„Flaus“ – Versionsunterschied
Erscheinungsbild
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Flausch</span> <span class="etymwb-orth">Flaus</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr> </span></span>‘weicher, haariger Wollstoff’ wird im 18. Jh. geläufig (<span class="etymwb-mentioned">ein Flausch Wolle</span>, <span class="etymwb-mentioned">Haare</span>) und gilt auch für ein männliches Oberkleid, das vornehmlic…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth"> | <p><span class="etymwb-headword">[[flau|f<span class="etymwb-orth">lau</span>]] <span class="etymwb-orth">+ [[-s]]</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr> </span></span>‘weicher, haariger Wollstoff’ wird im 18. Jh. geläufig (<span class="etymwb-mentioned">ein Flausch Wolle</span>, <span class="etymwb-mentioned">Haare</span>) und gilt auch für ein männliches Oberkleid, das vornehmlich aus dem entsprechenden Stoff hergestellt ist (vgl. <span class="etymwb-mentioned">Flausrock</span>, 18. Jh.).</p><p>Zugrunde liegt <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd. </abbr>''<span class="etymwb-mentioned">vlūs</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">vlūsch</span>'' ‘wolliges Schaffell’, so daß das Wort aus dem <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="niederdeutsch">Nd.</abbr> stammen dürfte. Als landschaftliche Nebenform ist [[Flause]] (s. d.) anzusehen. Alle Formen gehören zu dem unter [[Vlies]] (s. d.) aufgeführten Substantiv; zur Etymologie s. [[Flaum]].</p> | ||
Aktuelle Version vom 20. Dezember 2023, 15:16 Uhr
flau + -s m. ‘weicher, haariger Wollstoff’ wird im 18. Jh. geläufig (ein Flausch Wolle, Haare) und gilt auch für ein männliches Oberkleid, das vornehmlich aus dem entsprechenden Stoff hergestellt ist (vgl. Flausrock, 18. Jh.).
Zugrunde liegt mnd. vlūs, vlūsch ‘wolliges Schaffell’, so daß das Wort aus dem Nd. stammen dürfte. Als landschaftliche Nebenform ist Flause (s. d.) anzusehen. Alle Formen gehören zu dem unter Vlies (s. d.) aufgeführten Substantiv; zur Etymologie s. Flaum.