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„Aethalides“ – Versionsunterschied

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* [http://www.mythindex.com/greek-mythology/A/Aithalides.html Aithalides] im ''Greek Myth Index'' (englisch)
* [http://www.mythindex.com/greek-mythology/A/Aithalides.html Aithalides] im ''Greek Myth Index'' (englisch)



Aktuelle Version vom 2. April 2026, 07:49 Uhr

Aithalides (altgriechisch Αἰθαλίδης Aithalídēs, lat. Aethalides) ist eine Figur der griechischen Mythologie.

Mythos

Aithalides ist der Sohn des Hermes und der Eupolemeia, einer Tochter des Myrmidon, die aus der Phthiotis stammte.[1] Er nimmt an der Fahrt der Argonauten teil, denen er als Herold dient.[2] Außerdem ist er ein begabter Bogenschütze.[3] Als die Argonauten Lemnos erreichen, gelingt es Aithalides, den Inselbewohnerinnen die Erlaubnis abzuringen, dort die Nacht verbringen zu dürfen.[4]

Von seinem Vater wurde Aithalides mit einem unfehlbaren Gedächtnis ausgestattet und besitzt sogar die Gabe, sich auch nach dem Überqueren des Flusses Lethe, das normalerweise alle Menschen beim Eintritt in die Unterwelt ihr Leben vergessen lässt, an alles zu erinnern. Deshalb wird ihm gewährt, die Hälfte der Zeit in der Welt der Lebenden zu verbringen.[4]

Rezeption durch die Pythagoräer

Der Mythos von Aithalides spielte eine wichtige Rolle in der Seelenlehre der Pythagoräer, die daraus folgerten, dass sich die unsterbliche Seele des Aithalides auch an ihre früheren Reinkarnationen erinnern müsse. Pythagoras selbst soll behauptet haben, er sei eine Reinkarnation des Aithalides.[5]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Hyginus Mythographus, Fabulae 14
  2. ↑ Apollonios von Rhodos, Argonautika 1,51–55
  3. ↑ Valerius Flaccus 1,437
  4. ↑ a b Apollonios von Rhodos, Argonautika 1,640–645
  5. ↑ Herakleides Pontikos bei Diogenes Laertios 8,1,4; Porphyrios, Vita Pythagorae 45