Zum Inhalt springen

„Peter von Schaumberg“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Peter von Schaumberg''' (* [https://de.wikipedia.org/wiki/22._Februar 22. Februar] [https://de.wikipedia.org/wiki/1388 1388] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschloss_Mitwitz Wasserschloss Mitwitz]<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Schaumberg#cite_note-1 [1]]</sup><sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Schaumberg#cite_note-2 [2]]</sup>; † [https://de.wiki…“
 
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(9 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Peter von Schaumberg''' (* [https://de.wikipedia.org/wiki/22._Februar 22. Februar] [https://de.wikipedia.org/wiki/1388 1388] auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschloss_Mitwitz Wasserschloss Mitwitz]<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Schaumberg#cite_note-1 [1]]</sup><sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Schaumberg#cite_note-2 [2]]</sup>; † [https://de.wikipedia.org/wiki/12._April 12. April] [https://de.wikipedia.org/wiki/1469 1469] auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Dillingen_an_der_Donau Schloss Dillingen]) war [https://de.wikipedia.org/wiki/Kardinal Kardinal] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Kirche Römischen Kirche] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bischof Bischof] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Augsburg Augsburg].
[[Datei:1424-1469_Peter_Kardinal_von_Schaumberg.jpg|mini|Darstellung aus der Bischofsgalerie im Augsburger Dom.|291x291px]]
'''Peter von Schaumberg''' (* [[22. Februar]] [[1388]] auf dem [[Wasserschloss Mitwitz]];<ref>{{Internetquelle |url=https://www.mitwitz.de/freizeit-tourismus/sehenswertes/wasserschloss/ |titel=Wasserschloss |werk=[[Marktgemeinde]] Mitwitz |abruf=2024-02-11}}</ref><ref>[http://www.augsburger-gedenktage.de/Bischof/Augsburger-bischoefe.htm ''Die Augsburger Bischöfe''], aufgerufen am 4. Dezember 2016.</ref> † [[12. April]] [[1469]] auf [[Dillingen an der Donau|Schloss Dillingen]]) war [[Kardinal]] der [[Lateinische Kirche|Römischen Kirche]] und [[Bischof]] von [[Bistum Augsburg|Augsburg]].
 
== Biografie ==
 
=== Herkunft ===
Peter von Schaumberg stammte aus dem thüringisch-fränkischen Adelsgeschlecht der von [[Schaumberg (Adelsgeschlecht)|Schaumberg]]. Ausgangspunkt des Geschlechtes ist die Stammburg [[Schaumburg (Thüringen)|Schaumburg]] im südlichen [[Thüringen]] an der Grenze zu [[Bayern]].
[[Datei:Dillingen Klosterkirche Mariä Himmelfahrt 779.JPG|mini|300px|Franziskanerinnen-[[Klosterkirche Mariä Himmelfahrt (Dillingen an der Donau)]]: Barockes Deckenfresko von [[Christoph Thomas Scheffler]] mit Darstellung des Wiederaufbaus von Kloster und Kirche durch Kardinal Peter von Schaumberg (unten Mitte li.) im Jahre 1464]]
=== Werdegang ===
 
Nach einer [[schisma]]tischen Wahl 1423 setzte sich Papst [[Martin V.]] 1424 mit Peter von Schaumberg, [[Kanoniker]] von Würzburg und [[Bistum Bamberg|Bamberg]], durch. Er gilt als friedlicher Landesfürst, der den Wohlstand des Bistums mehrte. Er hielt zwei [[Diözesansynode|Synoden]] ab und erließ dabei zahlreiche Vorschriften für Klerus und Klöster. Seine Ziele waren die Bekämpfung des Verfalls der Sitten und der zunehmenden Verweltlichung. Er setzte durch, dass Geistliche nur dann die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] erhielten, wenn sie eine Prüfung über wissenschaftliche Inhalte ablegten und mindestens die ''[[Summa]] rudium'' oder ''Summa Mag. Joan. de Aurach'' beherrschten. Reformen wurden im [[Kloster Sankt Ulrich und Afra Augsburg|Kloster Sankt Ulrich]] unter Abt [[Melchior von Stamheim]] (1458–1474) umgesetzt. Missstände im Bistum soll er gegenüber den Ritteradeligen weniger energisch angegangen sein.
 
Die Straße zwischen [[Augsburg]] und [[Füssen]], vorbei an der [[Osteraufkirche]], wurde von ihm ausgebaut und befestigt. Am 13. März 1446 weihte er [[Johann III. von Eych]] zum Bischof von [[Bistum Eichstätt|Eichstätt]].
 
Unter Papst [[Martin V.]] wurde er zum [[Kämmerer]] ernannt, [[Eugen IV.]] erhob ihn zum [[Kardinal]], den [[Kardinalshut]] erhielt er offenbar erst auf seiner Romfahrt 1450 von Papst [[Nikolaus V. (Papst)|Nikolaus V.]] Unter Papst [[Paul II.]] war er [[Päpstlicher Legat|Legat]] für den deutschen Raum.
 
Mit zunehmendem Alter stellte ihm Papst [[Pius II.]] 1463 seinen späteren Nachfolger [[Johann II. von Werdenberg|Johann von Werdenberg]] als [[Koadjutor]] zur Seite. Sein [[Epitaph]] (hier zutreffend auch [[Kenotaph]]) ist bis heute im Ostchor des [[Dom Mariä Heimsuchung (Augsburg)|Augsburger Doms]] zu sehen, der verstorbene Bischof ist darauf als [[Skelett]] abgebildet.
 
