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„túpos“ – Versionsunterschied

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[[túp]][[-os]], [[týpos]] [[Sprachstufe::agr.]] τύπος „[[Schlag]], [[Zeichen]], [[Typ]]“. dt. gelehrt ‚Typ, Bild‘, ‚Prägung’


‘Schlag, Stoß, Abdruck, Gepräge, erhabene Arbeit, Bildwerk, Schriftduktus, Abbild, Vorbild, Gestalt, Umriß, Entwurf, Regel’
‘Schlag, Stoß, Abdruck, Gepräge, erhabene Arbeit, Bildwerk, Schriftduktus, Abbild, Vorbild, Gestalt, Umriß, Entwurf, Regel’

Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 12:32 Uhr

túp-os, týpos agr. τύπος „Schlag, Zeichen, Typ“. dt. gelehrt ‚Typ, Bild‘, ‚Prägung’

‘Schlag, Stoß, Abdruck, Gepräge, erhabene Arbeit, Bildwerk, Schriftduktus, Abbild, Vorbild, Gestalt, Umriß, Entwurf, Regel’

τύπος[1]

τύπος, ὁ,

1) der Schlag; τύπος ἀντίτυπος, Her. 1, 67, im Orak., wo Hammer u. Ambos damit angedeutet ist; – das durch den Schlag Hervorgebrachte; – a) der sichtbare Eindruck vom Schlage; Schlag oder Gepräge der Münze, mit u. ohne νομίσματος, Sp.; τὸν τύπον ἀπέματτε Luc. Alex. 21. – Die Züge der in Stein gehauenen Schriftzeichen, χαρακτήρων, τύποι γραμμάτων, Plut. Alex. 17. – Τῶν ἥλων, Nägelmale, N. T. – Ueh. durch Hämmern des Metalls oder Behauen des Steins hervorgebrachtes Kunstwerk, σιδηρονώτοις ἀσπίδος τύποις Eur. Phoen. 1137, vgl. Rhes. 305; χρυσέων ξοάνων τύποι, Troad. 1074; τύποις ἐσκευάσϑαι, ἐγγεγλύφϑαι, von erhabener Arbeit in Stein, mit eingeschnitzten Figuren versehen, geziert sein, Her. 2, 138; τύποι, übh. Bildhauerarbeit, 2, 86, vgl. 3, 88; Bildsäule, Agath. 36. 39 (Plan. 331. VII, 602); ἐν τύπῳ od. ἐπὶ τύπου, in erhabener Arbeit, Paus. 2, 19, 7. 9, 11, 3. – Uebh. Eindruck von einem Tritt od. Druck, Spur, στίβου Soph. Phil. 29; πληγῶν Plut. Aemil. Paull. 19; χύτρας, die Spur, welche der Topf da zurückließ, wo er stand, Ath. – Uebertr., τύπος, ὃν ἄν τις βούληται ἐνσημήνασϑαι ἑκάστῳ, Plat. Rep. II, 377 b. – b) der hörbare Eindruck vom Schlage, z. B. des Hammers, vom Hufschlage der Pferde u. ä., Xen. Equit. 11, 12 u. A. –

2) Uebh. Form, Gestalt, Abbild; Ἱππομέδοντος σχῆμα καὶ μέγας τύπος, Aesch. Spt. 470; ἐν γυναικείοις τύποις,Suppl. 279. – Uebertr., τύπος ῥήτορος, Plat. Rep. III, 396 e; εἰς ἀρχὴν καὶ τύπον τινὰ τῆς δικαιοσύνης κινδυνεύομεν ἐμβεβηκέναι, IV, 443 c; – Umriß, kurze, unausgeführte Darstellung od. Beschreibung einer Sache, bes. τύπῳ, ὡς τύπῳ, ἐν τύπῳ λέγειν, im Umriß, oberflächlich, überhaupt, ohne nähere Bestimmung; ὡς ἐν τύπῳ, μὴ δι' ἀκριβείας εἰρῆσϑαι, III, 414 a (vgl. Arist. eth. 2, 2, 3); ἤτοι σαφῶς ἢ καί τινα τύπον αὐτοῦ ληπτέον, Phil. 61 a; Folgde, δόντες τοὺς τύπους τούτους ὑπὲρ τῆς ὅλης διοικήσεως, Andeutungen, Pol. 22, 7, 9. – Auch Vorbild, Muster, Modell, wonach Etwas gearbeitet wird; τύπον, adv., nach Art, gleichwie, Sp. oft. –

3) eine gewisse Regel oder Ordnung, nach welcher Krankheiten zu- od. abnehmen, Medic. –

4) eine Klage wider einen säumigen Schuldner, Poll. 8, 29.

  1. ↑ Quelle: Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig 31914, Band 2, S. 1162. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20008936625; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1162