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„Albuin“ – Versionsunterschied

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Der heilige '''Albuin''' (* 10. Jahrhundert; † [https://de.wikipedia.org/wiki/5._Februar 5. Februar] [https://de.wikipedia.org/wiki/1005 1005], [https://de.wikipedia.org/wiki/1006 1006] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/1007 1007] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Brixen Brixen]<sup id="cite_ref-urkundenbuch_1-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Albuin?wprov=srpw1_0#cite_note-urkundenbuch-1 [1]]</sup>) stammte aus dem Adelsgeschlecht der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aribonen Aribonen] in [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4rnten Kärnten]. Er wurde um 975 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Bischof Bischof]geweiht.[[file:330px-Sancti_Ingenuinus_et_Albuinus.jpg|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sancti_Ingenuinus_et_Albuinus.jpg|330x157px]]
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{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Bischof und Heiligen Albuin. Für weitere Personen mit dem Namen Albuin siehe [[Albuin (Begriffsklärung)]].}}


Statuen der heiligen Bischöfe[https://de.wikipedia.org/wiki/Ingenuinus Ingenuin]
[[Datei:Sancti Ingenuinus et Albuinus.jpg|mini|Statuen der heiligen Bischöfe [[Ingenuinus|Ingenuin]] und Albuin am [[Brixner Dom#Kassianaltar|Kassianaltar]] im Brixner Dom, wo ihre Reliquien verehrt werden|271x271px]]
Der heilige '''Albuin''' (* 10. Jahrhundert; † [[5. Februar]] [[1005]], [[1006]] oder [[1007]] in [[Brixen]]<ref name=urkundenbuch />) stammte aus dem Adelsgeschlecht der [[Aribonen]] in [[Kärnten]]. Er wurde um 975 zum [[Bischof]] geweiht.


und Albuin am[https://de.wikipedia.org/wiki/Brixner_Dom#Kassianaltar Kassianaltar]
== Leben und Wirken ==
Albuin wurde als Sohn des Markgrafen [[Albuin von Kärnten]] und seiner Frau [[Hildegard von Stein|Hildegard]] geboren. Für seine Studien an der Domschule in Brixen überließ ihm seine Mutter das große Landgut [[Stein im Jauntal|Stein]] bei Möchling im [[Drautal]]. Am 8. September 977 wird er erstmals als Bischof der „[[Säbener Berg|Säbener]] und [[Brixen|Brixner]] Kirche“ (''sanctæ Sabianensis et Prixianensis ęcclesiæ ępiscopus'') in einer Urkunde angeführt.<ref name=urkundenbuch>{{Literatur| Autor= Martin Bitschnau, Hannes Obermair | Titel= Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140 | Verlag= Universitätsverlag Wagner | Ort= Innsbruck | Jahr= 2009 | Seiten= 126–128| ISBN= 978-3-7030-0469-8}}</ref> Mit diesem Dokument überwies ihm Kaiser [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] den Hof [[Reifnitz (Gemeinde Maria Wörth)|Reifnitz]] in Kärnten.


im Brixner Dom, wo ihre Reliquien verehrt werden
Bischof Albuin wollte seine Residenz leichter zugänglich und seine Gebiete für sich selbst leichter erreichbar machen, um dem Mittelpunkt seiner [[Diözese]] näher zu sein. Daher verlegte er seinen Bischofssitz um das Jahr 990 vom felsigen Säben auf das ebene Gebiet von Brixen, das sich inzwischen zur größeren Stadt und zum kulturellen Mittelpunkt des Landes entwickelt hatte.
Diese Maßnahme wirkte sich auch auf den [[Schutzpatron]] des Brixner Domes aus. Anstelle des hl. Stephan wurde nun der hl. [[Kassian]] (Schutzpatron Säbens) verehrt. Dieses sollte die Kontinuität des Sitzes Säben mit dem neuen Bischofssitz in Brixen auch in religiöser Hinsicht sichern.
 
Bischof Albuin war Begleiter Kaiser Ottos II., dessen Kriege gegen [[Böhmen]], [[Bayern]] und [[Frankreich]] seine Regierungszeit beunruhigten. Dennoch hielt der Bischof von Brixen in dieser Zeit treu zu ihm. Dieses deutliche Zeichen der [[Loyalität]] ließ der Kaiser nicht unbelohnt. Er bestätigte nicht nur die aus den Tagen der [[Karolinger]] stammenden Immunitätsprivilegien, sondern erkannte auch die bischöfliche Vogtei an. Auch sein Nachfolger, [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]], brachte Bischof Albuin weitere Ländereien ein, unter anderem in Regensburg, Krain und Villach. Er übertrug ihm [[1004]] die Herrschaft [[Bled|Veldes in Krain]]. Die Brixner Domschule wird unter ihm erstmals erwähnt.
 
Der Bischof begleitete König Heinrich II. auf seinem Zug nach [[Italien]] gegen [[Arduin von Ivrea]], ehe er 1006 starb.
 
== Ernennung zum Schutzheiligen ==
[[Datei:Corpi di Sant'Ingenuino e Sant'Albuino - Duomo di Bressanone (Foto Luca Giarelli).jpg|mini|Sarkophag der hll. Ingenuin und Albuin im Brixner Dom]]
Albuin wurde schon im 11. Jahrhundert als Heiliger verehrt. Außerdem wurde er in das [[Martyrologium|Martyrologium Romanum]] aufgenommen. Bischof [[Hartmann von Brixen]] ernannte den hl. Albuin, zusammen mit Bischof [[Ingenuinus|Ingenuin]], zu Schutzheiligen des [[Bistum Brixen|Bistums Brixen]]. Die beiden Heiligen treten deshalb in Darstellungen meist gemeinsam in [[Pontifikat|Pontifikalkleidung]] mit [[Krummstab|Bischofsstab]] und Buch auf. Hartmann ließ Albuins [[Reliquie]]n, die vorher in der [[Apsis|Seitenapsis]] lagen, im Jahr 1151 auf dem Hochaltar des Brixner Domes beisetzen. Die Gebeine der beiden Schutzheiligen liegen heute in einem marmornen Sarg auf dem Kassiansaltar im [[Brixner Dom]].
 
