„dünken“ – Versionsunterschied
Erscheinungsbild
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">dünk + en | Tw</span><span class="etymwb-gramgrp">. </span></span>‘scheinen, den Anschein haben’ (<span class="etymwb-mentioned">mir</span>, <span class="etymwb-mentioned">mich dünkt</span>), (reflexiv) ‘sich halten für, sich vorkommen als’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">thunken</span>'' (8. Jh.), <…“ |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Dunk[[-en]]</span></span> Tw. ‘scheinen, den Anschein haben’ (mir, mich dünkt), (reflexiv) ‘sich halten für, sich vorkommen als’, | |||
* ahd. thunken (8. Jh.), | |||
* mhd. dunken ‘scheinen’; beginnend im Denken als scheinbar so seiend; Absicht, Vorgedanken erfüllend; | |||
* asächs. thunkian, | |||
* mnd. dünken, | |||
* mnl. nl. dunken, | |||
* afries. thinza, | |||
* aengl. þyncan, | |||
* ''uwger. *þunkijan'', | |||
* anord. þykkja ‘dünken, scheinen, gefallen’, | |||
* uger. ''*þunkijaną''. | |||
* got. þugkjan ‘dünken, meinen’ | |||
* schwed. tycka, | |||
steht als schwundstufige Bildung (ger. *þunkjan) neben dem unter ''[[denken]]'' genannten Tätzigkeitswort. | |||
Wie bei ''denken'' zeigt das Präteritum in alter Zeit n-Ausfall und Ersatzdehnung des Vokals, vgl. | |||
* ahd. thūhta, | |||
* mhd. dūhte, | |||
im Nhd. dagegen, ausgeglichen nach dem Präsens und Infinitiv, dünkte, bereits mhd. dunkte, dünkte neben dūhte (um 1300). | |||
Aktuelle Version vom 23. Oktober 2025, 13:56 Uhr
Dunk-en Tw. ‘scheinen, den Anschein haben’ (mir, mich dünkt), (reflexiv) ‘sich halten für, sich vorkommen als’,
- ahd. thunken (8. Jh.),
- mhd. dunken ‘scheinen’; beginnend im Denken als scheinbar so seiend; Absicht, Vorgedanken erfüllend;
- asächs. thunkian,
- mnd. dünken,
- mnl. nl. dunken,
- afries. thinza,
- aengl. þyncan,
- uwger. *þunkijan,
- anord. þykkja ‘dünken, scheinen, gefallen’,
- uger. *þunkijaną.
- got. þugkjan ‘dünken, meinen’
- schwed. tycka,
steht als schwundstufige Bildung (ger. *þunkjan) neben dem unter denken genannten Tätzigkeitswort.
Wie bei denken zeigt das Präteritum in alter Zeit n-Ausfall und Ersatzdehnung des Vokals, vgl.
- ahd. thūhta,
- mhd. dūhte,
im Nhd. dagegen, ausgeglichen nach dem Präsens und Infinitiv, dünkte, bereits mhd. dunkte, dünkte neben dūhte (um 1300).