Zum Inhalt springen

„ab“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| class="wikitable"
[[a-]] + [[-b]] ‘von … weg, herab von, los, fort, herunter, nieder’;
| [[abe]] - [[-e]]
{{Worteintrag}}'''Alternative forms'''
| ab
| [[a-]] + [[-b]]
| uig. [[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₂epó|*''apo'']] ‘ab, weg’
| aba, abe
| [https://www.dwds.de/wb/etymwb/ab DWDS]
| [https://de.wiktionary.org/wiki/ab#ab_(Deutsch) Wiki.de]
| [[wikt:ab#German|Wiki.en]]
|}
‘von … weg, herab von, los, fort, herunter, nieder’;  


* ahd. ''aba'' (8. ''Jh.), ab'',
* ā (''not used before a vowel or h'')
** mhd. ''abe'', ''ab'',
* abs (''Old Latin, exclusively before the pronoun tē'')
Der voranstellende Gebrauch ''ab''-, der im jüngeren Nhd. durch ''von'' übernommen wird, reicht in den meisten Bedeutungen nur bis ins 16./17. Jh., mundartlich, besonders alem., und in Mundart naher Sprache auch bis ins 18./19. Jh.. Danach fehlt die Voranstellung in der Literatursprache, sie wird jedoch (aus der Kaufmannssprache) gegen Ende des 19. Jhs. vor Ortsangaben und Zeitangaben wieder aufgenommen, vgl. ''ab Leipzig, ab 8 Uhr''. zuwörtlicher Gebrauch ist im Ahd. vereinzelt, im Mhd. geläufig in enger Verbindung mit der Verwendung von ''ab'' als Vorsilbe;
* af (''Old Latin'')
* dē ab (''Late Latin'')


¦↵¦ ahd. ''aba'' (8. ''Jh.), ab'', mhd. ''abe'', ''ab'', asächs. ''af'', mnd. ''af'', ''āve'', mnl. ''af'', ''ave'', nl. ''af'', aengl. engl. ''of'', anord. got. ''af'' weisen auf ger. *''a''ƀ''a''. ager. vergleichen sich aind. ''ápa'' ‘weg, fort, ab’, grie. ''apó'', ''ápo'' (ἀπό, ἄπο) ‘fern, weg, (fern) von’, lat. ''ab'' ‘von … her, von … weg’, so daß von uig. *''apo'' ‘ab, weg’ auszugehen ist.
=== Etymology ===
Etymology tree


== ab mhd. ==
'''ab...''', mhd., Präf.: Vw.: s. abe...


'''ab (1)''', mhd., Präp.: Vw.: s. abe


'''ab (2)''', mhd., Adv., Konj.: Vw.: s. abe
From Proto-Italic ''*ap'', from Proto-Indo-European ''*h₂epó'' (“off, away”). The reconstruction of the Proto-Italic form is somewhat uncertain, as it's not clear when or how the final vowel of the PIE form was lost. The voicing of the final consonant to ''-b'' can be interpreted as an example of regular voicing of plosives in word-final position, as in ''fēced'' < *fēcet, a sound change that some reconstruct at the common Italic stage. Others explain ''-b''here as the result of analogical extension from clusters ending in a voiced consonant. The form ''ap-'' is attested in composition in Latin ''aperiō'' and Umbrian 𐌀𐌐𐌄𐌇𐌕𐌓𐌄 (''apehtre'').
 
Cognates
 
=== Pronunciation ===
 
* (''Classical Latin'') IPA<sup>(key)</sup>: [ˈab]
* (''modern Italianate Ecclesiastical'') IPA<sup>(key)</sup>: [ˈab]
 
=== Preposition ===
'''ab''' (+ ablative)
 
# (''indicating ablation''): from, away from, out of
# (''indicating ablation''): down from
# (''indicating agency''): (''source of action or event'') by, by means of
# (''indicating instrumentality''): (''source of action or event'') by, by means of, with
# (''indicating association''): to, with
# (''indicating location''): at, on, in
# (''time'') after, since
#: '''''Ab''' urbe conditā.''
#:: '''From''' the founding of the City.
 
==== Usage notes ====
Used in conjunction with passive verbs to mark the agent.
 
* ''Liber '''ā''' discipulō aperītur.''
*: The book is opened '''by''' the student.


