Zum Inhalt springen

„Technik“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „<p>techn- + ik | "Kiunst"; f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Von griech. ''téchnē'' (''τέχνη'') ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet grie…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
<p>techn- + ik | "Kiunst"; f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’.</p>
<p>[[techn-]] + [[-ik]] | "Kiunst"; f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’.</p><p>Von&nbsp;griech.&nbsp;''téchnē''&nbsp;(''τέχνη'') ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet&nbsp;grie.&nbsp;''technikós''&nbsp;(''τεχνικός'') ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’.</p><p>Dazu bzw. zu entlehntem&nbsp;lat.&nbsp;''techna''&nbsp;‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’,&nbsp;mlat.&nbsp;''tec(h)na'',&nbsp;''tegna''&nbsp;‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem&nbsp;lat.&nbsp;''technicus''&nbsp;‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Hptw.&nbsp;nlat. ''technica''&nbsp;(Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im&nbsp;Dt.&nbsp;zuerst&nbsp;''Hydrotechnica''&nbsp;‘Wasserbaukunst’ (1724),&nbsp;''Technica''(1744), danach&nbsp;''Technik''&nbsp;([https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant]&nbsp;1781).</p><p>Daneben gleichbed.&nbsp;''Technie''&nbsp;f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung&nbsp;''Pyrotechnia'',&nbsp;''Pyrotechnie''&nbsp;‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’,&nbsp;''Zymotechnia'',&nbsp;''-technie''&nbsp;‘Gärungschemie’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Von&nbsp;griech.&nbsp;''téchnē''&nbsp;(''τέχνη'') ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet&nbsp;grie.&nbsp;''technikós''&nbsp;(''τεχνικός'') ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Dazu bzw. zu entlehntem&nbsp;lat.&nbsp;''techna''&nbsp;‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’,&nbsp;mlat.&nbsp;''tec(h)na'',&nbsp;''tegna''&nbsp;‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem&nbsp;lat.&nbsp;''technicus''&nbsp;‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Hptw.&nbsp;nlat. ''technica''&nbsp;(Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im&nbsp;Dt.&nbsp;zuerst&nbsp;''Hydrotechnica''&nbsp;‘Wasserbaukunst’ (1724),&nbsp;''Technica''(1744), danach&nbsp;''Technik''&nbsp;([https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Kant]&nbsp;1781).</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Daneben gleichbed.&nbsp;''Technie''&nbsp;f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung&nbsp;''Pyrotechnia'',&nbsp;''Pyrotechnie''&nbsp;‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’,&nbsp;''Zymotechnia'',&nbsp;''-technie''&nbsp;‘Gärungschemie’.</p>

Version vom 11. Dezember 2023, 16:08 Uhr

techn- + -ik | "Kiunst"; f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’.

Von griech. téchnē (τέχνη) ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet grie. technikós (τεχνικός) ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’.

Dazu bzw. zu entlehntem lat. techna ‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’, mlat. tec(h)na, tegna ‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem lat. technicus ‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Hptw. nlat. technica (Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im Dt. zuerst Hydrotechnica ‘Wasserbaukunst’ (1724), Technica(1744), danach Technik (Kant 1781).

Daneben gleichbed. Technie f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung Pyrotechnia, Pyrotechnie ‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’, Zymotechnia, -technie ‘Gärungschemie’.