„h“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „<div class="zenoCOMain"> == H == <div class="zenoCOAdRight"><ins class="adsbygoogle adsbygoogle-noablate" data-ad-client="ca-pub-2678391992761616" data-ad-height="250" data-ad-slot="4978495308" data-ad-width="300" data-adsbygoogle-status="done"><div id="aswift_0_host"><br></div></ins></div><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0865 [865]] '''H''', der achte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher ein dreyfaches Amt hat.</p><p class="ze…“ |
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< | * vgl. ħ ([[h]]-[[quer]]} [[Reduzierte Planck-Konstante]]<div class="zenoCOMain"><p>Phö. 08 𐤇 ḥēt, Chet</p><p>Ara. 08 ח Chet (Umschrift c, ch)</p><p>Gri.</p><p>Etr.</p><p>Lat. 08 [https://de.wikipedia.org/wiki/H H, h]</p><p>Rune 09 ᚻ / ᚺ [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagalaz haglaz] „Hagel“ h</p><p>Dt. 08 [https://de.wikipedia.org/wiki/H H, h]</p><p>Ursprung</p> | ||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Chet Chet] ist ein semitischer Guttural. Der Buchstabe leitet sich von der Darstellung einer Mauer oder eines Zaunes bzw. eines eingefriedeten Bereiches wie einem Innenhof her. Manche Quellen nennen auch eine Haarsträhne als möglichen piktographischen Ursprung. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe [https://de.wikipedia.org/wiki/Eta Eta]. Lateinische Entsprechung: [https://de.wikipedia.org/wiki/H H]. | |||
*In das [https://de.wikipedia.org/wiki/Griechisches_Alphabet griechische Alphabet] wurde der Buchstabe zuerst als ''Heta'' übernommen. Er stand für den Lautwert [h]. Im Phönizischen Alphabet waren diese Lautwerte ursprünglich dem Buchstaben He zugeordnet, die Griechen übernahmen diesen Buchstaben allerdings als [e]. Bis zum klassisch-griechischen änderte sich der Name und Lautwert des Buchstabens ein weiteres Mal: Aus dem Heta wurde das [https://de.wikipedia.org/wiki/Eta Eta], es stand nun für [eː]. | |||
*„'''H''' Der achte buchstabe des lateinischen, sowie des gothischen alphabets (in letzterem auch mit dem zahlwerte 8), der siebente des altnordischen runenalphabets […]. das h ist der jetzigen hochdeutschen sprache theils der reine hauchlaut (das h ist ein scharpffer athem, wie man in die hende haucht […]), theils hat es gar keinen phonetischen wert mehr, insofern es (z. b. in sehen, wehen, ziehen, blühen, hoher, floh) stumm geworden ist, theils steht es oft nur als zeichen der dehnung eines vocals, nicht einmal mehr mit etymologischem werte.“<sup>[1]</sup> | |||
*While [https://en.wikipedia.org/wiki/Etruscan_language Etruscan] and [https://en.wikipedia.org/wiki/Latin Latin] had /h/ as a [https://en.wikipedia.org/wiki/Phoneme phoneme], almost all [https://en.wikipedia.org/wiki/Romance_languages Romance languages] lost the sound—[https://en.wikipedia.org/wiki/Romanian_language Romanian] later re-borrowed the /h/ phoneme from its neighbouring Slavic languages, and [https://en.wikipedia.org/wiki/Spanish_language Spanish] developed a secondary /h/ from /f/, before losing it again; | |||
