„Qualität“ – Versionsunterschied
Erscheinungsbild
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[qual]] + [[-ität]] | f. ‘Beschaffenheit, Eigenschaft, Verfassung’, handelssprachlich ‘(guter) Zustand, alle Erwartungen zufriedenstellende Ausführung (von Waren), Güte’, | |||
Von [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] als Calque des agrie. ποιότης ([[agrie./poiótēs|poiótēs]]) geprägt, von [[lat./quālis|quālis]] + [[lat./-tās|-tās]]. Siehe auch [[Quantitas]]. | Von [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] als Calque des agrie. ποιότης ([[agrie./poiótēs|poiótēs]]) geprägt, von [[lat./quālis|quālis]] + [[lat./-tās|-tās]]. Siehe auch [[Quantitas]]. | ||
erneut entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus slat. ''quālitās'' ‘Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft’, einer Bildung zu lat. ''quālis'' ‘wie beschaffen, von welcher Art’.<p>Der Ausdruck gilt zunächst in der Heilkunde (Temperamentenlehre) im Sinne von ‘Eigenschaft, Merkmal’, gewinnt danach (17. Jh.) besonders Gewicht in der Kaufmannssprache (unter Einfluß von frz. ''qualité'') und entwickelt vielfältige fachsprachliche Bedeutungsnuancen.</p> | erneut entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus slat. ''quālitās'' ‘Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft’, einer Bildung zu lat. ''quālis'' ‘wie beschaffen, von welcher Art’.<p>Der Ausdruck gilt zunächst in der Heilkunde (Temperamentenlehre) im Sinne von ‘Eigenschaft, Merkmal’, gewinnt danach (17. Jh.) besonders Gewicht in der Kaufmannssprache (unter Einfluß von frz. ''qualité'') und entwickelt vielfältige fachsprachliche Bedeutungsnuancen.</p> | ||
Version vom 13. Dezember 2023, 17:26 Uhr
qual + -ität | f. ‘Beschaffenheit, Eigenschaft, Verfassung’, handelssprachlich ‘(guter) Zustand, alle Erwartungen zufriedenstellende Ausführung (von Waren), Güte’,
Von Cicero als Calque des agrie. ποιότης (poiótēs) geprägt, von quālis + -tās. Siehe auch Quantitas.
erneut entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus slat. quālitās ‘Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft’, einer Bildung zu lat. quālis ‘wie beschaffen, von welcher Art’.
Der Ausdruck gilt zunächst in der Heilkunde (Temperamentenlehre) im Sinne von ‘Eigenschaft, Merkmal’, gewinnt danach (17. Jh.) besonders Gewicht in der Kaufmannssprache (unter Einfluß von frz. qualité) und entwickelt vielfältige fachsprachliche Bedeutungsnuancen.