Zum Inhalt springen

„Infiniter Regress“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
K Weiterleitung nach infiniter Regress erstellt
 
Zeile 1: Zeile 1:
Der Ausdruck '''infiniter Regress''' (auch '''unendlicher Regress''' oder '''Endlosrekursion'''; [[regressus ad infinitum|regressus in/ad infinitum]]) beschreibt einen „endlose[n] Rückgang in einer unendlichen Reihe“.<ref>[[Christian Thiel]]: ''regressus ad infinitum'', in: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.'' 2. Auflage. Band 7: Re - Te. Metzler, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-476-02106-9, S. 46.</ref> Er wird allgemein in der Philosophie, insbesondere in der [[Logik]] und [[Argumentationstheorie]], sowie in der [[Mathematik]] und [[Informatik]] verwendet.
#WEITERLEITUNG [[infiniter Regress]]
 
== Infiniter Regress in der Mathematik und Informatik ==
In der [[Mathematik]] und [[Informatik]] bezeichnet „infiniter Regress“ einen endlosen Selbstaufruf. Ein infiniter Regress entsteht beispielsweise durch eine Funktion, die auf sich selbst verweist ([[Rekursion]]), ohne dass eine gültige [[Abbruchbedingung]] den Prozess jemals beendet.
 
Beispielsweise ist die [[Fibonacci-Folge]] rekursiv, jedoch entsteht hier kein infiniter Regress. Diese ist definiert als:
 
:<math>f(1)=0; f(2)=1</math>
:<math>f(n)=f(n-1)+f(n-2)</math>
 
d.&nbsp;h., es werden die ersten zwei Folgenglieder zu Eins definiert, und das n-te als die Summe der zwei vorherigen Folgenglieder. Ein Beispiel für eine infinit regressive Folge wäre
 
:<math>f(n)=f(n)</math>.
 
Möchte man hier das n-te Folgenglied berechnen, so tritt nach Funktionsvorschrift dieser Prozess in eine [[Endlosschleife (Programmierung)|Endlosschleife]]. Die Funktion <math>f</math> ruft sich dabei ständig selbst auf, ohne – wie bei der Fibonacci-Folge – das Resultat auf eine der Anfangsbedingungen zurückzuführen.
 
Zur Erkennung und Vermeidung von infinitem Regress, insbesondere von [[Computerprogramm]]en, bedient man sich der [[Semantik|semantischen]] [[Verifikation]] von [[Rekursion|rekursiven]] Funktionen. Der [[Beweis (Mathematik)|Beweis]], dass kein infiniter Regress vorliegt, wird dann zumeist mittels einer [[Schleifeninvariante]] geführt (siehe auch [[Invariante (Mathematik)|Invariante]]). Dieser Beweis ist allerdings nicht immer nach einem bestimmten Verfahren möglich (siehe [[Halteproblem]]).
 
== Einzelnachweise ==
<references/>
 
[[Kategorie:Theoretische Informatik]]
[[Kategorie:Mathematische Logik]]
[[Kategorie:Logik]]
[[Kategorie:Wikipedia.de Artikel]]

Aktuelle Version vom 1. Juli 2026, 05:50 Uhr

Weiterleitung nach: