„Hauptwort“ – Versionsunterschied
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Der Ausdruck ''Substantiv'' ist gekürzt aus slat. ''nomen substantivum'' „auf eine Substanz bezogenes Nomen“. | Der Ausdruck ''Substantiv'' ist gekürzt aus slat. ''nomen substantivum'' „auf eine Substanz bezogenes Nomen“. | ||
Die Grundbedeutung von ''nomen, Nomen'' ist „Name“, in der Wortherkunftabfolge uig. ''*ǵneo-'' "erkannt haben, daher wissen, kennen", uig.. ''*nómn̥'' uger. ''*namô'', "Name", ahd. ''namo'', | Die Grundbedeutung von ''nomen, Nomen'' ist „Name“, in der Wortherkunftabfolge uig. ''*ǵneo-'' "erkannt haben, daher wissen, kennen", uig.. ''*nómn̥'' uger. ''*namô'', "Name", ahd. ''namo'', agr. ''ónomai'', lat. nomen. | ||
Mit Substanz ist hier ungefähr „selbständig existierende Entität“ gemeint, im Gegensatz zu Eigenschaften und Vorgängen, die nicht selbständig existieren, sondern – in Form von Adjektiven bzw. Verben – Substanzen zugeschrieben werden. | Mit Substanz ist hier ungefähr „selbständig existierende Entität“ gemeint, im Gegensatz zu Eigenschaften und Vorgängen, die nicht selbständig existieren, sondern – in Form von Adjektiven bzw. Verben – Substanzen zugeschrieben werden. | ||
Version vom 6. Juni 2025, 11:07 Uhr
Deutsch Dingwort, Gegenstandwort oder Namenwort, Nomen, Substantiv; Wortart und Fachwort der Sprachkunde, im 16./17. Jh. in verschiedener fachwörtlicher Verwendung, auch für ‘Substantiv’ (17. Jh.), in dieser Verwendung von Gottsched (1730) erfolgreich gefördert.
In der lateinischen Grammatiktradition hat Nomen gegenüber Hauptwort eine weiter gefasste Bedeutung.
Das Hauptwort bildet zusammen mit dem Tätigkeitswort, Eigenschaftswort und Umstandswort die grundlegendste Unterscheidung im Bereich der Wortarten.
Hauptworte benennen undoder bezeichnen eigenartigerweise Gegenstände, Ereignisse, Orte, Sachen und Begriffe, "Vergegenständlichtes" als Wortbegriffe und Begriffworte, sowie Hauptwortbildungen der Tätigkeitsworte, Eigenschaftsworte und Umstandsworte und sind zu einem wesentlichen und bedeutenden Verfertiger in Bezug af das Verständniß der Vermittlung örtlich-räumlich-zeitlicher Stellung, Anordnung, Abfolge des jeweils vorgestellten, beobachteten, betrachteten, beachteten Dasein, einer Erscheinung, eines Daseinszustand undoder eines Geschehen.
Hauptworte sind Träger, Übermitler, Vermittler von Inhalten entsprechend ihrer wörtlichen, dinglichen, sinnlichen und begrifflichen Wortbedeutungen und damit wesentlicher Mittler des Verständniß der Inhalte von Aussagen.
Der Ausdruck Substantiv ist gekürzt aus slat. nomen substantivum „auf eine Substanz bezogenes Nomen“.
Die Grundbedeutung von nomen, Nomen ist „Name“, in der Wortherkunftabfolge uig. *ǵneo- "erkannt haben, daher wissen, kennen", uig.. *nómn̥ uger. *namô, "Name", ahd. namo, agr. ónomai, lat. nomen.
Mit Substanz ist hier ungefähr „selbständig existierende Entität“ gemeint, im Gegensatz zu Eigenschaften und Vorgängen, die nicht selbständig existieren, sondern – in Form von Adjektiven bzw. Verben – Substanzen zugeschrieben werden.
Unter das Nomen fallen traditionell neben dem nomen substantivum das nomen adjectivum (Adjektiv), das nomen numerale(Zahlwort) und das Pronomen. Unter diesen ist das Substantiv das Nomen par excellence, da eben die wörtliche Bedeutung von nomen „Name“ ist, was auf die anderen Subkategorien des Nomens weniger passt. Daher heißt das Substantiv auf Englisch (neben substantive) seit dem 20. Jahrhundert meist noun, auf Französisch nom und ähnlich in einigen anderen Sprachen. Dieser Gebrauch ist seit den 1960er Jahren auch ins Deutsche gekommen, so dass Nomen oft nicht als Oberbegriff, sondern als Synonym zu Substantiv gebraucht wird.
In der deutschsprachigen Grammatik ist Substantiv als Dingwort, Gegenstandswort, Hauptwort übersetzt worden und Nomen als Namenwort, Nennwort. Die Bezeichnung Gegenstandswort ist jedoch mehrdeutig, denn es ist auch eine Bezeichnung für Konkretumim Gegensatz zum Begriffswort bzw. Abstraktum.