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„Denken“ – Versionsunterschied

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[[denken]]<p>Unter '''Denken''' werden alle (psychologischen) Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Vorstellung Vorstellungen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerung_(Psychologie) Erinnerungen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) Begriffen] eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnis Erkenntnis] zu formen versuchen.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-1 [1]]</sup> [https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstsein Bewusst] werden dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht aber die Denkprozesse, die sie hervorbringen.<sup id="cite_ref-Eysenck_394_2-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-Eysenck_394-2 [2]]</sup></p><p>Denken wird allgemein von Wahrnehmung und [https://de.wikipedia.org/wiki/Intuition Intuition] unterschieden. Dies wird in der Regel damit begründet, dass Wahrnehmung und Intuition unbegrifflich seien, [https://de.wikipedia.org/wiki/Gedanken Gedanken] jedoch als begrifflich oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Proposition_(Linguistik) propositional]aufgefasst werden. Denken kann auf einem Einfall basieren, spontan durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Emotion Gefühle], [https://de.wikipedia.org/wiki/Situation Situationen], Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst werden, oder es wird abstrakt-konstruktiv entwickelt. ''Automatisches'' Denken, das unbewusst, absichtslos, unwillkürlich und mühelos abläuft, kann unterschieden werden von ''kontrolliertem'' Denken, das bewusst, absichtlich, freiwillig und aufwendig ist.<sup id="cite_ref-Aronson57_3-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-Aronson57-3 [3]]</sup> Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Umgangssprache Umgangssprache] zeigt Denken sowohl in der aktiven Form: „Ich denke“ als auch in einer passiven, wahrnehmenden: „Ich habe einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gedanke Gedanken] / eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Idee Idee] / eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Vorstellung Vorstellung]“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Kahneman Daniel Kahneman] unterscheidet ebenfalls ein „System 1“, das automatisch und schnell, mit geringer oder keiner Anstrengung und ohne bewusste Kontrolle arbeitet, vom „System 2“, das denjenigen mühevollen mentalen Aktivitäten, die Aufmerksamkeit erfordern, diese zuweist. Die Tätigkeiten des zweiten Systems werden häufig assoziiert mit Urheberschaft, Wahlfreiheit und Konzentration.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-4 [4]]</sup></p><p>Wie Denken im Einzelnen geschieht, ist Forschungsgegenstand verschiedener Disziplinen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenssoziologie Wissenssoziologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnologie Ethnologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie Psychologie] (insbesondere [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkpsychologie Denkpsychologie]) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitionswissenschaft Kognitionswissenschaft] betrachten das Denken höchst unterschiedlich. Einige versuchen, deskriptiv die vorliegenden Formen des Denkens zu beschreiben und bestimmte Muster und [https://de.wikipedia.org/wiki/Heuristik Heuristiken] zu finden, denen das Denken von Individuen oder Gruppen im Allgemeinen, gruppenspezifisch oder im Einzelfall folgt. Diese Formen können wiederum in der Perspektive der Soziologie, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Psychologie allgemeinen Psychologie], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitspsychologie Persönlichkeitspsychologie] oder in kognitionswissenschaftlichen Modellen betrachtet werden. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Gehirnforschung Gehirnforschung] und verwandte Fachbereiche untersuchen die psychologischen, neuronalen und biochemischen Mechanismen, die dem konkreten Vorgang des Denkens zugrunde liegen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie Erkenntnistheorie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie Spieltheorie], Logik und Denkpsychologie untersuchen, welchen Regeln das Denken folgen muss, um Wahrnehmungen sinnstiftend zu verarbeiten, zu wahren Überzeugungen zu gelangen oder um korrekt Probleme zu lösen oder Schlüsse zu ziehen.</p>
<p>Unter '''Denken''' werden alle (psychologischen) Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Vorstellung Vorstellungen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerung_(Psychologie) Erinnerungen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) Begriffen] eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnis Erkenntnis] zu formen versuchen.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-1 [1]]</sup> [https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstsein Bewusst] werden dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht aber die Denkprozesse, die sie hervorbringen.<sup id="cite_ref-Eysenck_394_2-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-Eysenck_394-2 [2]]</sup></p><p>Denken wird allgemein von Wahrnehmung und [https://de.wikipedia.org/wiki/Intuition Intuition] unterschieden. Dies wird in der Regel damit begründet, dass Wahrnehmung und Intuition unbegrifflich seien, [https://de.wikipedia.org/wiki/Gedanken Gedanken] jedoch als begrifflich oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Proposition_(Linguistik) propositional]aufgefasst werden. Denken kann auf einem Einfall basieren, spontan durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Emotion Gefühle], [https://de.wikipedia.org/wiki/Situation Situationen], Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst werden, oder es wird abstrakt-konstruktiv entwickelt. ''Automatisches'' Denken, das unbewusst, absichtslos, unwillkürlich und mühelos abläuft, kann unterschieden werden von ''kontrolliertem'' Denken, das bewusst, absichtlich, freiwillig und aufwendig ist.<sup id="cite_ref-Aronson57_3-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-Aronson57-3 [3]]</sup> Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Umgangssprache Umgangssprache] zeigt Denken sowohl in der aktiven Form: „Ich denke“ als auch in einer passiven, wahrnehmenden: „Ich habe einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gedanke Gedanken] / eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Idee Idee] / eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Vorstellung Vorstellung]“. [https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Kahneman Daniel Kahneman] unterscheidet ebenfalls ein „System 1“, das automatisch und schnell, mit geringer oder keiner Anstrengung und ohne bewusste Kontrolle arbeitet, vom „System 2“, das denjenigen mühevollen mentalen Aktivitäten, die Aufmerksamkeit erfordern, diese zuweist. Die Tätigkeiten des zweiten Systems werden häufig assoziiert mit Urheberschaft, Wahlfreiheit und Konzentration.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Nachdenken#cite_note-4 [4]]</sup></p><p>Wie Denken im Einzelnen geschieht, ist Forschungsgegenstand verschiedener Disziplinen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenssoziologie Wissenssoziologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnologie Ethnologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie Psychologie] (insbesondere [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkpsychologie Denkpsychologie]) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitionswissenschaft Kognitionswissenschaft] betrachten das Denken höchst unterschiedlich. Einige versuchen, deskriptiv die vorliegenden Formen des Denkens zu beschreiben und bestimmte Muster und [https://de.wikipedia.org/wiki/Heuristik Heuristiken] zu finden, denen das Denken von Individuen oder Gruppen im Allgemeinen, gruppenspezifisch oder im Einzelfall folgt. Diese Formen können wiederum in der Perspektive der Soziologie, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Psychologie allgemeinen Psychologie], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitspsychologie Persönlichkeitspsychologie] oder in kognitionswissenschaftlichen Modellen betrachtet werden. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Gehirnforschung Gehirnforschung] und verwandte Fachbereiche untersuchen die psychologischen, neuronalen und biochemischen Mechanismen, die dem konkreten Vorgang des Denkens zugrunde liegen. [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie Erkenntnistheorie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie Spieltheorie], Logik und Denkpsychologie untersuchen, welchen Regeln das Denken folgen muss, um Wahrnehmungen sinnstiftend zu verarbeiten, zu wahren Überzeugungen zu gelangen oder um korrekt Probleme zu lösen oder Schlüsse zu ziehen.</p>

