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„Apeiron“ – Versionsunterschied

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<p>Apeiron | agrie.&nbsp;τὸ ἄπειρον&nbsp;&nbsp;‚das&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Unendlichkeit Unendliche], das Unbegrenzte‘&nbsp;in einem quantitativen Sinn; ist ein&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) philosophischer Begriff]&nbsp;für einen&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Urstoff Urstoff], den der&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vorsokratiker Vorsokratiker]&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Anaximander Anaximander]&nbsp;(um 610–546 v. Chr.) prägte;</p>
Apeiron [[Sprachstufe::agr.-deu.]] v. [[apeírōn]] [[agr.]] ἀπείρων {{Wrtdtng}} wrtl. (un-grenzend) 'das Ungrenzende) , (nich gefahren, daher) "das Unfahrene" (daher nicht erfahren) [[Unerfahrenheit]]; Apeiron besagt alleinig wörtlich jedoch nicht, daß es bedingt unendlich oder auch unerfahrbar sei.


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>''ápeiros'', „unendlich, grenzenlos“, von ἀ- a-, „nicht“ +‎ πεῖρα peîra, „Versuch“). Vergleich mit dem lat. peritus;</p>
<div class="zenoCOMain">
'''<span class="zenoTXHighlight0">Apeiron</span>'''<ref>Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 55. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001780476 Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Eisler-1904/K/eisler-1904-001-0055 55]</ref> (''<span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>''): das Unbegrenzte. So nennt ANAXIMANDER das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Princip Princip], den Urgrund aller [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] (''archên kai [[stoicheíon]] to [[apeírōn|<span class="zenoTXHighlight0">apeírōn</span>]]'', Diog. L. II, 1; ''tôn ontôn archên einai to <span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>'', Stob. Ecl. I, 10, 292). Das <span class="zenoTXHighlight0">Apeiron</span> ist eigenschaftlich unbestimmt; in den aus ihm entstandenen [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dingen] beharrt es unveränderlich (''ametableton''), unzerstörbar (''anôlethron''), unsterblich (''athanaton''; Aristot., Phys. III 4, 203b 13). Es umfaßt und beherrscht alles (''periechein panta kai panta kybernan'', l.c. 203b 11). Die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] entstehen aus ihm durch Aus- oder Abscheidung (''ekkrinesthai, apokrinesthai''; Simpl. ad Arist. Phys. 24, 23), zuerst das Warme und Kalte, dann das Flüssige, Feste (Erde), Luftförmige, Feurige (l.c. Diels 150, 22). Die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Zahl Zahl] der entstehenden [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Welt Welten], die wieder vergehen müssen, ist unbegrenzt (Stob. Ecl. I, 10, 292). Der Urgrund selbst muß ''<span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>'' sein, damit das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Werden Werden] sich nicht erschöpfe (''hina mêden elleipê hê genesis hê hyphistamenê'', l.c. I, 10, 292). Immer wieder kehren die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] ins <span class="zenoTXHighlight0">Apeiron</span> zurück: ''ek gar toutou panta gignesthai kai eis touto panta phtheiresthai'' (ib.), um zu büßen für ihr Verschulden gemäß der Zeitordnung (''didonai gar auta tisin kai dikên tês asikias kata tês tou chronou taxin'', Simpl. l. c; vgl. ZELLER, G. d. gr. Ph. I, 1<sup>5</sup>, S. 229). Die Einzelexistenz erscheint hier als eine Art Schuld, als ein Raub am [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Sein Sein], der an diesem wieder gutgemacht werden muß. – Das <span class="zenoTXHighlight0">Apeiron</span> ist wohl nicht als » ''migma''« (ARISTOTELES, Met. XII 1, 1069b 22), als Gemenge fertiger [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualitäten] anzusehen (so RITTER, BÜSGEN, Üb. d. Apeir. 1867, TEICHMÜLLER, Stud. zur Gesch. d. Begr. S. 71, u. a.), sondern als ein stofflich Unbestimmtes (STRÜMPELL, SEYDEL, TANNERY, KÜHNEMANN, Grundl. d. Philos. S. 2), das die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualitäten] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] potentiell in sich birgt (ÜBERWEG, Grundr. I, 45; ZELLER, G. d. gr. Ph. I, 1<sup>5</sup>, 201, 218). Bemerkenswert ist die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ansicht Ansicht] WINDELBANDs: »Das Wahrscheinlichste ist hier noch, daß Anaximander die unklare [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellung] des mystischen [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Chaos Chaos], welches eins und doch alles ist, begrifflich reproduciert hat, indem er als den Weltstoff eine unendliche Körpermasse annahm, in der die verschiedenen empirischen [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Stoff Stoffe] so gemischt seien, daß ihr im ganzen keine bestimmte [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualität] mehr zugeschrieben werden dürfe, daß aber auch die Ausscheidung der Einzelqualitäten aus dieser selbstbewegten [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Materie Materie] nicht mehr als eigentliche qualitative [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ver%C3%A4nderung Veränderung] derselben angesehen werden könnte« (G. d. Phil. S. 25 f.). (Vgl. NATORP, Phil. Monatshefte XX, 36. ff.; J. COHN, Geseh. d. Unendl. S. 13 ff.). Den ''pythagoräischen'' [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gegensatz Gegensatz] des Bestimmten und Unbegrenzten (''peras'' und ''<span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>'') erneuert PLATO. Das ''<span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>'' ist das Unbestimmte, Nicht-Seiende (''mê on''), das erst durch das ''peras'', die quantitative [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Bestimmtheit Bestimmtheit] und [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ordnung Ordnung], zum Seienden (''peperasmenon, ousia'') wird (Phileb. 16C, D, 24, 25 A). Nach ARISTOTELES (Met. I, 6; XIV, 1) hat Plato auch in den [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Idee Ideen] als Factoren derselben ein ''peras'' und ''<span class="zenoTXHighlight0">apeiron</span>'' angenommen. Vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Idee Idee].
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<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Von uig. * ''per''- "überqueren, passieren". Vergleich aarm. փորձ (pʿorj), uger. *''fērō'' („Gefahr“), aengl. fǣr "Furcht". Verwandt mit πείρω peírō "Ich durchbohre, laufe durch" und περάω ''peráō'' "von einer Seite zur anderen gehen"</p>
== Apeiron ==