'''ab (3)''', mhd., Konj.: Vw.: s. obe (3)<div class="zenoCOMain">
== ab<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 6-8. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000000396; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0006 6]&nbsp;| [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0007 7]&nbsp;| [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0008 8]; Kategorien: [http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</ref> ==
<div class="zenoCOAdRight"><ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0006 [6]]</ref>'''<span class="zenoTXHighlight0">Áb</span>''', eine Partikel, welche in gedoppelter Gestalt vorkommt.</div><p class="zenoPLm4n0">I.&nbsp;Für sich allein, und als ein eigenes Wort.</p><p class="zenoPLm4n0">1. Als ein Umstandswort, (a) eine Trennung, Absonderung zu bezeichnen; doch nur im gemeinen Leben. Der Kopf ist <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>. Kopf <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>! Hand <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>! (b) Für hinab, und figürlich, eine Entfernung zu bezeichnen, in Verbindung mit auf. Den Berg auf und <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> fahren, gehen, reiten, d.i. bald hinauf, bald hinab, und figürlich sich bald nähern, bald entfernen. Nach einer noch weitern Figur ist auf und <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> im gemeinen Leben so viel als ungefähr: zehn Thaler auf und <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>.</p><p class="zenoPLm4n0">2. Als eine Präposition, für von, an, vor und aus; in welcher Gestalt es im Hochdeutschen völlig veraltet ist, aber noch im Oberdeutschen lebt: <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> dem Wege kommen, <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> den Augen gehen, einen Gräuel <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>den Gtzen haben. Daher auch die gleichfalls nur Oberdeutschen Zusammensetzungen, abhinnen, von hinnen, bevorab, zumahl, hierab, hiervon, hieraus, worab, woraus, abhanden. (S. dieses Wort.) u.s.f.</p><p class="zenoPLm4n0">II.&nbsp;In der Zusammensetzung, in welcher Gestalt es im Hochdeutschen am üblichsten ist, und am häufigsten mit Verbis gebraucht wird. Es vertritt alsdann die Stelle des Vorwortes von, mit<ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0006 [6]]</ref> welchem keine Verba zusammen gesetzet werden können, und bezeichnet überhaupt eine Trennung und Absonderung, deren besondere Art durch das beygefügte Zeitwort näher bestimmt wird. Insbesondere aber,</p><p class="zenoPLm4n0">1) eine Entfernung von einem höhern Orte nach einem niedrigern, in welcher Bedeutung es für hinab, oder herab steht, wie in abfallen, abfließen, abhangen, abhängig, abklappen, abnehmen, für herab nehmen, absteigen u.s.f. Und hierher gehören auch die Umstandswörter bergab, herab, hinab und abwärts.</p><p class="zenoPLm4n0">2) Eine Entfernung von einem Orte, so wohl in eigentlicher als uneigentlicher Bedeutung, für weg, oder hinweg; als abgehen, abtreten, abreisen, abfahren, abstehen, abziehen u.s.f. in welchem Falle der ''terminus a quo'' als ein höher gelegener Ort voraus gesetzet wird. Hiermit ist,</p><p class="zenoPLm4n0">3) der Begriff der Trennung oder Absonderung verbunden, wie in abbeißen, abblasen, abpflücken, abbürsten, abstreifen, abschneiden u.s.f. wobey sich die Partikel <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> so wohl auf diejenige Sache beziehet, welche abgesondert wird, als auch metonymisch auf die, von welcher die Absonderung geschieht. Denn man sagt so wohl, den Staub abbürsten, (nehmlich von dem Kleide) als auch das Kleid abbürsten; die Federn abrupfen, (nehmlich der Gans) und die Gans abrupfen u.s.f. Doch läßt sich diese letztere Wortfügung nicht in allen Fällen gebrauchen, sondern nur da, wo der Gebrauch sie, um der Kürze willen, eingeführet hat. Ingleichen,</p><div class="zenoCOAdRight"><br>4) der Begriff der Erreichung, wie in abgehen, ablangen, absehen, abspannen u.s.f. durch gehen, langen, sehen, spannen erreichen. Aus diesen vier Bedeutungen, welche man als die eigentlichen ansehen kann, fließen folgende figürlichere:</div><p class="zenoPLm4n0">5) des Verminderns und Tilgens, wie in abbüßen, abarbeiten, abdienen, absitzen u.s.f. das ist, eine Schuld oder Strafe durch Buße, Dienste, Arbeit, Verhaft u.s.f. vermindern und bezahlen; ingleichen,</p><p class="zenoPLm4n0">6) des Entkräftens und Schwächens, als abängsten, abtreiben, (ein Vieh), sich abseufzen, sich abweinen u.s.f. Die meisten Zeitwörter dieser Art sind niedrig, und nur dem gemeinen Gebrauche zu überlassen.</p><p class="zenoPLm4n0">7) Der Nachbildung, der Übertragung der Gestalt einer Sache auf die andere, wie in abbilden, abmahlen, abschreiben, abzeichnen u.s.f.</p><p class="zenoPLm4n0">8) Der Vollendung, weil man von demjenigen abzulassen, oder sich zu entfernen pfleget, was seine Endschaft und Vollkommenheit erreicht hat, wie abfůttern, abkochen, abbrauen, absieden, abspeisen ''neutr.'' das Ableben u.s.f. Auch von diesen Zeitwörtern sind viele niedrig und nur im gemeinen Leben üblich. In andern ist der Begriff der Vollendung etwas versteckter, und da dienet das <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>,</p><p class="zenoPLm4n0">9) zum Theil die Bedeutung des darauf folgenden Zeitwortes zu verstärken, wie in abglühen, abprügeln, abscheiden, Abschied, abschließen (eine Rechnung), absondern, absterben, abwägen u.s.f. obgleich auch bey vielen dieser Zeitwörter der Begriff der Entfernung, Vollendung u.s.f. Statt findet. Endlich</p><p class="zenoPLm4n0">10) bezeichnet es auch vor einigen Wörtern, die nicht von Verbis herkommen, so viel als das Gegentheil dessen, womit es verbunden ist; wie in Abgott, Abgrund, Abgunst, abhold, abgeschmackt, wo die Bedeutung gleichfalls eine Figur der Entfernung ist.</p><p class="zenoPLm4n0">Anm. 1) In Ansehung der Conjugation gehöret <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> zu den trennbaren Partikeln, weil es sehr oft von seinem Verbo getrennt wird; ich messe <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>, maß <span class="zenoTXHighlight0">ab</span>, nicht ich abmesse, abmaß. Es hat daher auch allemahl den Hauptton: abbringen, Ábart, Ábbruch,<ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-01-0007 [7]]</ref> obgleich in solchen Fällen, wo auf das <span class="zenoTXHighlight0">ab</span> noch eine Partikel folgt, um der Länge des Wortes willen, das Verbum einen merklichern Nebenton bekommt als in andern Fällen: áberkénnen, ábgewínnen, ábverdíenen.</p><p class="zenoPLm4n0">2)<span class="zenoTXHighlight0">Ab</span>, Nieders. Holl. Goth. Schwed. und Dän. ''af,'' Angels. und Engl. ''of,'' Griech. απο und κφ, und Latein. ''<span class="zenoTXHighlight0">ab</span>, abs,'' ist ein sehr altes Stammwörtchen, welches in den meisten Sprachen angetroffen wird. Wenn es so viel als hinab bedeutet, so gebrauchen die Niedersachsen dafür ihr daal; als daalbreken, daalriten u.s.f. für abbrechen, abreißen. Luthers abe, welches in der Deutschen Bibel häufig vorkommt, ist veraltet.</p></div>{{Wörterbuch Eintrag Beziehungen}}
[[Kategorie:Einzelwort]]  
[[Kategorie:Einzelwort]]  
[[Kategorie:Verhältniswort]]
[[Kategorie:Verhältniswort]]