*Authorities disagree about the history of the letter's name. The [https://en.wikipedia.org/wiki/Oxford_English_Dictionary ''Oxford English Dictionary''] says the original name of the letter was [https://en.wikipedia.org/wiki/Help:IPA/Latin [ˈaha]] in Latin; this became [https://en.wikipedia.org/wiki/Help:IPA [ˈaka]] in Vulgar Latin, passed into English via Old French [https://en.wikipedia.org/wiki/Help:IPA [atʃ]], and by Middle English was pronounced [https://en.wikipedia.org/wiki/Help:IPA [aːtʃ]]. [https://en.wikipedia.org/wiki/The_American_Heritage_Dictionary_of_the_English_Language ''The American Heritage Dictionary of the English Language''] derives it from French ''hache'' from Latin ''haca'' or ''hic''. [https://en.wikipedia.org/wiki/Anatoly_Liberman Anatoly Liberman] suggests a conflation of two obsolete orderings of the alphabet, one with ''H'' immediately followed by ''K'' and the other without any ''K'': reciting the former's ''..., H, K, L,...'' as [...(h)a ka el ...] when reinterpreted for the latter ''..., H, L,...'' would imply a pronunciation [(h)a ka] for ''H''.<sup>[8]</sup> | |||
*'''Hagalaz''' (ᚺ) ist die neunte [https://de.wikipedia.org/wiki/Rune Rune] des älteren [https://de.wikipedia.org/wiki/Futhark Futhark] und die siebte Rune des [https://de.wikipedia.org/wiki/Runen#Das_j%C3%BCngere_Futhark:_Die_altnordische_Runenreihe altnordischen Runenalphabets]<sup>[1][2]</sup> mit dem Lautwert h. Der rekonstruierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Urgermanisch urgermanische] Name bedeutet „Hagel“. Diese Rune erscheint in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Runengedicht Runengedichten] als [https://de.wikipedia.org/wiki/Altnordisch altnordisch] ''hagall'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Altenglisch altenglisch] ''hægl'' bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotische_Sprache gotisch] ''haal''.<sup>[3]</sup> | |||
**The Elder Futhark letter has two variants, single-barred ᚺ and double-barred ᚻ. The double-barred variant is found in continental inscriptions while Scandinavian inscriptions have exclusively the single-barred variant. | |||
***The Anglo-Frisian [https://en.wikipedia.org/wiki/Anglo-Saxon_runes futhorc] in early inscriptions has the Scandinavian single-barred variant. From the 7th century, it is replaced by the continental double-barred variant, the first known instances being found on a [https://en.wikipedia.org/wiki/Harlingen,_Netherlands Harlingen] solidus (ca,. 575–625), and in the [https://en.wikipedia.org/wiki/Christogram Christogram] on [https://en.wikipedia.org/wiki/St._Cuthbert%27s_coffin St. Cuthbert's coffin]. | |||
*Verwendung | |||
**In the [https://en.wikipedia.org/wiki/German_language German language], the name of the letter is pronounced /haː/. Following a vowel, it often silently indicates that the vowel is long: In the word ''erhöhen'' ('heighten'), the second ⟨h⟩ is mute for most speakers outside of Switzerland. In 1901, a [https://en.wikipedia.org/wiki/Spelling_reform spelling reform] eliminated the silent ⟨h⟩ in nearly all instances of ⟨th⟩ in native German words such as ''thun'' ('to do') or ''Thür'' ('door'). It has been left unchanged in words derived from Greek, such as ''Theater'' ('theater') and ''Thron'' ('throne'), which continue to be spelled with ⟨th⟩ even after the last German spelling reform. | |||
**Im Deutschen wird das H in seiner Grundfunktion als Konsonantenbuchstabe verwendet, um den Laut [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_glottaler_Frikativ [h]] darzustellen, der jedoch nur im [https://de.wikipedia.org/wiki/Silbenanlaut Silbenanlaut] vor Vokalen vorkommt (Hand, holen, Anhalter). In einigen Wörtern wurde das H früher gesprochen, ist jedoch heute in den meisten Varietäten verstummt (sehen, gehen, hohe). Dies wirkte sich auf die Rechtschreibung aus, indem man lange Vokale, denen nie ein gesprochenes H folgte, mit einem geschriebenen h als lang markierte (Jahr, Vieh, Bahn). Des Weiteren wird das h im