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„irdisch“ – Versionsunterschied

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<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">ird + isch |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp">Egw. </span></span>‘zur Erde (als Planet) gehörig, auf der Erde befindlich’. irden und irdisch sind Ableitungen von dem unter ''Erde''&nbsp;behandelten, mit Zahnlautendung gebildeten Hauptwort.</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Althochdeutsch</abbr>&nbsp;(11. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdīn</span>'',&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">erdīn</span>'' ‘von, aus Erde, die Erde bewohnend, weltlich, sterblich’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">aírþeins</span>'', gebildet mit der Endung&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="germanisch">ger.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">-''īna''-</span> für Stoffeigenschaftswörter (wie ''golden'', ''eisern''), und <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdisc</span>'' (8. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdisch</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">erdisch</span>'' ‘von, aus Erde, auf der Erde, weltlich, sterblich’ stehen lange Zeit mitlautend nebeneinander.</p><p>Doch tritt schon früh in biblisch-kirchlichem Sprachgebrauch ''<span class="etymwb-mentioned">irdisch</span>'' überwiegend, ''<span class="etymwb-mentioned">irden</span>'' dagegen seltener im Sinne von ‘der Erde, der Welt, ihrem Leben zugehörig, dem Dasein auf der Erde verhaftet’ auf (als Gegenwort zu ''<span class="etymwb-mentioned">himmlisch</span>''), so daß (etwa im 18. Jh.) eine sprachliche Trennung beider Eigenschaftswörter im oben genannten Sinne üblich wird.</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[ird]] + [[-isch]] |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp">Egw. </span></span>‘zur Erde (als Planet) gehörig, auf der Erde befindlich’. irden und irdisch sind Ableitungen von dem unter ''Erde''&nbsp;behandelten, mit Zahnlautendung gebildeten Hauptwort.</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">Althochdeutsch</abbr>&nbsp;(11. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdīn</span>'',&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">erdīn</span>'' ‘von, aus Erde, die Erde bewohnend, weltlich, sterblich’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">aírþeins</span>'', gebildet mit der Endung&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="germanisch">ger.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">-''īna''-</span> für Stoffeigenschaftswörter (wie ''golden'', ''eisern''), und <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdisc</span>'' (8. Jh.), <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">irdisch</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">erdisch</span>'' ‘von, aus Erde, auf der Erde, weltlich, sterblich’ stehen lange Zeit mitlautend nebeneinander.</p><p>Doch tritt schon früh in biblisch-kirchlichem Sprachgebrauch ''<span class="etymwb-mentioned">irdisch</span>'' überwiegend, ''<span class="etymwb-mentioned">irden</span>'' dagegen seltener im Sinne von ‘der Erde, der Welt, ihrem Leben zugehörig, dem Dasein auf der Erde verhaftet’ auf (als Gegenwort zu ''<span class="etymwb-mentioned">himmlisch</span>''), so daß (etwa im 18. Jh.) eine sprachliche Trennung beider Eigenschaftswörter im oben genannten Sinne üblich wird.</p>

Aktuelle Version vom 18. Dezember 2023, 17:26 Uhr

ird + -isch | Egw. ‘zur Erde (als Planet) gehörig, auf der Erde befindlich’. irden und irdisch sind Ableitungen von dem unter Erde behandelten, mit Zahnlautendung gebildeten Hauptwort.

Althochdeutsch (11. Jh.), mhd. irdīn, erdīn ‘von, aus Erde, die Erde bewohnend, weltlich, sterblich’, got. aírþeins, gebildet mit der Endung ger. -īna- für Stoffeigenschaftswörter (wie golden, eisern), und ahd. irdisc (8. Jh.), mhd. irdisch, erdisch ‘von, aus Erde, auf der Erde, weltlich, sterblich’ stehen lange Zeit mitlautend nebeneinander.

Doch tritt schon früh in biblisch-kirchlichem Sprachgebrauch irdisch überwiegend, irden dagegen seltener im Sinne von ‘der Erde, der Welt, ihrem Leben zugehörig, dem Dasein auf der Erde verhaftet’ auf (als Gegenwort zu himmlisch), so daß (etwa im 18. Jh.) eine sprachliche Trennung beider Eigenschaftswörter im oben genannten Sinne üblich wird.