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„transzendent“ – Versionsunterschied

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<p>transzend + ent&nbsp;|&nbsp;"übersinnlich, übernatürlich"; die Grenzen der&nbsp;Erfahrung&nbsp;und&nbsp;der sinnlich erkennbaren Welt überschreitend; ''Mathematik&nbsp;''über das Algebraische&nbsp;hinausgehend; in der idealistischen Erkenntnistheorie ‘sinnliche Wahrnehmung, Erfahrung und Bewußtsein übersteigend, übernatürlich, metaphysisch’, entlehnt (Kant, 2. Hälfte 18. Jh.); von lat.&nbsp;''trānscendō'' "darüberklettern, passieren, überqueren oder steige hinüber; Ich überschreiten"; lat. &nbsp;''trāns-''&nbsp;"durch, über, darüber hinaus" +‎&nbsp;''scandō'' "klettern, schreiten, steigen". Verwandt mit skandieren, Scanner ...</p>
<p>[[transzend]] + [[-ent]]&nbsp;|&nbsp;"übersinnlich, übernatürlich"; die Grenzen der&nbsp;Erfahrung&nbsp;und&nbsp;der sinnlich erkennbaren Welt überschreitend; ''Mathematik&nbsp;''über das Algebraische&nbsp;hinausgehend; in der idealistischen Erkenntnistheorie ‘sinnliche Wahrnehmung, Erfahrung und Bewußtsein übersteigend, übernatürlich, metaphysisch’, entlehnt (Kant, 2. Hälfte 18. Jh.); von lat.&nbsp;''trānscendō'' "darüberklettern, passieren, überqueren oder steige hinüber; Ich überschreiten"; lat. &nbsp;''trāns-''&nbsp;"durch, über, darüber hinaus" +‎&nbsp;''scandō'' "klettern, schreiten, steigen". Verwandt mit skandieren, Scanner ...</p><p>aus&nbsp;mlat.&nbsp;''transcendens''&nbsp;‘die aristotelischen Kategorien übersteigend, über die Natur oder die Vernunft hinausgehend’, daher auch ‘göttlich’, Part. Präs. von&nbsp;lat.&nbsp;''trānscendere''&nbsp;‘hinübersteigen, übersteigen, -schreiten, -treten’; vgl. lat.&nbsp;''scandere''&nbsp;‘steigen’.</p><p>In der Mathematik ‘nicht durch algebraische Operationen darstellbar, nicht algebraisch’, vgl.&nbsp;''transzendentische Gleichung''&nbsp;(Wolff, Anfang 18. Jh.), nach&nbsp;''quod vires Algebrae transcendit''&nbsp;(Leibniz).&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>aus&nbsp;mlat.&nbsp;''transcendens''&nbsp;‘die aristotelischen Kategorien übersteigend, über die Natur oder die Vernunft hinausgehend’, daher auch ‘göttlich’, Part. Präs. von&nbsp;lat.&nbsp;''trānscendere''&nbsp;‘hinübersteigen, übersteigen, -schreiten, -treten’; vgl. lat.&nbsp;''scandere''&nbsp;‘steigen’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>In der Mathematik ‘nicht durch algebraische Operationen darstellbar, nicht algebraisch’, vgl.&nbsp;''transzendentische Gleichung''&nbsp;(Wolff, Anfang 18. Jh.), nach&nbsp;''quod vires Algebrae transcendit''&nbsp;(Leibniz).&nbsp;</p>

Version vom 15. Dezember 2023, 14:49 Uhr

transzend + -ent | "übersinnlich, übernatürlich"; die Grenzen der Erfahrung und der sinnlich erkennbaren Welt überschreitend; Mathematik über das Algebraische hinausgehend; in der idealistischen Erkenntnistheorie ‘sinnliche Wahrnehmung, Erfahrung und Bewußtsein übersteigend, übernatürlich, metaphysisch’, entlehnt (Kant, 2. Hälfte 18. Jh.); von lat. trānscendō "darüberklettern, passieren, überqueren oder steige hinüber; Ich überschreiten"; lat.  trāns- "durch, über, darüber hinaus" +‎ scandō "klettern, schreiten, steigen". Verwandt mit skandieren, Scanner ...

aus mlat. transcendens ‘die aristotelischen Kategorien übersteigend, über die Natur oder die Vernunft hinausgehend’, daher auch ‘göttlich’, Part. Präs. von lat. trānscendere ‘hinübersteigen, übersteigen, -schreiten, -treten’; vgl. lat. scandere ‘steigen’.

In der Mathematik ‘nicht durch algebraische Operationen darstellbar, nicht algebraisch’, vgl. transzendentische Gleichung (Wolff, Anfang 18. Jh.), nach quod vires Algebrae transcendit (Leibniz).