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„Reinstoff“ – Versionsunterschied

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Als '''Reinstoff''' bezeichnet man in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemie Chemie] einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Stoff_(Chemie) Stoff], der einheitlich aus nur einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Verbindung chemischen Verbindung] oder einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemisches_Element chemischen Element] zusammengesetzt ist;<sup id="cite_ref-Römpp_1-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinstoff#cite_note-R%C3%B6mpp-1 [1]]</sup>der Begriff steht im Gegensatz zu einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemisch Gemisch]. Ein Reinstoff kann auch einen „isotopen-reinen“ Stoff (etwa reines [https://de.wikipedia.org/wiki/Schweres_Wasser schweres Wasser]) oder eine in einer definierten Position völlig [https://de.wikipedia.org/wiki/Isotopenmarkierung isotopen-markierte] Verbindung bezeichnen.<sup id="cite_ref-Römpp_1-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinstoff#cite_note-R%C3%B6mpp-1 [1]]</sup>
[[rein]]{{–}}[[Stoff]] [[Sprachstufe::deu.]]  [[Stoff (Chemie)|Stoff]], der einheitlich aus nur einer [[chemische Verbindung|chemischen Verbindung]] oder einem [[chemisches Element|chemischen Element]] zusammengesetzt


<sup class="reference">Reinstoffe in der schematischen Einteilung der Stoffe</sup>
=Reinstoff =
== <span id="Beispiele_für_Reinstoffe_und_Gemische">Beispiele für Reinstoffe und Gemische</span> ==
<p>'''Reinstoffe'''</p>
*Reine [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemisches_Element Chemische Elemente] sind z.&nbsp;B. reiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff Wasserstoff], [https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerstoff Sauerstoff] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Gold Gold].
*Reine [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Verbindung Chemische Verbindungen] sind z.&nbsp;B. reines, [https://de.wikipedia.org/wiki/Destilliertes_Wasser destilliertes] [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser Wasser], reines [https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid Kohlenstoffdioxid] oder reines [https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumchlorid Natriumchlorid] ''(Kochsalz)''.
<p><small>Anmerkung: Chemische Verbindungen sind zwar aus mehreren Elementen aufgebaut, sind aber keine Mischung von Elementen</small></p><p>'''Gemische'''</p>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Luft Luft] ist ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Gasgemisch Gasgemisch] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoff Stickstoff], Sauerstoff, Argon, Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff und weiteren Gasen in Spuren
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Milch Milch] ist ein flüssiges [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemisch Gemisch] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Emulsion Emulsion]) aus Wasser, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenhydrate Kohlenhydraten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Fette Fetten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Eiwei%C3%9Fe Eiweißen] und von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spurenelement Spurenelementen].
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Granit Granit] ist ein festes Gemisch, das hauptsächlich aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Quarz Quarz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Feldspat Feldspäten] und dunklen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Mafisch mafischen] [https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral Mineralen] besteht.


== <span id="Eigenschaften_von_Reinstoffen">Eigenschaften von Reinstoffen</span> ==
{{Schema Einteilung Stoffe}}
<p>Reinstoffe können [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemisches_Element Elemente] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Verbindung Verbindungen] sein. Reinstoffe haben klar definierte physikalische Eigenschaften, die zur Charakterisierung verwendet werden, z.&nbsp;B.</p>
Als '''Reinstoff''' bezeichnet man in der [[Chemie]] einen [[Stoff (Chemie)|Stoff]], der einheitlich aus nur einer [[Chemische Verbindung|chemischen Verbindung]] oder einem [[Chemisches Element|chemischen Element]] zusammengesetzt ist;<ref name="Römpp">{{RömppOnline|ID=RD-19-04223|Name=Stoff|Abruf=2012-01-03}}</ref> der Begriff steht im Gegensatz zu einem [[Gemisch]]. Ein Reinstoff kann auch einen „isotopen-reinen“ Stoff (etwa reines [[schweres Wasser]]) oder eine in einer definierten Position völlig [[Isotopenmarkierung|isotopen-markierte]] Verbindung bezeichnen.<ref name="Römpp" /> Reinstoffe, die nur aus einer Atomsorte bestehen, nennt man Elementsubstanzen.<ref>{{Literatur |Autor=L42 AG |Titel=Endspurt Vorklinik: Chemie: Die Skripten fürs Physikum |Verlag=Georg Thieme Verlag |Datum=2020-04-08 |ISBN=978-3-13-243381-6 |Online=https://www.google.de/books/edition/Endspurt_Vorklinik_Chemie/h1zaDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Stoffe,+die+aus+einer+Elementsubstanz&pg=PT8&printsec=frontcover |Abruf=2024-09-26}}</ref> Die kleinsten Teilchen (Einheiten) reiner Stoffe – ob real oder definiert – sind chemisch gleichartig.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzpunkt Schmelzpunkt] (Schmelztemperatur)
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Siedepunkt Siedepunkt] (Siedetemperatur)
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Dichte Dichte]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Brechungsindex Brechungsindex]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Leitf%C3%A4higkeit elektrische Leitfähigkeit]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitf%C3%A4higkeit Wärmeleitfähigkeit]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6slichkeit Löslichkeit] in einem [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6semittel Lösemittel]