Deutschen in dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Digraph_(Linguistik) Digraphen] [https://de.wikipedia.org/wiki/Ch_(Digraph) ch] und dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Trigraph_(Linguistik) Trigraphen] [https://de.wikipedia.org/wiki/Sch_(Trigraph) sch] verwendet. | |||
**Ein lang gesprochenes I wird in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache deutschen Sprache] in der Regel mit ''ie'' (im Wortinnern und im Auslaut von Funktionswörtern) gekennzeichnet: ''lieben, Wiese, Ziel, Schiene, Biest, die, sie, wie''. Wenn in Erweiterungen ein [ə] folgt, wird ein Fugen-h gesetzt: ''Vieh, ziehen, wiehern, lieh''. Das Dehnungs-h anderer Grundformen wird beibehalten: ''stehlen - stiehlt''. | |||
== h, H == | |||
<div class="zenoCOAdRight"> <ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0865 [865]]</ref> '''h''', der achte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher ein dreyfaches Amt hat.</div> | |||
<p class="zenoPLm4n0">1. Ist er ein Buchstab im eigentlichsten und schärfsten Verstande, welcher einen etwas starken, aber doch nicht an den Gaumen angestoßenen Hauch ausdrucket, wo er gleichsam den Übergang der Selbstlauter zu den Mitlautern ausmacht, indem jene wahre, aber sehr gelinde Hauche sind. Um dieser Ursache willen ist auch das H von einigen Sprachlehrern ein Halb-Vocal genannt worden.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Es hat in dieser Gestalt einen doppelten Laut. Mit einem starken Hauche wird es zu Anfange eines Wortes ausgesprochen, wie in Habe, Haft, Hand, Herz, hoch, Hund u.s.f. mit einem schwächern aber in der Mitte zu Anfange einer Sylbe, besonders nach einem Vocale, wie in gehen, sehen, flehen, geschehen, nahe, Ehe, wehen, leihen, drohen, wiehern, Mühe, ruhen, Reihe u.s.f. wo es in manchen Gegenden so gelinde ausgesprochen wird, daß man es fast gar nicht höret. Ja die Niedersächsische Mundart, welche eine Feindinn des Hauches ist, und die mit ihr verwandten Sprachen, verbeißen es in der Mitte gar; Nieders. gaan, gehen, Schwed. ''gå,'' Engl. ''go,'' Holländ. ''gaen,''Niedersächs. teen, ziehen, scheen, geschehen, seen, sehen, Engl. ''see,'' Schwed. ''si,'' Holländ. ''sien;'' dagegen die Niedersachsen in manchen Wörtern statt des h ein i oder j hören lassen, wie in Moie, Moje, Mühe, bloien, blühen, Holländ. ''bloeyen,'' gloien, glühen u.s.f. Die Alemannische und einige andere Mundarten sprechen es auch in der Mitte, wenigstens in vielen Wörtern, mit einem so harten Hauche aus, der dem ch nahe kommt, sich für siehe, geschicht für geschiehet, Floch für Floh; und daher rühret es vermuthlich, daß es auch im Hochdeutschen in solchen Wörtern, wo der gedehnte Vocal in den geschärften verwandelt wird, wirklich in das ch übergehet, wohin Gesicht, sichtbar, von sehen, Flucht von fliehen, Geschichte von geschehen, Zucht von ziehen, Verzicht von verzeihen, u.a.m. gehören.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Die ältere Fränkische Mundart pflegte es gern dem l, r und w zu Anfange der Wörter vorzusetzen, da es denn vor dem l oft in das noch stärkere ch oder k überging; Hludewig, Chlodewig, Clodewig, Hlotharius, Chlotarius, Hrabanus, Hruodolf, Hwil, ein Rad u.s.f. Die Engländer sprechen ihr ''roh,'' wenn es ein Wort anfängt, noch so, und die Schweden schreiben es sogar; Schwed. ''Hwal,'' Walfisch, ''Hwalf,'' Gewölbe, ''hwar,'' wer, ''hwar,'' Engl. ''where,'' wo, ''hwerfwa,'' werfen, ''Hwete,'' Weitzen, ''Hwila,'' Weile, ''hwilken,'' Engl. ''which,'' welcher u.s.f. Dagegen gibt es ganze Völker, welchen die Aussprache dieses Buchstabens auch zu Anfange der Wörter sehr schwer ankommt, wohin besonders die Russen und Italiäner gehören. Das Beyspiel der letztern läßt vermuthen, daß auch ihre Vorfahren, die Lateiner, das ''h'' zu Anfange der Wörter sehr gelinde und vielleicht gar nicht ausgesprochen; daher es auch in der Lateinischen Prosodie für keinen Buchstaben gerechnet wird. Im Deutschen kann man ihm wegen seines bestimmten und merklichen Lautes die Eigenschaft eines wahren Buchstabens nicht absprechen.</p> | |||
