„Würde“ – Versionsunterschied
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<p>würd + e | f. ‘Wert, Ansehen, Geltung’ ;</p | <p>[[würd]] + [[-e]] | f. ‘Wert, Ansehen, Geltung’ ;</p><p>‘Achtung bewirkendes Wesen oder Verhalten eines Menschen, aus Stellung und Amt erwachsendes Ansehen, mit Ansehen und Geltung verbundene Stellung, Amt’, ahd. ''wirdī'' ‘Ansehen, Verdienst, Ehrung’ (8. Jh.), mhd. ''wirde'', ''wierde'', (md.) ''werde'' ‘Wert, Ansehen, Ehre(nbezeigung), Verehrung’, frühnhd. ''Würde'' (16. Jh., mit Übergang von i in ü) ist ein ī-Abstraktum zu dem unter ''wert'' behandelten Egsw.</p><p>Als Bedeutung ist anzusetzen ‘Wert, Ansehen, Geltung’ (auf Grund sozialer Stellung und gesellschaftlichen Ranges) und die sich daraus ergebende ‘Ehrung’.</p><p>Daneben (ebenfalls bereits ahd.) steht ''Würde'' für den ‘Wert eines Menschen, der in seinem Wesen, seinen Eigenschaften und Leistungen beruht’.</p><p>Um die Mitte des 18. Jhs. entwickelt sich ''Würde'' unter dem Einfluß der idealistischen Philosophie und Ethik (Kant, Schiller) zur Bezeichnung für den ‘von allen Äußerlichkeiten unabhängigen inneren, absoluten Wert des Menschen, der sich in seinem (ethischen) Denken und Verhalten äußert’, daher häufig in Verbindungen wie ''Würde der Menschheit'', ''des Menschen'' (18. Jh.).</p> | ||
Version vom 12. Dezember 2023, 15:57 Uhr
würd + -e | f. ‘Wert, Ansehen, Geltung’ ;
‘Achtung bewirkendes Wesen oder Verhalten eines Menschen, aus Stellung und Amt erwachsendes Ansehen, mit Ansehen und Geltung verbundene Stellung, Amt’, ahd. wirdī ‘Ansehen, Verdienst, Ehrung’ (8. Jh.), mhd. wirde, wierde, (md.) werde ‘Wert, Ansehen, Ehre(nbezeigung), Verehrung’, frühnhd. Würde (16. Jh., mit Übergang von i in ü) ist ein ī-Abstraktum zu dem unter wert behandelten Egsw.
Als Bedeutung ist anzusetzen ‘Wert, Ansehen, Geltung’ (auf Grund sozialer Stellung und gesellschaftlichen Ranges) und die sich daraus ergebende ‘Ehrung’.
Daneben (ebenfalls bereits ahd.) steht Würde für den ‘Wert eines Menschen, der in seinem Wesen, seinen Eigenschaften und Leistungen beruht’.
Um die Mitte des 18. Jhs. entwickelt sich Würde unter dem Einfluß der idealistischen Philosophie und Ethik (Kant, Schiller) zur Bezeichnung für den ‘von allen Äußerlichkeiten unabhängigen inneren, absoluten Wert des Menschen, der sich in seinem (ethischen) Denken und Verhalten äußert’, daher häufig in Verbindungen wie Würde der Menschheit, des Menschen (18. Jh.).