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„Alfred Tarski“ – Versionsunterschied

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[[Datei:220px-AlfredTarski1968.jpeg|verweis=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:AlfredTarski1968.jpeg|mini|220x220px|Alfred Tarski, 1968]]
<noinclude>{{aewi.Seitenordnung
'''Alfred Tarski''' bzw. ursprünglich '''Alfred Tajtelbaum''' oder '''Teitelbaum'''<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-1 [1]]</sup> (geboren am [https://de.wikipedia.org/wiki/14._Januar 14. Januar] [https://de.wikipedia.org/wiki/1901 1901] (nach anderen Quellen [https://de.wikipedia.org/wiki/1902 1902]) in [https://de.wikipedia.org/wiki/Warschau Warschau]; gestorben am [https://de.wikipedia.org/wiki/26._Oktober 26. Oktober] [https://de.wikipedia.org/wiki/1983 1983] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_(Kalifornien) Berkeley], [https://de.wikipedia.org/wiki/USA USA]) war ein polnischer [https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematiker Mathematiker] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Logik Logiker]. Alfred Tarski erarbeitete grundlegende Beiträge zu beiden [https://de.wikipedia.org/wiki/Formalwissenschaft Formalwissenschaften] sowie zur formalen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit Wahrheitstheorie] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Konvention_T Konvention T]) und war einer der Hauptvertreter der [https://de.wikipedia.org/wiki/Lemberg-Warschau-Schule Lemberg-Warschau-Schule] vor dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Zweiten Weltkrieg].
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----</noinclude>{{Weiterleitungshinweis|Tarski|Zum gleichnamigen Asteroiden siehe [[(13672) Tarski]].}}
[[Datei:Alfred Tarski.jpeg|mini|200px|Alfred Tarski in [[Berkeley (Kalifornien)|Berkeley]]]]
'''Alfred Tarski''' bzw. ursprünglich '''Alfred Tajtelbaum''' oder '''Teitelbaum'''<ref>Nach Anita Burdman Feferman, [[Solomon Feferman]] ''Alfred Tarski – Life and Logic'', Cambridge University Press, 2004, S. 37, finden sich beide Namensformen in den Warschauer Archiven (''Tajtelbaum'' ist die polnische Schreibweise, ''Teitelbaum'' die deutsche bei gleicher Aussprache). Seine ersten Veröffentlichungen erfolgten unter dem Namen ''Tajtelbaum''. ''Tajtelbaum'' ist [[Jiddisch]] für „Dattelbaum, Dattelpalme“.</ref> (geboren am [[14. Januar]] [[1901]] (nach anderen Quellen [[1902]]) in [[Warschau]]; gestorben am [[26. Oktober]] [[1983]] in [[Berkeley (Kalifornien)|Berkeley]], [[USA]]) war ein polnischer [[Mathematiker]] und [[Logik]]er. Alfred Tarski erarbeitete grundlegende Beiträge zu beiden [[Formalwissenschaft]]en sowie zur formalen [[Wahrheit]]stheorie ([[Konvention T]]) und war einer der Hauptvertreter der [[Lemberg-Warschau-Schule]] vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].