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<p class="zenoPLm4n0">2. Das zweyte Amt des h ist, daß es zuweilen das Zeichen eines gedehnten Selbstlauters ist, und alsdann für sich nicht ausgesprochen wird. Dieses findet Statt am Ende einiger Wörter,[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0865 [865]] welche sich auf einen Selbstlaut endigen, wie in Stroh, froh, Schuh, Kuh, roh, Vieh, rauh, früh, eh für ehe, wo aber in manchen noch ein anderer Grund in der Abstammung liegt, und da dienet das h zugleich den stärkern Hauch des Stammwortes zu erkennen zu geben.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Noch häufiger wird dieses h in der Mitte vieler Wörter vor den vier flüssigen Selbstlautern l, m, n, r, zur Dehnung des vorher gehenden Selbstlauters gesetzet. So stehet es vor dem l, in Ahle, ''subula,'' fahl, Gemahl, das Mahl, mahlen, kahl, Stahl, Strahl, Wahl, Zahl, Pfahl, Fehl, fehlen, Kehle, Mehl, stehlen, hehlen, befehlen, Bohle, Kohl, Kohle, Stuhl, Sohle, hohl, hohlen, prahlen, Dohle, wohl, buhlen u.s.f. Vor dem m, in lahm, zahm, Ohm, Ahm, Ruhm, nehmen, ahmen, Rahm u.s.f. Vor dem n, in ahnden, Ahnen, Bahn, Fahne, Hahn, Huhn, Kahn, Krahn, Lahn, lehnen, mahnen, Sahne, Wahn, dehnen, sehnen, Sehne, ihn, ihnen, Hohn, Lohn, Mohn, ohne, Sohn, wohnen, Dohne, Frohn u.a.m. Und endlich vor dem r, in Bahre, (nach andern Baare,) wahr, bewahren, fahren, Fahrt, Gefahr, Jahr, Ehre, kehren, lehren, mehr, sehr, hehr, ihr, bohren, Ohr, Ruhr, Uhr, Fohre, der Gehren, begehren, gähren, Guhr u.s.f.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Da das h in diesen Fällen, wenigstens der gemeinsten Meinung nach, ein bloßes Zeichen des vorher gehenden gedehnten Selbstlauters ist, so verstehet es sich von sich selbst, daß es unnöthig ist, wenn ein Doppellaut vorher gehet, dessen Dehnung schon kenntlich genug ist. Man schreibt daher verlieren, ob man gleich das h in befiehlst und stiehlst beybehält, weil es aus befehlen und stehlen gebildet ist. Da ä, ö und ü keine Doppellauter, folglich auch nicht an und für sich gedehnt sind, so kann nach ihnen das h, wo es einmahl eingeführet ist, auch nicht für überflüssig gehalten werden. Man schreibt also ganz richtig. Ähre, jähnen, Mähne, Mühle, schmählen, schmählich, Mähre, Möhre, Höhle, Öhl, Röhre, Bühne, fühlen, führen, wühlen, kühl u.s.f.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Indessen ist diese Regel nicht allgemein, weil man wenigstens eben so viel Wörter hat, wo der gedehnte Selbstlaut vor den flüssigen Mitlautern kein h aufweisen kann. Dergleichen sind, z.B. die Endungen -sal, -sam, -bar, die Wörter dar, klar, Krone, bequem, Blume, (wo über dieß noch die Abstammung von blühen es erfordern sollte,) gar, Gram, schal, schmal, Schnur, Flur, Spur, Hure, schonen, Schwan, Schwur, schwören, Span, Plan, Bär, hämisch, schon, sparen, stören, die Sylbe ur-, und hundert andere mehr. In andern wird der Selbstlaut verdoppelt, wie in Aal, Heer, Waare, Haar, leer, Theer, Meer, Beere u.s.f. und was die Endung