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„informelle Logik“ – Versionsunterschied

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<p>'''Informelle Logik''' (auch ''informale Logik'') ist ein Teilgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentationstheorie Argumentationstheorie].</p><p>Informelle Logiken zielen darauf ab, [https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Sprache normalsprachliche] Argumente mit logischen Methoden zu analysieren und zu bewerten. Dabei wird dem Umstand, dass Logik hierbei auf nicht-formale Phänomene wie Alltagsargumention, Massenmedien oder nicht-formalen wissenschaftlichen Argumentationsstrukturen angewendet wird, Rechnung getragen. Einerseits wird der Argumentbegriff massiv ausgeweitet um z.&nbsp;B. bildliche Darstellung theoretisch mit argumentationstheoretischen Methoden untersuchen zu können, andererseits sind die Resultate, die in der Disziplin erarbeitet werden, nicht zwingend. Informal-logische Schlussfolgerungen können sich – anders als formal-logische Schlüsse – nicht auf deduktiv-notwendige Strukturen stützen und daher fehlt informellen Schlüssen die logische Notwendigkeit.</p><p>Der Begriff ''Informal logic'' etablierte sich im angelsächsischen Raum in den 1970er Jahren und wird inhaltlich in der Regel auf die post-logizistischen Vorarbeiten von [https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Toulmin Stephen Toulmin] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Perelman Chaim Perelman] in den späten 1950ern zurückgeführt.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Informelle_Logik#cite_note-1 <span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span>]</sup> Ansätze wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pragma-Dialektik Pragma-Dialektik] werden häufig dem Feld zugerechnet.</p><div class="mw-heading mw-heading2">
[[informell|informelle]] [[Logik]] [[Sprachstufe::lat.-frz.-eng.-deu.]] z. ''informal logic;''  {{Übrstzngswrt}} {{Wrtdtng}} {{wrtl.}} 'unförmliche Logik', 'nicht der allgemeinen, üblichen bestimmten Form gemäß, entsprechend'
== Siehe auch ==
----'''Informelle Logik''' (auch ''informale Logik'') ist ein Teilgebiet der [[Argumentationstheorie]].
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*[https://de.wikipedia.org/wiki/Typen_von_Argumenten Typen von Argumenten]
Informelle Logiken zielen darauf ab, [[normalsprachlich|normalsprachliche]] [[Argumente]] mit logischen Methoden zu analysieren und zu bewerten. Dabei wird dem Umstand, dass Logik hierbei auf nicht-formale Phänomene wie Alltagsargumention, Massenmedien oder nicht-formalen wissenschaftlichen Argumentationsstrukturen angewendet wird, Rechnung getragen. Einerseits wird der Argumentbegriff massiv ausgeweitet um z.&nbsp;B. bildliche Darstellung theoretisch mit argumentationstheoretischen Methoden untersuchen zu können, andererseits sind die Resultate, die in der Disziplin erarbeitet werden, nicht zwingend. Informal-logische Schlussfolgerungen können sich – anders als formal-logische Schlüsse – nicht auf deduktiv-notwendige Strukturen stützen und daher fehlt informellen Schlüssen die logische Notwendigkeit.
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== Literatur ==
Der Begriff ''Informal logic'' etablierte sich im angelsächsischen Raum in den 1970er Jahren und wird inhaltlich in der Regel auf die post-logizistischen Vorarbeiten von [https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Toulmin Stephen Toulmin] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Perelman Chaim Perelman] in den späten 1950ern zurückgeführt.<ref><span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Frans_van_Eemeren Frans van Eemeren] (2009): ''The Study of Argumentation''. In Andrea A. Lunsford, Kirt H. Wilson, Rosa A. Eberly (Hrsg.): The SAGE handbook of rhetorical studies. SAGE: S. 117. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9781412909501 ISBN 978-1-4129-0950-1].</span></ref> Ansätze wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pragma-Dialektik Pragma-Dialektik] werden häufig dem Feld zugerechnet.
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== S.a. ==
 
