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„einzig“ – Versionsunterschied

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<p>[[ein]] + [[zig]] |<span class="etymwb-headword">&nbsp;Egsw<span class="etymwb-gramgrp">.</span></span><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">&nbsp;warscheinlich ursprünglicher "einzelig"; "von der Gestalt, Erscheinung her Eins seiend, oder nur Eins nehmend und alles andere, jeden anderen ausschließend"; &nbsp;</span></span></p>


<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">einzige, einzigen, einziges,</span></span><p>‘nur einmal vorhanden’, dann ‘einmalig in seiner Art, hervorragend’, ustwl. ‘nur, ausschließlich’, in jüngerer Spr. auch steigernd (''<span class="etymwb-mentioned">einzig schön</span>''). <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einzec</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einzic</span>'' Egsw. ‘einzeln’, wovon (in der Form des Wemfall Mrz.) <span class="etymwb-mentioned">einzigen | einzigen | Ustw.</span><span class="etymwb-mentioned">,</span>&nbsp;ist gebildet zu gleichbed.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einez</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einz</span>'' (oder ''<span class="etymwb-mentioned">einetze</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einze</span>''?; belegt ist nur ''<span class="etymwb-mentioned">einitzen</span>'', <span class="etymwb-mentioned">einzen</span> Wemfall Mrz. in egswl. und ustwl. Verwendung).</p><p style="padding-left: 40px;" >Diesem geht <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einezzēn</span>'' Ustw. ‘einzeln, nacheinander’ (8. Jh., später daneben in gleichem Sinne auch ''<span class="etymwb-mentioned">einezzūn</span>'' Ustw., 10./11. Jh.) voraus, das seinerseits auf dem Wemfall Mrz. des Egsw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einezzi</span>'' ‘einzeln, aufeinanderfolgend’ (um 1000 in der gebeugten Wortform ''<span class="etymwb-mentioned">einzēn</span>'' Wemfall Mrz. nachzuweisen) beruht, einer Wortableitung von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">ein</span> (s. ''ein<sup>1</sup>'' Num.).</p><p>Die Bedeutung ‘nur einmal vorhanden’ übernimmt ''<span class="etymwb-mentioned">einzig</span>'' im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">Frühnhd.</abbr> von älterem ''einig<sup>1</sup>''&nbsp;Egsw.</p>
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">einzige, einzigen, einziges,</span></span><p>‘nur einmal vorhanden’, dann ‘einmalig in seiner Art, hervorragend’, ustwl. ‘nur, ausschließlich’, in jüngerer Spr. auch steigernd (''<span class="etymwb-mentioned">einzig schön</span>''). <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einzec</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einzic</span>'' Egsw. ‘einzeln’, wovon (in der Form des Wemfall Mrz.) <span class="etymwb-mentioned">einzigen | einzigen | Ustw.</span><span class="etymwb-mentioned">,</span>&nbsp;ist gebildet zu gleichbed.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einez</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einz</span>'' (oder ''<span class="etymwb-mentioned">einetze</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">einze</span>''?; belegt ist nur ''<span class="etymwb-mentioned">einitzen</span>'', <span class="etymwb-mentioned">einzen</span> Wemfall Mrz. in egswl. und ustwl. Verwendung).</p><p style="padding-left: 40px;" >Diesem geht <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einezzēn</span>'' Ustw. ‘einzeln, nacheinander’ (8. Jh., später daneben in gleichem Sinne auch ''<span class="etymwb-mentioned">einezzūn</span>'' Ustw., 10./11. Jh.) voraus, das seinerseits auf dem Wemfall Mrz. des Egsw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">einezzi</span>'' ‘einzeln, aufeinanderfolgend’ (um 1000 in der gebeugten Wortform ''<span class="etymwb-mentioned">einzēn</span>'' Wemfall Mrz. nachzuweisen) beruht, einer Wortableitung von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">ein</span> (s. ''ein<sup>1</sup>'' Num.).</p><p>Die Bedeutung ‘nur einmal vorhanden’ übernimmt ''<span class="etymwb-mentioned">einzig</span>'' im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">Frühnhd.</abbr> von älterem ''einig<sup>1</sup>''&nbsp;Egsw.</p>

Aktuelle Version vom 20. Dezember 2023, 19:49 Uhr

ein + zig | Egsw. warscheinlich ursprünglicher "einzelig"; "von der Gestalt, Erscheinung her Eins seiend, oder nur Eins nehmend und alles andere, jeden anderen ausschließend";  

einzige, einzigen, einziges,

‘nur einmal vorhanden’, dann ‘einmalig in seiner Art, hervorragend’, ustwl. ‘nur, ausschließlich’, in jüngerer Spr. auch steigernd (einzig schön). Mhd. einzec, einzic Egsw. ‘einzeln’, wovon (in der Form des Wemfall Mrz.) einzigen | einzigen | Ustw., ist gebildet zu gleichbed. mhd. einez, einz (oder einetze, einze?; belegt ist nur einitzen, einzen Wemfall Mrz. in egswl. und ustwl. Verwendung).

Diesem geht ahd. einezzēn Ustw. ‘einzeln, nacheinander’ (8. Jh., später daneben in gleichem Sinne auch einezzūn Ustw., 10./11. Jh.) voraus, das seinerseits auf dem Wemfall Mrz. des Egsw. ahd. einezzi ‘einzeln, aufeinanderfolgend’ (um 1000 in der gebeugten Wortform einzēn Wemfall Mrz. nachzuweisen) beruht, einer Wortableitung von ahd. ein (s. ein1 Num.).

Die Bedeutung ‘nur einmal vorhanden’ übernimmt einzig im Frühnhd. von älterem einig1 Egsw.