betrifft, in See, Schnee, Klee u.a.m. Diese Ungleichheit ist wichtig, und beweiset nebst dem Mangel dieses h in so vielen andern gedehnten Sylben sehr deutlich daß es in den Fällen, wo es eingeführet worden, etwas mehr als ein bloßes Zeichen der Dehnung ist, wofür es von allen Sprachlehrern gehalten wird. Merkwürdig ist dabey, daß es nur vor den vier flüssigen Mitlautern l, m, n und r angenommen worden; denn in Fehde, welches vielleicht das einzige Wort von dem Gegentheile ist, hat es einen unläugbaren etymologischen Grund, und[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0866 [866]] erhält die Verwandtschaft mit fechten. S. die Orthographie, wo dieses umständlicher ausgeführet worden.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Den Alten war dieses so genannte Dehnungs h völlig unbekannt, und man findet es bey ihnen so wenig, als es die Dänen, Schweden und andere Völker kennen. Auch die Niedersachsen wollen nichts davon wissen. Erst im 15ten Jahrhunderte kommt es, doch nur noch sehr einzeln, zum Vorscheine. In der ersten Hälfte des 16ten findet man es auch noch sehr selten; aber in der zweyten Hälfte, da man mehr auf die grammatische Richtigkeit seiner Muttersprache zu sehen anfing, ward es häufiger und nach und nach allgemein.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">3. Dienet endlich auch das h den härtern Laut einiger Buchstaben und besonders des c, wenn es wie ein k lauten sollte, des p, und t zu mildern, oder vielmehr mit denselben gewisse Laute auszudrucken, für welche wir keine eigene einfache Zeichen haben, S. Ch, Ph und Th. Von dem h, welches in einigen wenigen Fällen dem r beygefüget wird, S. R.</p></div> | |||
<div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div> | |||
<div class="zenoCOFooterLineRight">Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 865-867.</div></div> | |||
<div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Permalink:</div> | |||
<div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/nid/20000209511 http://www.zeno.org/nid/20000209511]</div></div> | |||
<div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Lizenz:</div> | |||
<div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</div></div> | |||
<div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Faksimiles:</div> | |||
<div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0865 865] | [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0866 866] | [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-0867 867]</div></div> | |||
<div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Kategorien:</div> | |||
<div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</div></div></div> | |||
Aktuelle Version vom 4. März 2026, 11:54 Uhr
h
- vgl. ħ (h-quer} Reduzierte Planck-Konstante
- Chet ist ein semitischer Guttural. Der Buchstabe leitet sich von der Darstellung einer Mauer oder eines Zaunes bzw. eines eingefriedeten Bereiches wie einem Innenhof her. Manche Quellen nennen auch eine Haarsträhne als möglichen piktographischen Ursprung. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Eta. Lateinische Entsprechung: H.
- In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe zuerst als Heta übernommen. Er stand für den Lautwert [h]. Im Phönizischen Alphabet waren diese Lautwerte ursprünglich dem Buchstaben He zugeordnet, die Griechen übernahmen diesen Buchstaben allerdings als [e]. Bis zum klassisch-griechischen änderte sich der Name und Lautwert des Buchstabens ein weiteres Mal: Aus dem Heta wurde das Eta, es stand nun für [eː].