* [[Typen von Argumenten]]
 
== Lit. ==
 
*Hans V. Hansen: (2011): ''Are there methods of informal logic?'' in F. Zenker (Hrsg.): Argumentation: Community and Cognition, Proceedings of the 9th Conference of the Ontario Society for the Study of Argumentation, Windsor: CRRAR.
*Hans V. Hansen: (2011): ''Are there methods of informal logic?'' in F. Zenker (Hrsg.): Argumentation: Community and Cognition, Proceedings of the 9th Conference of the Ontario Society for the Study of Argumentation, Windsor: CRRAR.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Walton Douglas Walton] (2008): ''Informal Logic: A Pragmatic Approach''; Cambridge University Press 2. Auflage.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Walton Douglas Walton] (2008): ''Informal Logic: A Pragmatic Approach''; Cambridge University Press 2. Auflage.
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== Weblinks ==
== Webl. ==
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*Leo Groarke:&nbsp;[https://plato.stanford.edu/entries/logic-informal/ ''Informal Logic.''] In: Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''.
* Leo Groarke:&nbsp;[https://plato.stanford.edu/entries/logic-informal/ ''Informal Logic.''] In: Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''.
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{{Anmrkng Enzlnchws}}
== Einzelnachweise ==
</div>
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Frans_van_Eemeren Frans van Eemeren] (2009): ''The Study of Argumentation''. In Andrea A. Lunsford, Kirt H. Wilson, Rosa A. Eberly (Hrsg.): The SAGE handbook of rhetorical studies. SAGE: S. 117. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9781412909501 ISBN 978-1-4129-0950-1].</span>

Aktuelle Version vom 21. Juli 2025, 11:03 Uhr

informelle Logik lat.-frz.-eng.-deu. z. informal logic; Übrstzngswrt Wrtdtng: wrtl. 'unförmliche Logik', 'nicht der allgemeinen, üblichen bestimmten Form gemäß, entsprechend'


Informelle Logik (auch informale Logik) ist ein Teilgebiet der Argumentationstheorie.

Informelle Logiken zielen darauf ab, normalsprachliche Argumente mit logischen Methoden zu analysieren und zu bewerten. Dabei wird dem Umstand, dass Logik hierbei auf nicht-formale Phänomene wie Alltagsargumention, Massenmedien oder nicht-formalen wissenschaftlichen Argumentationsstrukturen angewendet wird, Rechnung getragen. Einerseits wird der Argumentbegriff massiv ausgeweitet um z. B. bildliche Darstellung theoretisch mit argumentationstheoretischen Methoden untersuchen zu können, andererseits sind die Resultate, die in der Disziplin erarbeitet werden, nicht zwingend. Informal-logische Schlussfolgerungen können sich – anders als formal-logische Schlüsse – nicht auf deduktiv-notwendige Strukturen stützen und daher fehlt informellen Schlüssen die logische Notwendigkeit.

Der Begriff Informal logic etablierte sich im angelsächsischen Raum in den 1970er Jahren und wird inhaltlich in der Regel auf die post-logizistischen Vorarbeiten von Stephen Toulmin und Chaim Perelman in den späten 1950ern zurückgeführt.[1] Ansätze wie die Pragma-Dialektik werden häufig dem Feld zugerechnet.

S.a.

Lit.

  • Hans V. Hansen: (2011): Are there methods of informal logic? in F. Zenker (Hrsg.): Argumentation: Community and Cognition, Proceedings of the 9th Conference of the Ontario Society for the Study of Argumentation, Windsor: CRRAR.
  • Douglas Walton (2008): Informal Logic: A Pragmatic Approach; Cambridge University Press 2. Auflage.

Webl.

Einzelnachweise

  1. ↑ Frans van Eemeren (2009): The Study of Argumentation. In Andrea A. Lunsford, Kirt H. Wilson, Rosa A. Eberly (Hrsg.): The SAGE handbook of rhetorical studies. SAGE: S. 117. ISBN 978-1-4129-0950-1.