„Emanationismus“ – Versionsunterschied
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Aktuelle Version vom 28. Juli 2026, 15:56 Uhr
Ein Begriff der Philosophie und der Religionswissenschaft. Er bezeichnet in metaphysischen und kosmologischen Modellen das „Hervorgehen“ von etwas aus seinem Ursprung, der es aus sich selbst hervorbringt.
Übersetzung Emanationism
Emanationismus ist eine kosmologische Theorie, die behauptet, dass alle Dinge aus einem zugrunde liegenden Prinzip oder einer zugrunde liegenden Realität „ausfließen“, die üblicherweise als das Absolute oder Gottheit bezeichnet wird. Alle Lehren, die Emanation beinhalten, stehen normalerweise im Widerspruch zur creation ex nihilo ("Schöpfung aus dem Nichts"), da die Emanation befürwortet, dass alles schon immer existiert hat und nicht aus oder von Nichts „kreiert (erschaffen)“ wurde.
Kleinham (2007) writes:
Underlying the worldview of traditional cosmology is the idea that the universe is an emanation of a unitary divine principle. Although this idea has been blended with the revealed creationist doctrines of the major monotheistic religions, orthodox theologians have generally regarded it with suspicion. They have relegated it to the shadowy spheres of mysticism, pantheism, and the occult, which have always been at odds with orthodoxy. The traditional view is summed in the doctrine of emanation formulated by Plotinus.[1] Der Weltanschauung der traditionellen Kosmologie liegt die Idee zugrunde, dass das Universum eine Ausstrahlung eines einheitlichen göttlichen Prinzip ist. Obwohl diese Idee mit den offenbarten kreationistischen Lehren der großen monotheistischen Religionen vermischt wurde, betrachten orthodoxe Theologen sie im Allgemeinen mit Argwohn. Sie haben es in die Schattensphären des Mystizismus, des Pantheismus und des Okkultismus verbannt, die schon immer im Widerspruch zur Orthodoxie standen. Die traditionelle Sichtweise wird in der von Plotin formulierten Emanationslehre zusammengefasst.
Der primäre klassische Exponent des Emanationismus war der neoplatonische Philosoph Plotinus, der in seinen Enneaden alle Dinge phänomenal und ansonsten als Emanation (griechisch: ἀπορρέω aporrhéō (Ennead ΙΙ.3.2)) aus das Einen (ἕν, hén) beschrieb. In 5.1.6 wird Emanationismus mit einer Diffusion aus dem Einen verglichen, von dem es drei primäre Hypostasen gibt: das Eine (ἕν), den Intellekt (νοῦς, Nous) und die Psyche (ψυχή).
Ein weiterer Verfechter des Emanationismus war Michael Servetus, der wegen seiner nichttrinitarischen Kosmologie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.