- „H Der achte buchstabe des lateinischen, sowie des gothischen alphabets (in letzterem auch mit dem zahlwerte 8), der siebente des altnordischen runenalphabets […]. das h ist der jetzigen hochdeutschen sprache theils der reine hauchlaut (das h ist ein scharpffer athem, wie man in die hende haucht […]), theils hat es gar keinen phonetischen wert mehr, insofern es (z. b. in sehen, wehen, ziehen, blühen, hoher, floh) stumm geworden ist, theils steht es oft nur als zeichen der dehnung eines vocals, nicht einmal mehr mit etymologischem werte.“[1]
- While Etruscan and Latin had /h/ as a phoneme, almost all Romance languages lost the sound—Romanian later re-borrowed the /h/ phoneme from its neighbouring Slavic languages, and Spanish developed a secondary /h/ from /f/, before losing it again;
- Authorities disagree about the history of the letter's name. The Oxford English Dictionary says the original name of the letter was [ˈaha] in Latin; this became [ˈaka] in Vulgar Latin, passed into English via Old French [atʃ], and by Middle English was pronounced [aːtʃ]. The American Heritage Dictionary of the English Language derives it from French hache from Latin haca or hic. Anatoly Liberman suggests a conflation of two obsolete orderings of the alphabet, one with H immediately followed by K and the other without any K: reciting the former's ..., H, K, L,... as [...(h)a ka el ...] when reinterpreted for the latter ..., H, L,... would imply a pronunciation [(h)a ka] for H.[8]
- Hagalaz (ᚺ) ist die neunte Rune des älteren Futhark und die siebte Rune des altnordischen Runenalphabets[1][2] mit dem Lautwert h. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Hagel“. Diese Rune erscheint in den Runengedichten als altnordisch hagall, altenglisch hægl bzw. gotisch haal.[3]
- The Elder Futhark letter has two variants, single-barred ᚺ and double-barred ᚻ. The double-barred variant is found in continental inscriptions while Scandinavian inscriptions have exclusively the single-barred variant.
- The Anglo-Frisian futhorc in early inscriptions has the Scandinavian single-barred variant. From the 7th century, it is replaced by the continental double-barred variant, the first known instances being found on a Harlingen solidus (ca,. 575–625), and in the Christogram on St. Cuthbert's coffin.
- The Elder Futhark letter has two variants, single-barred ᚺ and double-barred ᚻ. The double-barred variant is found in continental inscriptions while Scandinavian inscriptions have exclusively the single-barred variant.
- Verwendung
- In the German language, the name of the letter is pronounced /haː/. Following a vowel, it often silently indicates that the vowel is long: In the word erhöhen ('heighten'), the second ⟨h⟩ is mute for most speakers outside of Switzerland. In 1901, a spelling reform eliminated the silent ⟨h⟩ in nearly all instances of ⟨th⟩ in native German words such as thun ('to do') or Thür ('door'). It has been left unchanged in words derived from Greek, such as Theater ('theater') and Thron ('throne'), which continue to be spelled with ⟨th⟩ even after the last German spelling reform.
- Im Deutschen wird das H in seiner Grundfunktion als Konsonantenbuchstabe verwendet, um den Laut [h] darzustellen, der jedoch nur im Silbenanlaut vor Vokalen vorkommt (Hand, holen, Anhalter). In einigen Wörtern wurde das H früher gesprochen, ist jedoch heute in den meisten Varietäten verstummt (sehen, gehen, hohe). Dies wirkte sich auf die Rechtschreibung aus, indem man lange Vokale, denen nie ein gesprochenes H folgte, mit einem geschriebenen h als lang markierte (Jahr, Vieh, Bahn). Des Weiteren wird das h im Deutschen in dem Digraphen ch und dem Trigraphen sch verwendet.
- Ein lang gesprochenes I wird in der deutschen Sprache in der Regel mit ie (im Wortinnern und im Auslaut von Funktionswörtern) gekennzeichnet: lieben, Wiese, Ziel, Schiene, Biest, die, sie, wie. Wenn in Erweiterungen ein [ə] folgt, wird ein Fugen-h gesetzt: Vieh, ziehen, wiehern, lieh. Das Dehnungs-h anderer Grundformen wird beibehalten: stehlen - stiehlt.
h, H
1. Ist er ein Buchstab im eigentlichsten und schärfsten Verstande, welcher einen etwas starken, aber doch nicht an den Gaumen angestoßenen Hauch ausdrucket, wo er gleichsam den Übergang der Selbstlauter zu den Mitlautern ausmacht, indem jene wahre, aber sehr gelinde Hauche sind. Um dieser Ursache willen ist auch das H von einigen Sprachlehrern ein Halb-Vocal genannt worden.