<div class="mw-heading mw-heading2">
== Leben ==
== Leben ==
</div><p>Alfred Tarski wurde unter dem Namen ''Tajtelbaum'' in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Warschau geboren. Er wuchs in Warschau auf und schrieb sich 1918 als Student an der dortigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Warschau Universität] ein. Ursprünglich hatte er die Absicht, Biologie zu studieren, jedoch wechselte er unter dem Einfluss von [https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_%C5%81ukasiewicz Jan Łukasiewicz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Le%C5%9Bniewski Stanisław Leśniewski] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Wac%C5%82aw_Sierpi%C5%84ski Wacław Sierpiński] zur Mathematik. Seine 1923 eingereichte Doktorarbeit fertigte er unter der Aufsicht von Leśniewski an; er wurde 1926 [https://de.wikipedia.org/wiki/Promotion_(Doktor) promoviert].<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-2 [2]]</sup> 1923 änderte er gemeinsam mit seinem Bruder Wacław seinen Familiennamen in den polnischer klingenden Namen ''Tarski''(dessen Endung ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Polnischer_Name -ski]'' eine Abstammung vom historischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Szlachta polnischen Adel] nahelegt). Die beiden Brüder [https://de.wikipedia.org/wiki/Konversion_(Religion) konvertierten] zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Katholizismus Katholizismus], der dominierenden Religion Polens. Die Konversion war jedoch nur ein Schritt auf dem Papier; tatsächlich war Tarski überzeugter [https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus Atheist]. Tarski nahm die Namensänderung und den Konfessionswechsel auf sich, da er sich so bessere Chancen bei der Bewerbung auf einen Lehrstuhl versprach. Diese Hoffnung ging jedoch zunächst nicht in Erfüllung, und mehrere Bewerbungen (in [https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Iwan-Franko-Universit%C3%A4t_Lwiw Lemberg]<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-3 [3]]</sup> und [https://de.wikipedia.org/wiki/Adam-Mickiewicz-Universit%C3%A4t_Posen Posen]) verliefen für ihn enttäuschend. Ab 1926 wirkte er in [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Warschau Warschau] als Dozent für Logik und verfasste in der folgenden Zeit mehrere Lehrbücher und wissenschaftliche Arbeiten. 1929 heiratete er Maria Witkowska, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte. 1930 kam er mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Kreis Wiener Kreis] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_G%C3%B6del Kurt Gödel] in Berührung.</p><p>Der hereinbrechende Zweite Weltkrieg hatte katastrophale Auswirkungen für die polnische Logik. Strukturen zwischen wissenschaftlichen Institutionen wurden zerstört, und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust Judenverfolgung] kostete mehrere Logiker, Philosophen und Mathematiker das Leben. Tarski, der sich weit mehr als Pole denn als Jude fühlte, war sich des Ernstes der Lage nicht bewusst und entkam nur sehr knapp dem Schicksal, dem viele seiner jüdischen Kollegen zum Opfer fielen. Im August 1939 erhielt er eine Einladung zur ''[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Unity_of_Science&action=edit&redlink=1 Unity of Science]''-Tagung in den USA und in der festen Überzeugung, nur zwei Wochen fort zu sein, ließ er Frau und Kinder in Warschau zurück und verließ Polen mit dem letzten Schiff, bevor es keinen legalen Weg mehr gab, das Land zu verlassen. Die Logikerin [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Janina_Hosiasson-Lindenbaum&action=edit&redlink=1 Janina Hosiasson-Lindenbaum] (1899–1942) wollte an derselben Konferenz teilnehmen und mit dem nächsten Schiff nach Nordamerika aufbrechen, doch ihr wurde das [https://de.wikipedia.org/wiki/Visum Visum] verwehrt. Sie und ihr Mann [https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Lindenbaum Adolf Lindenbaum] wurden 1941 im [https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Vilnius Ghetto in Vilnius] ermordet. Frau und Kinder von Tarski überlebten den Krieg in Polen, zahlreiche weitere Verwandte verloren jedoch im [https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust Holocaust] ihr Leben. Nach dem Krieg blieb Tarski, wieder vereint mit seiner Familie, in Kalifornien und baute in [https://de.wikipedia.org/wiki/University_of_California,_Berkeley Berkeley] eine Schule für Logik auf.</p><div class="mw-heading mw-heading2">
Alfred Tarski wurde unter dem Namen ''Tajtelbaum'' in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Warschau geboren. Er wuchs in Warschau auf und schrieb sich 1918 als Student an der dortigen [[Universität Warschau|Universität]] ein. Ursprünglich hatte er die Absicht, Biologie zu studieren, jedoch wechselte er unter dem Einfluss von [[Jan Łukasiewicz]], [[Stanisław Leśniewski]] und [[Wacław Sierpiński]] zur Mathematik. Seine 1923 eingereichte Doktorarbeit fertigte er unter der Aufsicht von Leśniewski an; er wurde 1926 [[Promotion (Doktor)|promoviert]].<ref>Publikation: ''O wyrazie pierwotnym logistyki.'' In: Przeglad Filozoficzny 26 (1923), S. 68–89; engl. Übers. in: ''Logic, Semantics, Metamathematics''. Papers from 1923 to 1938, Clarendon, Oxford 1956, 2. A. Hackett, Indianapolis 1983, S. 1–23. Auch in: ''On the primitive term of logistic.'' In: Jan T. J. Srzednicki, Zbigniew Stachniak (Hrsg.): ''Leśniewski's systems protothetic.'' Kluwer, Dordrect 1998, S. 43–68.</ref> 1923 änderte er gemeinsam mit seinem Bruder Wacław seinen Familiennamen in den polnischer klingenden Namen ''Tarski'' (dessen Endung ''[[Polnischer Name|-ski]]'' eine Abstammung vom historischen [[Szlachta|polnischen Adel]] nahelegt). Die beiden Brüder [[Konversion (Religion)|konvertierten]] zum [[Katholizismus]], der dominierenden Religion Polens. Die Konversion war jedoch nur ein Schritt auf dem Papier; tatsächlich war Tarski überzeugter [[Atheismus|Atheist]]. Tarski nahm die Namensänderung und den Konfessionswechsel auf sich, da er sich so bessere Chancen bei der Bewerbung auf einen Lehrstuhl versprach. Diese Hoffnung ging jedoch zunächst nicht in Erfüllung, und mehrere Bewerbungen (in [[Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw|Lemberg]]<ref>Dort erhielt in einer kontroversen Entscheidung [[Leon Chwistek]] den Lehrstuhl.</ref> und [[Adam-Mickiewicz-Universität Posen|Posen]]) verliefen für ihn enttäuschend. Ab 1926 wirkte er in [[Universität Warschau|Warschau]] als Dozent für Logik und verfasste in der folgenden Zeit mehrere Lehrbücher und wissenschaftliche Arbeiten. 1929 heiratete er Maria Witkowska, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte. 1930 kam er mit dem [[Wiener Kreis]] und [[Kurt Gödel]] in Berührung.
 
[[Datei:AlfredTarski1968.jpeg|mini|Alfred Tarski, 1968]]
 
Der hereinbrechende Zweite Weltkrieg hatte katastrophale Auswirkungen für die polnische Logik. Strukturen zwischen wissenschaftlichen Institutionen wurden zerstört, und die [[Holocaust|Judenverfolgung]] kostete mehrere Logiker, Philosophen und Mathematiker das Leben. Tarski, der sich weit mehr als Pole denn als Jude fühlte, war sich des Ernstes der Lage nicht bewusst und entkam nur sehr knapp dem Schicksal, dem viele seiner jüdischen Kollegen zum Opfer fielen. Im August 1939 erhielt er eine Einladung zur ''[[Unity of Science]]''-Tagung in den USA und in der festen Überzeugung, nur zwei Wochen fort zu sein, ließ er Frau und Kinder in Warschau zurück und verließ Polen mit dem letzten Schiff, bevor es keinen legalen Weg mehr gab, das Land zu verlassen. Die Logikerin [[Janina Hosiasson-Lindenbaum]] (1899–1942) wollte an derselben Konferenz teilnehmen und mit dem nächsten Schiff nach Nordamerika aufbrechen, doch ihr wurde das [[Visum]] verwehrt. Sie und ihr Mann [[Adolf Lindenbaum]] wurden 1941 im [[Ghetto Vilnius|Ghetto in Vilnius]] ermordet. Frau und Kinder von Tarski überlebten den Krieg in Polen, zahlreiche weitere Verwandte verloren jedoch im [[Holocaust]] ihr Leben. Nach dem Krieg blieb Tarski, wieder vereint mit seiner Familie, in Kalifornien und baute in [[University of California, Berkeley|Berkeley]] eine Schule für Logik auf.
 