== Literatur ==
* {{NDB|20|218|219|Peter von Schaumberg|[[Georg Kreuzer]]|103078711}}
* Anton Uhl: ''Peter von Schaumberg, Kardinal und Bischof von Augsburg 1424-1469. Ein Beitrag zur Geschichte des Reiches, Schwabens und Augsburgs im 15. Jh.'' Speyer 1940 (zugleich München, Phil. Diss., 1940), {{DNB|571320562}}.
* {{ADB|25|462|464|Peter von Schaumberg|Wilhelm Vogt|ADB:Peter von Schaumberg}}
* [[Wolfgang Stammler]], [[Karl Langosch]], Kurt Ruth: ''[[Verfasserlexikon|Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon]].'' Band 5. De Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-009909-8, S. 1079 ({{Google Buch |BuchID=OIyhKMlwujgC |Seite=1079 |Hervorhebung=Peter+von+schaumberg}}).
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/p/petrus von schaumberg.shtml |autor=[[Georg Kreuzer]]|artikel=Petrus von Schaumberg, Kardinal|band=9|spalten=19-22}}
 
== Weblinks ==
* [http://www.von-schaumberg.net/peter.html Biografische Daten und Bild seines Epitaphs]
* {{Miranda|ID=bios1439.htm#Schaumberg|Artikel=Schaumberg, Peter von|Abruf=2016-12-04}}
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bvscha|Artikel=Peter von Schaumberg|Abruf=2016-12-04}}
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Anselm von Nenningen]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Augsburg|Bischof von Augsburg]]|ZEIT=1424–1469|NACHFOLGER=[[Johann II. von Werdenberg]]}}
{{Navigationsleiste der Bischöfe von Augsburg (1365–1690)}}
 
{{Normdaten|TYP=p|GND=103078711|VIAF=2873713}}
 
{{SORTIERUNG:Peter #Schaumberg}} <!-- sic! kein Cognomen -->
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Schaumberg]]
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Augsburg)]]
[[Kategorie:Bischof von Augsburg]]
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]
[[Kategorie:Kardinal (15. Jahrhundert)]]
[[Kategorie:Geboren 1388]]
[[Kategorie:Gestorben 1469]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Persönlichkeit Auswahl]]{{Auswahl Persönlichkeit}}
[[Kategorie:Wikipedia.de Artikel]]
 
{{Personendaten
|NAME=Peter von Schaumberg
|ALTERNATIVNAMEN=
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof von Augsburg
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1388
|GEBURTSORT=[[Wasserschloss Mitwitz]]
|STERBEDATUM=12. April 1469
|STERBEORT=[[Dillingen an der Donau]]
}}

Aktuelle Version vom 2. August 2026, 10:38 Uhr

Darstellung aus der Bischofsgalerie im Augsburger Dom.

Peter von Schaumberg (* 22. Februar 1388 auf dem Wasserschloss Mitwitz;[1][2] † 12. April 1469 auf Schloss Dillingen) war Kardinal der Römischen Kirche und Bischof von Augsburg.

Biografie

Herkunft

Peter von Schaumberg stammte aus dem thüringisch-fränkischen Adelsgeschlecht der von Schaumberg. Ausgangspunkt des Geschlechtes ist die Stammburg Schaumburg im südlichen Thüringen an der Grenze zu Bayern.

Franziskanerinnen-Klosterkirche Mariä Himmelfahrt (Dillingen an der Donau): Barockes Deckenfresko von Christoph Thomas Scheffler mit Darstellung des Wiederaufbaus von Kloster und Kirche durch Kardinal Peter von Schaumberg (unten Mitte li.) im Jahre 1464

Werdegang

Nach einer schismatischen Wahl 1423 setzte sich Papst Martin V. 1424 mit Peter von Schaumberg, Kanoniker von Würzburg und Bamberg, durch. Er gilt als friedlicher Landesfürst, der den Wohlstand des Bistums mehrte. Er hielt zwei Synoden ab und erließ dabei zahlreiche Vorschriften für Klerus und Klöster. Seine Ziele waren die Bekämpfung des Verfalls der Sitten und der zunehmenden Verweltlichung. Er setzte durch, dass Geistliche nur dann die Priesterweihe erhielten, wenn sie eine Prüfung über wissenschaftliche Inhalte ablegten und mindestens die Summa rudium oder Summa Mag. Joan. de Aurach beherrschten. Reformen wurden im Kloster Sankt Ulrich unter Abt Melchior von Stamheim (1458–1474) umgesetzt. Missstände im Bistum soll er gegenüber den Ritteradeligen weniger energisch angegangen sein.

Die Straße zwischen Augsburg und Füssen, vorbei an der Osteraufkirche, wurde von ihm ausgebaut und befestigt. Am 13. März 1446 weihte er Johann III. von Eych zum Bischof von Eichstätt.

Unter Papst Martin V. wurde er zum Kämmerer ernannt, Eugen IV. erhob ihn zum Kardinal, den Kardinalshut erhielt er offenbar erst auf seiner Romfahrt 1450 von Papst Nikolaus V. Unter Papst Paul II. war er Legat für den deutschen Raum.

Mit zunehmendem Alter stellte ihm Papst Pius II. 1463 seinen späteren Nachfolger Johann von Werdenberg als Koadjutor zur Seite. Sein Epitaph (hier zutreffend auch Kenotaph) ist bis heute im Ostchor des Augsburger Doms zu sehen, der verstorbene Bischof ist darauf als Skelett abgebildet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Wasserschloss. In: Marktgemeinde Mitwitz. Abgerufen am 11. Februar 2024.
  2. ↑ Die Augsburger Bischöfe, aufgerufen am 4. Dezember 2016.
VorgängerAmtNachfolger
Anselm von NenningenBischof von Augsburg
1424–1469
Johann II. von Werdenberg
Normdatenabgleich mit Wikidata: Keine externe Wikidata-ID zugeordnet; Vergleich nicht ausgeführt.