://de.wikipedia.org/wiki/Autopoiesis autopoietischen Systemen]. Nach dem Ereignis ist etwas anderes möglich als vorher. Genau dieser Unterschied verleiht den Systemelementen trotz fehlender Dauerhaftigkeit ihre operative [https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlussf%C3%A4higkeit Anschlussfähigkeit] im Zeitablauf.<sup id="cite_ref-21" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-21 [21]]</sup> Beispielsweise bestehen mündliche Äußerungen nur zum Zeitpunkt des Sprechens und sind danach sofort wieder vergangen. Haben nacheinander gesprochene Worte eine Anschlussfähigkeit, dann ergeben sie einen zusammenhängenden Satz. Der Satz kann nur dann entstehen, wenn die einzelnen Ereignisse (hier: Worte) keine dauerhafte Existenz haben.</p>
<div class="mw-heading mw-heading3">
 
=== Technik ===
</div>
<p>(Spektakuläre) [https://de.wikipedia.org/wiki/Erfindung Erfindungen] sind positive Ereignisse, weil [https://de.wikipedia.org/wiki/Technischer_Fortschritt technischer Fortschritt] Veränderungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Verhalten_(Psychologie) menschlichen Verhaltens] bewirkt und sie mindestens zur Verbesserung des menschlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Komfort Komforts] beitragen.</p>
<p>Negative Ereignisse wie der Untergang der [https://de.wikipedia.org/wiki/Titanic_(Schiff) Titanic] am 15. April 1912 oder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001 Terroranschläge am 11. September 2001] sind derart einschneidend, dass sie bei Betroffenen zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Trauma_(Psychologie) traumatischen] Erlebnissen führen können.</p>
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Ereignisse in der Wahrscheinlichkeitstheorie ==
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis_(Wahrscheinlichkeitstheorie) Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)]''</div>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrscheinlichkeitstheorie Wahrscheinlichkeitstheorie] wird ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Zufallsereignis Zufallsereignis] auch kurz ''Ereignis'' genannt und wird in Bezug auf die möglichen Ausgänge oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Ergebnis_(Stochastik) Ergebnisse] eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Zufallsexperiment Zufallsexperiments] definiert. Als Ereignis wird eine Zusammenfassung von Ergebnissen bezeichnet, die eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Teilmenge Teilmenge] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ergebnismenge Ergebnismenge] ist und der eine bestimmte [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrscheinlichkeit Wahrscheinlichkeit] zwischen <span class="mwe-math-element">[[file:2aae8864a3c1fec9585261791a809ddec1489950|alt={\displaystyle 0}|8x15px]]</span> und <span class="mwe-math-element">[[file:92d98b82a3778f043108d4e20960a9193df57cbf|alt={\displaystyle 1}|8x15px]]</span> zugeordnet werden kann.</p>
;Beispiel
<p>Das Zufallsexperiment ist das [https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrfeln Würfeln] mit einem regulären 6er [https://de.wikipedia.org/wiki/Spielw%C3%BCrfel Spielwürfel]. Mögliche Ergebnisse sind etwa <span class="mwe-math-element">[[file:92d98b82a3778f043108d4e20960a9193df57cbf|alt={\displaystyle 1}|8x15px]]</span> oder <span class="mwe-math-element">[[file:39d81124420a058a7474dfeda48228fb6ee1e253|alt={\displaystyle 6}|300px]]</span>. Die Ergebnismenge setzt sich aus allen möglichen Ergebnissen zusammen (<span class="mwe-math-element">[[file:24b0d5ca6f381068d756f6337c08e0af9d1eeb6f|alt={\displaystyle \Omega }|12x15px]]</span>) und besteht hier aus <span class="mwe-math-element">[[file:169fc1914f0ffa07eefdc4e33ee716c71593cdd2|alt={\displaystyle \Omega =\left\{1,2,3,4,5,6\right\}}|138x20px]]</span>. Die Teilmenge <span class="mwe-math-element">[[file:821ac295b32770a609d1e2c7cc18d59990424bac|alt={\displaystyle 1,3,5}|39x18px]]</span> dieser Menge bildet dann ein Ereignis, das „Werfen einer ungeraden Zahl“. Die Regeln besagen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass kein Ereignis aus einer Gesamtmenge von Ereignissen (<span class="mwe-math-element">[[file:24b0d5ca6f381068d756f6337c08e0af9d1eeb6f|alt={\displaystyle \Omega }|12x15px]]</span>) eintritt, gleich <span class="mwe-math-element">[[file:2aae8864a3c1fec9585261791a809ddec1489950|alt={\displaystyle 0}|8x15px]]</span>ist und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl zwischen <span class="mwe-math-element">[[file:92d98b82a3778f043108d4e20960a9193df57cbf|alt={\displaystyle 1}|8x15px]]</span> oder <span class="mwe-math-element">[[file:39d81124420a058a7474dfeda48228fb6ee1e253|alt={\displaystyle 6}|300px]]</span> mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit Sicherheit] gewürfelt wird.<sup id="cite_ref-22" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-22 [22]]</sup></p>
<p>Insbesondere im [https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzsektor Finanzsektor] spielt das wahrscheinlichkeitstheoretische Ereignis eine große Rolle. Fokussiert wird hier auf den [https://de.wikipedia.org/wiki/Worst_Case Worst Case], also auf die [https://de.wikipedia.org/wiki/Negativauslese Negativauslese] von Ereignissen.</p>
*Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Bankwesen Bankwesen] ist das [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditereignis Kreditereignis] ein Ereignis, bei dem der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditnehmer Kreditnehmer] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Anleihe Anleiheschuldner] den [https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldendienst Schuldendienst] nicht, nicht vollständig oder verspätet leistet ([https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldnerverzug_(Deutschland) Schuldnerverzug]) oder eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Restrukturierung#Folgen Restrukturierung] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Umschuldung Umschuldung] stattfindet.<sup id="cite_ref-23" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-23 [23]]</sup> Dass ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Kredit Kredit] oder eine Anleihe planmäßig bedient und zurückgezahlt wird, verringert das [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditrisiko Kreditrisiko] und stabilisiert die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ertragslage Ertragslage] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditgeber Kreditgeber] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4ubiger Gläubiger].
*Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Schadensereignis Schadensereignis] ist im [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungswesen Versicherungswesen] ein Ereignis, als dessen Folge ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Personenschaden Personen-], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachschaden Sach-] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensschaden Vermögensschaden] beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsnehmer Versicherungsnehmer]oder einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter Dritten] unmittelbar entstanden ist.<sup id="cite_ref-24" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-24 [24]]</sup> Es liegt vor, wenn in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachversicherung Sach-] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Schadenversicherung Schadenversicherung] bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsfall Versicherungsfall] ein Versicherungsschaden oder bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensversicherung Lebensversicherung] der Tod der [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherte_Person versicherten Person] eintritt. Wenn es bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsvertrag Versicherungsvertrag] nicht zu einem Versicherungsfall kommt, wird das [https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzrisiko Finanzrisiko] verringert und die Ertragslage des [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherer Versicherers] stabilisiert.
 
