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„Quotient“ – Versionsunterschied

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'''Verhältnisgleichungen''' oder '''Proportionen''' sind [[Gleichung]]en, die zwei Verhältnisse gleichsetzen:
'''Verhältnisgleichungen''' oder '''Proportionen''' sind [[Gleichung (Mathematik)|Gleichung]]en, die zwei Verhältnisse gleichsetzen:
: <math>a:  b = c:  d</math>
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<math>a</math> und <math>c</math> heißen auch ''Vorderglieder'', <math>b</math> und <math>d</math> ''Hinterglieder'' der Proportion. Darüber hinaus heißen <math>a</math> und <math>d</math> ''Außenglieder'' sowie <math>b</math> und <math>c</math> ''Innenglieder''. Die Proportion kann durch ''[[Kreuzweise Multiplikation|Kreuzmultiplikation]]'' in eine Gleichung der Form <math>a\cdot d = c\cdot b</math> umgeformt werden. Durch Vertauschen der Innenglieder bzw. der Außenglieder einer Proportion entstehen neue Proportionen: <math>a:  c = b:  d</math> und <math>d:  b = c:  a</math>. Darüber hinaus gelten die ''Gesetze der korrespondierenden Addition und Subtraktion'':
<math>a</math> und <math>c</math> heißen auch ''Vorderglieder'', <math>b</math> und <math>d</math> ''Hinterglieder'' der Proportion. Darüber hinaus heißen <math>a</math> und <math>d</math> ''Außenglieder'' sowie <math>b</math> und <math>c</math> ''Innenglieder''. Die Proportion kann durch ''[[Kreuzweise Multiplikation|Kreuzmultiplikation]]'' in eine Gleichung der Form <math>a\cdot d = c\cdot b</math> umgeformt werden. Durch Vertauschen der Innenglieder bzw. der Außenglieder einer Proportion entstehen neue Proportionen: <math>a:  c = b:  d</math> und <math>d:  b = c:  a</math>. Darüber hinaus gelten die ''Gesetze der korrespondierenden Addition und Subtraktion'':
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* [https://www.henked.de/begriffe/verhaeltnis.htm Der mathematische Begriff „Verhältnis“]
* [https://www.henked.de/begriffe/verhaeltnis.htm Der mathematische Begriff „Verhältnis“]

Aktuelle Version vom 2. April 2026, 10:53 Uhr

Quotient lat.-deu. das 'Wieviel'

  • Quotient m. in der Mathematik ‘Resultat der Division’.
  • Aus dem Adverb lat. quotiēs, quotiēns ‘wievielmal, wie oft’ wird,
    • wohl über eine vorauszusetzende Fügung wie numerus quotiēns ‘wie oft (in einer Summe) enthaltene Zahl’,
      • substantiviertes quociens ins Dt. entlehnt (um 1400).
      • Da diese Form irrtümlich als Part. Präs. gedeutet wird, entsteht in Anlehnung an oblique Partizipialformen Quotient (2. Hälfte 15. Jh.).

Quotient

In der Mathematik und in den Naturwissenschaften bezeichnet der Quotient ein Verhältnis von zwei Größen zueinander, also das Ergebnis einer Division. Der Quotient von zwei ganzen Zahlen (Dividend und Divisor) ist immer eine rationale Zahl und kann als Bruch geschrieben werden, z. B. 23=2/3=2:3 für zwei Drittel.

Ein Quotient dient oftmals der Einordnung eines Wertes in einen Gesamtmaßstab, so z. B. der Intelligenzquotient, der die mit einem Intelligenztest ermittelte Zahl für eine Person mit der ihrer Altersgruppe entsprechenden „durchschnittlichen Intelligenz“ in Beziehung setzt. Der Intelligenzquotient 100 steht dabei für den Durchschnitt. Weitere Beispiele sind die Proportionen der Nationalflaggen oder Seitenverhältnisse.

Verhältnisse gleichartiger Größen werden häufig in Prozent angegeben, wobei sich der Wert des Verhältnisses nicht verändert, z. B. 15=20%. Um den Prozentwert zu erhalten, wird der Verhältnisbruch mit eins multipliziert, wobei 1=100%. Im Beispiel: 15=1005%=20%.

Besondere Quotienten in diesem Sinne sind z. B.:

Auch viele physikalische Größen werden als Quotienten definiert, z. B.

Proportionen

Verhältnisgleichungen oder Proportionen sind Gleichungen, die zwei Verhältnisse gleichsetzen:

a:b=c:d

a und c heißen auch Vorderglieder, b und d Hinterglieder der Proportion. Darüber hinaus heißen a und d Außenglieder sowie b und c Innenglieder. Die Proportion kann durch Kreuzmultiplikation in eine Gleichung der Form a⋅d=c⋅b umgeformt werden. Durch Vertauschen der Innenglieder bzw. der Außenglieder einer Proportion entstehen neue Proportionen: a:c=b:d und d:b=c:a. Darüber hinaus gelten die Gesetze der korrespondierenden Addition und Subtraktion:

Gesetze der korrespondierenden Addition und Subtraktion

Es sei die Proportion a:b=c:d gegeben. Dann gelten auch die Proportionen

a+bb=c+dd und aa+b=cc+d und a−bb=c−dd und aa−b=cc−d und a+ba−b=c+dc−d.

Fortlaufende Proportionen

Gelegentlich findet sich auch die Schreibweise

a:b:c=u:v:w,

die als „a, b, c verhalten sich wie u zu v zu w“ ausgesprochen wird. Diese fortlaufenden Proportionen, auch Kettenproportionen oder Verhältnisketten genannt, sind nicht als eine einzelne Gleichung zu verstehen, sondern sind vielmehr eine Kurzform für die beiden Gleichungen

  • a:b=u:v und
  • b:c=v:w

bzw. äquivalent

  • a:u=b:v und
  • b:v=c:w.[1]

Beispiele

Wiktionary: Quotient – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Walter Gellert, Herbert Kästner, Siegfried Neuber (Hrsg.): Lexikon der Mathematik, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1979, S. 447: „Proportion“.