Es hat in dieser Gestalt einen doppelten Laut. Mit einem starken Hauche wird es zu Anfange eines Wortes ausgesprochen, wie in Habe, Haft, Hand, Herz, hoch, Hund u.s.f. mit einem schwächern aber in der Mitte zu Anfange einer Sylbe, besonders nach einem Vocale, wie in gehen, sehen, flehen, geschehen, nahe, Ehe, wehen, leihen, drohen, wiehern, Mühe, ruhen, Reihe u.s.f. wo es in manchen Gegenden so gelinde ausgesprochen wird, daß man es fast gar nicht höret. Ja die Niedersächsische Mundart, welche eine Feindinn des Hauches ist, und die mit ihr verwandten Sprachen, verbeißen es in der Mitte gar; Nieders. gaan, gehen, Schwed. gå, Engl. go, Holländ. gaen,Niedersächs. teen, ziehen, scheen, geschehen, seen, sehen, Engl. see, Schwed. si, Holländ. sien; dagegen die Niedersachsen in manchen Wörtern statt des h ein i oder j hören lassen, wie in Moie, Moje, Mühe, bloien, blühen, Holländ. bloeyen, gloien, glühen u.s.f. Die Alemannische und einige andere Mundarten sprechen es auch in der Mitte, wenigstens in vielen Wörtern, mit einem so harten Hauche aus, der dem ch nahe kommt, sich für siehe, geschicht für geschiehet, Floch für Floh; und daher rühret es vermuthlich, daß es auch im Hochdeutschen in solchen Wörtern, wo der gedehnte Vocal in den geschärften verwandelt wird, wirklich in das ch übergehet, wohin Gesicht, sichtbar, von sehen, Flucht von fliehen, Geschichte von geschehen, Zucht von ziehen, Verzicht von verzeihen, u.a.m. gehören.
Die ältere Fränkische Mundart pflegte es gern dem l, r und w zu Anfange der Wörter vorzusetzen, da es denn vor dem l oft in das noch stärkere ch oder k überging; Hludewig, Chlodewig, Clodewig, Hlotharius, Chlotarius, Hrabanus, Hruodolf, Hwil, ein Rad u.s.f. Die Engländer sprechen ihr roh, wenn es ein Wort anfängt, noch so, und die Schweden schreiben es sogar; Schwed. Hwal, Walfisch, Hwalf, Gewölbe, hwar, wer, hwar, Engl. where, wo, hwerfwa, werfen, Hwete, Weitzen, Hwila, Weile, hwilken, Engl. which, welcher u.s.f. Dagegen gibt es ganze Völker, welchen die Aussprache dieses Buchstabens auch zu Anfange der Wörter sehr schwer ankommt, wohin besonders die Russen und Italiäner gehören. Das Beyspiel der letztern läßt vermuthen, daß auch ihre Vorfahren, die Lateiner, das h zu Anfange der Wörter sehr gelinde und vielleicht gar nicht ausgesprochen; daher es auch in der Lateinischen Prosodie für keinen Buchstaben gerechnet wird. Im Deutschen kann man ihm wegen seines bestimmten und merklichen Lautes die Eigenschaft eines wahren Buchstabens nicht absprechen.
2. Das zweyte Amt des h ist, daß es zuweilen das Zeichen eines gedehnten Selbstlauters ist, und alsdann für sich nicht ausgesprochen wird. Dieses findet Statt am Ende einiger Wörter,[865] welche sich auf einen Selbstlaut endigen, wie in Stroh, froh, Schuh, Kuh, roh, Vieh, rauh, früh, eh für ehe, wo aber in manchen noch ein anderer Grund in der Abstammung liegt, und da dienet das h zugleich den stärkern Hauch des Stammwortes zu erkennen zu geben.
Noch häufiger wird dieses h in der Mitte vieler Wörter vor den vier flüssigen Selbstlautern l, m, n, r, zur Dehnung des vorher gehenden Selbstlauters gesetzet. So stehet es vor dem l, in Ahle, subula, fahl, Gemahl, das Mahl, mahlen, kahl, Stahl, Strahl, Wahl, Zahl, Pfahl, Fehl, fehlen, Kehle, Mehl, stehlen, hehlen, befehlen, Bohle, Kohl, Kohle, Stuhl, Sohle, hohl, hohlen, prahlen, Dohle, wohl, buhlen u.s.f. Vor dem m, in lahm, zahm, Ohm, Ahm, Ruhm, nehmen, ahmen, Rahm u.s.f. Vor dem n, in ahnden, Ahnen, Bahn, Fahne, Hahn, Huhn, Kahn, Krahn, Lahn, lehnen, mahnen, Sahne, Wahn, dehnen, sehnen, Sehne, ihn, ihnen, Hohn, Lohn, Mohn, ohne, Sohn, wohnen, Dohne, Frohn u.a.m. Und endlich vor dem r, in Bahre, (nach andern Baare,) wahr, bewahren, fahren, Fahrt, Gefahr, Jahr, Ehre, kehren, lehren, mehr, sehr, hehr, ihr, bohren, Ohr, Ruhr, Uhr, Fohre, der Gehren, begehren, gähren, Guhr u.s.f.