== Wissenschaftliche Leistungen ==
== Wissenschaftliche Leistungen ==
</div><p>Bereits 1930 entwickelte Tarski eine Formel, die dem [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6delscher_Unvollst%C3%A4ndigkeitssatz Unvollständigkeitssatz] [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_G%C3%B6del Kurt Gödels] aus dem Jahr 1931 fast entsprach (1931 hielt Tarski vor der Wissenschaftlichen Gesellschaft Warschaus einen Vortrag über den [[Wahrheitsbegriff]], so die Abhängigkeit der formal korrekten Definition eines „wahren Satzes“ von der Sprache, führte exemplarisch ein Lügenparadox vor („‚Dies ist ein falscher Satz‘ ist ein wahrer Satz, wenn und nur wenn es ein falscher Satz ist“) und schlug eine Definition für formalisierte Sprachen wie die Logik oder die Mathematik vor<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-4 [4]]</sup>).</p><p>Seine Arbeiten umfassten neue Ansätze in der Behandlung von Entscheidungsproblemen, der Axiomatisierung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Algebra Algebra] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Geometrie Geometrie] sowie in der Algebraisierung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Logik Logik] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Metamathematik Metamathematik]. Seine Arbeit ''Über den Begriff der logischen Folgerung'' (1935) begründete die [https://de.wikipedia.org/wiki/Modelltheorie Modelltheorie]; die dort angegebene Definition der [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikatenlogik_erster_Stufe#Mathematisches_Schlie%C3%9Fen Folgerung] ist heute in der Mathematik unstrittig und dient als Basis zur Definition [https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Logik mathematischer Logiken]. Philosophisch war besonders Tarskis Konzeption der Wahrheit einflussreich (vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit#Semantische_Theorie_der_Wahrheit Semantische Theorie der Wahrheit]). Insbesondere hat seine Wahrheitsauffassung den US-amerikanischen Philosophen [https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Davidson Donald Davidson] beeinflusst.</p><div class="mw-heading mw-heading2">
Bereits 1930 entwickelte Tarski eine Formel, die dem [[Gödelscher Unvollständigkeitssatz|Unvollständigkeitssatz]] [[Kurt Gödel]]s aus dem Jahr 1931 fast entsprach (1931 hielt Tarski vor der Wissenschaftlichen Gesellschaft Warschaus einen Vortrag über den Wahrheitsbegriff, so die Abhängigkeit der formal korrekten Definition eines „wahren Satzes“ von der Sprache, führte exemplarisch ein Lügenparadox vor („‚Dies ist ein falscher Satz‘ ist ein wahrer Satz, wenn und nur wenn es ein falscher Satz ist“) und schlug eine Definition für formalisierte Sprachen wie die Logik oder die Mathematik vor<ref>[[George A. Miller]]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 175 und 303.</ref>). 1936 formulierte Tarski einen [[Tarskis Undefinierbarkeitssatz|Satz über die Undefinierbarkeit der Wahrheit]], der sagt, dass jede hinreichend mächtige [[formale Sprache]] inhärent dadurch beschränkt ist, dass der Wahrheitsbegriff in ihr nicht mit ihren eigenen Ausdrucksmitteln definiert werden kann.
 
Seine Arbeiten umfassten neue Ansätze in der Behandlung von Entscheidungsproblemen, der Axiomatisierung von [[Algebra]] und [[Geometrie]] sowie in der Algebraisierung von [[Logik]] und [[Metamathematik]]. Seine Arbeit ''Über den Begriff der logischen Folgerung'' (1935) begründete die [[Modelltheorie]]; die dort angegebene Definition der [[Prädikatenlogik erster Stufe#Mathematisches Schließen|Folgerung]] ist heute in der Mathematik unstrittig und dient als Basis zur Definition [[Mathematische Logik|mathematischer Logiken]]. Philosophisch war besonders Tarskis Konzeption der Wahrheit einflussreich (vgl. [[Wahrheit#Semantische Theorie der Wahrheit|Semantische Theorie der Wahrheit]]). Insbesondere hat seine Wahrheitsauffassung den US-amerikanischen Philosophen [[Donald Davidson]] beeinflusst.
 
== Ehrungen ==
== Ehrungen ==
</div><p>Zu seinen Ehren werden die ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Tarski_Lectures Tarski Lectures]'' an der [https://de.wikipedia.org/wiki/University_of_California,_Berkeley University of California, Berkeley] gehalten, die gleichzeitig ein wichtiger Preis für mathematische Logiker sind.</p><p>1954 hielt er einen Plenarvortrag auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Mathematikerkongress Internationalen Mathematikerkongress] (ICM) in [https://de.wikipedia.org/wiki/Amsterdam Amsterdam] (''Mathematics and Metamathematics''), 1962 war er Invited Speaker auf dem ICM in Stockholm (''Undecidability of the elementary theory of commutative semigroups'') und 1950 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Cambridge_(Massachusetts) Cambridge (Massachusetts)](''Some notions and methods on the borderline of algebra and metamathematics'').</p><div class="mw-heading mw-heading2">
Zu seinen Ehren werden die ''[[Tarski Lectures]]'' an der [[University of California, Berkeley]] gehalten, die gleichzeitig ein wichtiger Preis für mathematische Logiker sind.
 
1954 hielt er einen Plenarvortrag auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] (ICM) in [[Amsterdam]] (''Mathematics and Metamathematics''), 1962 war er Invited Speaker auf dem ICM in Stockholm (''Undecidability of the elementary theory of commutative semigroups'') und 1950 in [[Cambridge (Massachusetts)]] (''Some notions and methods on the borderline of algebra and metamathematics'').
 