{| class="wikitable"
|-
! [https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftszweig Wirtschaftszweig]
! [https://de.wikipedia.org/wiki/Markt Markt]
! [https://de.wikipedia.org/wiki/Teilmarkt Teilmarkt]
! [https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis_(Wahrscheinlichkeitstheorie) Ereignis]
|-
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditinstitut Kreditinstitute]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Bankenmarkt Bankenmarkt]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditmarkt Kreditmarkt] <br>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditderivat Kreditderivatemarkt]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditereignis Kreditereignis] <br>[https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditereignis Kreditereignis]
|-
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsunternehmen Versicherungsunternehmen]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsmarkt Versicherungsmarkt]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Schadenversicherung Schadenversicherung]<br>[https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensversicherung Lebensversicherung]
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Schadensereignis Schadensereignis] <br>[https://de.wikipedia.org/wiki/Tod Tod] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherte_Person versicherten Person]
|}
 
<p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrscheinlichkeitsverteilung Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose] ist gemäß <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/vag_2016/__7.html § 7]</span> Nr. 36 [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsaufsichtsgesetz_(Deutschland) VAG] eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Funktion_(Mathematik) mathematische Funktion], die einer ausreichenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihenanalyse Zeitreihe] von einander ausschließenden zukünftigen Ereignissen eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Eintrittswahrscheinlichkeit Eintrittswahrscheinlichkeit] zuweist.</p><p>Ereignis ist ein Geschehensablauf<sup id="cite_ref-25" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-25 [25]]</sup>, als dessen Folge die Schädigung unmittelbar entstanden ist. Ereignis ist nach § 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Versicherungsbedingungen Allgemeine Versicherungsbedingungen]für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Haftpflichtversicherung Haftpflichtversicherung] (AHB) ein plötzlicher und heftiger Geschehensablauf, der in seiner Gesamtheit nicht objektiv voraussehbar ist. Als ''Schadensereignis'' im Sinne des § 5 Nr. 1 AHB ist das vor dem Schadenseintritt liegende äußere oder innere Geschehen zu verstehen, von dessen Beginn an der Schadenseintritt in hohem Maße wahrscheinlich ist. Nach <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__7.html §&nbsp;7]</span> Abs. 2 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenverkehrsgesetz StVG] haftet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeughalter Fahrzeughalter] nicht bei einem ''unabwendbaren Ereignis'' ([https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6here_Gewalt höhere Gewalt]). Dies ist ein Vorfall, der selbst dann nicht zu vermeiden ist, wenn die größtmögliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Sorgfalt Sorgfalt] angewendet wird. Damit geht der verkehrsrechtliche Sorgfaltsbegriff weit über den des <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__276.html § 276]</span> BGB hinaus.<sup id="cite_ref-26" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-26 [26]]</sup> Unabwendbar ist ein Ereignis, das „weder auf einem Fehler in der Beschaffenheit des Fahrzeugs noch auf einem Versagen seiner Verrichtungen beruht“ (§ 7 Abs. 2 Satz 1 StVG). Unabwendbar kann auch auf das Verhalten des Verletzten oder eines Tieres zurückzuführen sein. [https://de.wikipedia.org/wiki/Unfall Unfall] ist ein von außen auf den Menschen einwirkendes, schädigendes, plötzliches Ereignis. Das Ereignis ist versicherungsrechtlich immer ein negativer Vorgang, positive Vorkommnisse wie das „freudige Ereignis“ (als Umschreibung einer bevorstehenden Geburt) werden hiervon nicht erfasst.</p>
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Ereignisrisiko ==
</div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignisrisiko Ereignisrisiko]''</div>
<p>Der Begriff wurde von Paul B Thompson 1987 eingeführt.<sup id="cite_ref-27" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-27 [27]]</sup> Der Begriffsinhalt wird in den einzelnen Fachgebieten modifiziert.</p>
<p>Unter dem Ereignisrisiko ([https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache englisch] event risk) versteht man im Bankwesen das Risiko, dass sich der [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rsenkurs Börsenkurs] eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzinstrument Finanzinstruments] oder eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzprodukt Finanzprodukts] im Vergleich zur generellen [https://de.wikipedia.org/wiki/Marktentwicklung Marktentwicklung] abrupt ändert.<sup id="cite_ref-28" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-28 [28]]</sup> Das Ereignisrisiko wirkt sich daher direkt auf das [https://de.wikipedia.org/wiki/Marktpreisrisiko Marktpreisrisiko] (etwa [https://de.wikipedia.org/wiki/Preisrisiko Preisrisiko], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kursrisiko Kursrisiko] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Zins%C3%A4nderungsrisiko Zinsänderungsrisiko]) aus. Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Ausschuss_der_Europ%C3%A4ischen_Aufsichtsbeh%C3%B6rden_f%C3%BCr_das_Wertpapierwesen Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Wertpapierwesen] (CESR) definiert das Ereignisrisiko als „Risiko, dass sich der Wert eines Finanzinstruments abrupt und plötzlich ändert, während im Vergleich die Marktentwicklung kaum [https://de.wikipedia.org/wiki/Volatilit%C3%A4t Volatilitäten]aufweist“.<sup id="cite_ref-29" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-29 [29]]</sup><sup id="cite_ref-30" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-30 [30]]</sup></p>
<p>Als Ereignisrisiko wird im Versicherungswesen die [https://de.wikipedia.org/wiki/Eintrittswahrscheinlichkeit Eintrittswahrscheinlichkeit] eines Schadensereignisses bezeichnet.<sup id="cite_ref-31" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis#cite_note-31 [31]]</sup> Versicherer müssen bei jeder [https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsart Versicherungsart] abschätzen, ob und inwieweit ein Personen-, Sach- oder Vermögensschaden auftreten wird.</p>
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Siehe auch ==
</div>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis_(UML) Ereignis (UML)]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Hospitalismus Hospitalismus]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kausalit%C3%A4t Kausalität]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrnehmung Wahrnehmung]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgeschehen Zeitgeschehen]
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Literatur ==
</div>
;Philosophische Ontologie
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heidegger]: ''Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis).'' Gesamtausgabe III. Abt. ''Unveröffentlichte Abhandlungen Vorträge – Gedachtes.'' Bd. 65. 3. Auflage. Klostermann-Verlag, 2003, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3465032810 ISBN 3-465-03281-0].
*Frank Hofmann: ''Die Metaphysik der Tatsachen.'' mentis 2008, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783897856103 ISBN 978-3-89785-610-3].
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kuno_Lorenz Kuno Lorenz]: ''Ereignis.'' In: Mittelstraß (Hrsg.): ''Enzyklopädie Philosophie und [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie Wissenschaftstheorie].'' 2. Auflage. 2005, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3476020126 ISBN 3-476-02012-6], S. 358ff.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Meixner Uwe Meixner]: ''Die Ersetzung der Substanzontologie durch die Ereignisontologie und deren Folgen für das Selbstverständnis des Menschen.'' In: [https://de.wikipedia.org/wiki/Rafael_H%C3%BCntelmann Rafael Hüntelmann] (Hrsg.): ''Wirklichkeit und Sinnerfahrung – Grundfragen der Philosophie im 20. Jahrhundert.'' Verlag J.H. Röll, Dettelbach 1998, S. 86–103. [https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/files/66765/Ersetzung_der_Substanz.pdf Manuskriptversion online].
*Marc Rölli (Hrsg.): ''Ereignis auf Französisch. Von Bergson zu Deleuze.'' Wilhelm Fink Verlag, München 2004, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3770539397 ISBN 3-7705-3939-7].
*Dieter Sinn: ''Ereignis.'' In: Ritter, Joachim (Hrsg.): ''Historisches Wörterbuch der Philosophie [HWPh].'' Bd. 2. Schwabe, Basel 1972, Sp. 608–609 (Etymologie, Leibniz, Nietzsche, Heidegger).
;Analytische Philosophie und Ereignissemantik
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Davidson Donald Davidson]: ''The Logical Form of Action Sentences.'' In: Nicholas Rescher (Hrsg.): ''The Logic of Decision and Action.'' University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 1967.
*Terence Parsons: ''Events in the Semantics of English.'' MIT Press, Cambridge (MA) 1990, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/0262161206 ISBN 0-262-16120-6].
<p>'''Psychologie'''</p>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_A._Spitz René A. Spitz]: ''Hospitalismus I und II.'' In: Günther Bittner, Edda Harms: ''Erziehung in früher Kindheit.'' München 1985, S. 89–122.
;Kunst
*Dominic E. Delarue, Johann Schulz und Laura Sobez (Hrsg.): ''Das Bild als Ereignis. Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer''. Winter Verlag, Heidelberg 2012, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783825360368 ISBN 978-3-8253-6036-8].
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Weblinks ==
[[Kategorie:Wikipedia.de Artikel]]
</div>
<div class="sisterproject"><div class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size skin-invert-image"><span title="Wikiquote">[[file:13px-Wikiquote-logo.svg.png|13x16px]]</span></span></div>
'''[https://de.wikiquote.org/wiki/Ereignis Wikiquote: Ereignis]'''&nbsp;– Zitate</div>
<div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Ereignis Wiktionary: Ereignis]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
*Roberto Casati und [https://de.wikipedia.org/wiki/Achille_Varzi_(Philosoph) Achille Varzi]:&nbsp;[http://plato.stanford.edu/entries/events/ Eintrag] in Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''.
*Susan Schneider:&nbsp;[http://www.iep.utm.edu/e/events.htm ''Events.''] In: J. Fieser, B. Dowden (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Encyclopedia_of_Philosophy Internet Encyclopedia of Philosophy]''.
<div class="mw-heading mw-heading2">
 
