„Epigenese“ – Versionsunterschied
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Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 16:15 Uhr
agr. epi- + Genese | ‚nachträgliche Entstehung, Schaffung‘; Entwicklung eines jeden Organismus durch aufeinanderfolgende Neubildungen; grie. epi- "Oben, drüber, weiter, zusätzlich zu"+ -génesis "Geburt‘, ‚Entstehung‘, "Herkunft, Quelle, Art der Geburt, Schaffung"
Lehre, wonach sich die Strukturen und Organe eines Organismus erst im Verlauf der Individualentwicklung (Ontogenese) ausbilden.
Eine Bezeichnung für die Herausbildung neuer Strukturen aus ungeformter Materie bei der Entwicklung (Ontogenese) eines Lebewesens. Sie wurde im 18. Jahrhundert von Caspar Friedrich Wolff (Theoria generationis, 1759) in der Auseinandersetzung mit der damals herrschenden Präformationslehre eingeführt. Ähnliche Ansichten lassen sich bis in die Antike (Aristoteles) zurückverfolgen.