== Mitgliedschaften ==
== Mitgliedschaften ==
</div><p>1948 wurde Tarski in die [https://de.wikipedia.org/wiki/American_Academy_of_Arts_and_Sciences American Academy of Arts and Sciences] gewählt,<sup id="cite_ref-5" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-5 [5]]</sup> 1958 in die [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6niglich_Niederl%C3%A4ndische_Akademie_der_Wissenschaften Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften],<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-6 [6]]</sup> 1965 in die [https://de.wikipedia.org/wiki/National_Academy_of_Sciences National Academy of Sciences] und 1966 in die [https://de.wikipedia.org/wiki/British_Academy British Academy].<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-7 [7]]</sup></p><div class="mw-heading mw-heading2">
1948 wurde Tarski in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt,<ref>{{Amacad|T|2018-03-06}}</ref> 1958 in die [[Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften]],<ref>{{Internetquelle| url=https://dwc.knaw.nl/en/biografie/pmknaw/?pagetype=authorDetail&aId=PE00003268| titel=Past Members: Alfred Tarski| hrsg=Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften| zugriff=2023-07-23| kommentar=mit Link zur Biografie, niederländisch}}</ref> 1965 in die [[National Academy of Sciences]] und 1966 in die [[British Academy]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/fellows/alfred-tarski-FBA/ |titel=Fellows: Alfred Tarski |hrsg=British Academy |abruf=2020-08-05}}</ref>
 
== Ehrungen und Auszeichnungen ==
== Ehrungen und Auszeichnungen ==
</div><p>Im Jahr 2000 war er Namensgeber für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid Asteroiden] [https://de.wikipedia.org/wiki/(13672)_Tarski (13672) Tarski]. Eine Vielzahl von Sätzen und mathematischen Begriffen ist nach ihm benannt.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-8 [8]]</sup></p><div class="mw-heading mw-heading2">
Im Jahr 2000 war er Namensgeber für den [[Asteroid]]en [[(13672) Tarski]]. Eine Vielzahl von Sätzen und mathematischen Begriffen ist nach ihm benannt.<ref>vgl. [[:en:List of things named after Alfred Tarski]]</ref>
 
== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
</div>
* [[Banach-Tarski-Paradoxon]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Banach-Tarski-Paradoxon Banach-Tarski-Paradoxon]
* [[Fixpunktsatz von Tarski und Knaster]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Fixpunktsatz_von_Tarski_und_Knaster Fixpunktsatz von Tarski und Knaster]
* [[Tarski-Gruppe]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Tarski-Gruppe Tarski-Gruppe]
* [[Tarski-Endlichkeit]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Tarski-Endlichkeit Tarski-Endlichkeit]
 