== Einzelnachweise ==
</div>
#<span class="reference-text">''Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.'' 23. Auflage. De Gruyter, Berlin 1999, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3110163926 ISBN 3-11-016392-6]. Eintrag: „ereignen“, S.&nbsp;229.</span>
#<span class="reference-text">Lawrence Lombard: ''Events. A Metaphysical Study.'' Routledge, London 1986. Siehe v.&nbsp;a. Kapitel 4.</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Naturereignisse_im_fr%C3%BChen_Mittelalter/sBTzDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=ereignis+sonnenfinsternis&pg=PA228&printsec=frontcover Thomas Wozniak, ''Naturereignisse im frühen Mittelalter'', 2020, S. 228]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Entdeckungsgeschichte_n_der_Astronomie/8Qz5DwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=ereignis+astronomie&pg=PT168&printsec=frontcover Michael Wächter, ''Entdeckungsgeschichte(n) der Astronomie'', 2020, S. 168]</span>
#<span class="reference-text">Stefan Jordan (Hrsg.), ''Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft'', 2002, S. 72 f.; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783150196090 ISBN 978-3-15-019609-0]</span>
#<span class="reference-text">Alexander Demandt, ''Was ist ein historisches Ereignis?'', in: Nikolaus Müller-Schöll (Hrsg.), ''Ereignis: Eine fundamentale Kategorie der Zeiterfahrung'', 2003, S. 68; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783899421699 ISBN 978-3-89942-169-9]</span>
#<span class="reference-text">BAG, Urteil vom 7. November 2002, Az.: 2 AZR 297/01 = [https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE+103%2C+290 BAGE 103, 290]</span>
#<span class="reference-text">[http://lexetius.com/2012,4178 BGH, Urteil vom 21. August 2012, Az.: X ZR 146/11]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.techtarget.com/searchapparchitecture/definition/event-handler TechTarget: What is an event handler?]</span>
#<span class="reference-text">Walter Greulich (Red.), ''Der Brockhaus: Computer- und Informationstechnologie'', 2003, S. 320; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783765302510 ISBN 978-3-7653-0251-0]</span>
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Bentele Günter Bentele] (Hrsg.), ''Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft'', 2006, S. 54 f.; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783531934310 ISBN 978-3-531-93431-0]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Qualit%C3%A4tsmanagement_und_Qualit%C3%A4tssiche/YS63BgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=unerw%C3%BCnschtes+ereignis+medizin&pg=PA166&printsec=frontcover Josefa Schreiner-Hecheltjen, ''Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung in der Medizin'', 2015, S. 166 f.]</span>
#<span class="reference-text">Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: [https://web.archive.org/web/20090713225107/http://www.forum-patientensicherheit.de/glossar_faqs/index_html ''Glossar Patientensicherheit.''] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Web-Archivierung#Begrifflichkeiten <span class="webarchiv-memento">Memento</span>] des <span class="dewiki-iconexternal">[https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.forum-patientensicherheit.de%2Fglossar_faqs%2Findex_html Originals]</span> vom 13. Juli 2009 im ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Archive Internet Archive]'') <small><span class="wp_boppel noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span title="i">[[file:15px-Pictogram_voting_info.svg.png|15x15px]]</span></span>&nbsp;'''Info:''' Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß [https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:InternetArchiveBot/Anleitung/Archivlink Anleitung] und entferne dann diesen Hinweis.</small> 2006, abgerufen am 27. September 2008</span>
#<span class="reference-text">[https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?id=1005439&BackColorInternet=9999CC&BackColorIntranet=FFBB55&BackColorLogged=FFAC75 Europarat (Hrsg.), ''Recommendation on management of patient safety and prevention of adverse events in health care'', 2006], abgerufen am 27. September 2008</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/W%C3%B6rterbuch_Umweltuntersuchung/BkIc-DBgarsC?hl=de&gbpv=1&dq=wetterereignis&pg=PA100&printsec=frontcover Andreas Paetz, ''Wörterbuch Umweltuntersuchung'', 2011, S. 100]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Inszenierung_und_Ereignis/7ZhLCgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=ereignis+astronomie&pg=PA208&printsec=frontcover Heiner Wilharm/Ralf Bohn, ''Inszenierung und Ereignis'', 2009, S. 208]</span>
#<span class="reference-text">Verlag Th. Gabler (Hrsg.), ''Gablers Wirtschafts-Lexikon'', Band 2, 1984, Sp. 1331; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3409303332 ISBN 3-409-30333-2]</span>
#<span class="reference-text">Alain Badiou/Heinz Jatho, ''Das Sein und das Ereignis'', 2010, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783037340233 ISBN 978-3-03734-023-3]</span>
#<span class="reference-text">[http://www.peter-zeillinger.at/download/05_Zeillinger_Badiou+Paulus_Ereignis_als_Norm.pdf Peter Zeillinger, ''Badiou und Paulus. Das Ereignis als Norm?'', in: IWK-Mitteilungen 3-4, 2006, S. 6 ff.]</span>
#<span class="reference-text">Ulrich Birner, ''Lexikon der Psychologie'', 1995, S. 90; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783577105798 ISBN 978-3-577-10579-8]</span>
#<span class="reference-text">Claudio Baraldi/Giancarlo Corsi/Elena Esposito, ''GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme'', Frankfurt am Main, 1997, S. 42 f.; [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783518288269 ISBN 978-3-518-28826-9]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Risiko_und_Versicherungstechnik/LLU8DwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Wahrscheinlichkeitstheorie+ereignis&pg=PA32&printsec=frontcover Martin Nell (Hrsg.), ''Risiko und Versicherungstechnik'', 2018, S. 32]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Gerke_B%C3%B6rsen_Lexikon/DyIkBgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Kreditereignis+lexikon&pg=PA206&printsec=frontcover Wolfgang Gerke (Hrsg.), ''Gerke Börsen Lexikon'', 2002, S. 205]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Haftung_und_Deckung/kY0fWQIwX9gC?hl=de&gbpv=1&dq=Schadenereignis&pg=PA17&printsec=frontcover Carmen Hugel, ''Haftung und Deckung'', 2006, S. 17]</span>
#<span class="reference-text">[http://books.google.de/books?id=9uuDOCku1moC&pg=PA38&dq=ereignis+gefahr&hl=de&sa=X&ei=IzAmUviiJ-e40QWxuYCICg&ved=0CE0Q6AEwBQ#v=onepage&q=ereignis%20gefahr&f=false Hansrudolf Hartung, ''Die Allgemeine Haftpflichtversicherung'', 1957, S. 37]</span>
#<span class="reference-text">[http://books.google.de/books?id=viAABRqtCbMC&pg=PA27&dq=versicherung+ereignis&hl=de&sa=X&ei=GCUmUsbPGobR0QWlrYCYBg&ved=0CGEQ6AEwBzgK#v=onepage&q=versicherung%20ereignis&f=false Alfred Müringer, ''Haftung im Straßenverkehr'', 1999, S. 27]</span>
#<span class="reference-text">Paul B. Thompson, ''Collective action and the analysis of risk'', in: Public Affairs Quarterly 1 (3), 1987, S. 23–42</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Risikomanagement_im_Leasing/GSVhDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Ereignisrisiko&pg=PA36&printsec=frontcover Christian Glaser, ''Risikomanagement im Leasing'', 2018, S. 36]</span>
#<span class="reference-text">Committee of European Securities Regulations (Hrsg.), ''CESR/10-788, Kapitel 6: Terms of Glossary'', Juli 2010, S. 41</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/91_213_KAGB/qEXCDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Ereignisrisiko&pg=PT1317&printsec=frontcover Caspar Behme/Elnaz Mehrkhah/Falko Tappen/Jürgen Baur, ''Großkommentar KAGB'', 2020, S. 175]</span>
#<span class="reference-text">[https://www.google.de/books/edition/Schadenderivate/OMvPBgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Ereignisrisiko&pg=PA58&printsec=frontcover Ferdinand Rust, ''Schadenderivate'', 1998, S. 58]</span>