== <span id="Idealer_Reinstoff">Idealer Reinstoff</span> ==
== Beispiele für Reinstoffe und Gemische ==
<p>Das Ideal eines Reinstoffes ist in der Praxis nicht erreichbar. Als Reinstoffe bezeichnete Stoffe enthalten immer noch einen kleinen Anteil an Verunreinigungen. Für handelbare Reinstoffe (Chemikalienhandel) gelten deshalb eine Reihe von Reinheitsdefinitionen, z.&nbsp;B. „pro analysi“, „reinst“, „Nach DAB (Deutsches Arzneimittel-Buch)“ etc. Diese Definitionen sind meist zweckgebunden und werden durch den Abdruck einer Analyse derjenigen Verunreinigungen ergänzt, die für den jeweiligen Verwendungszweck des Reinstoffes von besonderer Bedeutung sind.</p>
'''Reinstoffe'''
== <span id="Allgegenwart_der_Elemente_und_Stoffe">Allgegenwart der Elemente und Stoffe</span> ==
* Reine [[Chemisches Element|Chemische Elemente]] sind z.&nbsp;B. reiner [[Wasserstoff]], [[Sauerstoff]] oder [[Gold]].
<p>Der Begriff '''Allgegenwart der (chemischen) Elemente''' wurde im Jahr 1936 von den deutschen Chemikern [https://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Noddack-Tacke Ida Noddack-Tacke] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Noddack Walter Noddack], die das [https://de.wikipedia.org/wiki/Rhenium Rhenium] entdeckten, geprägt.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinstoff#cite_note-2 [2]]</sup></p><p>Das allgemeiner gehaltene '''Gesetz von der Allgegenwart der Stoffe''' drückt aus, dass jeder beliebige Stoff in jedem anderen beliebigen Stoff mindestens minimal löslich ist. Dies hat zur Folge, dass es unmöglich ist, Reinstoffe im eigentlichen Sinne herzustellen, da sie stets im Kontakt zu irgendeinem Gefäß o.&nbsp;ä. stehen müssten, sodass einzelne Teilchen der Gefäßwand den Stoff wieder verunreinigen würden.</p><p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik Thermodynamisch] wird das Gesetz mit der Konzentrationsabhängigkeit des [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemisches_Potential chemischen Potentials] untermauert:</p><p><span class="mwe-math-element">[[file:83495d4055d568f6aaf535642910b784b501640f|alt={\displaystyle \mu _{i}=\mu _{i}^{\circ }+RT\ln \left\{a_{i}\right\}}|148x21px]]</span></p><p>Bei unendlicher Verdünnung mit <span class="mwe-math-element">[[file:5adfa2970acb823665e714ebf30ba692cafd8055|alt={\displaystyle a_{i}\to 0}|48x18px]]</span> gilt:</p><p><span class="mwe-math-element">[[file:8df62ea8e7603715345d8c99810a6057ba2bd967|alt={\displaystyle \lim _{a_{i}\to 0}{\mu _{i}}=\lim _{a_{i}\to 0}{\mu _{i}^{\circ }+RT\ln \left\{a_{i}\right\}}=-\infty }|262x31px]]</span></p><p>Dieser Grenzwert zeigt, dass unter der Annahme, es gäbe einen reinen Stoff, jeder andere Stoff ein unendlich starkes Bestreben hätte, sich in dem Reinstoff zu lösen.</p>
* Reine [[Chemische Verbindung]]en sind z.&nbsp;B. reines, [[Destilliertes Wasser|destilliertes]] [[Wasser]], reines [[Kohlenstoffdioxid]] oder reines [[Natriumchlorid]] ''(Kochsalz)''.
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==
<small>Anmerkung: Chemische Verbindungen sind zwar aus mehreren Elementen aufgebaut, sind aber keine Mischung von Elementen.</small>


