„Metaphysik“ – Versionsunterschied
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Version vom 11. Dezember 2023, 15:57 Uhr
meta- + Physik | f. idealistische philosophische Lehre von den jenseits der sinnlich wahrnehmbaren Welt angenommenen Erscheinungen und Zusammenhängen;
mlat. metaphysica (10. Jh., oder schon bei Boethius?) ist hervorgegangen aus grie. tá metá tá physiká, eigentlich ‘die nach der Naturlehre’, Akkusativ Plur. Neutr. des Egw grie. physikós ‘natürlich, von der Natur hervorgebracht’ (s. Physik).
Unter dieser Bezeichnung werden (seit dem 1. Jh. v. u. Z.) in den Ausgaben der Schriften des Aristoteles seine 13 Abhandlungen der Philosophie zusammengefaßt, da sie in der Anordnung denen über die Natur (Naturwissenschaften) nachfolgen (lat. post naturālia).
Das daraus durch Zusammenrückung entstandene Hauptwort mlat. metaphysica f. steht daher für die Philosophie des Transzendenten, begegnet seit dem 14. Jh. in dt. Texten, übersetzt mit frühnhd. vbernaturliche kunst.