Aktuelle Version vom 2. April 2026, 08:52 Uhr

ereig-niß n. von ereignen abgeleitet eigtl. Eräugniß; 'Fall, Geschehnis, Geschehen, (daß sich den Augen zeigt)';

  • ahd. irougnissa (8. Jh.), irougnessī (9. Jh.) ‘das Zeigen’ (bleibt ohne Nachfolge),
  • Ereignuss (16. Jh.),
  • Ereignung (17. Jh.);
  • Eräugnung (bis 18. Jh.),
  • ‘Geschehnis, Vorkommnis’ (2. Hälfte 18. Jh. beeinflußt durch engl. event 'Aufkommendes, Vorkommniß').

Ereignis [1] , casus (Fall, Vorkommnis, bes. zufälliges). – res (Sache, die sich ereignet, Begebenheit, Vorfall etc.). – eventus od. eventum (ein erfolgter Fall, ein durch vorhergegangene Ursachen od. Umstände bewirktes Ereignis). – exemplum (ein Ereignis als warnendes Beispiel, s. Caes. b. c. 1, 7, 5). – glückliche Ereignisse, res secundae; casus secundi: ung lückliche Ereignisse, res adversae, miserae; casus calamitosi, miseri: mannigfaltige Ereignisse, rerum vicissitudines: die letzten Ereignisse aus der neuesten Zeit, haec extrema, quae nuper accĭderunt. – Ost wird auch »Ereignis« bloß durch das Neutrum des dabeistehenden Pronomens od. Adjektivs angedeutet, z.B. dieses E., id: die dazwischenliegenden Ereignisse übergehen, media praeterire. – Die Wendung »das Ereignis, daß etc.« wird bei den Histor. bl. durch das Neutrum des Partiz. Pers. Pass. ausgedrückt, z.B. wegen des E., daß es in diesem Jahre häufig Steine geregnet habe, propter crebrius eo anno de caelo lapidatum (Liv. 29, 10, 4.)

Ereignis

Ein Ereignis (aus althochdeutsch irougen, neuhochdeutsch eräugen „vor Augen stellen, zeigen“)[1] ist im allgemeinen Sinn eine Situation, die durch Dynamik oder Veränderung gekennzeichnet ist. Das Gegenteil eines Ereignisses ist ein „Zustand“: eine Situation ohne Veränderung oder Dynamik. Eine klassische Definition ist, dass ein Ereignis (minimal) darin besteht, dass ein Übergang von einem Zustand in einen anderen Zustand stattfindet.[2]

Im ursprünglichen Sinne des deutschen Wortes „Ereigniß“ wäre es ein Geschehen, das vor Augen tritt und eräugt wird (ein „Eräugniß“); es ist in vielen Verwendungen des Wortes ein wichtiger Aspekt, dass ein Ereignis etwas ist, das beobachtet wird. Jedoch wird von der Beobachtung eines Ereignisses auch dann gesprochen, wenn es auf anderem Wege erfahren wird als nur visuell.

Fachgebiete

Je nach Zweck eines Fachgebiets unterscheiden sich die Definitionen des Ereignisses in Begriffsinhalt und Begriffsumfang. Dabei wird manchmal unterschieden zwischen positiven und negativen Ereignissen.