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Apeiron – wörtlich die Negation der „Grenze“ (griech.&nbsp;''peirata''), also „das Un-Begrenzte“ – wird auch mit „das Unbestimmte“ übersetzt und als das Prinzip definiert, das – im Unterschied zum&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Universum Kosmos]&nbsp;– weder Anfang noch Ende habe.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-2 [2]]</sup>&nbsp;Eine weitere Übersetzungsmöglichkeit – gewonnen aus einer Variante desselben Wortstammes (''peirao''; em-peiria) – ist „das Unerfahrbare“. Gegen diese Interpretation wird eingewendet, dass der Begriff einen Abstraktionsgrad voraussetze, der für die vorsokratische Philosophie untypisch sei.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-3 [3]]</sup></p>
Das '''Apeiron''' ({{grcS|τὸ ἄπειρον|de=das [[Unendlichkeit|Unendliche]], das Unbegrenzte}} in einem quantitativen Sinn) ist ein [[Begriff (Philosophie)|philosophischer Begriff]] für einen [[Urstoff]], den der [[Vorsokratiker]] [[Anaximander]] (um 610–546 v. Chr.) prägte.<ref>[[Christof Rapp]]: ''Vorsokratiker'', Reihe Denker, C.H. Beck Verlag, München 1997 – Abschnitt: ''Das Unbegrenzte als Urstoff'', S.&nbsp;38–44.</ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die bekannteste, mutmaßlich wortgetreue Überlieferung jenes Abschnitts aus dem Lehrgedicht Anaximanders, der das Apeiron als Anfang und Ende aller materiellen Phänomene zu bezeichnen scheint, wird dem Historiographen&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Simplikios Simplikios]&nbsp;zugeschrieben. Nach ihm lautete genannte Passage wie folgt:</p>
Apeiron – wörtlich die Negation der „Grenze“ (griech. ''peirata''), also „das Un-Begrenzte“ – wird auch mit „das Unbestimmte“ übersetzt und als das Prinzip definiert, das – im Unterschied zum [[Universum|Kosmos]] – weder Anfang noch Ende habe.<ref>[[Wolfgang Röd]]: ''Die Philosophie der Antike. Von Thales bis Demokrit''. 3. Auflage, München 2009, S. 41.</ref> Eine weitere Übersetzungsmöglichkeit – gewonnen aus einer Variante desselben Wortstammes (''peirao''; em-peiria) – ist „das Unerfahrbare“. Gegen diese Interpretation wird eingewendet, dass der Begriff einen Abstraktionsgrad voraussetze, der für die vorsokratische Philosophie untypisch sei.<ref>Dirk L. Couprie: ''Anaximander''. [https://www.iep.utm.edu/anaximan/ Internet Enzyklopädie Philosophie], Abschnitt 2.: "Some scholars have even defended the meaning “that which is not experienced,” by relating the Greek word “apeiron” not to “peras” (“boundary,” “limit”), but to “perao” (“to experience,” “to apperceive”)." – Siehe auch Dirk L. Couprie, Robert Hahn, Gerard Naddaf: ''Anaximander in Context. New studies in the origins of Greek philosophy''. State University of New York Press, Albany 2003, ISBN 0-7914-5537-8.</ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:quote --><blockquote class="wp-block-quote"><p>„''Anfang und Ende der seienden Dinge ist das Apeiron. Woraus ... den seienden Dingen das Werden, in das hinein geschieht auch ihr Vergehen nach der Schuldigkeit; denn sie zahlen einander gerechte Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Zeit Anordnung.''<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-4 [4]]</sup>“</p></blockquote>
Die bekannteste, mutmaßlich wortgetreue Überlieferung jenes Abschnitts aus dem Lehrgedicht Anaximanders, der das Apeiron als Anfang und Ende aller materiellen Phänomene zu bezeichnen scheint, wird dem Historiographen [[Simplikios]] zugeschrieben. Nach ihm lautete genannte Passage wie folgt:


