„gualdus“ – Versionsunterschied
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"Wald"<div class="zenoCOMain"><p class="zenoPLm4n0">Anm.<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1353-1354. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000516341; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1353 1353] | [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1354 1354]</ref> Schon bey dem Kero ''vuald,'' im Niedersächsischen Woold, im Angelsächsischen ''Weald, Wald'' und ''Wold,'' '''im mittlern Lateine ''<span class="zenoTXHighlight0">Gualdus</span>,''''' mit Ausstoßung des e im Englischen ''Wood,'' und im Schwedischen ''Ved,'' welche aber auch Holz, und einen Baum bedeuten. Der Stammbegriff läßt sich in diesem Worte nur errathen. Viele sind auf wild gefallen, weil ein Wald doch der wildeste Anblick in der Natur ist. Allein zu geschweigen, daß wild schon wieder ein übertragener Begriff ist, so scheinet in Wald vielmehr das dicke, enge Beysammenseyn der Theile der herrschende Begriff zu seyn, indem man dicke, buschige Haare, nahe an einander stehende Gewächse u.s.f. mehrmahls mit einem Walde zu vergleichen pflegt. Und alsdann würde dieses Wort mit Wolle, Welt u.s.f. verwandt seyn. Ehedem bedeutete Wald auch Holz, wie das Englische ''Wood'' und Schwedische ''Ved,'' und auch im Deutschen Holz so wohl ''Lignum'' als ''Sylva'' ist.</p></div> | "Wald"<div class="zenoCOMain"><p class="zenoPLm4n0">Anm.<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1353-1354. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000516341; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1353 1353] | [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1354 1354]</ref> Schon bey dem Kero ''vuald,'' im Niedersächsischen Woold, im Angelsächsischen ''Weald, Wald'' und ''Wold,'' '''im mittlern Lateine ''<span class="zenoTXHighlight0">Gualdus</span>,''''' mit Ausstoßung des e im Englischen ''Wood,'' und im Schwedischen ''Ved,'' welche aber auch Holz, und einen Baum bedeuten. Der Stammbegriff läßt sich in diesem Worte nur errathen. Viele sind auf wild gefallen, weil ein Wald doch der wildeste Anblick in der Natur ist. Allein zu geschweigen, daß wild schon wieder ein übertragener Begriff ist, so scheinet in Wald vielmehr das dicke, enge Beysammenseyn der Theile der herrschende Begriff zu seyn, indem man dicke, buschige Haare, nahe an einander stehende Gewächse u.s.f. mehrmahls mit einem Walde zu vergleichen pflegt. Und alsdann würde dieses Wort mit Wolle, Welt u.s.f. verwandt seyn. Ehedem bedeutete Wald auch Holz, wie das Englische ''Wood'' und Schwedische ''Ved,'' und auch im Deutschen Holz so wohl ''Lignum'' als ''Sylva'' ist.</p></div> | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 11:00 Uhr
guald-us uit.-lat.
"Wald"
Anm.[1] Schon bey dem Kero vuald, im Niedersächsischen Woold, im Angelsächsischen Weald, Wald und Wold, im mittlern Lateine Gualdus, mit Ausstoßung des e im Englischen Wood, und im Schwedischen Ved, welche aber auch Holz, und einen Baum bedeuten. Der Stammbegriff läßt sich in diesem Worte nur errathen. Viele sind auf wild gefallen, weil ein Wald doch der wildeste Anblick in der Natur ist. Allein zu geschweigen, daß wild schon wieder ein übertragener Begriff ist, so scheinet in Wald vielmehr das dicke, enge Beysammenseyn der Theile der herrschende Begriff zu seyn, indem man dicke, buschige Haare, nahe an einander stehende Gewächse u.s.f. mehrmahls mit einem Walde zu vergleichen pflegt. Und alsdann würde dieses Wort mit Wolle, Welt u.s.f. verwandt seyn. Ehedem bedeutete Wald auch Holz, wie das Englische Wood und Schwedische Ved, und auch im Deutschen Holz so wohl Lignum als Sylva ist.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1353-1354. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000516341; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1353 | 1354