Astronomie

Ein astronomisches Ereignis ist beispielsweise die Sonnen- oder Mondfinsternis, die wegen der Periodizität der Umlaufbahnen präzise vorhersehbar sind. Mit der Sonnenfinsternis wurde oft der Tod von Herrschern in Verbindung gebracht so wie bei Kaiserin Theophanu, die am 15. Juni 991 verstarb und deren Tod am 21. Oktober 990 eine Sonnenfinsternis vorausging.[3] In Deutschland wird eine totale Sonnenfinsternis erst am 3. September 2081 stattfinden. Manche Ereignisse wie der Impakt von Meteoriten sind dagegen nicht oder nur bedingt vorhersehbar.

Am 24. Februar 1987 konnten Astronomen ein Ereignis beobachten, bei dem der Stern Sanduleak -69.202 – ein Blauer Überriese – in der Großen Magellanschen Wolke explodierte.[4]

Chemie

In der Chemie ist die Entdeckung einer chemischen Reaktion im Rahmen von labortechnischen Versuchsserien ein Ereignis, bei dem chemische Verbindungenein bisher nicht existentes, neues Produkt hervorrufen.

Eisenbahnverkehr

Als gefährliches Ereignis im Sinne des § 2 Abs. 21 AEG gelten Eisenbahnunfälle und Betriebsstörungen im Eisenbahnbetrieb.

Geschichtswissenschaft

Die Geschichtswissenschaft spricht von einem Ereignis als „einer Begebenheit, die eine geschichtliche Veränderung herbeiführt […] und sinnbildend an der Entstehung einer Geschichte mitwirkt“.[5] Historische Ereignisse besitzen oft das Merkmal der Einzigartigkeit und Unwiederholbarkeit. „Jedes Ereignis ist eine Tatsache, aber nicht jede Tatsache ist ein Ereignis“.[6]

Höhere Gewalt

Höhere Gewalt liegt vor, wenn ein unabwendbarer Zufall als schadenverursachendes Ereignis einwirkt (objektive Voraussetzung) und das Ereignis auch durch die äußerste, in vernünftiger Weise noch zu erwartende Sorgfalt nicht hätte vermieden werden können (subjektive Voraussetzung).[7] Zur höheren Gewalt zählt die Rechtsprechung und Fachliteratur unabwendbare Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen jeder Art (insbesondere Erdbeben, Überschwemmungen, Unwetter, Vulkanausbrüche, Pandemien), aber auch niederer Zufall (lateinisch casus fortuitus) wie Aufruhr, Blockade, Boykott, Brand, Bürgerkrieg, Embargo, Geiselnahmen, Krieg, Revolution, Sabotage, Streiks (sofern diese bei einem Dritten stattfinden; Beispiel: Vertrag zwischen Verbraucher und Fluggesellschaft und Streik bei Fluglotsen, auch bei einem Streik bei der Fluggesellschaft[8]), Terrorismus, Verkehrsunfälle oder im industriellen Sinne Produktionsstörungen.

Informatik

Unter einem Ereignis versteht man in der ereignisorientierten Programmierung eine Begebenheit, die – über ein Event-Handler-Programm – eine Aktion und (in deren Folge) ggf. eine Zustandsveränderung auslöst. Diese Ereignisse können Benutzereingaben (Mausklick, Tastatur, Spracheingabe, Geräteanschluss usw.) oder Systemereignisse (Zeitpunkt, Fehler, Datenveränderung, Sensor usw.) sein. Ein Ereignis kann ein einzelnes Element der Benutzeroberfläche oder sogar ein HTML-Dokument sein. Ein Ereignis ist ein Element von Anwendungsinformationen aus einer zugrunde liegenden Programmbibliothek.[9] Aktionen oder Zustandsänderungen sind Ereignisse, die bestimmte Folgen auslösen. Das kann ein Mausklick sein oder die Statusmeldung eines Geräts wie etwa ein empfangsbereites Modem.[10]

Katastrophen

Katastrophen sind folgenschwere Unglücksereignisse. Sie betreffen entweder den Menschen alleine wie Hungersnot oder Völkermord oder das Mensch-Maschine-System wie die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 oder der Eisenbahnunfall von Eschede am 3. Juni 1998.

Kritisches Lebensereignis

Das kritische Lebensereignis verändert die bestehende Lebenssituation einer oder mehrerer Personen und zwingt sie zu Maßnahmen der Bewältigung und Anpassung. Hierzu gehören Arbeitslosigkeit, Heirat, Scheidung, Tod von Partner oder Kind, schwere eigene Erkrankung/Unfall bzw. von Familienmitgliedern usw.

Medienwissenschaft

In der Medienwissenschaft wird das Ereignis als ein „zeitlich und räumlich begrenzter Realitätsausschnitt“ definiert.[11] Dabei wird unterschieden zwischen genuinen Ereignissen (entweder ein Naturereignis wie ein Erdbeben oder soziale Ereignisse wie eine Veranstaltung) und medialen Ereignissen (wie Olympische Spiele oder eine Pressekonferenz). Beide binden Aufmerksamkeit und wecken Emotionen.

Naturereignisse wie das Polarlicht müssen spektakulär sein, um als (mediales) Ereignis zu gelten. Die Jahreszeiten sind zwar auch Naturereignisse, werden jedoch als normal eingestuft.

Medizin

Ein kritisches Ereignis (englisch critical incident) ist in der Medizin ein Ereignis, das zu einem unerwünschten Ereignis führen könnte oder dessen Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht.[12] Das unerwünschte Ereignis (UE; englisch adverse event) beruht auf einer Behandlung, kann zu einer Schädigung der Gesundheit führen und kann vermeidbar oder auch nicht vermeidbar sein.

Unerwünschte Ereignisse werden in der Regel entsprechend Medical Dictionary for Regulatory Activities (MedDRA) klassifiziert. Insbesondere bei onkologischenStudien wird der Schweregrad unerwünschter Ereignisse oft nach den Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) eingeteilt. Der Begriff des unerwünschten Ereignisses wird in zwei Bereichen der Medizin, der Qualitätssicherung in der Medizin und der Arzneimittelforschung, unterschiedlich definiert:

  • In der Qualitätssicherung ist ein UE ein schädliches Geschehen, das eher auf der Behandlung als auf der Erkrankung beruht.[13] Es kann vermeidbar oder unvermeidbar sein. Die Vermeidung und Verringerung von vermeidbaren unerwünschten Ereignissen (VUE) ist zentraler Bestandteil der Verbesserung der Patientensicherheit. UEs in der Qualitätssicherung können sowohl Patienten als auch Beschäftigte im Gesundheitswesen betreffen.[14] Ein kritisches Ereignisist in der Qualitätssicherung in der Medizin als ein Ereignis definiert, das zu einem unerwünschten Ereignis führen könnte oder dessen Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht.[13]
  • In der Arzneimittelforschung werden alle UE während der Teilnahme an einer klinischen Studie, unabhängig von ihrem möglichen ursächlichen Zusammenhang oder dem Ausmaß ihres Schadens, aufgezeichnet. UEs werden nur für Probanden oder Patienten erfasst. Der Erfassungszeitraum beschränkt sich nicht auf die Dauer der eigentlichen Behandlung; er umfasst auch eventuelle Vorbereitungs- und Nachbeobachtungsperioden. Die Aufzeichnung enthält u. a. eine Einschätzung des behandelnden Arztes zum Zusammenhang mit der Behandlung sowie zur Ausprägung des UE. § 3 Abs. 8 GCP-V legt fest, was ein schwerwiegendes UE ist (siehe auch: schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (SUE)). Die rechtliche Definition eines schwerwiegenden Ereignisses im Zusammenhang mit einem Medizinprodukt wurde in § 2 der Medizinprodukte-Sicherheitsplanverordnung (MPSV) aufgenommen.