<!-- /wp:quote --><!-- wp:paragraph --><p>Simplikios bestimmt es auch – ähnlich wie Aristoteles – als „Anfang und Element der&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Sein seienden]&nbsp;Dinge“ („ἀρχήν τε καὶ στοιχεῖον τῶν ὄντων τὸ ἄπειρον“).<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-5 [5]]</sup>&nbsp;Die Übersetzung des Apeiron mit „Prinzip und Element“ wird in der Folge auch von anderen verwendet.</p>
{{Zitat|Anfang und Ende der seienden Dinge ist das Apeiron. Woraus … den seienden Dingen das Werden, in das hinein geschieht auch ihr Vergehen nach der Schuldigkeit; denn sie zahlen einander gerechte Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Zeit Anordnung.<ref>Diels, Kranz (Hrsg.): ''[[Die Fragmente der Vorsokratiker]]'', Fragment 2, A9 und B1.</ref> |ref=}}
Simplikios bestimmt es auch – ähnlich wie Aristoteles – als „Anfang und Element der [[Sein|seienden]] Dinge“ („ἀρχήν τε καὶ στοιχεῖον τῶν ὄντων τὸ ἄπειρον“).<ref> Diels, Kranz (Hrsg.): ''[[Die Fragmente der Vorsokratiker]].'' Fragment 2, A9 u. B1: Simplikios in Phys. S. 24,13f; Theophrast, Phys. op.</ref> Die Übersetzung des Apeiron mit „Prinzip und Element“ wird in der Folge auch von anderen verwendet.