== Gedenktag ==
* katholisch: 5. Februar
* in Brixen: 13. Mai (Übertragung der Gebeine)
 
== Literatur ==
* {{Literatur| Autor= [[Martin Bitschnau]], [[Hannes Obermair]] | Titel= Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140 | Verlag= Universitätsverlag Wagner | Ort= Innsbruck | Jahr= 2009 | Seiten= 126–128| ISBN= 978-3-7030-0469-8}}
* [[Josef Gelmi]]: ''Bischof Albuin: ein Heiliger um die Jahrtausendwende (975–1006)''. Weger, Brixen 2005, ISBN 978-88-88910-34-5 (unkritisch).
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630031904/http://www.bautz.de/bbkl/a/albuin_b_v_b.shtml |band=16|autor=[[Ekkart Sauser]]|spalten=17-18}}
* Heinz Wieser: ''Alter Diözesanpatron starb vor 1000 Jahren'', erschienen in: ''Osttiroler Bote'', Ausgabe vom 9. Februar 2006.
 
== Weblinks ==
{{Commonscat|Saint Albuin|Albuin}}
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=balbuino}}
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
{{Navigationsleiste Bischöfe von Brixen (365–1179)}}
 
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{{Personendaten
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Aktuelle Version vom 20. September 2026, 13:01 Uhr

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Derived from Old High German alb (which comes from Old Norse âlfr) "elf" combined with Old High German wini "friend".

Statuen der heiligen Bischöfe Ingenuin und Albuin am Kassianaltar im Brixner Dom, wo ihre Reliquien verehrt werden

Der heilige Albuin (* 10. Jahrhundert; † 5. Februar 1005, 1006 oder 1007 in Brixen[1]) stammte aus dem Adelsgeschlecht der Aribonen in Kärnten. Er wurde um 975 zum Bischof geweiht.

Leben und Wirken

Albuin wurde als Sohn des Markgrafen Albuin von Kärnten und seiner Frau Hildegard geboren. Für seine Studien an der Domschule in Brixen überließ ihm seine Mutter das große Landgut Stein bei Möchling im Drautal. Am 8. September 977 wird er erstmals als Bischof der „Säbener und Brixner Kirche“ (sanctæ Sabianensis et Prixianensis ęcclesiæ ępiscopus) in einer Urkunde angeführt.[1] Mit diesem Dokument überwies ihm Kaiser Otto II. den Hof Reifnitz in Kärnten.

Bischof Albuin wollte seine Residenz leichter zugänglich und seine Gebiete für sich selbst leichter erreichbar machen, um dem Mittelpunkt seiner Diözese näher zu sein. Daher verlegte er seinen Bischofssitz um das Jahr 990 vom felsigen Säben auf das ebene Gebiet von Brixen, das sich inzwischen zur größeren Stadt und zum kulturellen Mittelpunkt des Landes entwickelt hatte. Diese Maßnahme wirkte sich auch auf den Schutzpatron des Brixner Domes aus. Anstelle des hl. Stephan wurde nun der hl. Kassian (Schutzpatron Säbens) verehrt. Dieses sollte die Kontinuität des Sitzes Säben mit dem neuen Bischofssitz in Brixen auch in religiöser Hinsicht sichern.

Bischof Albuin war Begleiter Kaiser Ottos II., dessen Kriege gegen Böhmen, Bayern und Frankreich seine Regierungszeit beunruhigten. Dennoch hielt der Bischof von Brixen in dieser Zeit treu zu ihm. Dieses deutliche Zeichen der Loyalität ließ der Kaiser nicht unbelohnt. Er bestätigte nicht nur die aus den Tagen der Karolinger stammenden Immunitätsprivilegien, sondern erkannte auch die bischöfliche Vogtei an. Auch sein Nachfolger, Heinrich II., brachte Bischof Albuin weitere Ländereien ein, unter anderem in Regensburg, Krain und Villach. Er übertrug ihm 1004 die Herrschaft Veldes in Krain. Die Brixner Domschule wird unter ihm erstmals erwähnt.

Der Bischof begleitete König Heinrich II. auf seinem Zug nach Italien gegen Arduin von Ivrea, ehe er 1006 starb.

Ernennung zum Schutzheiligen

Sarkophag der hll. Ingenuin und Albuin im Brixner Dom

Albuin wurde schon im 11. Jahrhundert als Heiliger verehrt. Außerdem wurde er in das Martyrologium Romanum aufgenommen. Bischof Hartmann von Brixen ernannte den hl. Albuin, zusammen mit Bischof Ingenuin, zu Schutzheiligen des Bistums Brixen. Die beiden Heiligen treten deshalb in Darstellungen meist gemeinsam in Pontifikalkleidung mit Bischofsstab und Buch auf. Hartmann ließ Albuins Reliquien, die vorher in der Seitenapsis lagen, im Jahr 1151 auf dem Hochaltar des Brixner Domes beisetzen. Die Gebeine der beiden Schutzheiligen liegen heute in einem marmornen Sarg auf dem Kassiansaltar im Brixner Dom.

Gedenktag

  • katholisch: 5. Februar
  • in Brixen: 13. Mai (Übertragung der Gebeine)

Literatur

Commons: Albuin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 126–128.
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