Meteorologie

In der Meteorologie spielen vor allem Wetterereignisse eine wesentliche Rolle. Darunter werden als extreme Wettereignisse die an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Region zu einer bestimmten Jahreszeit seltenen und deshalb außergewöhnlichen Wetterlagen verstanden.[15] Hierzu gehören insbesondere Dürre, Graupel, Hagel, Hitzewelle, Kältewelle, Starkregen, Sturm, Sturmflut oder Überschwemmung.

Naturkatastrophen

Seit jeher gelten Naturkatastrophen als negative Ereignisse. Der Vulkanausbruch auf Krakatau am 22. August 1883 führte weltweit zu einer partiellen Verdunkelung von Sonne und Mond. Das Erdbeben von San Francisco 1906 zerstörte am 18. April 1906 weite Teile der Stadt und gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA.

Die Flutkatastrophe von 1953 ab 31. Januar 1953 überschwemmte große Teile der Niederlande und Flanderns. Ihr folgte die Sturmflut 1962 ab dem 16. Februar 1962 an der deutschen Nordseeküste. Das Rheinhochwasser 1993 vom Dezember 1993 wird medial als Jahrhunderthochwasser oder als „Jahrhundertereignis“ präsentiert.[16]

Ein Erdbeben im Indischen Ozean löste den Tsunami vom 26. Dezember 2004 aus, dessen Flutwellen Indonesien, Sri Lanka, Indien und Ostafrika trafen. Am 11. März 2011 löste ein Seebeben die Nuklearkatastrophe von Fukushima aus, deren Tsunami auch weite Teile des Nordostens der Hauptinsel Honshū verwüstete. Es folgte am 22. Dezember 2018 der Tsunami auf Java und Sumatra 2018. Im Juli 2021 breitete sich das Hochwasser in West- und Mitteleuropa 2021 aus, das große Schäden in Gebieten mit hoher Wohndichte anrichtete. Die größten Schäden entstanden in Deutschland beim Ahrhochwasser.

Netzplantechnik

In der Netzplantechnik ist nach DIN 69900 ein Ereignis der Eintritt eines definierten Zustandes im Arbeitsablauf.[17]

Ontologie

In der modernen Philosophie wird zumeist in zwei verschiedenen Kontexten von „Ereignis“ gesprochen:

  • Im Kontext der Kontinentalphilosophie bei Existentialisten und Phänomenologen, darunter z. B. Martin Heidegger und diverse französische Philosophen, ebenso im Poststrukturalismus. In dieser Verwendung meint Ereignis, Ereignishaftigkeit u. ä. einen singulären und instantanen Akt, der für Sein, Handeln, Moral oder Erkennen konstitutiv ist. In Alain Badious Werk ist Ereignis der Schlüsselbegriff.[18] Ereignis wird hier begriffen als das Unberechenbare, Unvorhersehbare, dasjenige, was sich in keiner Weise einer bereits bestehenden Ordnung einfügen oder sich aus ihr ableiten lässt. Es ist kein Element der Menge von Elementen, die eine gegebene Situation ausmachen; es ist nicht benennbar, nicht präsentierbar. Es ist eine Singularität, die die jeweilige Situation und alle darauf folgenden in ihrer Bedeutung grundsätzlich ändert.[19]
  • In einem zweiten Kontext der systematischen Ontologie, wie sie vor allem im Anschluss an Klassiker der analytischen Ontologie betrieben wird, ist damit ein Objekt gemeint, das sich nicht wie ein Gegenstand, sondern wie ein Prozess verhält. Ereignisse in diesem Sinne werden meist nicht als instantan, sondern als zeitlich ausgedehnt verstanden.

Von einigen Theoretikern wird dabei vertreten, dass im Grunde die gesamte Ontologie nicht auf Gegenständen, sondern auf Ereignissen fußen sollte. Beispielsweise indem argumentiert wird, dass eine wechselseitige Reduzierbarkeit besteht, man aber Ereignisse ohnehin für eine funktionierende Ontologie benötigt und also ohne Gegenstände auskommt, oder, indem argumentiert wird, dass damit ontologische Probleme des qualitativen Wandels bei Objektpersistenz besser zu behandeln sind. Ein klassischer Vertreter einer solchen Ereignisontologie ist beispielsweise Alfred North Whitehead, ein jüngerer Klassiker Donald Davidson.

Die philosophische Konzeption von Ereignissen als eigener Sorte von Entitäten in der Welt, insbesondere nach Donald Davidson, hat einen starken Einfluss auf linguistische Darstellungen der Semantik von Verben genommen und führte zum Entstehen der so genannten Ereignissemantik.

Psychologie

In der Psychologie wird das Ereignis als „ein herausragendes, das Erleben tief berührendes Vorkommnis“ beschrieben, das „Gedenken stiftet“ und damit einen Gegensatz zu Struktur und Prozess ausbildet.[20] Das Ereignis ist zwar der Gegensatz zu Struktur und Prozess, wird aber nur deshalb beobachtbar und zum Ereignis, weil es sich von einem Prozess als einem kontrastierenden Hintergrund abheben kann.

Das psychologische Ereignis ist die Erfahrung als das im Gedächtnis registrierte und fortan verfügbare Geschehen einer Situation, in der ein Individuum lebt. Die Speicherung des Ereignisses ist subjektiv und damit im Gedächtnis die Grundlage für Lernprozesse, wie überhaupt für die menschliche Entwicklung grundlegend. Diese Entwicklung (siehe Entwicklungspsychologie) ist ohne Erfahrung(en) (bzw. Ereignisse) nicht denkbar bzw. nicht möglich. Ein menschlicher Organismus ist davon abhängig, Erfahrungen zu machen, insbesondere in der frühen Kindheit; andernfalls erleidet er (Existenz gefährdende) Schädigungen (siehe dazu René A. Spitz).