#<span class="reference-text">Eintrag zu ''Stoff''. In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mpp_Lexikon_Chemie#R%C3%B6mpp_Online Römpp Online].'' Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3.&nbsp;Januar 2012.</span>
'''Gemische'''
#<span class="reference-text">I. Noddack: ''Über die Allgegenwart der chemischen Elemente'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Angewandte_Chemie_(Zeitschrift) Angewandte Chemie] ''49'' (1936) 835–841.</span>
* [[Luft]] ist ein [[Gasgemisch]] aus [[Stickstoff]], Sauerstoff, Wasserdampf, Argon, Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff und weiteren Gasen in Spuren
<sup class="reference"></sup>
* [[Milch]] ist ein flüssiges [[Gemisch]] ([[Emulsion]]) aus Wasser, [[Kohlenhydrate]]n, [[Fette]]n, [[Protein]]en und von [[Spurenelement]]en.
* [[Granit]] ist ein festes Gemisch, das hauptsächlich aus [[Quarz]], [[Feldspat|Feldspäten]] und [[Glimmergruppe|Glimmern]] besteht.
 
== Eigenschaften von Reinstoffen ==
Reinstoffe können [[Chemisches Element|Elemente]] oder [[Chemische Verbindung|Verbindungen]] sein. Reinstoffe haben klar definierte physikalische Eigenschaften, die zur Charakterisierung verwendet werden, z.&nbsp;B.
* [[Schmelzpunkt]] (Schmelztemperatur)
* [[Siedepunkt]] (Siedetemperatur)
* [[Dichte]]
* [[Brechungsindex]]
* [[elektrische Leitfähigkeit]]
* [[Wärmeleitfähigkeit]]
* [[Löslichkeit]] in einem [[Lösemittel]]
 
== Idealer Reinstoff ==
Das Ideal eines Reinstoffes ist in der Praxis nicht erreichbar. Als Reinstoffe bezeichnete Stoffe enthalten immer noch einen kleinen Anteil an Verunreinigungen. Für handelbare Reinstoffe (Chemikalienhandel) gelten deshalb eine Reihe von Reinheitsklassen, z.&nbsp;B. „pro analysi“, „reinst“, „rein“, „Nach DAB (Deutsches Arzneimittel-Buch)“ etc. mit entsprechenden Definitionen. Diese Definitionen sind meist zweckgebunden und werden durch den Abdruck einer Analyse derjenigen Verunreinigungen ergänzt, die für den jeweiligen Verwendungszweck des Reinstoffes von besonderer Bedeutung sind.
 
== Allgegenwart der Elemente und Stoffe ==
Der Begriff '''Allgegenwart der (chemischen) Elemente''' wurde im Jahr 1936 von den deutschen Chemikern [[Ida Noddack-Tacke]] und [[Walter Noddack]], die das [[Rhenium]] entdeckten, geprägt.<ref>I. Noddack: ''Über die Allgegenwart der chemischen Elemente'', [[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]] ''49'' (1936) 835–843.</ref>
 
Das allgemeiner gehaltene '''Gesetz von der Allgegenwart der Stoffe''' drückt aus, dass jeder beliebige Stoff in jedem anderen beliebigen Stoff mindestens minimal löslich ist. Dies hat zur Folge, dass es unmöglich ist, Reinstoffe im eigentlichen Sinne herzustellen, da sie stets im Kontakt zu irgendeinem Gefäß o.&nbsp;ä. stehen müssten, sodass einzelne Teilchen der Gefäßwand den Stoff wieder verunreinigen würden.
 
