Zum Inhalt springen

„Favismus“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „Ackerbohnenkrankheit Q: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel&veaction=edit Unter Zusammenfassung aller Varianten und Ausprägungen weisen auf der Welt zirka 1,18 Milliarden Menschen irgendeine Form des G6PD-Mangels auf.<ref>[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63065 ''Diabetes und Co: Menschheit wird zunehmend multimorbid''.] In: ''Deutsches Ärzteblatt'', 8. Juni 2015.</ref> Vorwiegend wird der G6PD-Mang…“
 
 
Zeile 4: Zeile 4:


Unter Zusammenfassung aller Varianten und Ausprägungen weisen auf der Welt zirka 1,18 Milliarden Menschen irgendeine Form des G6PD-Mangels auf.<ref>[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63065 ''Diabetes und Co: Menschheit wird zunehmend multimorbid''.] In: ''Deutsches Ärzteblatt'', 8. Juni 2015.</ref> Vorwiegend wird der G6PD-Mangel in geographischen Regionenangetroffen, in denen Malaria verbreitet war oder ist. In malariafreien Gebieten kommt der G6PD-Mangel ebenfalls vor, ist aber deutlich seltener. Diese Verteilung des G6PD-Mangels stellt einen ''balancierten Polymorphismus'' dar: Die relative Resistenz der betroffenen Frauen gegenüber Malaria-Infektionen wiegt unter Gesichtspunkten der Evolution den Nachteil der Empfindlichkeit der betroffenen Männer auf. Die Erkrankung wurde im Zusammenhang mit dem Genuss von dicken Bohnen (Fava-Bohne, Ackerbohne, Saubohne) erstmals beobachtet, worauf der alternative Name ''Favismus'' zurückführbar ist. Neben den Fava-Bohnen besitzen Substanzen wie Henna oder diverse Medikamente die Eigenschaft, hämolytische Krisen auszulösen. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wiesen verschiedene medizinische Veröffentlichungen<ref>{{Internetquelle |autor=iss.it |url=https://www.iss.it/documents/20126/0/Report+ISS+COVID-19_14.pdf/8a94daca-f6eb-ae95-dad7-68b9c03c8fb6?t=1587721686283 |titel=Zusammenhang Hydroxychloroquin und G6PD |werk= |hrsg= |datum= |format=PDF |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.medpagetoday.com/infectiousdisease/covid19/85552 |titel=Chloroquine Is Not a Harmless Panacea for COVID-19 |datum=2020-03-23 |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt |url=https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112188/Hydroxychloroquin-bei-COVID-19-moeglicherweise-mit-erhoehter-Sterblichkeit-assoziiert |titel=Hydroxychloroquin bei COVID-19 möglicherweise mit erhöhter... |datum=2020-04-22 |sprache=de |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.amboss.com/de/wissen/Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel |titel=Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel - Wissen für Mediziner |sprache=de-DE |abruf=2020-05-09}}</ref> explizit auf Komplikationen mit dem Medikament Hydroxychloroquin hin. Dieses könne zu Hämolyse sowie Mikroembolien<ref>{{Internetquelle |url=https://issuu.com/internationalthalassaemiafederation/docs/covid-19_pandemic_and_haemoglobin_disorders_german |titel=DIE COVID-19 PANDEMIE UND HÄMOGLOBINERKRANKUNGEN (DE)_Version III ( Upgedated) |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.iss.it/rapporti-iss-covid-19-in-english/-/asset_publisher/btw1J82wtYzH/content/id/5349244?_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_redirect=https://www.iss.it/rapporti-iss-covid-19-in-english?p_p_id=com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_cur=0&p_r_p_resetCur=false&_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_assetEntryId=5349244 |titel=Rapporto ISS COVID-19 n. 14/2020 English version - Interim guidance for the appropriate support of people with enzymopenia G6PD (favism) in the current SARS-CoV-2 emergency scenario. Version April 14, 2020 - ISS |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.jdsupra.com/legalnews/the-belgian-afmps-warns-about-risk-of-94930/ |titel=The Belgian AFMPS warns about risk of hemolysis associated with the use of hydroxychloroquine |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref> und damit zum Tod führen.
Unter Zusammenfassung aller Varianten und Ausprägungen weisen auf der Welt zirka 1,18 Milliarden Menschen irgendeine Form des G6PD-Mangels auf.<ref>[https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63065 ''Diabetes und Co: Menschheit wird zunehmend multimorbid''.] In: ''Deutsches Ärzteblatt'', 8. Juni 2015.</ref> Vorwiegend wird der G6PD-Mangel in geographischen Regionenangetroffen, in denen Malaria verbreitet war oder ist. In malariafreien Gebieten kommt der G6PD-Mangel ebenfalls vor, ist aber deutlich seltener. Diese Verteilung des G6PD-Mangels stellt einen ''balancierten Polymorphismus'' dar: Die relative Resistenz der betroffenen Frauen gegenüber Malaria-Infektionen wiegt unter Gesichtspunkten der Evolution den Nachteil der Empfindlichkeit der betroffenen Männer auf. Die Erkrankung wurde im Zusammenhang mit dem Genuss von dicken Bohnen (Fava-Bohne, Ackerbohne, Saubohne) erstmals beobachtet, worauf der alternative Name ''Favismus'' zurückführbar ist. Neben den Fava-Bohnen besitzen Substanzen wie Henna oder diverse Medikamente die Eigenschaft, hämolytische Krisen auszulösen. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wiesen verschiedene medizinische Veröffentlichungen<ref>{{Internetquelle |autor=iss.it |url=https://www.iss.it/documents/20126/0/Report+ISS+COVID-19_14.pdf/8a94daca-f6eb-ae95-dad7-68b9c03c8fb6?t=1587721686283 |titel=Zusammenhang Hydroxychloroquin und G6PD |werk= |hrsg= |datum= |format=PDF |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.medpagetoday.com/infectiousdisease/covid19/85552 |titel=Chloroquine Is Not a Harmless Panacea for COVID-19 |datum=2020-03-23 |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt |url=https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112188/Hydroxychloroquin-bei-COVID-19-moeglicherweise-mit-erhoehter-Sterblichkeit-assoziiert |titel=Hydroxychloroquin bei COVID-19 möglicherweise mit erhöhter... |datum=2020-04-22 |sprache=de |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.amboss.com/de/wissen/Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel |titel=Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel - Wissen für Mediziner |sprache=de-DE |abruf=2020-05-09}}</ref> explizit auf Komplikationen mit dem Medikament Hydroxychloroquin hin. Dieses könne zu Hämolyse sowie Mikroembolien<ref>{{Internetquelle |url=https://issuu.com/internationalthalassaemiafederation/docs/covid-19_pandemic_and_haemoglobin_disorders_german |titel=DIE COVID-19 PANDEMIE UND HÄMOGLOBINERKRANKUNGEN (DE)_Version III ( Upgedated) |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.iss.it/rapporti-iss-covid-19-in-english/-/asset_publisher/btw1J82wtYzH/content/id/5349244?_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_redirect=https://www.iss.it/rapporti-iss-covid-19-in-english?p_p_id=com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_cur=0&p_r_p_resetCur=false&_com_liferay_asset_publisher_web_portlet_AssetPublisherPortlet_INSTANCE_btw1J82wtYzH_assetEntryId=5349244 |titel=Rapporto ISS COVID-19 n. 14/2020 English version - Interim guidance for the appropriate support of people with enzymopenia G6PD (favism) in the current SARS-CoV-2 emergency scenario. Version April 14, 2020 - ISS |abruf=2020-05-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.jdsupra.com/legalnews/the-belgian-afmps-warns-about-risk-of-94930/ |titel=The Belgian AFMPS warns about risk of hemolysis associated with the use of hydroxychloroquine |sprache=en |abruf=2020-05-09}}</ref> und damit zum Tod führen.
[[Kategorie:Favismus]]