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Dieser Satz gilt als Grundlagenfragment für Anaximander. Eine mehrheitlich getragene Gesamtinterpretation dieser Passage gibt es bisher in der Forschung nicht. Fragmente, die von Zeitgenossen wie&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Theophrastos_von_Eresos Theophrast]&nbsp;und Aristoteles erhalten sind, zeigen auch für die Antike unterschiedliche Interpretationen. Für die Interpretationen des Satzes werden diese und Fragmente anderer griechischer Autoren herangezogen.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-6 [6]]</sup></p>
Dieser Satz gilt als Grundlagenfragment für Anaximander. Eine mehrheitlich getragene Gesamtinterpretation dieser Passage gibt es bisher in der Forschung nicht. Fragmente, die von Zeitgenossen wie [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] und Aristoteles erhalten sind, zeigen auch für die Antike unterschiedliche Interpretationen. Auch Platon nimmt in seinem Dialog ''[[Philebos]]'' (16c ff.) indirekt auf den Begriff des Apeiron Bezug, indem er in seiner Kosmologie das Apeiron („Unbegrenzte“) und das Peras („Begrenzte“) als zwei fundamentale Prinzipien beschreibt, die in Wechselwirkung miteinander stehen. Für die Interpretationen des Satzes werden diese und Fragmente anderer griechischer Autoren herangezogen.<ref>Vgl. z. B. Jaap Mansfield: ''Die Vorsokratiker''. Stuttgart 1987, S. 56–65. Mansfield verwendet für Apeiron den Terminus „das Unbeschränkte“. Siehe dazu auch den Text des Fragments, ebd. S. 73f. – Eine Zusammenstellung von Fragmenten, die das Apeiron betreffen, findet sich in: [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]]: ''Wörterbuch der philosophischen Begriffe'' (1904) [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Apeiron?hl=apeiron Apeiron] </ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Englisch-sprachige Interpretationen der Gegenwart gehen weit übereinstimmend davon aus, dass es sich bei dem Satz des Anaximander in der Hauptsache um die Beschreibung natürlicher Prozesse handle. Diese Prozesse seien umkehrbar und wiederholten sich endlos. Möglich ist, dass Anaximander dieses sich wiederholende Entstehen und Vergehen auch auf den Kosmos bezog. Seine Vorstellungen darüber, wie sich dieses beobachtbare Geschehen mit dem Prinzip Apeiron verbindet, sind nicht belegt.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-7 [7]]</sup></p>
Englisch-sprachige Interpretationen der Gegenwart gehen weit übereinstimmend davon aus, dass es sich bei dem Satz des Anaximander in der Hauptsache um die Beschreibung natürlicher Prozesse handle. Diese Prozesse seien umkehrbar und wiederholten sich endlos. Möglich ist, dass Anaximander dieses sich wiederholende Entstehen und Vergehen auch auf den Kosmos bezog. Seine Vorstellungen darüber, wie sich dieses beobachtbare Geschehen mit dem Prinzip Apeiron verbindet, sind nicht belegt.<ref>Vgl. Keimpe Algra: ''Die Anfänge der Kosmologie'' und Glenn W. Most: ''Die Poetik der frühen griechischen Philosophie''. In: Anthony A. Long (Hrsg.): ''Handbuch frühe griechische Philosophie.'' Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 24–60; S. 304–332.</ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Ältere Autoren, wie&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Schadewaldt Wolfgang Schadewaldt], erläutern, dass Anaximander mit dem Terminus „[https://de.wikipedia.org/wiki/Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit]“ ein allgemeines Phänomen thematisiert: Wir beobachteten überall, wie ein Lebewesen vom Tod des anderen lebt, wie jedes auf Kosten des anderen da sei. „Das Wasser nagt das Land an und trägt es ab, das Land wieder schränkt das Wasser ein und drängt es zurück, das Flüssige verdampft unter der Wärme, und überhaupt ist das Heiße etwas, das stark solche Ungerechtigkeit ausübt.“ Anaximander habe so das "Werden und Vergehen" zur Ordnung alles Lebens,&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik metaphysisch]&nbsp;formuliert zur „Seinsordnung“ erklärt.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-8 [8]]</sup></p>
