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„Gesetz“ – Versionsunterschied

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<p>Gesetz&nbsp;| n.‘das Festgesetzte’.; &nbsp;‘Rechtsvorschrift, Richtschnur’.</p>
<p>[[ge-]] + [[setz]]&nbsp;| n.‘das Festgesetzte’.; &nbsp;‘Rechtsvorschrift, Richtschnur’.</p><p>Das nur dem&nbsp;Dt.&nbsp;eigene Wort&nbsp;mhd.&nbsp;''gesetze'',&nbsp;frühnhd.&nbsp;auch&nbsp;''gesatz'' (15./16. Jh.) ist Verbalabstraktum zu&nbsp;mhd.&nbsp;''setzen''&nbsp;‘bestimmen, festsetzen, einrichten’ (s.&nbsp;''setzen'') oder Kollektivbildung zu dem unter&nbsp;''Satz'' behandelten Hptw. und bedeutet eigentlich ‘das Festgesetzte’.</p><p>Es verdrängt&nbsp;ahd.&nbsp;''gisezzida''&nbsp;(8. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''gesetzede''&nbsp;sowie die alte&nbsp;westgerm.&nbsp;Bezeichnung für ‘Gesetz, Recht’ (s.&nbsp;''Ehe'').</p><p>Vgl.&nbsp;''ungeschriebenes Gesetz''&nbsp;‘durch Herkommen entstandene Regel, Gewohnheit’ (18. Jh.), nachgriech.&nbsp;''ágraphos nómos''&nbsp;(''ἄγραφος νόμος'') ‘nicht aufgeschriebenes, natürliches Gesetz’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Das nur dem&nbsp;Dt.&nbsp;eigene Wort&nbsp;mhd.&nbsp;''gesetze'',&nbsp;frühnhd.&nbsp;auch&nbsp;''gesatz'' (15./16. Jh.) ist Verbalabstraktum zu&nbsp;mhd.&nbsp;''setzen''&nbsp;‘bestimmen, festsetzen, einrichten’ (s.&nbsp;''setzen'') oder Kollektivbildung zu dem unter&nbsp;''Satz'' behandelten Hptw. und bedeutet eigentlich ‘das Festgesetzte’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Es verdrängt&nbsp;ahd.&nbsp;''gisezzida''&nbsp;(8. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''gesetzede''&nbsp;sowie die alte&nbsp;westgerm.&nbsp;Bezeichnung für ‘Gesetz, Recht’ (s.&nbsp;''Ehe'').</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Vgl.&nbsp;''ungeschriebenes Gesetz''&nbsp;‘durch Herkommen entstandene Regel, Gewohnheit’ (18. Jh.), nachgriech.&nbsp;''ágraphos nómos''&nbsp;(''ἄγραφος νόμος'') ‘nicht aufgeschriebenes, natürliches Gesetz’.</p>

Version vom 30. November 2023, 16:59 Uhr

ge- + setz | n.‘das Festgesetzte’.;  ‘Rechtsvorschrift, Richtschnur’.

Das nur dem Dt. eigene Wort mhd. gesetze, frühnhd. auch gesatz (15./16. Jh.) ist Verbalabstraktum zu mhd. setzen ‘bestimmen, festsetzen, einrichten’ (s. setzen) oder Kollektivbildung zu dem unter Satz behandelten Hptw. und bedeutet eigentlich ‘das Festgesetzte’.

Es verdrängt ahd. gisezzida (8. Jh.), mhd. gesetzede sowie die alte westgerm. Bezeichnung für ‘Gesetz, Recht’ (s. Ehe).

Vgl. ungeschriebenes Gesetz ‘durch Herkommen entstandene Regel, Gewohnheit’ (18. Jh.), nachgriech. ágraphos nómos (ἄγραφος νόμος) ‘nicht aufgeschriebenes, natürliches Gesetz’.