Aktuelle Version vom 28. Juli 2026, 17:50 Uhr

Ackerbohnenkrankheit

Q: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel&veaction=edit

Unter Zusammenfassung aller Varianten und Ausprägungen weisen auf der Welt zirka 1,18 Milliarden Menschen irgendeine Form des G6PD-Mangels auf.[1] Vorwiegend wird der G6PD-Mangel in geographischen Regionenangetroffen, in denen Malaria verbreitet war oder ist. In malariafreien Gebieten kommt der G6PD-Mangel ebenfalls vor, ist aber deutlich seltener. Diese Verteilung des G6PD-Mangels stellt einen balancierten Polymorphismus dar: Die relative Resistenz der betroffenen Frauen gegenüber Malaria-Infektionen wiegt unter Gesichtspunkten der Evolution den Nachteil der Empfindlichkeit der betroffenen Männer auf. Die Erkrankung wurde im Zusammenhang mit dem Genuss von dicken Bohnen (Fava-Bohne, Ackerbohne, Saubohne) erstmals beobachtet, worauf der alternative Name Favismus zurückführbar ist. Neben den Fava-Bohnen besitzen Substanzen wie Henna oder diverse Medikamente die Eigenschaft, hämolytische Krisen auszulösen. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wiesen verschiedene medizinische Veröffentlichungen[2][3][4][5] explizit auf Komplikationen mit dem Medikament Hydroxychloroquin hin. Dieses könne zu Hämolyse sowie Mikroembolien[6][7][8] und damit zum Tod führen.