Ältere Autoren, wie [[Wolfgang Schadewaldt]], erläutern, dass Anaximander mit dem Terminus „[[Ungerechtigkeit]]“ ein allgemeines Phänomen thematisiert: Wir beobachteten überall, wie ein Lebewesen vom Tod des anderen lebt, wie jedes auf Kosten des anderen da sei. „Das Wasser nagt das Land an und trägt es ab, das Land wieder schränkt das Wasser ein und drängt es zurück, das Flüssige verdampft unter der Wärme, und überhaupt ist das Heiße etwas, das stark solche Ungerechtigkeit ausübt.“ Anaximander habe so das „Werden und Vergehen“ zur Ordnung alles Lebens, [[Metaphysik|metaphysisch]] formuliert zur „Seinsordnung“ erklärt.<ref> [[Wolfgang Schadewaldt]]: ''Die Anfänge der Philosophie bei den Griechen. Tübinger Vorlesungen Band I.'' Frankfurt/M. 1978, 1. Auflage, S. 242–244.</ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger Martin Heidegger]&nbsp;regte mit seiner Interpretation des Anaximander-Satzes – unter dem Titel „Spruch des Anaximander“ – an, die griechischen Termini im Sinn von „reich und Vorgedachtes bergend“ aufzufassen.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-9 [9]]</sup></p>
[[Martin Heidegger]] regte mit seiner Interpretation des Anaximander-Satzes – unter dem Titel „Spruch des Anaximander“ – an, die griechischen Termini im Sinn von „reich und Vorgedachtes bergend“ aufzufassen.<ref>Zitiert wird hier aus einer PDF Online Veröffentlichung des Verlages: Martin Heidegger: [http://ophen.org/pub-107122 ''Der Spruch des Anaximander''.] S. 296–343 und S. 305f. Der Text ist auch in Buchform erschienen: Ders: ''Der Spruch des Anaximander''. Frankfurt am Main 2010.</ref>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die Interpretationen der ersten antiken Historiographen (vor allem die von Theophrast und Aristoteles) haben bis heute die Auffassungen über die vermuteten Vorstellungen des Anaximander geprägt, die in Fragmenten anderer erwähnt wurden. Seit einigen Jahren ist es möglich, einen größeren Kontext von Quellentexten miteinzubeziehen. Hier ist das Projekt des klassischen Altphilologen&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_W%C3%B6hrle Georg Wöhrle]([https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Trier Universität Trier]) zu nennen.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-10 [10]]</sup>&nbsp;Erste Ergebnisse von Mitarbeitern aus diesem Projekt liegen für die Rolle des&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles]&nbsp;in der Interpretationsgeschichte vor. Es wird z. B. anhand ausführlicher Quellendiskussionen erläutert, dass er aus seiner Sicht dem Apeiron einen „göttlichen Charakter“ unterstellt habe. Dies dürfte aber nicht die Auffassung von Anaximander gewesen sein, wenn man die Gesamtheit der inzwischen zugänglichen Texte miteinbeziehe. Eher habe Aristoteles seine kosmologischen Vorstellungen vom ‚alles wirkenden und steuernden&nbsp;[https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Theologie göttlichen Beweger]’ denen seines Vorgängers unterstellt.<sup>[https://de.wikipedia.org/wiki/Apeiron#cite_note-11 [11]]</sup></p>
Die Interpretationen der ersten antiken Historiographen (vor allem die von Theophrast und Aristoteles) haben bis heute die Auffassungen über die vermuteten Vorstellungen des Anaximander geprägt, die in Fragmenten anderer erwähnt wurden. Seit einigen Jahren ist es möglich, einen größeren Kontext von Quellentexten miteinzubeziehen. Hier ist das Projekt des klassischen Altphilologen [[Georg Wöhrle]] ([[Universität Trier]]) zu nennen.<ref>[[Georg Wöhrle]] (Hrsg.): ''Die Milesier: Thales''. Berlin 2009 und ders. (Hrsg.) ''Die Milesier: Anaximander und Anaximenes''. Berlin 2012. </ref> Erste Ergebnisse von Mitarbeitern aus diesem Projekt liegen für die Rolle des [[Aristoteles]] in der Interpretationsgeschichte vor. Es wird z. B. anhand ausführlicher Quellendiskussionen erläutert, dass er aus seiner Sicht dem Apeiron einen „göttlichen Charakter“ unterstellt habe. Dies dürfte aber nicht die Auffassung von Anaximander gewesen sein, wenn man die Gesamtheit der inzwischen zugänglichen Texte miteinbeziehe. Eher habe Aristoteles seine kosmologischen Vorstellungen vom ‚alles wirkenden und steuernden [[Aristoteles#Theologie|göttlichen Beweger]] denen seines Vorgängers unterstellt.<ref> Maria Marcinkowska-Rosól: ''Die Prinzipienlehre der Milesier''. Berlin/Boston 2014, S. 202 f.</ref>
 