Recht

Im Recht ist das Ereignis ein unbestimmter Rechtsbegriff, für den die Gesetze keine Legaldefinition anbieten, sondern ihn als bekannt voraussetzen. Bei der Berechnung einer Frist hängt deren Anfang oder Ende entweder von einem Ereignis oder einem Zeitpunkt ab (§ 187, § 188 BGB). Im Zahlungsdiensterechtist nach § 676c BGB ein Haftungsausschluss vorgesehen, wenn eingetretene Umstände auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen (höhere Gewalt), auf das diejenige Vertragspartei, die sich auf dieses Ereignis beruft, keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können.

Ansprüche können erlöschen, weil ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. Dazu gehören die auflösende Bedingung nach § 158 Abs. 2 BGB und der Endtermin bei Vereinbarung einer Zeitbestimmung im Sinne von § 163 BGB.

Aber auch der Tod einer Person bei höchstpersönlichen Ansprüchen ist der rechtlich relevante Eintritt eines bestimmten Ereignisses. Dazu gehören etwa das Erlöschen eines Rechtsversprechens nach § 520 BGB, die Beendigung einer persönlichen Dienstverpflichtung wegen Unübertragbarkeit derselben gemäß § 613 BGB und die Beendigung eines Auftragsverhältnisses nach Auflösung einer Gesellschaft wegen Todes eines Gesellschafters.

Relativitätstheorie

In der Relativitätstheorie wird ein durch Ort und Zeit festgelegter Punkt der Raumzeit als Ereignis bezeichnet. Die gesamte Beschreibung der Realität fußt auf diesen Ereignissen – was für einige Interpreten eine Ereignisontologie begünstigt.

Systemtheorie

In der soziologischen Systemtheorie bezeichnet Ereignis die zeitpunktbezogene, nicht bestandsfähige Einheit der Differenz von Vorher/Nachher in autopoietischen Systemen. Nach dem Ereignis ist etwas anderes möglich als vorher. Genau dieser Unterschied verleiht den Systemelementen trotz fehlender Dauerhaftigkeit ihre operative Anschlussfähigkeit im Zeitablauf.[21] Beispielsweise bestehen mündliche Äußerungen nur zum Zeitpunkt des Sprechens und sind danach sofort wieder vergangen. Haben nacheinander gesprochene Worte eine Anschlussfähigkeit, dann ergeben sie einen zusammenhängenden Satz. Der Satz kann nur dann entstehen, wenn die einzelnen Ereignisse (hier: Worte) keine dauerhafte Existenz haben.

Technik

(Spektakuläre) Erfindungen sind positive Ereignisse, weil technischer Fortschritt Veränderungen des menschlichen Verhaltens bewirkt und sie mindestens zur Verbesserung des menschlichen Komforts beitragen.

Negative Ereignisse wie der Untergang der Titanic am 15. April 1912 oder die Terroranschläge am 11. September 2001 sind derart einschneidend, dass sie bei Betroffenen zu traumatischen Erlebnissen führen können.

Ereignisse in der Wahrscheinlichkeitstheorie

In der Wahrscheinlichkeitstheorie wird ein Zufallsereignis auch kurz Ereignis genannt und wird in Bezug auf die möglichen Ausgänge oder Ergebnisse eines Zufallsexperiments definiert. Als Ereignis wird eine Zusammenfassung von Ergebnissen bezeichnet, die eine Teilmenge der Ergebnismenge ist und der eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zwischen {\displaystyle 0} und {\displaystyle 1} zugeordnet werden kann.

Beispiel

Das Zufallsexperiment ist das Würfeln mit einem regulären 6er Spielwürfel. Mögliche Ergebnisse sind etwa {\displaystyle 1} oder {\displaystyle 6}. Die Ergebnismenge setzt sich aus allen möglichen Ergebnissen zusammen ({\displaystyle \Omega }) und besteht hier aus {\displaystyle \Omega =\left\{1,2,3,4,5,6\right\}}. Die Teilmenge {\displaystyle 1,3,5} dieser Menge bildet dann ein Ereignis, das „Werfen einer ungeraden Zahl“. Die Regeln besagen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass kein Ereignis aus einer Gesamtmenge von Ereignissen ({\displaystyle \Omega }) eintritt, gleich {\displaystyle 0}ist und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl zwischen {\displaystyle 1} oder {\displaystyle 6} mit Sicherheit gewürfelt wird.[22]

Insbesondere im Finanzsektor spielt das wahrscheinlichkeitstheoretische Ereignis eine große Rolle. Fokussiert wird hier auf den Worst Case, also auf die Negativauslese von Ereignissen.

Wirtschaftszweig Markt Teilmarkt Ereignis
Kreditinstitute Bankenmarkt Kreditmarkt
Kreditderivatemarkt
Kreditereignis
Kreditereignis
Versicherungsunternehmen Versicherungsmarkt Schadenversicherung
Lebensversicherung
Schadensereignis
Tod der versicherten Person

Die Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose ist gemäß § 7 Nr. 36 VAG eine mathematische Funktion, die einer ausreichenden Zeitreihe von einander ausschließenden zukünftigen Ereignissen eine Eintrittswahrscheinlichkeit zuweist.

Ereignis ist ein Geschehensablauf[25], als dessen Folge die Schädigung unmittelbar entstanden ist. Ereignis ist nach § 1 Allgemeine Versicherungsbedingungenfür die Haftpflichtversicherung (AHB) ein plötzlicher und heftiger Geschehensablauf, der in seiner Gesamtheit nicht objektiv voraussehbar ist. Als Schadensereignis im Sinne des § 5 Nr. 1 AHB ist das vor dem Schadenseintritt liegende äußere oder innere Geschehen zu verstehen, von dessen Beginn an der Schadenseintritt in hohem Maße wahrscheinlich ist. Nach § 7 Abs. 2 StVG haftet der Fahrzeughalter nicht bei einem unabwendbaren Ereignis (höhere Gewalt). Dies ist ein Vorfall, der selbst dann nicht zu vermeiden ist, wenn die größtmögliche Sorgfalt angewendet wird. Damit geht der verkehrsrechtliche Sorgfaltsbegriff weit über den des § 276 BGB hinaus.[26] Unabwendbar ist ein Ereignis, das „weder auf einem Fehler in der Beschaffenheit des Fahrzeugs noch auf einem Versagen seiner Verrichtungen beruht“ (§ 7 Abs. 2 Satz 1 StVG). Unabwendbar kann auch auf das Verhalten des Verletzten oder eines Tieres zurückzuführen sein. Unfall ist ein von außen auf den Menschen einwirkendes, schädigendes, plötzliches Ereignis. Das Ereignis ist versicherungsrechtlich immer ein negativer Vorgang, positive Vorkommnisse wie das „freudige Ereignis“ (als Umschreibung einer bevorstehenden Geburt) werden hiervon nicht erfasst.

Ereignisrisiko

Der Begriff wurde von Paul B Thompson 1987 eingeführt.[27] Der Begriffsinhalt wird in den einzelnen Fachgebieten modifiziert.

