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„Denknotwendigkeit“ – Versionsunterschied

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Das absolute Gleichsein ist eine ''[[Denknotwendigkeit]]''; es muss dem Menschen gedanklich präsent sein, denn es bildet den Maßstab zur Bestimmung relativer Gleichheit. s. [[Anamnesis]]
* vglw. "das absolute Gleichsein ist eine ''[[Denknotwendigkeit]]''; es muss dem Menschen gedanklich präsent sein, denn es bildet den Maßstab zur Bestimmung relativer Gleichheit. s. [[Anamnesis]]"


Der Begriff '''Denknotwendigkeit''' stammt maßgeblich aus dem '''Deutschen Idealismus'''. Als philosophischer Fachbegriff geprägt und prominent verwendet wurde er zuerst von '''[[Johann Gottlieb Fichte]]'''.
* '''a) logisch notwendig'''
 
** Etwas kann nicht anders gedacht werden, ohne Widerspruch.
Fichte führte den Terminus ein, um zu beschreiben, dass bestimmte Erkenntnisse nicht absolut oder objektiv zwingend sind, sondern allein durch die Aktivität unseres eigenen, freien Denkens bedingt und für dieses Denken alternativlos sind. Erstmals theoriebildend nutzte er ihn in seinen frühen Schriften, wie beispielsweise im Jahr 1796 in der ''Grundlage des Naturrechts''. Bekannt ist vor allem sein Zitat:<blockquote>''„...daß überhaupt gedacht werde, bedingt.“''</blockquote>In der Folge wurde der Begriff vor allem von '''[[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]]''' und später stark in der Transzendentalphilosophie rezipiert, um das logische, nicht-psychologische Gesetz unseres Bewusstseins zu fassen.
** Lateinisch nahe: ''necessitas logica'', ''necessitas consequentiae'', ''ex contradictione oppositi''.
 
* '''b) rational notwendig'''
Der fehler liegt in der Definition seitens Fichte ''„...daß überhaupt gedacht werde, bedingt.“'' hätte zum Begriff der [[Denkbedingtheit]] und nicht Denlknotwendigkeit führen müssen, das Denken, daß gemäß des Denkmuster und der Artweise des Denken bedingt ist, so dauch die [[Modallogik]], die logische Bedingungen aufstellt und gemäß dieser Sätze aufstellt und schlußfolgert.
** Die ''ratio'' sieht einen notwendigen Zusammenhang ein.
** Lateinisch nahe: ''necessitas rationis'', ''ratio necessaria''.
* '''c) transzendental / erkenntnistheoretisch notwendig'''
** Das Denken muss etwas voraussetzen, damit Erfahrung oder Erkenntnis möglich ist.

Aktuelle Version vom 24. Juni 2026, 19:18 Uhr

denknotwendig-keit deu.

  • vglw. "das absolute Gleichsein ist eine Denknotwendigkeit; es muss dem Menschen gedanklich präsent sein, denn es bildet den Maßstab zur Bestimmung relativer Gleichheit. s. Anamnesis"
  • a) logisch notwendig
    • Etwas kann nicht anders gedacht werden, ohne Widerspruch.
    • Lateinisch nahe: necessitas logica, necessitas consequentiae, ex contradictione oppositi.
  • b) rational notwendig
    • Die ratio sieht einen notwendigen Zusammenhang ein.
    • Lateinisch nahe: necessitas rationis, ratio necessaria.
  • c) transzendental / erkenntnistheoretisch notwendig
    • Das Denken muss etwas voraussetzen, damit Erfahrung oder Erkenntnis möglich ist.