Da das h in diesen Fällen, wenigstens der gemeinsten Meinung nach, ein bloßes Zeichen des vorher gehenden gedehnten Selbstlauters ist, so verstehet es sich von sich selbst, daß es unnöthig ist, wenn ein Doppellaut vorher gehet, dessen Dehnung schon kenntlich genug ist. Man schreibt daher verlieren, ob man gleich das h in befiehlst und stiehlst beybehält, weil es aus befehlen und stehlen gebildet ist. Da ä, ö und ü keine Doppellauter, folglich auch nicht an und für sich gedehnt sind, so kann nach ihnen das h, wo es einmahl eingeführet ist, auch nicht für überflüssig gehalten werden. Man schreibt also ganz richtig. Ähre, jähnen, Mähne, Mühle, schmählen, schmählich, Mähre, Möhre, Höhle, Öhl, Röhre, Bühne, fühlen, führen, wühlen, kühl u.s.f.
Indessen ist diese Regel nicht allgemein, weil man wenigstens eben so viel Wörter hat, wo der gedehnte Selbstlaut vor den flüssigen Mitlautern kein h aufweisen kann. Dergleichen sind, z.B. die Endungen -sal, -sam, -bar, die Wörter dar, klar, Krone, bequem, Blume, (wo über dieß noch die Abstammung von blühen es erfordern sollte,) gar, Gram, schal, schmal, Schnur, Flur, Spur, Hure, schonen, Schwan, Schwur, schwören, Span, Plan, Bär, hämisch, schon, sparen, stören, die Sylbe ur-, und hundert andere mehr. In andern wird der Selbstlaut verdoppelt, wie in Aal, Heer, Waare, Haar, leer, Theer, Meer, Beere u.s.f. und was die Endung betrifft, in See, Schnee, Klee u.a.m. Diese Ungleichheit ist wichtig, und beweiset nebst dem Mangel dieses h in so vielen andern gedehnten Sylben sehr deutlich daß es in den Fällen, wo es eingeführet worden, etwas mehr als ein bloßes Zeichen der Dehnung ist, wofür es von allen Sprachlehrern gehalten wird. Merkwürdig ist dabey, daß es nur vor den vier flüssigen Mitlautern l, m, n und r angenommen worden; denn in Fehde, welches vielleicht das einzige Wort von dem Gegentheile ist, hat es einen unläugbaren etymologischen Grund, und[866] erhält die Verwandtschaft mit fechten. S. die Orthographie, wo dieses umständlicher ausgeführet worden.
Den Alten war dieses so genannte Dehnungs h völlig unbekannt, und man findet es bey ihnen so wenig, als es die Dänen, Schweden und andere Völker kennen. Auch die Niedersachsen wollen nichts davon wissen. Erst im 15ten Jahrhunderte kommt es, doch nur noch sehr einzeln, zum Vorscheine. In der ersten Hälfte des 16ten findet man es auch noch sehr selten; aber in der zweyten Hälfte, da man mehr auf die grammatische Richtigkeit seiner Muttersprache zu sehen anfing, ward es häufiger und nach und nach allgemein.
3. Dienet endlich auch das h den härtern Laut einiger Buchstaben und besonders des c, wenn es wie ein k lauten sollte, des p, und t zu mildern, oder vielmehr mit denselben gewisse Laute auszudrucken, für welche wir keine eigene einfache Zeichen haben, S. Ch, Ph und Th. Von dem h, welches in einigen wenigen Fällen dem r beygefüget wird, S. R.