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„Essenz“ – Versionsunterschied

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''[[essēns]]'' {{lat.-dt.}} {{Wrtdtng}} Essenz entspricht "reinster Stoff", Stoff in seinem Sein in "Reinheit, Klarheit, Unverfälschtheit"; das stoffliche Dasein, das ist, ohne mit Anderem verunreinigt oder vermengt zu sein;  
''[[essēns]]'' [[Sprachstufe::lat.-deu.]] {{Wrtdtng}} Essenz entspricht "reinster Stoff", Stoff in seinem Sein in "Reinheit, Klarheit, Unverfälschtheit"; das stoffliche Dasein, das ist, ohne mit Anderem verunreinigt oder vermengt zu sein;  


{{Anm. KF}} wrtl. 'seiens', [[a.s.]] 'seiend', das Sein des sein, verdinglicht das '[[Seiende]]', Essenz wird oft als ''[[Seinheit]]'' oder ''[[Wesenheit]]'' übersetzt. "[[Seinheit]]" aufgrund von ''[[-heit]]'', dem früher eigenständigen ''[[Heit]]'' mit der Bedeutung 'Wesen' entspricht 'Seinheit' dem "Sein-Wesen" zu sagen, aus ''[[wesen]]'' 'wohnen, wo sein, …' heraus entstand ''[[Wesen]]'' und verdrängte ''Heit'' im Sprachgebrauch, somit Wesenheit zu sagen so ist, als würde man "Wesen-Wesen" sagen.  
{{Anm. KF}} wrtl. 'seiens', [[a.s.]] 'seiend', das Sein des sein, verdinglicht das '[[Seiende]]', Essenz wird oft als ''[[Seinheit]]'' oder ''[[Wesenheit]]'' übersetzt. "[[Seinheit]]" aufgrund von ''[[-heit]]'', dem früher eigenständigen ''[[Heit]]'' mit der Bedeutung 'Wesen' entspricht 'Seinheit' dem "Sein-Wesen" zu sagen, aus ''[[wesen]]'' 'wohnen, wo sein, …' heraus entstand ''[[Wesen]]'' und verdrängte ''Heit'' im Sprachgebrauch, somit Wesenheit zu sagen so ist, als würde man "Wesen-Wesen" sagen.  
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*** einer Ableitung von einem nicht üblichen Part. Präs. *''[[essēns]]'' (Genitiv *essentis)  
*** einer Ableitung von einem nicht üblichen Part. Präs. *''[[essēns]]'' (Genitiv *essentis)  
**** zu lat. ''[[esse]]'' ‘sein’, die gleichbed.  
**** zu lat. ''[[esse]]'' ‘sein’, die gleichbed.  
***** griech. ūsía, agrie. ''[[ousía]]'' ([[οὐσία]]) 'das Sein',  
***** griech. ūsía, agr. ''[[ousía]]'' ([[οὐσία]]) 'das Sein',  
****** Abstraktbildung zu griech. [[ṓn]], Fem. ū́sa, [[oûsa]] (ὤν, [[οὖσα]]) ‘seiend’, wiedergibt.  
****** Abstraktbildung zu griech. [[ṓn]], Fem. ū́sa, [[oûsa]] (ὤν, [[οὖσα]]) ‘seiend’, wiedergibt.  
****** Essenz bzw. essentia begegnet zunächst als Ausdruck der Philosophie und Theologie, wird dann in die Sprache der Alchimisten (‘konzentrierte Lösung’) und von dort in die Chemie übernommen.
****** Essenz bzw. essentia begegnet zunächst als Ausdruck der Philosophie und Theologie, wird dann in die Sprache der Alchimisten (‘konzentrierte Lösung’) und von dort in die Chemie übernommen.
*** ¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁es-|''*h₁es-'']] "sein"</em>;
*** ¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁es-|''*h₁es-'']] "sein"</em>;

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 06:29 Uhr

essēns lat.-deu. Wrtdtng: Essenz entspricht "reinster Stoff", Stoff in seinem Sein in "Reinheit, Klarheit, Unverfälschtheit"; das stoffliche Dasein, das ist, ohne mit Anderem verunreinigt oder vermengt zu sein;

Anm. KF: wrtl. 'seiens', a.s. 'seiend', das Sein des sein, verdinglicht das 'Seiende', Essenz wird oft als Seinheit oder Wesenheit übersetzt. "Seinheit" aufgrund von -heit, dem früher eigenständigen Heit mit der Bedeutung 'Wesen' entspricht 'Seinheit' dem "Sein-Wesen" zu sagen, aus wesen 'wohnen, wo sein, …' heraus entstand Wesen und verdrängte Heit im Sprachgebrauch, somit Wesenheit zu sagen so ist, als würde man "Wesen-Wesen" sagen.

  • Essenz f. ‘Wesen, konzentrierte Lösung aus organischen Stoffen’.
  • Spätmhd. essenzie ‘Wesen, Wesenheit’ wird aus lat. essentia ‘das Sein, Seiende, Wesen, Substanz’ entlehnt,
    • Anm. KF:somit Essenz als ''Wesen eines Ding', s. Wesen (Philosophie)
      • einer Ableitung von einem nicht üblichen Part. Präs. *essēns (Genitiv *essentis)
        • zu lat. esse ‘sein’, die gleichbed.
          • griech. ūsía, agr. ousía (οὐσία) 'das Sein',
            • Abstraktbildung zu griech. ṓn, Fem. ū́sa, oûsa (ὤν, οὖσα) ‘seiend’, wiedergibt.
            • Essenz bzw. essentia begegnet zunächst als Ausdruck der Philosophie und Theologie, wird dann in die Sprache der Alchimisten (‘konzentrierte Lösung’) und von dort in die Chemie übernommen.
      • ¦√¦ uig. *h₁es- "sein";