„Begriffbildung“ – Versionsunterschied
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Begriffbildung | Begriff + Bildung | geeignetes Verfahren zur Bildung eines Begriff welches eine ''Beusstseinsbedeutungseinheit ''erwirkt oder bewirkt, welche anschließend zur Bildung einer Meinungssbedeutungseinheit als Abbild führt, dem die die Bildung eines Begriffwort, Begriffzeichen, Begriffgegenstand als erneutes Abbild, welche sich dazu eignen die Meinungssbedeutungseinheit erneut als Erinnerung anzuregen und so erneut diese als entsprechende ''Bewusstseinsbedeutungseinheit ''erwirken. | Begriffbildung | Begriff + Bildung | geeignetes Verfahren zur Bildung eines Begriff welches eine ''Beusstseinsbedeutungseinheit ''erwirkt oder bewirkt, welche anschließend zur Bildung einer Meinungssbedeutungseinheit als Abbild führt, dem die die Bildung eines Begriffwort, Begriffzeichen, Begriffgegenstand als erneutes Abbild, welche sich dazu eignen die Meinungssbedeutungseinheit erneut als Erinnerung anzuregen und so erneut diese als entsprechende ''Bewusstseinsbedeutungseinheit ''erwirken.<p>„Der Begriff ist das Werkzeug, mit dem wir die Wirklichkeit deuten.“ (Hans Aebli 1989).<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsbildung#cite_note-6 [6]]</sup> Die menschliche Kognition ist lebenslang zur Begriffsbildung in der Lage, um Objekte oder Ereignisse nach ihren Merkmalen zu kategorisieren. Das ist ein Gebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkpsychologie Denkpsychologie]. Für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungspsychologie Entwicklungspsychologie] ist die ansteigende Fähigkeit zum Bau von Begriffen nach der Geburt bis in die Jugend von besonderem Interesse, um das [https://de.wikipedia.org/wiki/Lernen Lernen] besser zu verstehen. Dabei wird vorausgesetzt, dass Merkmale überhaupt unterschieden ([https://de.wikipedia.org/wiki/Diskrimination Diskrimination]) sowie die charakteristischen Merkmale von den unwesentlichen unterschieden werden können. Minimal muss ein Begriff dem Menschen erlauben, ein bestimmtes Phänomen wiederzuerkennen. Die maximale Anforderung wird erreicht, wenn der neue Begriff sich als invariant gegenüber äußeren Veränderungen und damit von stabiler Bedeutung erweist. Die Begriffsbildung ist ein aktiver kognitiver Strukturierungsprozess, d. h. die neue Struktur bildet die Umwelt nicht einfach ab, sondern ist Ergebnis mentaler Konstruktionen, häufiger eine Umstellung bereits bestehender Begriffsstrukturen und seltener eine Neubildung. Zusammengefasst werden folgende Schritte vollzogen:</p> | ||
*Abstraktion von unwichtigen Reizmerkmalen, | |||
*Differenzierung und Löschung der Reizmerkmale, | |||
*vermittelte [https://de.wikipedia.org/wiki/Assoziation_(Psychologie) Assoziation] oder | |||
*Invariantenbildung aufgrund schrittweiser Informationsverarbeitung<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsbildung#cite_note-7 [7]]</sup> | |||
<p>''Eigenschaftsbegriffe'' entstehen durch eine ''Kategorisierung'', daher heißen sie auch oft einfach Kategorie: ''Mondfinsternis'' wird zugeordnet ''partiell'' oder ''total.'' Für manche Begriffe wird ein Prototyp (idealer Vertreter) gebildet: ''körperliche Aggression'' ist ''Schlägerei''.</p><p>''Erklärungsbegriffe'' beinhalten eine Erklärung, also Annahmen, die auf etwas Bekanntes (Theorie, Zusammenhang) zurückgreifen, um das Phänomen zu begreifen. ''Mondfinsternis'' wird erklärt als ''Mond im Erdschatten''.</p><p>Jeder Begriff weist zwei Bestandteile auf:</p> | |||
*''sachliche (denotative) Bedeutung'': logische Struktur oder Prototyp (bei den Eigenschaftsbegriffen) bzw. Theorie (bei den Erklärungsbegriffen) | |||
*''emotionale (konnotative) Bedeutung'': gefühlsmäßige Beziehung einer Person zu dieser Sache.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriffsbildung#cite_note-8 [8]]</sup> | |||
Version vom 22. April 2024, 18:52 Uhr
Begriff + Bildung | Bildung eines Begriff
Begriffbildung | Begriff + Bildung | geeignetes Verfahren zur Bildung eines Begriff welches eine Beusstseinsbedeutungseinheit erwirkt oder bewirkt, welche anschließend zur Bildung einer Meinungssbedeutungseinheit als Abbild führt, dem die die Bildung eines Begriffwort, Begriffzeichen, Begriffgegenstand als erneutes Abbild, welche sich dazu eignen die Meinungssbedeutungseinheit erneut als Erinnerung anzuregen und so erneut diese als entsprechende Bewusstseinsbedeutungseinheit erwirken.
„Der Begriff ist das Werkzeug, mit dem wir die Wirklichkeit deuten.“ (Hans Aebli 1989).[6] Die menschliche Kognition ist lebenslang zur Begriffsbildung in der Lage, um Objekte oder Ereignisse nach ihren Merkmalen zu kategorisieren. Das ist ein Gebiet der Denkpsychologie. Für die Entwicklungspsychologie ist die ansteigende Fähigkeit zum Bau von Begriffen nach der Geburt bis in die Jugend von besonderem Interesse, um das Lernen besser zu verstehen. Dabei wird vorausgesetzt, dass Merkmale überhaupt unterschieden (Diskrimination) sowie die charakteristischen Merkmale von den unwesentlichen unterschieden werden können. Minimal muss ein Begriff dem Menschen erlauben, ein bestimmtes Phänomen wiederzuerkennen. Die maximale Anforderung wird erreicht, wenn der neue Begriff sich als invariant gegenüber äußeren Veränderungen und damit von stabiler Bedeutung erweist. Die Begriffsbildung ist ein aktiver kognitiver Strukturierungsprozess, d. h. die neue Struktur bildet die Umwelt nicht einfach ab, sondern ist Ergebnis mentaler Konstruktionen, häufiger eine Umstellung bereits bestehender Begriffsstrukturen und seltener eine Neubildung. Zusammengefasst werden folgende Schritte vollzogen:
- Abstraktion von unwichtigen Reizmerkmalen,
- Differenzierung und Löschung der Reizmerkmale,
- vermittelte Assoziation oder
- Invariantenbildung aufgrund schrittweiser Informationsverarbeitung[7]
Eigenschaftsbegriffe entstehen durch eine Kategorisierung, daher heißen sie auch oft einfach Kategorie: Mondfinsternis wird zugeordnet partiell oder total. Für manche Begriffe wird ein Prototyp (idealer Vertreter) gebildet: körperliche Aggression ist Schlägerei.
Erklärungsbegriffe beinhalten eine Erklärung, also Annahmen, die auf etwas Bekanntes (Theorie, Zusammenhang) zurückgreifen, um das Phänomen zu begreifen. Mondfinsternis wird erklärt als Mond im Erdschatten.
Jeder Begriff weist zwei Bestandteile auf:
- sachliche (denotative) Bedeutung: logische Struktur oder Prototyp (bei den Eigenschaftsbegriffen) bzw. Theorie (bei den Erklärungsbegriffen)
- emotionale (konnotative) Bedeutung: gefühlsmäßige Beziehung einer Person zu dieser Sache.[8]