Unter dem Ereignisrisiko (englisch event risk) versteht man im Bankwesen das Risiko, dass sich der Börsenkurs eines Finanzinstruments oder eines Finanzprodukts im Vergleich zur generellen Marktentwicklung abrupt ändert.[28] Das Ereignisrisiko wirkt sich daher direkt auf das Marktpreisrisiko (etwa Preisrisiko, Kursrisiko oder Zinsänderungsrisiko) aus. Der Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Wertpapierwesen (CESR) definiert das Ereignisrisiko als „Risiko, dass sich der Wert eines Finanzinstruments abrupt und plötzlich ändert, während im Vergleich die Marktentwicklung kaum Volatilitätenaufweist“.[29][30]

Als Ereignisrisiko wird im Versicherungswesen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses bezeichnet.[31] Versicherer müssen bei jeder Versicherungsart abschätzen, ob und inwieweit ein Personen-, Sach- oder Vermögensschaden auftreten wird.

Siehe auch

Literatur

Philosophische Ontologie
  • Martin Heidegger: Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis). Gesamtausgabe III. Abt. Unveröffentlichte Abhandlungen Vorträge – Gedachtes. Bd. 65. 3. Auflage. Klostermann-Verlag, 2003, ISBN 3-465-03281-0.
  • Frank Hofmann: Die Metaphysik der Tatsachen. mentis 2008, ISBN 978-3-89785-610-3.
  • Kuno Lorenz: Ereignis. In: Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. 2. Auflage. 2005, ISBN 3-476-02012-6, S. 358ff.
  • Uwe Meixner: Die Ersetzung der Substanzontologie durch die Ereignisontologie und deren Folgen für das Selbstverständnis des Menschen. In: Rafael Hüntelmann (Hrsg.): Wirklichkeit und Sinnerfahrung – Grundfragen der Philosophie im 20. Jahrhundert. Verlag J.H. Röll, Dettelbach 1998, S. 86–103. Manuskriptversion online.
  • Marc Rölli (Hrsg.): Ereignis auf Französisch. Von Bergson zu Deleuze. Wilhelm Fink Verlag, München 2004, ISBN 3-7705-3939-7.
  • Dieter Sinn: Ereignis. In: Ritter, Joachim (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie [HWPh]. Bd. 2. Schwabe, Basel 1972, Sp. 608–609 (Etymologie, Leibniz, Nietzsche, Heidegger).
Analytische Philosophie und Ereignissemantik
  • Donald Davidson: The Logical Form of Action Sentences. In: Nicholas Rescher (Hrsg.): The Logic of Decision and Action. University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 1967.
  • Terence Parsons: Events in the Semantics of English. MIT Press, Cambridge (MA) 1990, ISBN 0-262-16120-6.

Psychologie

  • René A. Spitz: Hospitalismus I und II. In: Günther Bittner, Edda Harms: Erziehung in früher Kindheit. München 1985, S. 89–122.
Kunst
  • Dominic E. Delarue, Johann Schulz und Laura Sobez (Hrsg.): Das Bild als Ereignis. Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer. Winter Verlag, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-8253-6036-8.
Wikiquote: Ereignis – Zitate
Wiktionary: Ereignis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. Auflage. De Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-016392-6. Eintrag: „ereignen“, S. 229.
  2. Lawrence Lombard: Events. A Metaphysical Study. Routledge, London 1986. Siehe v. a. Kapitel 4.
  3. Thomas Wozniak, Naturereignisse im frühen Mittelalter, 2020, S. 228
  4. Michael Wächter, Entdeckungsgeschichte(n) der Astronomie, 2020, S. 168
  5. Stefan Jordan (Hrsg.), Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft, 2002, S. 72 f.; ISBN 978-3-15-019609-0
  6. Alexander Demandt, Was ist ein historisches Ereignis?, in: Nikolaus Müller-Schöll (Hrsg.), Ereignis: Eine fundamentale Kategorie der Zeiterfahrung, 2003, S. 68; ISBN 978-3-89942-169-9
  7. BAG, Urteil vom 7. November 2002, Az.: 2 AZR 297/01 = BAGE 103, 290
  8. BGH, Urteil vom 21. August 2012, Az.: X ZR 146/11
  9. TechTarget: What is an event handler?
  10. Walter Greulich (Red.), Der Brockhaus: Computer- und Informationstechnologie, 2003, S. 320; ISBN 978-3-7653-0251-0
  11. Günter Bentele (Hrsg.), Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft, 2006, S. 54 f.; ISBN 978-3-531-93431-0
  12. Josefa Schreiner-Hecheltjen, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung in der Medizin, 2015, S. 166 f.
  13. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Glossar Patientensicherheit. (Memento des Originals vom 13. Juli 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. 2006, abgerufen am 27. September 2008
  14. Europarat (Hrsg.), Recommendation on management of patient safety and prevention of adverse events in health care, 2006, abgerufen am 27. September 2008
  15. Andreas Paetz, Wörterbuch Umweltuntersuchung, 2011, S. 100
  16. Heiner Wilharm/Ralf Bohn, Inszenierung und Ereignis, 2009, S. 208
  17. Verlag Th. Gabler (Hrsg.), Gablers Wirtschafts-Lexikon, Band 2, 1984, Sp. 1331; ISBN 3-409-30333-2
  18. Alain Badiou/Heinz Jatho, Das Sein und das Ereignis, 2010, ISBN 978-3-03734-023-3
  19. Peter Zeillinger, Badiou und Paulus. Das Ereignis als Norm?, in: IWK-Mitteilungen 3-4, 2006, S. 6 ff.
  20. Ulrich Birner, Lexikon der Psychologie, 1995, S. 90; ISBN 978-3-577-10579-8
  21. Claudio Baraldi/Giancarlo Corsi/Elena Esposito, GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme, Frankfurt am Main, 1997, S. 42 f.; ISBN 978-3-518-28826-9
  22. Martin Nell (Hrsg.), Risiko und Versicherungstechnik, 2018, S. 32
  23. Wolfgang Gerke (Hrsg.), Gerke Börsen Lexikon, 2002, S. 205
  24. Carmen Hugel, Haftung und Deckung, 2006, S. 17
  25. Hansrudolf Hartung, Die Allgemeine Haftpflichtversicherung, 1957, S. 37
  26. Alfred Müringer, Haftung im Straßenverkehr, 1999, S. 27
  27. Paul B. Thompson, Collective action and the analysis of risk, in: Public Affairs Quarterly 1 (3), 1987, S. 23–42
  28. Christian Glaser, Risikomanagement im Leasing, 2018, S. 36
  29. Committee of European Securities Regulations (Hrsg.), CESR/10-788, Kapitel 6: Terms of Glossary, Juli 2010, S. 41
  30. Caspar Behme/Elnaz Mehrkhah/Falko Tappen/Jürgen Baur, Großkommentar KAGB, 2020, S. 175
  31. Ferdinand Rust, Schadenderivate, 1998, S. 58
  1. ↑ Quelle: Karl Ernst Georges: Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch. Hannover und Leipzig 71910 (Nachdruck Darmstadt 1999), Sp. 781-782. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001967274; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 781 |782