Zum Inhalt springen

„Zwickmühle“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „<span class="etymwb-headword">'''<span class="etymwb-orth">Zwickmühle</span>''' <span class="etymwb-gramgrp">f. </span></span>‘Stellung der Steine im Mühlespiel, bei der man mit einem Zug die eine Mühle schließen und eine andere eröffnen kann’ (17. Jh.). Das erste Glied des Kompositums entwickelt sich wohl aus <span class="etymwb-mentioned">zwie</span> ‘zwei’ unter Einfluß von gleichbed. <span class="etymwb-mentioned">Fickmühle</span> zu <s…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
<span class="etymwb-headword">'''<span class="etymwb-orth">Zwickmühle</span>''' <span class="etymwb-gramgrp">f. </span></span>‘Stellung der Steine im Mühlespiel, bei der man mit einem Zug die eine Mühle schließen und eine andere eröffnen kann’ (17. Jh.). Das erste Glied des Kompositums entwickelt sich wohl aus <span class="etymwb-mentioned">zwie</span> ‘zwei’ unter Einfluß von gleichbed. <span class="etymwb-mentioned">Fickmühle</span> zu <span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span>. Anfangs (15. Jh.) bezeichnet <span class="etymwb-mentioned">Fickmühle</span>,<span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span> ‘zwei Möglichkeiten (die je nach Lage genutzt werden), einen doppelten Ausweg’ (auch damals schon von einem Spiel ausgehend?). Vom Gegenspieler her gesehen, erscheint das als ‘ausweglose Situation’. In dieser Verwendung ist <span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span> üblich in Redewendungen wie <span class="etymwb-mentioned">in der Zwickmühle stecken</span> ‘keinen Ausweg wissen’ (17. Jh.), <span class="etymwb-mentioned">in die Zwickmühle geraten</span> ‘in eine ausweglose Situation geraten’ (Anfang 20. Jh.).
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[zwick]] + [[Mühle]]</span> <span class="etymwb-gramgrp">f. </span></span>‘Stellung der Steine im Mühlespiel, bei der man mit einem Zug die eine Mühle schließen und eine andere eröffnen kann’ (17. Jh.). Das erste Glied des Kompositums entwickelt sich wohl aus <span class="etymwb-mentioned">zwie</span> ‘zwei’ unter Einfluß von gleichbed. <span class="etymwb-mentioned">Fickmühle</span> zu <span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span>. Anfangs (15. Jh.) bezeichnet <span class="etymwb-mentioned">Fickmühle</span>,<span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span> ‘zwei Möglichkeiten (die je nach Lage genutzt werden), einen doppelten Ausweg’ (auch damals schon von einem Spiel ausgehend?). Vom Gegenspieler her gesehen, erscheint das als ‘ausweglose Situation’. In dieser Verwendung ist <span class="etymwb-mentioned">Zwickmühle</span> üblich in Redewendungen wie <span class="etymwb-mentioned">in der Zwickmühle stecken</span> ‘keinen Ausweg wissen’ (17. Jh.), <span class="etymwb-mentioned">in die Zwickmühle geraten</span> ‘in eine ausweglose Situation geraten’ (Anfang 20. Jh.).

Version vom 9. Dezember 2023, 19:25 Uhr

zwick + Mühle f. ‘Stellung der Steine im Mühlespiel, bei der man mit einem Zug die eine Mühle schließen und eine andere eröffnen kann’ (17. Jh.). Das erste Glied des Kompositums entwickelt sich wohl aus zwie ‘zwei’ unter Einfluß von gleichbed. Fickmühle zu Zwickmühle. Anfangs (15. Jh.) bezeichnet Fickmühle,Zwickmühle ‘zwei Möglichkeiten (die je nach Lage genutzt werden), einen doppelten Ausweg’ (auch damals schon von einem Spiel ausgehend?). Vom Gegenspieler her gesehen, erscheint das als ‘ausweglose Situation’. In dieser Verwendung ist Zwickmühle üblich in Redewendungen wie in der Zwickmühle stecken ‘keinen Ausweg wissen’ (17. Jh.), in die Zwickmühle geraten ‘in eine ausweglose Situation geraten’ (Anfang 20. Jh.).