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Aktuelle Version vom 2. April 2026, 07:29 Uhr

Apeiron agr.-deu. v. apeírōn agr. ἀπείρων Wrtdtng: wrtl. (un-grenzend) 'das Ungrenzende) , (nich gefahren, daher) "das Unfahrene" (daher nicht erfahren) Unerfahrenheit; Apeiron besagt alleinig wörtlich jedoch nicht, daß es bedingt unendlich oder auch unerfahrbar sei.

Apeiron[1] (apeiron): das Unbegrenzte. So nennt ANAXIMANDER das Princip, den Urgrund aller Dinge (archên kai stoicheíon to apeírōn, Diog. L. II, 1; tôn ontôn archên einai to apeiron, Stob. Ecl. I, 10, 292). Das Apeiron ist eigenschaftlich unbestimmt; in den aus ihm entstandenen Dingen beharrt es unveränderlich (ametableton), unzerstörbar (anôlethron), unsterblich (athanaton; Aristot., Phys. III 4, 203b 13). Es umfaßt und beherrscht alles (periechein panta kai panta kybernan, l.c. 203b 11). Die Dinge entstehen aus ihm durch Aus- oder Abscheidung (ekkrinesthai, apokrinesthai; Simpl. ad Arist. Phys. 24, 23), zuerst das Warme und Kalte, dann das Flüssige, Feste (Erde), Luftförmige, Feurige (l.c. Diels 150, 22). Die Zahl der entstehenden Welten, die wieder vergehen müssen, ist unbegrenzt (Stob. Ecl. I, 10, 292). Der Urgrund selbst muß apeiron sein, damit das Werden sich nicht erschöpfe (hina mêden elleipê hê genesis hê hyphistamenê, l.c. I, 10, 292). Immer wieder kehren die Dinge ins Apeiron zurück: ek gar toutou panta gignesthai kai eis touto panta phtheiresthai (ib.), um zu büßen für ihr Verschulden gemäß der Zeitordnung (didonai gar auta tisin kai dikên tês asikias kata tês tou chronou taxin, Simpl. l. c; vgl. ZELLER, G. d. gr. Ph. I, 15, S. 229). Die Einzelexistenz erscheint hier als eine Art Schuld, als ein Raub am Sein, der an diesem wieder gutgemacht werden muß. – Das Apeiron ist wohl nicht als » migma« (ARISTOTELES, Met. XII 1, 1069b 22), als Gemenge fertiger Qualitäten anzusehen (so RITTER, BÜSGEN, Üb. d. Apeir. 1867, TEICHMÜLLER, Stud. zur Gesch. d. Begr. S. 71, u. a.), sondern als ein stofflich Unbestimmtes (STRÜMPELL, SEYDEL, TANNERY, KÜHNEMANN, Grundl. d. Philos. S. 2), das die Qualitäten der Dinge potentiell in sich birgt (ÜBERWEG, Grundr. I, 45; ZELLER, G. d. gr. Ph. I, 15, 201, 218). Bemerkenswert ist die Ansicht WINDELBANDs: »Das Wahrscheinlichste ist hier noch, daß Anaximander die unklare Vorstellung des mystischen Chaos, welches eins und doch alles ist, begrifflich reproduciert hat, indem er als den Weltstoff eine unendliche Körpermasse annahm, in der die verschiedenen empirischen Stoffe so gemischt seien, daß ihr im ganzen keine bestimmte Qualität mehr zugeschrieben werden dürfe, daß aber auch die Ausscheidung der Einzelqualitäten aus dieser selbstbewegten Materie nicht mehr als eigentliche qualitative Veränderung derselben angesehen werden könnte« (G. d. Phil. S. 25 f.). (Vgl. NATORP, Phil. Monatshefte XX, 36. ff.; J. COHN, Geseh. d. Unendl. S. 13 ff.). Den pythagoräischen Gegensatz des Bestimmten und Unbegrenzten (peras und apeiron) erneuert PLATO. Das apeiron ist das Unbestimmte, Nicht-Seiende (mê on), das erst durch das peras, die quantitative Bestimmtheit und Ordnung, zum Seienden (peperasmenon, ousia) wird (Phileb. 16C, D, 24, 25 A). Nach ARISTOTELES (Met. I, 6; XIV, 1) hat Plato auch in den Ideen als Factoren derselben ein peras und apeiron angenommen. Vgl. Idee.