Aktuelle Version vom 24. Juli 2026, 13:59 Uhr

a- + -b ‘von … weg, herab von, los, fort, herunter, nieder’;

Werk: [[:{{{Werk}}}|{{{Werk}}}]]

Alternative forms

  • ā (not used before a vowel or h)
  • abs (Old Latin, exclusively before the pronoun tē)
  • af (Old Latin)
  • dē ab (Late Latin)

Etymology

Etymology tree


From Proto-Italic *ap, from Proto-Indo-European *h₂epó (“off, away”). The reconstruction of the Proto-Italic form is somewhat uncertain, as it's not clear when or how the final vowel of the PIE form was lost. The voicing of the final consonant to -b can be interpreted as an example of regular voicing of plosives in word-final position, as in fēced < *fēcet, a sound change that some reconstruct at the common Italic stage. Others explain -bhere as the result of analogical extension from clusters ending in a voiced consonant. The form ap- is attested in composition in Latin aperiō and Umbrian 𐌀𐌐𐌄𐌇𐌕𐌓𐌄 (apehtre).

Cognates

Pronunciation

  • (Classical Latin) IPA(key): [ˈab]
  • (modern Italianate Ecclesiastical) IPA(key): [ˈab]

Preposition

ab (+ ablative)

  1. (indicating ablation): from, away from, out of
  2. (indicating ablation): down from
  3. (indicating agency): (source of action or event) by, by means of
  4. (indicating instrumentality): (source of action or event) by, by means of, with
  5. (indicating association): to, with
  6. (indicating location): at, on, in
  7. (time) after, since
    Ab urbe conditā.
    From the founding of the City.

Usage notes

Used in conjunction with passive verbs to mark the agent.

  • Liber ā discipulō aperītur.
    The book is opened by the student.