„Petrus Hispanus“ – Versionsunterschied
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Peter von Hispania (lateinisch: Petrus Hispanus; portugiesisch und spanisch: Pedro Hispano; fl. 13. Jahrhundert) war der Autor des | [[Datei:Petrus Hispanus Traktat Thesaurus pauperum.png|mini|'''Bild vom Traktat Thesaurus pauperum.''']] | ||
Peter von Hispania (lateinisch: Petrus Hispanus; portugiesisch und spanisch: Pedro Hispano; fl. 13. Jahrhundert) war der Autor des [[Traktat]], später bekannt als [[Summulae Logicales]], eines wichtigen mittelalterlichen Universitätslehrbuchs über [[aristotelische Logik]]. Da man davon ausging, dass das lateinische Hispania die gesamte Iberische Halbinsel umfasste, wird er traditionell und üblicherweise mit dem mittelalterlichen portugiesischen Gelehrten und Geistlichen Peter Juliani identifiziert, der 1276 zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_XXI. Papst Johannes XXI]. gewählt wurde. Die Identifizierung wird manchmal bestritten, meist von spanischen Autoren, die behaupten, der Autor des Tractatus sei ein kastilischer [https://de.wikipedia.org/wiki/Blackfriars Blackfriar] gewesen. Er wird manchmal auch als [[wikipedia:Petrus_Ferrandi_Hispanus|Petrus Ferrandi Hispanus]] (gest. 1254 x 1259) identifiziert. | |||
== Mnemotechnische Syllogistik == | |||
Petrus Hispanus referierte im vierten Traktat die assertorische Syllogistik des Aristoteles und ergänzte eine Mnemotechnik. Er übersetzte die aristotelischen Sätze in eine verständliche Sprache und kürzte sie symbolisch ab. Die Übersetzung tastet den logischen Gehalt der originalen Syllogistik nicht an. Daher besteht der logische Fortschritt nur in der Codierung, die einem Kalkül nahekommt und einen mnemotechnischen Zweck hat. | |||
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Version vom 3. Dezember 2023, 10:30 Uhr

Peter von Hispania (lateinisch: Petrus Hispanus; portugiesisch und spanisch: Pedro Hispano; fl. 13. Jahrhundert) war der Autor des Traktat, später bekannt als Summulae Logicales, eines wichtigen mittelalterlichen Universitätslehrbuchs über aristotelische Logik. Da man davon ausging, dass das lateinische Hispania die gesamte Iberische Halbinsel umfasste, wird er traditionell und üblicherweise mit dem mittelalterlichen portugiesischen Gelehrten und Geistlichen Peter Juliani identifiziert, der 1276 zum Papst Johannes XXI. gewählt wurde. Die Identifizierung wird manchmal bestritten, meist von spanischen Autoren, die behaupten, der Autor des Tractatus sei ein kastilischer Blackfriar gewesen. Er wird manchmal auch als Petrus Ferrandi Hispanus (gest. 1254 x 1259) identifiziert.
Mnemotechnische Syllogistik
Petrus Hispanus referierte im vierten Traktat die assertorische Syllogistik des Aristoteles und ergänzte eine Mnemotechnik. Er übersetzte die aristotelischen Sätze in eine verständliche Sprache und kürzte sie symbolisch ab. Die Übersetzung tastet den logischen Gehalt der originalen Syllogistik nicht an. Daher besteht der logische Fortschritt nur in der Codierung, die einem Kalkül nahekommt und einen mnemotechnischen Zweck hat.