Aktuelle Version vom 28. Januar 2024, 18:27 Uhr

denken

Unter Denken werden alle (psychologischen) Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen versuchen.[1] Bewusst werden dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht aber die Denkprozesse, die sie hervorbringen.[2]

Denken wird allgemein von Wahrnehmung und Intuition unterschieden. Dies wird in der Regel damit begründet, dass Wahrnehmung und Intuition unbegrifflich seien, Gedanken jedoch als begrifflich oder propositionalaufgefasst werden. Denken kann auf einem Einfall basieren, spontan durch Gefühle, Situationen, Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst werden, oder es wird abstrakt-konstruktiv entwickelt. Automatisches Denken, das unbewusst, absichtslos, unwillkürlich und mühelos abläuft, kann unterschieden werden von kontrolliertem Denken, das bewusst, absichtlich, freiwillig und aufwendig ist.[3] Die Umgangssprache zeigt Denken sowohl in der aktiven Form: „Ich denke“ als auch in einer passiven, wahrnehmenden: „Ich habe einen Gedanken / eine Idee / eine Vorstellung“. Daniel Kahneman unterscheidet ebenfalls ein „System 1“, das automatisch und schnell, mit geringer oder keiner Anstrengung und ohne bewusste Kontrolle arbeitet, vom „System 2“, das denjenigen mühevollen mentalen Aktivitäten, die Aufmerksamkeit erfordern, diese zuweist. Die Tätigkeiten des zweiten Systems werden häufig assoziiert mit Urheberschaft, Wahlfreiheit und Konzentration.[4]

Wie Denken im Einzelnen geschieht, ist Forschungsgegenstand verschiedener Disziplinen. Wissenssoziologie, Ethnologie, Psychologie (insbesondere Denkpsychologie) und Kognitionswissenschaft betrachten das Denken höchst unterschiedlich. Einige versuchen, deskriptiv die vorliegenden Formen des Denkens zu beschreiben und bestimmte Muster und Heuristiken zu finden, denen das Denken von Individuen oder Gruppen im Allgemeinen, gruppenspezifisch oder im Einzelfall folgt. Diese Formen können wiederum in der Perspektive der Soziologie, der allgemeinen Psychologie, der Persönlichkeitspsychologie oder in kognitionswissenschaftlichen Modellen betrachtet werden. Die Gehirnforschung und verwandte Fachbereiche untersuchen die psychologischen, neuronalen und biochemischen Mechanismen, die dem konkreten Vorgang des Denkens zugrunde liegen. Erkenntnistheorie, Spieltheorie, Logik und Denkpsychologie untersuchen, welchen Regeln das Denken folgen muss, um Wahrnehmungen sinnstiftend zu verarbeiten, zu wahren Überzeugungen zu gelangen oder um korrekt Probleme zu lösen oder Schlüsse zu ziehen.