„sýnapsis“ – Versionsunterschied
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Aktuelle Version vom 10. Juli 2026, 12:21 Uhr
sýnapsis σύναψις sýnapsis Synapse „Verbindungen“, „Fügungen“ oder „Zusammenhänge“. Das Wort leitet sich etymologisch von dem altgriechischen Verb συνάπτω (sunáptō = zusammenbinden, verbinden) und dem Suffix -σις (sis = Vorgang, Handlung) ab. [1, 2]
Die Grundbestandteile sind:
- σύν- (syn-): zusammen, mit
- ἅπτω (haptō): heften, berühren, knüpfen
- -σις (-sis): Substantivendung für den Vorgang oder Zustand [1, 2]
Berühmt ist der Begriff durch das Fragment 10 des vorsokratischen Philosophen Heraklit. Dort beschreibt er die συνάψιες als die „Ganzes und Nicht-Ganzes, Zusammenstrebendes und Auseinanderstrebendes, Einklang und Missklang“ verbindenden Gegensätze der Welt. [1, 2, 3]
Aus dieser etymologischen Wurzel des „Zusammenfügens“ leitet sich auch die moderne Synapse in der Neurobiologie ab – die Kontaktstelle, an der Nervenzellen Informationen miteinander verknüpfen