<div class="mw-heading mw-heading2">
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==
</div>
* ''Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen.'' In: ''Studia Philosophica'' [Lemberg] 1 (1936), S. 261–405 (Vorabdruck datiert 1935).<ref>Bibliographische Angaben im englischen Nachdruck in Tarski: ''Logic, Semantics and Metamathematics.'' Oxford 1956. Erstmals am 21. März 1931 von Lukasiewicz der Warschauer Wissenschaftlichen Gesellschaft präsentiert, dann am 21. Januar 1932 der Wiener Akademie der Wissenschaft; die Drucklegung verzögerte sich aber.</ref> Der Artikel ist eine deutsche Übersetzung der erstmals 1933 gedruckten polnischen Arbeit, die aber schon 1931 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Nachdruck in Karel Berka, Lothar Kreiser (Hrsg.): ''Logik-Texte. Kommentierte Auswahl zur Geschichte der modernen Logik''. Akademie-Verlag, Berlin 1983, S. 445–546, in englischer Sprache in Tarski: ''Logic, Semantics and Metamathematics – papers from 1923 to 1938 by Alfred Tarski.'' Oxford 1956, 1983.
*''Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen.'' In: ''Studia Philosophica'' [Lemberg] 1 (1936), S. 261–405 (Vorabdruck datiert 1935).<sup id="cite_ref-9" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Tarski#cite_note-9 [9]]</sup> Der Artikel ist eine deutsche Übersetzung der erstmals 1933 gedruckten polnischen Arbeit, die aber schon 1931 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Nachdruck in Karel Berka, Lothar Kreiser (Hrsg.): ''Logik-Texte. Kommentierte Auswahl zur Geschichte der modernen Logik''. Akademie-Verlag, Berlin 1983, S. 445–546, in englischer Sprache in Tarski: ''Logic, Semantics and Metamathematics – papers from 1923 to 1938 by Alfred Tarski.'' Oxford 1956, 1983.
* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k38370h/f5.image.r=.langFR ''Über den Begriff der logischen Folgerung.''] In: ''Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935.'' vol. VII: ''Logique''. Hermann, Paris 1936, S. 1–11.
*[http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k38370h/f5.image.r=.langFR ''Über den Begriff der logischen Folgerung.''] In: ''Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935.'' vol. VII: ''Logique''. Hermann, Paris 1936, S. 1–11.
* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k383668/f5.image.r=.langFR ''Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik.''] In: ''Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935.'' vol. III: ''Language et pseudo-problèmes.'' Hermann, Paris 1936, S. 1–8.
*[http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k383668/f5.image.r=.langFR ''Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik.''] In: ''Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935.'' vol. III: ''Language et pseudo-problèmes.'' Hermann, Paris 1936, S. 1–8.
* ''The Semantic Conception of Truth and the Foundations of Semantics.'' In: ''Philosophy and Phenomenological Research.'' IV,3 (1944), S. 341–375. (Deutsche Übs. in: Gunnar Skirbekk (Hrsg.): ''Wahrheitstheorien. Eine Auswahl aus den Diskussionen über Wahrheit im 20. Jahrhundert.'' Frankfurt am Main 1977, S. 140–188.)
*''The Semantic Conception of Truth and the Foundations of Semantics.'' In: ''Philosophy and Phenomenological Research.'' IV,3 (1944), S. 341–375. (Deutsche Übs. in: Gunnar Skirbekk (Hrsg.): ''Wahrheitstheorien. Eine Auswahl aus den Diskussionen über Wahrheit im 20. Jahrhundert.'' Frankfurt am Main 1977, S. 140–188.)
* ''Einführung in die Mathematische Logik und in die Methodologie der Mathematik''. Springer, Wien 1937.
*''Einführung in die Mathematische Logik und in die Methodologie der Mathematik''. Springer, Wien 1937.
* ''Einführung in die mathematische Logik''. übersetzt von Erhard Scheibe (mit den Ergänzungen des Verfassers in der englischen und französischen Ausgabe) 2., neubearb. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1966. (= Moderne Mathematik in elementarer Darstellung. 5.) (5. Auflage. 1977, ISBN 3-525-40540-5. (mit Anhang "Wahrheit und Beweis"))
*''Einführung in die mathematische Logik''. übersetzt von Erhard Scheibe (mit den Ergänzungen des Verfassers in der englischen und französischen Ausgabe) 2., neubearb. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1966. (= Moderne Mathematik in elementarer Darstellung. 5.) (5. Auflage. 1977, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3525405405 ISBN 3-525-40540-5]. (mit Anhang "Wahrheit und Beweis"))
* mit [[Andrzej Mostowski]] und [[Raphael M. Robinson]]: ''Undecidable theories''. North-Holland Publ., Amsterdam 1953. (= Studies in logic and the foundations of mathematics.)
*mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Andrzej_Mostowski Andrzej Mostowski] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_M._Robinson Raphael M. Robinson]: ''Undecidable theories''. North-Holland Publ., Amsterdam 1953. (= Studies in logic and the foundations of mathematics.)
* ''A lattice-theoretical fixpoint theorem and its applications''. In: ''Pacific Journal of Mathematics''. Band 5, 1955, S. 285–309 ([https://projecteuclid.org/journals/pacific-journal-of-mathematics/volume-5/issue-2/A-lattice-theoretical-fixpoint-theorem-and-its-applications/pjm/1103044538.full projecteuclid.org]).
*''A lattice-theoretical fixpoint theorem and its applications''. In: ''Pacific Journal of Mathematics''. Band 5, 1955, S. 285–309 ([https://projecteuclid.org/journals/pacific-journal-of-mathematics/volume-5/issue-2/A-lattice-theoretical-fixpoint-theorem-and-its-applications/pjm/1103044538.full projecteuclid.org]).
* Steven R. Givant, R. N. McKenzie (Hrsg.): ''Collected Papers.'' 4 Bände, Birkhäuser, Basel/Boston 1986, ISBN 3-7643-3284-0.
*Steven R. Givant, R. N. McKenzie (Hrsg.): ''Collected Papers.'' 4 Bände, Birkhäuser, Basel/Boston 1986, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3764332840 ISBN 3-7643-3284-0].
 
<div class="mw-heading mw-heading2">
== Literatur ==
== Literatur ==
</div>
* Jürgen Alex: ''Zur Entstehung des Computers – Von Alfred Tarski zu Konrad Zuse – Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die Entstehung der drei Computerkonzepte des Konrad Zuse – Tertium non datur''. VDI-Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-18-150051-4.
*Jürgen Alex: ''Zur Entstehung des Computers – Von Alfred Tarski zu Konrad Zuse – Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die Entstehung der drei Computerkonzepte des Konrad Zuse – Tertium non datur''. VDI-Verlag, Düsseldorf 2007, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783181500514 ISBN 978-3-18-150051-4].
* Anita Burdman Feferman, [[Solomon Feferman]]: ''Alfred Tarski. Life and Logic''. Cambridge University Press, Cambridge u.&nbsp;a. 2004, ISBN 0-521-80240-7.
*Anita Burdman Feferman, [https://de.wikipedia.org/wiki/Solomon_Feferman Solomon Feferman]: ''Alfred Tarski. Life and Logic''. Cambridge University Press, Cambridge u.&nbsp;a. 2004, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/0521802407 ISBN 0-521-80240-7].
* Steven Givant: ''Unifying threads in Alfred Tarskis Work.'' In: ''Mathematical Intelligencer.'' 1999, Nr.&nbsp;1.
*Steven Givant: ''Unifying threads in Alfred Tarskis Work.'' In: ''Mathematical Intelligencer.'' 1999, Nr.&nbsp;1.
* Steven Givant: ''Bibliography of Alfred Tarski.'' In: ''The Journal of Symbolic Logic.'' 51/4, 1986, S.&nbsp;913–941.
*Steven Givant: ''Bibliography of Alfred Tarski.'' In: ''The Journal of Symbolic Logic.'' 51/4, 1986, S.&nbsp;913–941.
* [[Reinhard Kamitz (Philosoph)]]: ''Alfred Tarski: Die semantische Konzeption der Wahrheit.'' in: [[Josef Speck]] (Hrsg.): ''Philosophie der Neuzeit. VI. Tarski, Reichenbach, Kraft, Gödel, Neurath.'' – Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1992 (UTB; 1654), ISBN 3-525-03319-2, S. 9–66.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Kamitz_(Philosoph) Reinhard Kamitz (Philosoph)]: ''Alfred Tarski: Die semantische Konzeption der Wahrheit.'' in: [https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Speck Josef Speck] (Hrsg.): ''Philosophie der Neuzeit. VI. Tarski, Reichenbach, Kraft, Gödel, Neurath.'' – Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1992 (UTB; 1654), [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3525033192 ISBN 3-525-03319-2], S. 9–66.
 