[[Thermodynamik|Thermodynamisch]] wird das Gesetz mit der Konzentrationsabhängigkeit des [[Chemisches Potential|chemischen Potentials]] untermauert:
 
<math>\mu_i = \mu_i^\circ + RT \ln\left\{a_i\right\} </math>
 
Bei unendlicher Verdünnung mit <math>a_i\to 0</math> gilt:
 
<math>\lim_{a_i\to 0}{\mu_i}=\lim_{a_i\to 0}{\mu_i^\circ + RT \ln\left\{a_i\right\}}=-\infty</math>
 
Dieser Grenzwert zeigt, dass unter der Annahme, es gäbe einen reinen Stoff, jeder andere Stoff ein unendlich starkes Bestreben hätte, sich in dem Reinstoff zu lösen.
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
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[[Kategorie:Chemie]]

Aktuelle Version vom 29. Januar 2026, 07:22 Uhr

rein–Stoff deu. Stoff, der einheitlich aus nur einer chemischen Verbindung oder einem chemischen Element zusammengesetzt

Reinstoff

Reinstoffe in der schematischen Einteilung der Stoffe

Als Reinstoff bezeichnet man in der Chemie einen Stoff, der einheitlich aus nur einer chemischen Verbindung oder einem chemischen Element zusammengesetzt ist;[1] der Begriff steht im Gegensatz zu einem Gemisch. Ein Reinstoff kann auch einen „isotopen-reinen“ Stoff (etwa reines schweres Wasser) oder eine in einer definierten Position völlig isotopen-markierte Verbindung bezeichnen.[1] Reinstoffe, die nur aus einer Atomsorte bestehen, nennt man Elementsubstanzen.[2] Die kleinsten Teilchen (Einheiten) reiner Stoffe – ob real oder definiert – sind chemisch gleichartig.

Beispiele für Reinstoffe und Gemische

Reinstoffe

Anmerkung: Chemische Verbindungen sind zwar aus mehreren Elementen aufgebaut, sind aber keine Mischung von Elementen.

Gemische

Eigenschaften von Reinstoffen

Reinstoffe können Elemente oder Verbindungen sein. Reinstoffe haben klar definierte physikalische Eigenschaften, die zur Charakterisierung verwendet werden, z. B.

Idealer Reinstoff

Das Ideal eines Reinstoffes ist in der Praxis nicht erreichbar. Als Reinstoffe bezeichnete Stoffe enthalten immer noch einen kleinen Anteil an Verunreinigungen. Für handelbare Reinstoffe (Chemikalienhandel) gelten deshalb eine Reihe von Reinheitsklassen, z. B. „pro analysi“, „reinst“, „rein“, „Nach DAB (Deutsches Arzneimittel-Buch)“ etc. mit entsprechenden Definitionen. Diese Definitionen sind meist zweckgebunden und werden durch den Abdruck einer Analyse derjenigen Verunreinigungen ergänzt, die für den jeweiligen Verwendungszweck des Reinstoffes von besonderer Bedeutung sind.

Allgegenwart der Elemente und Stoffe

Der Begriff Allgegenwart der (chemischen) Elemente wurde im Jahr 1936 von den deutschen Chemikern Ida Noddack-Tacke und Walter Noddack, die das Rhenium entdeckten, geprägt.[3]

Das allgemeiner gehaltene Gesetz von der Allgegenwart der Stoffe drückt aus, dass jeder beliebige Stoff in jedem anderen beliebigen Stoff mindestens minimal löslich ist. Dies hat zur Folge, dass es unmöglich ist, Reinstoffe im eigentlichen Sinne herzustellen, da sie stets im Kontakt zu irgendeinem Gefäß o. ä. stehen müssten, sodass einzelne Teilchen der Gefäßwand den Stoff wieder verunreinigen würden.

Thermodynamisch wird das Gesetz mit der Konzentrationsabhängigkeit des chemischen Potentials untermauert:

μi=μi∘+RTln⁡{ai}

Bei unendlicher Verdünnung mit ai→0 gilt:

limai→0μi=limai→0μi∘+RTln⁡{ai}=−∞

Dieser Grenzwert zeigt, dass unter der Annahme, es gäbe einen reinen Stoff, jeder andere Stoff ein unendlich starkes Bestreben hätte, sich in dem Reinstoff zu lösen.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Eintrag zu Stoff. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Januar 2012.
  2. ↑ L42 AG: Endspurt Vorklinik: Chemie: Die Skripten fürs Physikum. Georg Thieme Verlag, 2020, ISBN 978-3-13-243381-6 (google.de [abgerufen am 26. September 2024]).
  3. ↑ I. Noddack: Über die Allgegenwart der chemischen Elemente, Angewandte Chemie 49 (1936) 835–843.