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„Paradigma“ – Versionsunterschied

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'''Paradigma''' <abbr>n.</abbr> ‘Beispiel’ (in der Grammatik durchflektiertes Musterwort), ‘kurze Erzählung, wissenschaftliche Richtung’, gelehrte Übernahme (16. Jh.) von <abbr>lat.</abbr> ''paradīgma'', <abbr>griech.</abbr> ''parádeigma'' (''παράδειγμα'') ‘Beispiel, Muster, Vorbild’, zu <abbr>griech.</abbr> ''paradeiknýnai'' (''παραδείκνύναί'') ‘als Beispiel darstellen’; vgl. <abbr>griech.</abbr> ''deiknýnai'' (''δεικνύναι'') ‘zeigen’ und s. para-.
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ml. übersetzt wird Paradigma als „Beispiel, Vorbild, Muster, Vorgabe“ oder „Abgrenzung, Erklärungsmodell, Vorurteil“, auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“;<p>Mrz. ''Paradigmen'' oder ''Paradigmata;''&nbsp;‘Beispiel’; eine grundsätzliche Denkweise, sprachwissenschaftlich "in allen Wortformen gebeugtes Musterwort", ‘kurze Erzählung, wissenschaftliche Richtung’, gelehrte Übernahme (16. Jh.) von lat. ''paradīgma'', grie. ''parádeigma''&nbsp;&nbsp;‘Beispiel, Muster, Vorbild’, zu grie. ''paradeiknýnai''&nbsp;&nbsp;‘als Beispiel darstellen’,&nbsp;grie. ''para''- ‘neben’&nbsp;+&nbsp;''deiknýnai''&nbsp;‘zeigen, begreiflich machen’.</p><p>paradeiknýnai =&nbsp;"vorzeigen,&nbsp;sehen lassen";</p><p>In der antiken Sprachlehre (Rhetorik) verstand man darunter "eine Begebenheit, die als vorteilhafter, fördernder oder nachteiliger, hindernder Beleg für eine&nbsp;Begründung einer Glaubensfrage (Dogmatik) oder eine Morallehre angeführt wird.</p><p>Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnete ''Paradigma'' eine bestimmte Art der [[Weltanschauung]] oder eine [[Lehrmeinung]]. Der Begriff wurde von [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Christoph_Lichtenberg Georg Christoph Lichtenberg] eingebracht.&nbsp;Nach [[Ludwig Wittgenstein]] sind ''Paradigmen'' Muster oder Standards, mit denen Erfahrung verglichen und beurteilt wird. Sie liegen vor der Erfahrung (a priori) und geben eine Orientierung vor.</p>

Version vom 12. Januar 2024, 12:35 Uhr

agrie. parádeigma

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