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„Tadel“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Die Seite wurde neu angelegt: „<p>'''Tadel''' | m. ‘mißbilligende Äußerung, Rüge, Verweis, Vorwurf’, mhd. (besonders md.) ''tadel'' ‘Fehler, Makel, Gebrechen’.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Aufgrund -el Werkzeug, Mittel zur Handhabung einer Tat.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Sieht man in dem gut bezeugten mhd. Ausdruck eine aus dem Asächs. bzw. Mnd. stammende, dort allerdi…“
 
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<p>'''Tadel'''&nbsp;| m.&nbsp;‘mißbilligende Äußerung, Rüge, Verweis, Vorwurf’,&nbsp;mhd.&nbsp;(besonders&nbsp;md.)&nbsp;''tadel'' ‘Fehler, Makel, Gebrechen’.</p>
<p>[[tad]] + [[-el]]&nbsp;| m.&nbsp;‘mißbilligende Äußerung, Rüge, Verweis, Vorwurf’,&nbsp;mhd.&nbsp;(besonders&nbsp;md.)&nbsp;''tadel'' ‘Fehler, Makel, Gebrechen’.</p><p>Aufgrund -el Werkzeug, Mittel zur Handhabung einer Tat.</p><p>Sieht man in dem gut bezeugten&nbsp;mhd.&nbsp;Ausdruck eine aus dem&nbsp;Asächs.&nbsp;bzw.&nbsp;Mnd.&nbsp;stammende, dort allerdings nicht nachweisbare Form (vgl. aber&nbsp;aengl.&nbsp;''tǣl''f. ‘Tadel, Vorwurf, Verleumdung, Lästerung’), so kann als&nbsp;hd.&nbsp;Entsprechung das von der Lautverschiebung betroffene&nbsp;ahd.&nbsp;''zadal''&nbsp;‘Mangel, Not’ (um 800),&nbsp;mhd.&nbsp;''zadel'',&nbsp;''zādel''&nbsp;‘Mangel, Gebrechen’ herangezogen werden.</p><p>Die Herkunft des Wortes ist jedoch mangels weiterer Anknüpfungsmöglichkeiten unbekannt.</p><p>Der alte Wortsinn ‘Fehler, Gebrechen’ ist erhalten in der Wendung&nbsp;''ohne Furcht und Tadel''; im freien Gebrauch setzt sich jedoch im 17. Jh. die heute dominierende oben genannte Bedeutung durch, und zwar unter dem Einfluß von ''tadeln''</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Aufgrund -el Werkzeug, Mittel zur Handhabung einer Tat.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Sieht man in dem gut bezeugten&nbsp;mhd.&nbsp;Ausdruck eine aus dem&nbsp;Asächs.&nbsp;bzw.&nbsp;Mnd.&nbsp;stammende, dort allerdings nicht nachweisbare Form (vgl. aber&nbsp;aengl.&nbsp;''tǣl''f. ‘Tadel, Vorwurf, Verleumdung, Lästerung’), so kann als&nbsp;hd.&nbsp;Entsprechung das von der Lautverschiebung betroffene&nbsp;ahd.&nbsp;''zadal''&nbsp;‘Mangel, Not’ (um 800),&nbsp;mhd.&nbsp;''zadel'',&nbsp;''zādel''&nbsp;‘Mangel, Gebrechen’ herangezogen werden.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die Herkunft des Wortes ist jedoch mangels weiterer Anknüpfungsmöglichkeiten unbekannt.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Der alte Wortsinn ‘Fehler, Gebrechen’ ist erhalten in der Wendung&nbsp;''ohne Furcht und Tadel''; im freien Gebrauch setzt sich jedoch im 17. Jh. die heute dominierende oben genannte Bedeutung durch, und zwar unter dem Einfluß von ''tadeln''</p>

Aktuelle Version vom 12. Dezember 2023, 18:22 Uhr

tad + -el | m. ‘mißbilligende Äußerung, Rüge, Verweis, Vorwurf’, mhd. (besonders md.) tadel ‘Fehler, Makel, Gebrechen’.

Aufgrund -el Werkzeug, Mittel zur Handhabung einer Tat.

Sieht man in dem gut bezeugten mhd. Ausdruck eine aus dem Asächs. bzw. Mnd. stammende, dort allerdings nicht nachweisbare Form (vgl. aber aengl. tǣlf. ‘Tadel, Vorwurf, Verleumdung, Lästerung’), so kann als hd. Entsprechung das von der Lautverschiebung betroffene ahd. zadal ‘Mangel, Not’ (um 800), mhd. zadel, zādel ‘Mangel, Gebrechen’ herangezogen werden.

Die Herkunft des Wortes ist jedoch mangels weiterer Anknüpfungsmöglichkeiten unbekannt.

Der alte Wortsinn ‘Fehler, Gebrechen’ ist erhalten in der Wendung ohne Furcht und Tadel; im freien Gebrauch setzt sich jedoch im 17. Jh. die heute dominierende oben genannte Bedeutung durch, und zwar unter dem Einfluß von tadeln