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{{Commonscat|Alfred Tarski}}
*[https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118620851 Literatur von und über Alfred Tarski] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]
* {{DNB-Portal|118620851}}
*Mario Gómez-Torrente:&nbsp;[http://plato.stanford.edu/entries/tarski/ Eintrag] in Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''.
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/tarski/||Mario Gómez-Torrente}}
*Wilfrid Hodges:&nbsp;[http://plato.stanford.edu/entries/tarski-truth/ ''Tarski's Truth Definitions.''] In: Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''.
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/tarski-truth/|Tarski's Truth Definitions|Wilfrid Hodges}}
*John J. O’Connor, [https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Robertson Edmund F. Robertson]:&nbsp;[https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Tarski/ ''Alfred Tarski.''] In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/MacTutor_History_of_Mathematics_archive MacTutor History of Mathematics archive]''&nbsp;(englisch).
* {{MacTutor|id=Tarski}}
*[https://www.mathgenealogy.org/id.php?id=13347 Alfred Tarski] im [https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematics_Genealogy_Project Mathematics Genealogy Project] (englisch)
* {{MathGenealogyProject|id=13347}}
*[https://academictree.org/philosophy/peopleinfo.php?pid=48092 Informationen] zu und [https://academictree.org/philosophy/tree.php?pid=48092 akademischer Stammbaum] von ''Alfred Tarski'' bei academictree.org, abgerufen am 30.&nbsp;Juli 2023.
* {{Academictree|philosophy|48092|Name=Alfred Tarski|Abruf=2023-07-30}}
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* [https://zbmath.org/authors/tarski.alfred Alfred Tarski] in der Datenbank [[zbMATH]]
 
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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<references />
#<span class="reference-text">Nach Anita Burdman Feferman, [https://de.wikipedia.org/wiki/Solomon_Feferman Solomon Feferman] ''Alfred Tarski – Life and Logic'', Cambridge University Press, 2004, S. 37, finden sich beide Namensformen in den Warschauer Archiven (''Tajtelbaum'' ist die polnische Schreibweise, ''Teitelbaum'' die deutsche bei gleicher Aussprache). Seine ersten Veröffentlichungen erfolgten unter dem Namen ''Tajtelbaum''. ''Tajtelbaum'' ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Jiddisch Jiddisch] für „Dattelbaum, Dattelpalme“.</span>
 
#<span class="reference-text">Publikation: ''O wyrazie pierwotnym logistyki.'' In: Przeglad Filozoficzny 26 (1923), S. 68–89; engl. Übers. in: ''Logic, Semantics, Metamathematics''. Papers from 1923 to 1938, Clarendon, Oxford 1956, 2. A. Hackett, Indianapolis 1983, S. 1–23. Auch in: ''On the primitive term of logistic.'' In: Jan T. J. Srzednicki, Zbigniew Stachniak (Hrsg.): ''Leśniewski's systems protothetic.'' Kluwer, Dordrect 1998, S. 43–68.</span>
{{Normdaten|TYP=p|GND=118620851|LCCN=n50008718|VIAF=88667191}}
#<span class="reference-text">Dort erhielt in einer kontroversen Entscheidung [https://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Chwistek Leon Chwistek] den Lehrstuhl.</span>
 
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/George_A._Miller George A. Miller]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Grabowski Joachim Grabowski] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Fellbaum Christiane Fellbaum]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3861501155 ISBN 3-86150-115-5], S. 175 und 303.</span>
{{SORTIERUNG:Tarski, Alfred}}
#<span class="reference-text"><span class="cite">[https://www.amacad.org/multimedia/pdfs/publications/bookofmembers/ChapterT.pdf ''Book of Members 1780–present, Chapter T.''] (PDF; 888&nbsp;kB) In: ''amacad.org.'' [https://de.wikipedia.org/wiki/American_Academy_of_Arts_and_Sciences American Academy of Arts and Sciences],<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 6.&nbsp;März 2018</span>(englisch).</span></span>
[[Kategorie:Mathematischer Logiker (20. Jahrhundert)]]
#<span class="reference-text"><span class="cite">[https://dwc.knaw.nl/en/biografie/pmknaw/?pagetype=authorDetail&aId=PE00003268 ''Past Members: Alfred Tarski.''] Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23.&nbsp;Juli 2023</span> (mit Link zur Biografie, niederländisch).</span></span>
[[Kategorie:Logiker]]
#<span class="reference-text"><span class="cite">[https://www.thebritishacademy.ac.uk/fellows/alfred-tarski-FBA/ ''Fellows: Alfred Tarski.''] British Academy,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 5.&nbsp;August 2020</span>.</span></span>
[[Kategorie:Wiener Kreis]]
#<span class="reference-text">vgl. [https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_things_named_after_Alfred_Tarski en:List of things named after Alfred Tarski]</span>
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]
#<span class="reference-text">Bibliographische Angaben im englischen Nachdruck in Tarski: ''Logic, Semantics and Metamathematics.'' Oxford 1956. Erstmals am 21. März 1931 von Lukasiewicz der Warschauer Wissenschaftlichen Gesellschaft präsentiert, dann am 21. Januar 1932 der Wiener Akademie der Wissenschaft; die Drucklegung verzögerte sich aber.</span>
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]
[[Kategorie:Persönlichkeit]]
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[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]
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{{Personendaten
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[[Kategorie:Einheitswissenschaft]]

Aktuelle Version vom 20. September 2026, 13:25 Uhr

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Alfred Tarski in Berkeley

Alfred Tarski bzw. ursprünglich Alfred Tajtelbaum oder Teitelbaum[1] (geboren am 14. Januar 1901 (nach anderen Quellen 1902) in Warschau; gestorben am 26. Oktober 1983 in Berkeley, USA) war ein polnischer Mathematiker und Logiker. Alfred Tarski erarbeitete grundlegende Beiträge zu beiden Formalwissenschaften sowie zur formalen Wahrheitstheorie (Konvention T) und war einer der Hauptvertreter der Lemberg-Warschau-Schule vor dem Zweiten Weltkrieg.