Apeiron

Das Apeiron (altgriechisch τὸ ἄπειρον ‚das Unendliche, das Unbegrenzte‘ in einem quantitativen Sinn) ist ein philosophischer Begriff für einen Urstoff, den der Vorsokratiker Anaximander (um 610–546 v. Chr.) prägte.[2]

Apeiron – wörtlich die Negation der „Grenze“ (griech. peirata), also „das Un-Begrenzte“ – wird auch mit „das Unbestimmte“ übersetzt und als das Prinzip definiert, das – im Unterschied zum Kosmos – weder Anfang noch Ende habe.[3] Eine weitere Übersetzungsmöglichkeit – gewonnen aus einer Variante desselben Wortstammes (peirao; em-peiria) – ist „das Unerfahrbare“. Gegen diese Interpretation wird eingewendet, dass der Begriff einen Abstraktionsgrad voraussetze, der für die vorsokratische Philosophie untypisch sei.[4]

Die bekannteste, mutmaßlich wortgetreue Überlieferung jenes Abschnitts aus dem Lehrgedicht Anaximanders, der das Apeiron als Anfang und Ende aller materiellen Phänomene zu bezeichnen scheint, wird dem Historiographen Simplikios zugeschrieben. Nach ihm lautete genannte Passage wie folgt:

„Anfang und Ende der seienden Dinge ist das Apeiron. Woraus … den seienden Dingen das Werden, in das hinein geschieht auch ihr Vergehen nach der Schuldigkeit; denn sie zahlen einander gerechte Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Zeit Anordnung.[5]“

Simplikios bestimmt es auch – ähnlich wie Aristoteles – als „Anfang und Element der seienden Dinge“ („ἀρχήν τε καὶ στοιχεῖον τῶν ὄντων τὸ ἄπειρον“).[6] Die Übersetzung des Apeiron mit „Prinzip und Element“ wird in der Folge auch von anderen verwendet.

Dieser Satz gilt als Grundlagenfragment für Anaximander. Eine mehrheitlich getragene Gesamtinterpretation dieser Passage gibt es bisher in der Forschung nicht. Fragmente, die von Zeitgenossen wie Theophrast und Aristoteles erhalten sind, zeigen auch für die Antike unterschiedliche Interpretationen. Auch Platon nimmt in seinem Dialog Philebos (16c ff.) indirekt auf den Begriff des Apeiron Bezug, indem er in seiner Kosmologie das Apeiron („Unbegrenzte“) und das Peras („Begrenzte“) als zwei fundamentale Prinzipien beschreibt, die in Wechselwirkung miteinander stehen. Für die Interpretationen des Satzes werden diese und Fragmente anderer griechischer Autoren herangezogen.[7]

Englisch-sprachige Interpretationen der Gegenwart gehen weit übereinstimmend davon aus, dass es sich bei dem Satz des Anaximander in der Hauptsache um die Beschreibung natürlicher Prozesse handle. Diese Prozesse seien umkehrbar und wiederholten sich endlos. Möglich ist, dass Anaximander dieses sich wiederholende Entstehen und Vergehen auch auf den Kosmos bezog. Seine Vorstellungen darüber, wie sich dieses beobachtbare Geschehen mit dem Prinzip Apeiron verbindet, sind nicht belegt.[8]

Ältere Autoren, wie Wolfgang Schadewaldt, erläutern, dass Anaximander mit dem Terminus „Ungerechtigkeit“ ein allgemeines Phänomen thematisiert: Wir beobachteten überall, wie ein Lebewesen vom Tod des anderen lebt, wie jedes auf Kosten des anderen da sei. „Das Wasser nagt das Land an und trägt es ab, das Land wieder schränkt das Wasser ein und drängt es zurück, das Flüssige verdampft unter der Wärme, und überhaupt ist das Heiße etwas, das stark solche Ungerechtigkeit ausübt.“ Anaximander habe so das „Werden und Vergehen“ zur Ordnung alles Lebens, metaphysisch formuliert zur „Seinsordnung“ erklärt.[9]

Martin Heidegger regte mit seiner Interpretation des Anaximander-Satzes – unter dem Titel „Spruch des Anaximander“ – an, die griechischen Termini im Sinn von „reich und Vorgedachtes bergend“ aufzufassen.[10]

