„Marke“ – Versionsunterschied
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ Mark + e;</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ bemerkbares Kennzeichen zur Vermittlung einer Eigenschaft dessen, an das es angebracht ist;<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊕¦ eine angebrachte Marke bezieht sich auf ein besonderes Merkmal.<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’; ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüch…“ |
K Textersetzung - „-e“ durch „Wortglied::-e“ |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ Mark + e;</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ bemerkbares Kennzeichen zur Vermittlung einer Eigenschaft dessen, an das es angebracht ist;<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊕¦ eine angebrachte Marke bezieht sich auf ein besonderes Merkmal.<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’; ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet); <abbr title="altnordisch">Anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' ‘Kennzeichen’ gelangt ins <abbr title="französisch">Frz.</abbr> (<abbr title="altfranzösisch">afrz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merc</span>'' ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marquer</span>'' ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">marque</span> ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als <span class="etymwb-mentioned">Marke</span> f. in die <abbr title="deutsch">dt. </abbr>Kaufmannssprache rückentlehnt.<br></p><p style="text-align: justify;" >¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/mor%C7%B5-&action=edit&redlink=1 *morǵ-]</em> <span class="mention-gloss-double-quote">“</span><span class="mention-gloss">Ecke, Grenze</span><span class="mention-gloss-double-quote">”</span>; ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’</p><p style="text-align: justify;" >¦↵¦ <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="neuhochdeutsch">nhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">Mark</span>'' ‘Zeichen, Kennzeichen’; <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'', <abbr title="mittelniederländisch">mnl.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="altnordisch">anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'' und ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter Mark (s. d.); <abbr title="altnordisch">Anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' ‘Kennzeichen’ gelangt ins <abbr title="französisch">Frz.</abbr> (<abbr title="altfranzösisch">afrz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merc</span>'' ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marquer</span>'' ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">marque</span> ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als <span class="etymwb-mentioned">Marke</span> f. in die <abbr title="deutsch">dt. </abbr>Kaufmannssprache rückentlehnt.<br></p><hr><p style="text-align: justify;" > | <p style="text-align: justify;" >¦∑¦ [[Mark]] + [[Wortglied::-e]];</p><p style="text-align: justify;" >¦∅¦ bemerkbares Kennzeichen zur Vermittlung einer Eigenschaft dessen, an das es angebracht ist;<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊕¦ eine angebrachte Marke bezieht sich auf ein besonderes Merkmal.<br></p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’; ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet); <abbr title="altnordisch">Anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' ‘Kennzeichen’ gelangt ins <abbr title="französisch">Frz.</abbr> (<abbr title="altfranzösisch">afrz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merc</span>'' ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marquer</span>'' ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">marque</span> ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als <span class="etymwb-mentioned">Marke</span> f. in die <abbr title="deutsch">dt. </abbr>Kaufmannssprache rückentlehnt.<br></p><p style="text-align: justify;" >¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/mor%C7%B5-&action=edit&redlink=1 *morǵ-]</em> <span class="mention-gloss-double-quote">“</span><span class="mention-gloss">Ecke, Grenze</span><span class="mention-gloss-double-quote">”</span>; ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’</p><p style="text-align: justify;" >¦↵¦ <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="neuhochdeutsch">nhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">Mark</span>'' ‘Zeichen, Kennzeichen’; <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'', <abbr title="mittelniederländisch">mnl.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="altnordisch">anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'' und ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter Mark (s. d.); <abbr title="altnordisch">Anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' ‘Kennzeichen’ gelangt ins <abbr title="französisch">Frz.</abbr> (<abbr title="altfranzösisch">afrz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merc</span>'' ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marquer</span>'' ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">marque</span> ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als <span class="etymwb-mentioned">Marke</span> f. in die <abbr title="deutsch">dt. </abbr>Kaufmannssprache rückentlehnt.<br></p><hr><p style="text-align: justify;" ><span class="etymwb-headword">'''<span class="etymwb-orth">Marke</span>''' <span class="etymwb-gramgrp">f. </span></span>‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’. Das Neutrum <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="neuhochdeutsch">nhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">Mark</span>'' ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet), <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'', <abbr title="mittelniederländisch">mnl.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marc</span>'', <abbr title="altnordisch">anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mark</span>'' und ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter ↗[https://www.dwds.de/wb/etymwb/Mark Mark<sup>1</sup>] (s. d.) behandelten Femininum, wenn man von einer Bedeutung ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’ ausgeht. <abbr title="altnordisch">Anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merki</span>'' ‘Kennzeichen’ gelangt ins <abbr title="französisch">Frz.</abbr> (<abbr title="altfranzösisch">afrz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">merc</span>'' ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">marquer</span>'' ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (s. ↗[https://www.dwds.de/wb/etymwb/markieren markieren]). Daraus abgeleitetes <abbr title="mittelfranzösisch">mfrz.</abbr> <abbr title="französisch">frz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">marque</span> ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als <span class="etymwb-mentioned">Marke</span> f. in die <abbr title="deutsch">dt. </abbr>Kaufmannssprache rückentlehnt. S. auch ↗[https://www.dwds.de/wb/etymwb/merken merken].</p><p style="text-align: justify;"></p> | ||
Aktuelle Version vom 14. April 2025, 07:30 Uhr
¦∅¦ bemerkbares Kennzeichen zur Vermittlung einer Eigenschaft dessen, an das es angebracht ist;
¦⊕¦ eine angebrachte Marke bezieht sich auf ein besonderes Merkmal.
¦⊗¦ ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’; ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet); Anord. merki ‘Kennzeichen’ gelangt ins Frz. (afrz. merc ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb mfrz. frz. marquer ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes mfrz. frz. marque ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als Marke f. in die dt. Kaufmannssprache rückentlehnt.
¦√¦ uig. *morǵ- “Ecke, Grenze”; ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’
¦↵¦ mhd. marc, nhd. Mark ‘Zeichen, Kennzeichen’; mnd. mark, mnl. marc, anord. mark und merki gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter Mark (s. d.); Anord. merki ‘Kennzeichen’ gelangt ins Frz. (afrz. merc ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb mfrz. frz. marquer ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (markieren); Daraus abgeleitetes mfrz. frz. marque ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als Marke f. in die dt. Kaufmannssprache rückentlehnt.
Marke f. ‘Zeichen, Fabrikat, Sorte, Wertschein’. Das Neutrum mhd. marc, nhd. Mark ‘Zeichen, Kennzeichen’ (noch bis ins 18. Jh. in den Wörterbüchern verzeichnet), mnd. mark, mnl. marc, anord. mark und merki gehört wohl (mit anderer Stammbildung) zu dem unter ↗Mark1 (s. d.) behandelten Femininum, wenn man von einer Bedeutung ‘durch Zeichen markierte Grenze, Grenzzeichen’ ausgeht. Anord. merki ‘Kennzeichen’ gelangt ins Frz. (afrz. merc ‘Grenzstein, Kennzeichen, Mal am menschlichen Körper’) und liegt letztlich dem Verb mfrz. frz. marquer ‘mit einem Kennzeichen versehen’ zugrunde (s. ↗markieren). Daraus abgeleitetes mfrz. frz. marque ‘Zeichen, Merkmal’ wird um 1700 mit der Bedeutung ‘auf einer Ware angebrachtes Zeichen, Handels-, Fabrikzeichen, Sorte’ als Marke f. in die dt. Kaufmannssprache rückentlehnt. S. auch ↗merken.