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| == '''Deutsche Sprache''' ==
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| Die '''deutsche Sprache''' bzw. '''Deutsch'''; abgekürzt ''dt.'' oder ''dtsch.'') ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Plurizentrische_Sprache plurizentrische] [https://de.wikipedia.org/wiki/Westgermanische_Sprachen westgermanische Sprache], die weltweit etwa 90 bis 105 Millionen Menschen als [https://de.wikipedia.org/wiki/Muttersprache Muttersprache] und weiteren rund 80 Millionen als [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweitsprache Zweit-] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdsprache Fremdsprache] dient.
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| Ihr [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachraum Sprachgebiet] umfasst [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland Deutschland], [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich Österreich], die [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschschweiz Deutschschweiz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Liechtenstein Liechtenstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Luxemburg Luxemburg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ostbelgien Ostbelgien], [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdtirol Südtirol], das [https://de.wikipedia.org/wiki/Elsass Elsass] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothringen Lothringen] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Nordschleswig Nordschleswig]. Außerdem ist Deutsch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Minderheitensprache Minderheitensprache] in einigen europäischen und außereuropäischen Ländern, z. B. in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nien Rumänien] und [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika Südafrika] sowie [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsprache Nationalsprache] im afrikanischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Namibia Namibia]. Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union (EU).
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| Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Standardsprache Standardsprache], das ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Standarddeutsch Standarddeutsche]'', setzt sich aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Standardvariet%C3%A4t Standardvarietäten] der deutschen [https://de.wikipedia.org/wiki/Dachsprache Dachsprache] zusammen und ist das Ergebnis bewusster sprachplanerischer Eingriffe. Ursprünglich bestand der deutsche Sprachraum allein aus einer Vielzahl von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochdeutsche_Dialekte hochdeutschen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Dialekte niederdeutschen Mundarten] innerhalb eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Kontinentalwestgermanisches_Dialektkontinuum Dialektkontinuums].
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| Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Germanistik Germanistik] erforscht, dokumentiert und vermittelt die deutsche Sprache und Literatur in ihren historischen und gegenwärtigen Formen. Die deutsche Gegenwartssprache umfasst einer neueren Untersuchung nach mehr als fünf Millionen Wörter, fast ein Drittel mehr als noch vor 100 Jahren.
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| ¦↵¦ ger. *''þeuðō'', ahd. thiutisk (um 1000), mhd. diutisch, diutsch, ''tiutsch'', tiusch, (md.) dūdesch, dūtsch'','' dūsch, nhd. (häufig bis ins 16./17. Jh., gelegentlich noch 2. Hälfte 18. sowie 19. Jh.) ''teutsch'', asächs. ''thiudisc'', mnd. ''dǖdesch'', mnl. (holl.) ''duutsc'' (woraus engl. Dutch ‘holländisch’), nl. ''duits'', fläm. ''dietsc''; zu aengl. ''þēodisc'', got. ''þiudiskō'' sowie zu den ''skandinav''. Formen s. unten. In latinisierter Form erscheint das westger. Adjektiv bereits zur Zeit Karls des Großen (seit 786) als mlat. ''theodiscus'' ‘zum (eigenen) Volk gehörig’; zuerst auf sprachliche Verhältnisse bezogen, meint es den Gebrauch der ger. Volkssprache im Gegensatz zu Lat. und den roman. Sprachen, bezeichnet daher (im frühesten Beleg) auch das Aengl., dann das Frk. und wird später auch auf politische Verhältnisse angewandt.
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| Neben ''theodiscus'' erscheint seit etwa 880 als Reflex der ahd. Form (s. oben) auch mlat. ''diutiscus'', ''tiutiscus''. Die den germ. Formen und ihren Latinisierungen zugrundeliegenden Bildungen gehören als Zugehörigkeitsadjektive auf -''isk''- zu ger. *þeuðō ‘Volk’, ahd. ''thiota'', ''thiot'' (8. Jh.), mhd. ''diet'' (erhalten in Eigennamen wie Dietrich, Dietwald), asächs. ''thiod''(a), mnl. ''diet'', aengl. ''þēod'', anord. ''þjōð'', got. ''þiuda'' (s. auch deuten). Verwandt mit germ. *''þeuðō'' sind air. ''tūath''‘Volk, Stamm, Land’, lit. ''tautà'' ‘Volk, Nation, Land’. Diese Substantive gehören wie tausend (s. d.) zur Wurzel uig. *''tē̌u''-, *''teu̯ə''-, *''tū̌''- ‘schwellen’, bezeichnen ursprünglich also die ‘große (kraftvolle, mächtige) Menge’.
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| Die westger. Adjektivbildung ist vielleicht als Äquivalent für lat. vulgāris ‘allgemein, alltäglich, allbekannt’ (zu lat. ''vulgus'' ‘große Menge, Volk’) entstanden. Einmal belegtes got. ''þiudiskō'' Adv. ‘heidnisch’ ist unabhängig davon Übersetzung von griech. ''ethnikṓs'' (ἐθνικῶς), zu ''éthnos'' (ἔθνος) ‘Volk’, Plur. (biblisch) auch ‘Heiden’ (s. ethnisch und Heide<sup>1</sup> m.). Entsprechend übersetzt aengl. ''þēodisc'' ‘heidnisch’ lat. ''gentīlis'' (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Gentilgesellschaft Gentilgesellschaft]) in der kirchenlat. Bedeutung ‘heidnisch’ (zu lat. ''gentēs'' Plur., kirchenlat. ‘Heiden’). Offen bleibt die Frage, wieweit das substantivierte Adjektiv aengl. ''þēodisc'' n. ‘einheimische Sprache, Einzelsprache’ eine selbständige Bildung ist oder unter dem Einfluß des Kontinentalwestger. steht. Ein solcher ist zumindest in semantischer Hinsicht für die skandinav. Bildungen anord. ''þȳðverskr'', ''þȳzkr'', norw. schwed. dän. ''tysk'' ‘deutsch’ vorauszusetzen. Mlat. ''theodiscus'' wird Mitte des 11. Jhs. durch das konkurrierende mlat. ''teutonicus'' verdrängt (umgedeutet aus lat. ''Teutonicus'' ‘dem Stamm der ''Teutonen'' angehörend, germanisch’; der Name der ''Teutonen'' gehört gleichfalls zur hier behandelten Wortgruppe, weist in seiner antiken Lautform lat. ''Teutonī'', ''Teutonēs'' aber auf kelt. Umgestaltung). Anfang des 10. Jhs. werden sowohl mlat. ''theodiscus'' wie mlat. ''teutonicus'' auf die sprachlichen und politischen Verhältnisse des Ostfrankenreiches (und damit auf das mittelalterliche deutsche Reich) eingeschränkt. Die Wendung mit jmdm. deutsch (‘offen, unmißverständlich’) reden ist seit der 2. Hälfte des 15. Jhs. bezeugt.
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