„Werk:TDPC/22.1“ – Versionsunterschied
Die Seite wurde neu angelegt: „▷Bernardus: Immo etiam de aeternis rerum rationibus, quae in rebus aliae et aliae atque differentes sunt, etiam pariformiter videtur eas in deo non esse varias. Nam etsi circuli b c puncta concipiantur rationes rerum seu ideae, non tamen sunt plura, cum totus circulus et punctus sint idem. Quando enim b est cum d, totus circulus est cum d et omnes eius puncti sunt unus punctus, licet videantur esse plura, quando ad d e temporis circulum et…“ |
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[[TDPC/ | [[TDPC/22.1|▷]]Bernardus: Immo etiam de aeternis rerum rationibus, quae in rebus aliae et aliae atque differentes sunt, etiam pariformiter videtur eas in deo non esse varias. Nam etsi circuli b c puncta concipiantur rationes rerum seu ideae, non tamen sunt plura, cum totus circulus et punctus sint idem. Quando enim b est cum d, totus circulus est cum d et omnes eius puncti sunt unus punctus, licet videantur esse plura, quando ad d e temporis circulum et eius puncta respicimus. | ||
Bernhard: Ja, auch hinsichtlich der ewigen Bestimmungsgründe der Dinge, die in den Dingen je unterschiedlich und verschieden sind, ist es wahrscheinlich, daß sie in Gott nicht verschieden sind. Wenn auch die Kreispunkte B C als Bestimmungsgründe oder Ideen aufgefaßt würden, sind es dennoch nicht mehrere, weil der ganze Kreis und der Punkt dasselbe sind. Wenn B mit D ist, dann ist der ganze Kreis bei D und alle seine Punkte sind ein Punkt, scheinen sie auch, sobald wir auf den zeitlichen Kreis D E und seine Punkte blicken, mehrere zu sein. | <noinclude> | ||
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BERNH: Ja sogar hinsichtlich der ewigen Wesensgründe<ref>{{Schaufenster|modus=ignorieren|link=1|linkpos=prefix|Seite=TDPC/Anm/22,1}}</ref> BERNH: Ja sogar hinsichtlich der ewigen Wesensgründe' der Dinge, die in den Dingen je andere und verschieden sind, scheint in gleicher Weise zu gelten, daß sie in Gott nicht unterschieden sind.<ref>{{Schaufenster|modus=ignorieren|link=1|linkpos=prefix|Seite=TDPC/Anm/22,2}}</ref> Denn wenn man auch die Punkte des Kreises ''b c'' als Wesensgrund der Dinge oder Ideen<ref>{{Schaufenster|modus=ignorieren|link=1|linkpos=prefix|Seite=TDPC/Anm/22,3}}</ref> annimmt, so sind es doch nicht mehrere, weil der ganze Kreis und ein Punkt dasselbe sind. Wenn nämlich ''b'' in ''d'' ist, ist der ganze Kreis in ''d'' und alle seine Punkte sind ein Punkt, obgleich es viele zu sein scheinen, wenn wir auf den Zeitkreis ''d e'' und seine Punkte schauen. | |||
Bernhard: Ja, auch hinsichtlich der ewigen Bestimmungsgründe der Dinge, die in den Dingen je unterschiedlich und verschieden sind, ist es wahrscheinlich, daß sie in Gott nicht verschieden sind. Wenn auch die Kreispunkte B C als Bestimmungsgründe oder Ideen aufgefaßt würden, sind es dennoch nicht mehrere, weil der ganze Kreis und der Punkt dasselbe sind. Wenn B mit D ist, dann ist der ganze Kreis bei D und alle seine Punkte sind ein Punkt, scheinen sie auch, sobald wir auf den zeitlichen Kreis D E und seine Punkte blicken, mehrere zu sein.</noinclude> | |||
Aktuelle Version vom 22. Mai 2026, 08:19 Uhr
▷Bernardus: Immo etiam de aeternis rerum rationibus, quae in rebus aliae et aliae atque differentes sunt, etiam pariformiter videtur eas in deo non esse varias. Nam etsi circuli b c puncta concipiantur rationes rerum seu ideae, non tamen sunt plura, cum totus circulus et punctus sint idem. Quando enim b est cum d, totus circulus est cum d et omnes eius puncti sunt unus punctus, licet videantur esse plura, quando ad d e temporis circulum et eius puncta respicimus.
BERNH: Ja sogar hinsichtlich der ewigen Wesensgründe[1] BERNH: Ja sogar hinsichtlich der ewigen Wesensgründe' der Dinge, die in den Dingen je andere und verschieden sind, scheint in gleicher Weise zu gelten, daß sie in Gott nicht unterschieden sind.[2] Denn wenn man auch die Punkte des Kreises b c als Wesensgrund der Dinge oder Ideen[3] annimmt, so sind es doch nicht mehrere, weil der ganze Kreis und ein Punkt dasselbe sind. Wenn nämlich b in d ist, ist der ganze Kreis in d und alle seine Punkte sind ein Punkt, obgleich es viele zu sein scheinen, wenn wir auf den Zeitkreis d e und seine Punkte schauen.
Bernhard: Ja, auch hinsichtlich der ewigen Bestimmungsgründe der Dinge, die in den Dingen je unterschiedlich und verschieden sind, ist es wahrscheinlich, daß sie in Gott nicht verschieden sind. Wenn auch die Kreispunkte B C als Bestimmungsgründe oder Ideen aufgefaßt würden, sind es dennoch nicht mehrere, weil der ganze Kreis und der Punkt dasselbe sind. Wenn B mit D ist, dann ist der ganze Kreis bei D und alle seine Punkte sind ein Punkt, scheinen sie auch, sobald wir auf den zeitlichen Kreis D E und seine Punkte blicken, mehrere zu sein.