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„Halb“ – Versionsunterschied

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<p>halb | ''Halb, Halbe''&nbsp;| ‘Seite, Richtung, Gegend’; von Egsw. hab, Zw. -halb, -''halben'' zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Ustw, und Vhnw. vorkommenden Formen&nbsp;-''halb'',&nbsp;-''halben'' ‘-seits, -wegen’ (vgl.&nbsp;''außer-'',&nbsp;''inner-'',&nbsp;''ober-'',&nbsp;''unterhalb'',&nbsp;''allent-'',&nbsp;''meinethalben''&nbsp;</p>
<p>[[halb]] | ''Halb, Halbe''&nbsp;| ‘Seite, Richtung, Gegend’; von Egsw. hab, Zw. -halb, -''halben'' zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Ustw, und Vhnw. vorkommenden Formen&nbsp;-''halb'',&nbsp;-''halben'' ‘-seits, -wegen’ (vgl.&nbsp;''außer-'',&nbsp;''inner-'',&nbsp;''ober-'',&nbsp;''unterhalb'',&nbsp;''allent-'',&nbsp;''meinethalben''&nbsp;</p><p>und oft bwl. verwendetes ''deshalb'',&nbsp;''weshalb'');&nbsp;''halb'',&nbsp;''halben''&nbsp;‘auf Seiten, wegen’,</p><p>zunächst im&nbsp;Nhd.&nbsp;noch selbständig als lokale und kausale Vhnw. mit vorangestelltem Wesfall geläufig (ahd.&nbsp;''halb''&nbsp;‘wegen’, 10. Jh.,&nbsp;mhd.&nbsp;''halp'',&nbsp;''halbe'',&nbsp;''halben''&nbsp;‘auf Seiten, wegen’),</p><p>beruhen auf uswl. Gebrauch erstarrter Fallformen der neben dem Egsw. existierenden wbl. Hptw.&nbsp;ahd.&nbsp;''halba''&nbsp;(um 800, auch mit im Ustw. erhaltenem endungslosem Wenfall&nbsp;''halb''),&nbsp;mhd.&nbsp;''halbe'',&nbsp;frühnhd.&nbsp;''Halbe''&nbsp;‘Seite, Richtung, Gegend’</p><p>(vgl. ebenso&nbsp;asächs.&nbsp;''halƀa'',&nbsp;mnd.&nbsp;''halve'', aengl.&nbsp;''healf'',&nbsp;anord.&nbsp;''halfa'',&nbsp;got.&nbsp;''halba'', im&nbsp;Aengl.&nbsp;und&nbsp;Anord.&nbsp;auch ‘Hälfte’).</p><p>Bis in die Gegenwart Whnw. (mit vorangestelltem Wesfall) und daneben Kompositionsglied von Ustrw. (vgl.&nbsp;''ehren-'',&nbsp;''krankheits-'',''sicherheitshalber'') ist&nbsp;'''halber'''&nbsp;‘wegen’ (Ende 15. Jh.), eine wohl an das stark flektierte Maskulinum des Egsw. ''halb''&nbsp;angelehnte Umbildung von&nbsp;''halben''.&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>und oft bwl. verwendetes ''deshalb'',&nbsp;''weshalb'');&nbsp;''halb'',&nbsp;''halben''&nbsp;‘auf Seiten, wegen’,</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>zunächst im&nbsp;Nhd.&nbsp;noch selbständig als lokale und kausale Vhnw. mit vorangestelltem Wesfall geläufig (ahd.&nbsp;''halb''&nbsp;‘wegen’, 10. Jh.,&nbsp;mhd.&nbsp;''halp'',&nbsp;''halbe'',&nbsp;''halben''&nbsp;‘auf Seiten, wegen’),</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>beruhen auf uswl. Gebrauch erstarrter Fallformen der neben dem Egsw. existierenden wbl. Hptw.&nbsp;ahd.&nbsp;''halba''&nbsp;(um 800, auch mit im Ustw. erhaltenem endungslosem Wenfall&nbsp;''halb''),&nbsp;mhd.&nbsp;''halbe'',&nbsp;frühnhd.&nbsp;''Halbe''&nbsp;‘Seite, Richtung, Gegend’</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>(vgl. ebenso&nbsp;asächs.&nbsp;''halƀa'',&nbsp;mnd.&nbsp;''halve'', aengl.&nbsp;''healf'',&nbsp;anord.&nbsp;''halfa'',&nbsp;got.&nbsp;''halba'', im&nbsp;Aengl.&nbsp;und&nbsp;Anord.&nbsp;auch ‘Hälfte’).</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Bis in die Gegenwart Whnw. (mit vorangestelltem Wesfall) und daneben Kompositionsglied von Ustrw. (vgl.&nbsp;''ehren-'',&nbsp;''krankheits-'',''sicherheitshalber'') ist&nbsp;'''halber'''&nbsp;‘wegen’ (Ende 15. Jh.), eine wohl an das stark flektierte Maskulinum des Egsw. ''halb''&nbsp;angelehnte Umbildung von&nbsp;''halben''.&nbsp;</p>

Aktuelle Version vom 11. Dezember 2023, 20:06 Uhr

halb | Halb, Halbe | ‘Seite, Richtung, Gegend’; von Egsw. hab, Zw. -halb, -halben zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Ustw, und Vhnw. vorkommenden Formen -halb, -halben ‘-seits, -wegen’ (vgl. außer-, inner-, ober-, unterhalb, allent-, meinethalben 

und oft bwl. verwendetes deshalb, weshalb); halb, halben ‘auf Seiten, wegen’,

zunächst im Nhd. noch selbständig als lokale und kausale Vhnw. mit vorangestelltem Wesfall geläufig (ahd. halb ‘wegen’, 10. Jh., mhd. halp, halbe, halben ‘auf Seiten, wegen’),

beruhen auf uswl. Gebrauch erstarrter Fallformen der neben dem Egsw. existierenden wbl. Hptw. ahd. halba (um 800, auch mit im Ustw. erhaltenem endungslosem Wenfall halb), mhd. halbe, frühnhd. Halbe ‘Seite, Richtung, Gegend’

(vgl. ebenso asächs. halƀa, mnd. halve, aengl. healf, anord. halfa, got. halba, im Aengl. und Anord. auch ‘Hälfte’).

Bis in die Gegenwart Whnw. (mit vorangestelltem Wesfall) und daneben Kompositionsglied von Ustrw. (vgl. ehren-, krankheits-,sicherheitshalber) ist halber ‘wegen’ (Ende 15. Jh.), eine wohl an das stark flektierte Maskulinum des Egsw. halb angelehnte Umbildung von halben.