Leben

Alfred Tarski wurde unter dem Namen Tajtelbaum in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Warschau geboren. Er wuchs in Warschau auf und schrieb sich 1918 als Student an der dortigen Universität ein. Ursprünglich hatte er die Absicht, Biologie zu studieren, jedoch wechselte er unter dem Einfluss von Jan Łukasiewicz, Stanisław Leśniewski und Wacław Sierpiński zur Mathematik. Seine 1923 eingereichte Doktorarbeit fertigte er unter der Aufsicht von Leśniewski an; er wurde 1926 promoviert.[2] 1923 änderte er gemeinsam mit seinem Bruder Wacław seinen Familiennamen in den polnischer klingenden Namen Tarski (dessen Endung -ski eine Abstammung vom historischen polnischen Adel nahelegt). Die beiden Brüder konvertierten zum Katholizismus, der dominierenden Religion Polens. Die Konversion war jedoch nur ein Schritt auf dem Papier; tatsächlich war Tarski überzeugter Atheist. Tarski nahm die Namensänderung und den Konfessionswechsel auf sich, da er sich so bessere Chancen bei der Bewerbung auf einen Lehrstuhl versprach. Diese Hoffnung ging jedoch zunächst nicht in Erfüllung, und mehrere Bewerbungen (in Lemberg[3] und Posen) verliefen für ihn enttäuschend. Ab 1926 wirkte er in Warschau als Dozent für Logik und verfasste in der folgenden Zeit mehrere Lehrbücher und wissenschaftliche Arbeiten. 1929 heiratete er Maria Witkowska, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte. 1930 kam er mit dem Wiener Kreis und Kurt Gödel in Berührung.

Alfred Tarski, 1968

Der hereinbrechende Zweite Weltkrieg hatte katastrophale Auswirkungen für die polnische Logik. Strukturen zwischen wissenschaftlichen Institutionen wurden zerstört, und die Judenverfolgung kostete mehrere Logiker, Philosophen und Mathematiker das Leben. Tarski, der sich weit mehr als Pole denn als Jude fühlte, war sich des Ernstes der Lage nicht bewusst und entkam nur sehr knapp dem Schicksal, dem viele seiner jüdischen Kollegen zum Opfer fielen. Im August 1939 erhielt er eine Einladung zur Unity of Science-Tagung in den USA und in der festen Überzeugung, nur zwei Wochen fort zu sein, ließ er Frau und Kinder in Warschau zurück und verließ Polen mit dem letzten Schiff, bevor es keinen legalen Weg mehr gab, das Land zu verlassen. Die Logikerin Janina Hosiasson-Lindenbaum (1899–1942) wollte an derselben Konferenz teilnehmen und mit dem nächsten Schiff nach Nordamerika aufbrechen, doch ihr wurde das Visum verwehrt. Sie und ihr Mann Adolf Lindenbaum wurden 1941 im Ghetto in Vilnius ermordet. Frau und Kinder von Tarski überlebten den Krieg in Polen, zahlreiche weitere Verwandte verloren jedoch im Holocaust ihr Leben. Nach dem Krieg blieb Tarski, wieder vereint mit seiner Familie, in Kalifornien und baute in Berkeley eine Schule für Logik auf.

Wissenschaftliche Leistungen

Bereits 1930 entwickelte Tarski eine Formel, die dem Unvollständigkeitssatz Kurt Gödels aus dem Jahr 1931 fast entsprach (1931 hielt Tarski vor der Wissenschaftlichen Gesellschaft Warschaus einen Vortrag über den Wahrheitsbegriff, so die Abhängigkeit der formal korrekten Definition eines „wahren Satzes“ von der Sprache, führte exemplarisch ein Lügenparadox vor („‚Dies ist ein falscher Satz‘ ist ein wahrer Satz, wenn und nur wenn es ein falscher Satz ist“) und schlug eine Definition für formalisierte Sprachen wie die Logik oder die Mathematik vor[4]). 1936 formulierte Tarski einen Satz über die Undefinierbarkeit der Wahrheit, der sagt, dass jede hinreichend mächtige formale Sprache inhärent dadurch beschränkt ist, dass der Wahrheitsbegriff in ihr nicht mit ihren eigenen Ausdrucksmitteln definiert werden kann.

Seine Arbeiten umfassten neue Ansätze in der Behandlung von Entscheidungsproblemen, der Axiomatisierung von Algebra und Geometrie sowie in der Algebraisierung von Logik und Metamathematik. Seine Arbeit Über den Begriff der logischen Folgerung (1935) begründete die Modelltheorie; die dort angegebene Definition der Folgerung ist heute in der Mathematik unstrittig und dient als Basis zur Definition mathematischer Logiken. Philosophisch war besonders Tarskis Konzeption der Wahrheit einflussreich (vgl. Semantische Theorie der Wahrheit). Insbesondere hat seine Wahrheitsauffassung den US-amerikanischen Philosophen Donald Davidson beeinflusst.

Ehrungen

Zu seinen Ehren werden die Tarski Lectures an der University of California, Berkeley gehalten, die gleichzeitig ein wichtiger Preis für mathematische Logiker sind.

1954 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Amsterdam (Mathematics and Metamathematics), 1962 war er Invited Speaker auf dem ICM in Stockholm (Undecidability of the elementary theory of commutative semigroups) und 1950 in Cambridge (Massachusetts) (Some notions and methods on the borderline of algebra and metamathematics).