Die Interpretationen der ersten antiken Historiographen (vor allem die von Theophrast und Aristoteles) haben bis heute die Auffassungen über die vermuteten Vorstellungen des Anaximander geprägt, die in Fragmenten anderer erwähnt wurden. Seit einigen Jahren ist es möglich, einen größeren Kontext von Quellentexten miteinzubeziehen. Hier ist das Projekt des klassischen Altphilologen Georg Wöhrle (Universität Trier) zu nennen.[11] Erste Ergebnisse von Mitarbeitern aus diesem Projekt liegen für die Rolle des Aristoteles in der Interpretationsgeschichte vor. Es wird z. B. anhand ausführlicher Quellendiskussionen erläutert, dass er aus seiner Sicht dem Apeiron einen „göttlichen Charakter“ unterstellt habe. Dies dürfte aber nicht die Auffassung von Anaximander gewesen sein, wenn man die Gesamtheit der inzwischen zugänglichen Texte miteinbeziehe. Eher habe Aristoteles seine kosmologischen Vorstellungen vom ‚alles wirkenden und steuernden göttlichen Beweger denen seines Vorgängers unterstellt.[12]

Wiktionary: Apeiron – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 55. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001780476 Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 55
  2. ↑ Christof Rapp: Vorsokratiker, Reihe Denker, C.H. Beck Verlag, München 1997 – Abschnitt: Das Unbegrenzte als Urstoff, S. 38–44.
  3. ↑ Wolfgang Röd: Die Philosophie der Antike. Von Thales bis Demokrit. 3. Auflage, München 2009, S. 41.
  4. ↑ Dirk L. Couprie: Anaximander. Internet Enzyklopädie Philosophie, Abschnitt 2.: "Some scholars have even defended the meaning “that which is not experienced,” by relating the Greek word “apeiron” not to “peras” (“boundary,” “limit”), but to “perao” (“to experience,” “to apperceive”)." – Siehe auch Dirk L. Couprie, Robert Hahn, Gerard Naddaf: Anaximander in Context. New studies in the origins of Greek philosophy. State University of New York Press, Albany 2003, ISBN 0-7914-5537-8.
  5. ↑ Diels, Kranz (Hrsg.): Die Fragmente der Vorsokratiker, Fragment 2, A9 und B1.
  6. ↑ Diels, Kranz (Hrsg.): Die Fragmente der Vorsokratiker. Fragment 2, A9 u. B1: Simplikios in Phys. S. 24,13f; Theophrast, Phys. op.
  7. ↑ Vgl. z. B. Jaap Mansfield: Die Vorsokratiker. Stuttgart 1987, S. 56–65. Mansfield verwendet für Apeiron den Terminus „das Unbeschränkte“. Siehe dazu auch den Text des Fragments, ebd. S. 73f. – Eine Zusammenstellung von Fragmenten, die das Apeiron betreffen, findet sich in: Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe (1904) Apeiron
  8. ↑ Vgl. Keimpe Algra: Die Anfänge der Kosmologie und Glenn W. Most: Die Poetik der frühen griechischen Philosophie. In: Anthony A. Long (Hrsg.): Handbuch frühe griechische Philosophie. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, S. 24–60; S. 304–332.
  9. ↑ Wolfgang Schadewaldt: Die Anfänge der Philosophie bei den Griechen. Tübinger Vorlesungen Band I. Frankfurt/M. 1978, 1. Auflage, S. 242–244.
  10. ↑ Zitiert wird hier aus einer PDF Online Veröffentlichung des Verlages: Martin Heidegger: Der Spruch des Anaximander. S. 296–343 und S. 305f. Der Text ist auch in Buchform erschienen: Ders: Der Spruch des Anaximander. Frankfurt am Main 2010.
  11. ↑ Georg Wöhrle (Hrsg.): Die Milesier: Thales. Berlin 2009 und ders. (Hrsg.) Die Milesier: Anaximander und Anaximenes. Berlin 2012.
  12. ↑ Maria Marcinkowska-Rosól: Die Prinzipienlehre der Milesier. Berlin/Boston 2014, S. 202 f.