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„Mangel“ – Versionsunterschied

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'''Mangel<sup>1</sup>''', auch (südd.) [[Mange]] | [[mang]] + [[-el]] | f. ‘Glättrolle’ für Wäsche, früher auch für (gefärbte) Webwaren (15. Jh.). Mhd. mange‘Kriegsmaschine, Steinschleuder’, mnd. mange, mnl. manghe sind Entlehnungen aus mlat. manga, mangana ‘Werkzeug, Wurfmaschine, Hebelgeschütz’, spätlat. manganum ‘Werkzeug, Maschine’, griech. mánganon (μάγγανον) ‘Achse oder Rolle im Flaschenzug, eiserner Pflock, Bolzen, Schleudermaschine’. Die mit (Spann)walzen versehene Schleudermaschine wird mit Hilfe niederschnellender, mit Steinen gefüllter Kästen ausgelöst. Die Bezeichnung Mange(l)wird auf die den Tuchen Glanz verleihenden Maschinen übertragen, die mit ihren Glättwalzen, durch steingefüllte Kisten beschwert, einer Wurfschleuder ähneln. Auslautendes -l tritt in Analogie zu anderen Gerätebezeichnungen auf -el an.
<p>'''Mangel<sup>2</sup>''' | mang + el | Dinge, derer man bedarf; an sich einen Bedarf aufgrund von (körperlicher) Behinderung;</p>'''<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->'''<p>ein meist nicht mehr rückgängig zu machender oder in Ordnung zu bringender Daseinszustand, der einen daran hinterd voranzukommen, einem Schwierigkeiten bereitet; fehlen von etwas, auf Grund von Schädigung oder Schädigung, Verlust, Verlieren, Scheitern, Not erwirkend; ein Dasein, daß nur mit ausgleichender Unterstützung, zusätzlichen Maßnahmen, Hilfen aufrechterhalten werden kann, oder umgangen werden muß;</p>'''<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->'''<p>¦⊕¦ Gebrechen, Krankheit auf Grund von Auslassung, Unterlassung, Scheitern, erlittenen Schaden, etwas anderes tun, sein oder haben, als das Richtigere, Nützliche; ein Dasein, daß schlechte Daseinszustände fortbestehen läßt; eigentlich meist eine Kleinigkeit, die meist lange Zeit übersehen wird und sich dann als meist nicht auflösbare Schwierigkeit angesammelt hat und dann auch noch den Ursprung nicht erkennt; meist werden Mängel durch Fehler durch Denkweisen, Logik, Trugschlüß, Fehler oder ähnlich von dem der sie hat selbst verursacht, seltener durch andere;</p>'''<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->'''<p>¦⊗¦ m.‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. ''mangalunga'' ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.).</p>'''<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph -->'''<p>¦↵¦ uig. ''[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/m%C3%A9h%E2%82%82r%CC%A5&action=edit&redlink=1 *méh₂-r̥ ~ *mh₂-én-]'' (“Hand”); uig. ''[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/mh%E2%82%82n-ko-&action=edit&redlink=1 *mh₂n-ko-]'' (“Hand verstümmelt”);</p>'''Mangel<sup>1</sup>''', auch (südd.) [[Mange]] | [[mang]] + [[-el]] | f. ‘Glättrolle’ für Wäsche, früher auch für (gefärbte) Webwaren (15. Jh.). Mhd. mange‘Kriegsmaschine, Steinschleuder’, mnd. mange, mnl. manghe sind Entlehnungen aus mlat. manga, mangana ‘Werkzeug, Wurfmaschine, Hebelgeschütz’, spätlat. manganum ‘Werkzeug, Maschine’, griech. mánganon (μάγγανον) ‘Achse oder Rolle im Flaschenzug, eiserner Pflock, Bolzen, Schleudermaschine’. Die mit (Spann)walzen versehene Schleudermaschine wird mit Hilfe niederschnellender, mit Steinen gefüllter Kästen ausgelöst. Die Bezeichnung Mange(l)wird auf die den Tuchen Glanz verleihenden Maschinen übertragen, die mit ihren Glättwalzen, durch steingefüllte Kisten beschwert, einer Wurfschleuder ähneln. Auslautendes -l tritt in Analogie zu anderen Gerätebezeichnungen auf -el an.

Version vom 13. Dezember 2023, 06:10 Uhr

Mangel2 | mang + el | Dinge, derer man bedarf; an sich einen Bedarf aufgrund von (körperlicher) Behinderung;

'

ein meist nicht mehr rückgängig zu machender oder in Ordnung zu bringender Daseinszustand, der einen daran hinterd voranzukommen, einem Schwierigkeiten bereitet; fehlen von etwas, auf Grund von Schädigung oder Schädigung, Verlust, Verlieren, Scheitern, Not erwirkend; ein Dasein, daß nur mit ausgleichender Unterstützung, zusätzlichen Maßnahmen, Hilfen aufrechterhalten werden kann, oder umgangen werden muß;

'

¦⊕¦ Gebrechen, Krankheit auf Grund von Auslassung, Unterlassung, Scheitern, erlittenen Schaden, etwas anderes tun, sein oder haben, als das Richtigere, Nützliche; ein Dasein, daß schlechte Daseinszustände fortbestehen läßt; eigentlich meist eine Kleinigkeit, die meist lange Zeit übersehen wird und sich dann als meist nicht auflösbare Schwierigkeit angesammelt hat und dann auch noch den Ursprung nicht erkennt; meist werden Mängel durch Fehler durch Denkweisen, Logik, Trugschlüß, Fehler oder ähnlich von dem der sie hat selbst verursacht, seltener durch andere;

'

¦⊗¦ m.‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. mangalunga ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.).

'

¦↵¦ uig. *méh₂-r̥ ~ *mh₂-én- (“Hand”); uig. *mh₂n-ko- (“Hand verstümmelt”);

Mangel1, auch (südd.) Mange | mang + -el | f. ‘Glättrolle’ für Wäsche, früher auch für (gefärbte) Webwaren (15. Jh.). Mhd. mange‘Kriegsmaschine, Steinschleuder’, mnd. mange, mnl. manghe sind Entlehnungen aus mlat. manga, mangana ‘Werkzeug, Wurfmaschine, Hebelgeschütz’, spätlat. manganum ‘Werkzeug, Maschine’, griech. mánganon (μάγγανον) ‘Achse oder Rolle im Flaschenzug, eiserner Pflock, Bolzen, Schleudermaschine’. Die mit (Spann)walzen versehene Schleudermaschine wird mit Hilfe niederschnellender, mit Steinen gefüllter Kästen ausgelöst. Die Bezeichnung Mange(l)wird auf die den Tuchen Glanz verleihenden Maschinen übertragen, die mit ihren Glättwalzen, durch steingefüllte Kisten beschwert, einer Wurfschleuder ähneln. Auslautendes -l tritt in Analogie zu anderen Gerätebezeichnungen auf -el an.