Mitgliedschaften

1948 wurde Tarski in die American Academy of Arts and Sciences gewählt,[5] 1958 in die Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften,[6] 1965 in die National Academy of Sciences und 1966 in die British Academy.[7]

Ehrungen und Auszeichnungen

Im Jahr 2000 war er Namensgeber für den Asteroiden (13672) Tarski. Eine Vielzahl von Sätzen und mathematischen Begriffen ist nach ihm benannt.[8]

Siehe auch

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen. In: Studia Philosophica [Lemberg] 1 (1936), S. 261–405 (Vorabdruck datiert 1935).[9] Der Artikel ist eine deutsche Übersetzung der erstmals 1933 gedruckten polnischen Arbeit, die aber schon 1931 der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Nachdruck in Karel Berka, Lothar Kreiser (Hrsg.): Logik-Texte. Kommentierte Auswahl zur Geschichte der modernen Logik. Akademie-Verlag, Berlin 1983, S. 445–546, in englischer Sprache in Tarski: Logic, Semantics and Metamathematics – papers from 1923 to 1938 by Alfred Tarski. Oxford 1956, 1983.
  • Über den Begriff der logischen Folgerung. In: Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935. vol. VII: Logique. Hermann, Paris 1936, S. 1–11.
  • Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik. In: Actes du Congrès international de philosophie scientifique, Sorbonne, Paris 1935. vol. III: Language et pseudo-problèmes. Hermann, Paris 1936, S. 1–8.
  • The Semantic Conception of Truth and the Foundations of Semantics. In: Philosophy and Phenomenological Research. IV,3 (1944), S. 341–375. (Deutsche Übs. in: Gunnar Skirbekk (Hrsg.): Wahrheitstheorien. Eine Auswahl aus den Diskussionen über Wahrheit im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 1977, S. 140–188.)
  • Einführung in die Mathematische Logik und in die Methodologie der Mathematik. Springer, Wien 1937.
  • Einführung in die mathematische Logik. übersetzt von Erhard Scheibe (mit den Ergänzungen des Verfassers in der englischen und französischen Ausgabe) 2., neubearb. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1966. (= Moderne Mathematik in elementarer Darstellung. 5.) (5. Auflage. 1977, ISBN 3-525-40540-5. (mit Anhang "Wahrheit und Beweis"))
  • mit Andrzej Mostowski und Raphael M. Robinson: Undecidable theories. North-Holland Publ., Amsterdam 1953. (= Studies in logic and the foundations of mathematics.)
  • A lattice-theoretical fixpoint theorem and its applications. In: Pacific Journal of Mathematics. Band 5, 1955, S. 285–309 (projecteuclid.org).
  • Steven R. Givant, R. N. McKenzie (Hrsg.): Collected Papers. 4 Bände, Birkhäuser, Basel/Boston 1986, ISBN 3-7643-3284-0.

Literatur

  • Jürgen Alex: Zur Entstehung des Computers – Von Alfred Tarski zu Konrad Zuse – Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die Entstehung der drei Computerkonzepte des Konrad Zuse – Tertium non datur. VDI-Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-18-150051-4.
  • Anita Burdman Feferman, Solomon Feferman: Alfred Tarski. Life and Logic. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2004, ISBN 0-521-80240-7.
  • Steven Givant: Unifying threads in Alfred Tarskis Work. In: Mathematical Intelligencer. 1999, Nr. 1.
  • Steven Givant: Bibliography of Alfred Tarski. In: The Journal of Symbolic Logic. 51/4, 1986, S. 913–941.
  • Reinhard Kamitz (Philosoph): Alfred Tarski: Die semantische Konzeption der Wahrheit. in: Josef Speck (Hrsg.): Philosophie der Neuzeit. VI. Tarski, Reichenbach, Kraft, Gödel, Neurath. – Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1992 (UTB; 1654), ISBN 3-525-03319-2, S. 9–66.
Commons: Alfred Tarski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Nach Anita Burdman Feferman, Solomon Feferman Alfred Tarski – Life and Logic, Cambridge University Press, 2004, S. 37, finden sich beide Namensformen in den Warschauer Archiven (Tajtelbaum ist die polnische Schreibweise, Teitelbaum die deutsche bei gleicher Aussprache). Seine ersten Veröffentlichungen erfolgten unter dem Namen Tajtelbaum. Tajtelbaum ist Jiddisch für „Dattelbaum, Dattelpalme“.
  2. ↑ Publikation: O wyrazie pierwotnym logistyki. In: Przeglad Filozoficzny 26 (1923), S. 68–89; engl. Übers. in: Logic, Semantics, Metamathematics. Papers from 1923 to 1938, Clarendon, Oxford 1956, 2. A. Hackett, Indianapolis 1983, S. 1–23. Auch in: On the primitive term of logistic. In: Jan T. J. Srzednicki, Zbigniew Stachniak (Hrsg.): Leśniewski's systems protothetic. Kluwer, Dordrect 1998, S. 43–68.
  3. ↑ Dort erhielt in einer kontroversen Entscheidung Leon Chwistek den Lehrstuhl.
  4. ↑ George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Joachim Grabowski und Christiane Fellbaum. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 175 und 303.
  5. ↑ Book of Members 1780–present, Chapter T. (PDF; 888 kB) In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 6. März 2018 (englisch).
  6. ↑ Past Members: Alfred Tarski. Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 23. Juli 2023 (mit Link zur Biografie, niederländisch).
  7. ↑ Fellows: Alfred Tarski. British Academy, abgerufen am 5. August 2020.
  8. ↑ vgl. en:List of things named after Alfred Tarski
  9. ↑ Bibliographische Angaben im englischen Nachdruck in Tarski: Logic, Semantics and Metamathematics. Oxford 1956. Erstmals am 21. März 1931 von Lukasiewicz der Warschauer Wissenschaftlichen Gesellschaft präsentiert, dann am 21. Januar 1932 der Wiener Akademie der Wissenschaft; die Drucklegung verzögerte sich aber.
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